(Keine) Zukunftspläne - ich werde verrückt und ihn stört es nicht :( (Länger!)

    • (1) 17.03.13 - 16:50

      Hallo alle zusammen,

      ich schreibe euch, weil ich einfach mal eine Meinung von Außenstehenden brauche, und vielleicht einen Tipp, weil ich selber nicht mehr weiter weiß.

      Mein Freund und ich sind seit über 7 Jahren zusammen, haben eine vierjährige Tochter und sind (eigentlich) sehr glücklich.
      WIr befinden uns zur Zeit noch im Studium, da ich aber sehr vorausschauend plane, kümmere ich mich jetzt schon um solche Dinge wie Hochzeit, Geschwisterchen und Hausbau.
      Im August wollen wir für ein Jahr in die USA, er wird dort seinen Master beginnen, ich werde an einer amerikanischen Grundschule arbeiten, unsere Tochter geht dort in die K-Class, die erste Klasse sozusagen. Wir freuen uns schon sehr darauf.

      Doch wenn ich ihn darauf anspreche, dass ich gerne unsere gemeinsame Zukunft planen möchte, macht er total dicht.
      Ich hätte gerne viele Kinder (am liebsten vier), und möchte, da wir ungeplant sehr jung Eltern geworden sind, früh bauen (3-4 Jahre nach dem Studium), damit unsere Tochter auch noch etwas von dem Haus und dem großen Garten hat (sie wird dann etwa 10/11 Jahre sein).
      Er möchte aber lieber 2 Kinder, höchstens 3 und geht keine Kompromisse ein. Und jetzt an ein Haus zu denken, findet er vollkommen überfrüht. Ich möchte ja aber nur überschlagen ob wir es uns bereits 3-4 Jahre nach dem Studium leisten könnten. Er versteht das nicht.

      Dazu kommt, dass unsere Tochter auf eine Privatschule kommen soll, da diese aber nicht ganz günstig ist, möchte ich das gerne finanziell durchplanen bevor wir sie dort anmelden, nicht das ich in 3 Jahren erst merke, dass wir uns das gar nicht leisten können.

      Er will nicht planen, höchstens für die nächsten 5 Minuten....

      Außerdem ist er momentan total unglücklich mit seinem Studium, er möchte aber UNBEDINGT noch seinen Master machen, obwohl er sich total quält. Er arbeitet aber neben dem Studium noch in einer IT-Firma, was im total spaß macht, und wo er gute Aufstiegschancen hat und direkt nach dem Bachelor fest eingestellt werden könnte. Will er nicht. Und anstatt seinen Master in Informatik zu machen, stellt er auf Stur....

      Seh ich das zu übertrieben? Bin zu vorausschauend? Gehe ich falsch an die Sache ran? Ist das Studium allein seine Sache, auch wenn er sich offensichtlich quält, oder ist das eine Sache bei der man als Partner seinen Senf dazugeben darf?

      Ich bin gespannt auf eure Antworten und würde mich sehr freuen, wenn jemand von euch seinen dazu Senf gibt :)

      Lg Mama&Studentin:-D

      • Naja, 4 Kinder in der heutigen Zeit finde ich auch zuviel, wie willst Du denn jetzt berechnen ob Ihr es Euch leisten könnt, Ihr habt doch noch keinen Überblick über die Finanzen.

        LG

        Hallo

        ich finde es schwer zu planen. Ihr seid noch im Studium..

        was ist wenn ihr keinen job bekommt...

        ohne geld könnt ihr kein haus kaufen... (ohne eigenkapital eher schwer) ist nicht gerade günstig

        dann möchtest du das dein kind auf eine privat schule geht... dann das nächste und das nächste und und und... es kostet alles geld..

        du weißt ja noch nicht mal wieviel ihr habt..

        ihr solltet erst mal fest in der arbeit sein und ewas für die kante weglegen... dann nen hausbauen und ggf über viele weitere kinder denken.. aber alles so wie du es vor hast ist für mich einfach nur wunschdenken.. aber in der heutigen realität schwer.

        LG

        Ich würde an Deiner Stelle ziemlich dringend mal drüber nachdenken, was an der Gegenwart so schlimm ist dass Du sie mit derart vielen Zukunftsplänen vollkleistern musst....
        und das ist ein ganz ernstgemeinter Rat...

        Lg, Cora

      • Mach doch erstmal den ersten Schritt vor dem zweiten... Du planst eindeutig ein wenig zu weit im Voraus für Eure Situation.
        Ihr geht jetzt erstmal für ein Jahr nach Amerika. Macht das, und wenn ihr dann wieder hier seid, dann siehst Du ja auch, wie es jobmäßig aussieht und DANN kannst Du mal loslegen mit Hochzeitplanen ;). Alles andere wird sich auch ergeben.. klar, man muss nicht blind in die Zukunft rennen, aber in der Situation jetzt KANNST du noch gar nicht soweit planen, da Du ja gar nicht weißt, was die Finanzen so hergeben.
        Also: ruhig bleiben, genieß das Jahr in Amerika und schau dann, was kommt!

        Hallo!

        Ich denke, daß der Knackpunkt sein Studium ist, mit dem er unzufrieden ist. Daher hat er wahrscheinlich Bauchschmerzen, wenn er an die Zukunft denkt. Und in eben dieser Zukunft liegen ja weitere Kinder, Haus etc.. Die finanzielle Verpflichtungen, die damit einhergehen muß, machen ihm bestimmt Angst! Würde mir auch so gehen.
        Ich würde erstmal das Jahr in den USA geniessen und dann weiterschauen. Dann hat er seinen Master, ihr kehrt nach Deutschland zurück und er findet im besten Falle direkt einen Job. Dann reicht es doch auch noch, einen Hauskauf durchzurechnen. Zumal ihr dann wisst, was ihr an finanziellen Mitteln zur Verfügung habt.

        Das Kinderthema ist ein anderes! Wenn er nicht mehr Kinder will, dann will er nicht. Da wirst du dich mit arrangieren müssen.

        LG

        • Hallo

          danke für die vielen Antworten! :)

          Der Knackpunkt ist wirklich das Studium.... und nicht die finanzielle Seite

          Das Problem, ist nur, weswegen ich mich nunmal schon jetzt mit den finanziellen Dingen auseinandersetzen muss, ist, dass wir uns jetzt schon um die Schule kümmern müssen, zu der unsere Tochter gehen wird, wenn wir wieder in D sind, da die Anmeldefristen dann bereits abgelaufen sind. Wenn wir unsere Tochter also an der Privatschule anmelden möchten, müssen wir JETZT durchrechnen, ob wir es uns (heute, morgen und auch in 10 Jahren) leisten können.

          Zu der finanziellen Seite. Ich denke schon, dass ich ganz gut kalkulieren kann, was wir uns wie in den nächsten 10 Jahren leisten können. Da ich Lehramt studiere und man nach der Verbeamtung eine feste Besoldung erhält. Ob ich sofort eine Stelle bekommen, steht natürlich jetzt noch nicht 100%, da ich aber in den USA bereits als Lehrerin arbeiten werde, stehen die Chancen nicht schlecht. Für das Gehalt habe ich einen niedrigen Wert angesetzt, was man in seiner Branche als Hochschulabsolvent verdienen sollte.
          Mit monatlichen Fixkosten von 2500€ (Lebensmittel, Klamotten, Auto, Versicherungen, Schuldgeld usw.) und einem monatlichen Abtrag von 2000€, können wir ganz gut leben. (min Gehalt - max Ausgaben). Da ist auch noch Puffer für eventuelle Mehrausgaben.

          Aber ich wollte ja keine Finanzberatung, sondern einen Tipp dazu, ob das Studium meinen Partners nur ihn allein etwas angeht, oder ob ich mich einmischen darf, wenn ich denke, dass er sich augenscheinlich damit quält....

          LG Mama&Studentin

      Hallo.

      Ich empfinde dich als sehr vereinnahmend .... Ich verzichte mal auf das wort bevormundend.

      Hat dein partner überhaupt mitspracherecht? Du scheinst ja sehr perfektionistisch dein/euer leben durchzuplanen. Das würde mir als partner auch total angst machen.

      Hast du ihn mal gefragt, was ER möchte?

      Lg a.

      • Dann kam das falsch rüber....

        Ich möchte nicht über sein Leben oder sein Studium bestimmen. Nur ist er der Meinung, dass ein Bachelor kein Abschluss ist und man nur einen Job bekommt wenn er seinen Master gemacht hat. Nur quält er sich halt so durch den Stoff, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er das die nächsten 40 Jahre machen möchte.
        Er geht aber total in seinem Nebenjob bei der IT Firma auf, die ihn vom Fleck weg eine Festanstellung geben würden.

        Ich möchte halt nicht, dass er sich durch sein Studium quält, nur weil er denkt, dass ein Bachelorabschluss "minderwertig" ist.... :(

        • Schwierig.

          Hat er denn mal versucht "nur" mit dem bachelor einen guten job zu finden?

          Ich selber habs ja nie über den realschulabschluss rausgebracht und die ganzen "neumodischen" begriffe bachelor, master etc. Ich hab keine ahnung, inwieweit die nu wirklich wichtig sind. Oder ob die wichtigkeit nicht einfach auch total überschätzt wird.

          Lg a.

          • Das sind keine "neumodischen" Begriffe, sondern konkrete Abschlüsse bei einer Universität. Die sind für mich vielleicht selbstverständlicher, weil ich in London studiert habe, aber die Umstellung sollte langsam auch in Deutschland angekommen sein. Allerdings finde ich es nicht schlimm, wenn man sich nicht damit auskennt, wenn man nicht studiert (hat).

            Es ist allerdings tatsächlich so, dass verschiedene Berufe nach dem Bachelor noch einen Master oder auch eine Doktorarbeit voraussetzen. In meinem Beruf zum Beispiel reicht ein Bachelor, weil viel praktische Erfahrung vorausgesetzt wird und ein Master eher eine interessante Spezialisierung ist, während meine Schwester definitiv den Master machen muss, um ihr Fach zu vertiefen.

    Hi,

    ich verstehe das nicht.
    Du möchtest, dass er nach dem Bachelor, sprich, ab Sommer eine Festanstellung in einer IT-Firma annimmt. Und was ist dann mit Amerika????

    Warum meldest Du deine Tochter nicht schon jetzt an der Schule an, unabhängig, ob sie da hin geht oder nicht? Absagen kann man immer noch.
    Wenn Du so gut weißt, was Du nach der Verbeamtung verdienst, ist das doch eh egal.

    Entweder steh ich total auf dem Schlauch oder Du denkst verquer und umständlich!?

    • In den USA könnte er sowohl für die IT Firma arbeiten, als auch studieren, oder sogar seine Bachelorarbeit schreiben. Da stehen uns alle Türen offen. Er müsste ja nicht mal sofort den Job in der Firma annehmen, er könnte auch seinen Master noch in Informatik machen.:-)

      Mir geht es mehr darum, ob ich ihn jetzt einfach sein jetziges Studium weitermachen lassen soll, ohne ihn anzusprechen, und er quält sich dann womöglich noch zwei drei Jahre durch den Master.#kratz
      Oder ich rede mit ihm und empfehle ihm darüber nachzudenken, seinen Master in einem anderen Fach (nämlich Informatik) zu machen und danach zu gehen was im Spaß macht und nicht das, was er als seine Verpflichtung anssieht.

      (Jetzt verständlicher?! #schwitz )

      • Ich würde ihm gar nicht sagen, was er machen soll, sondern Für und Wider aufzeigen und ihn entscheiden lassen.
        Klärt diese Situation erstmal bevor Du dir um eure weitere Zukunft Gedanken machst.
        Eure Tochter könnt ihr schon jetzt in der Schule anmelden - absagen kann man immer!

Also ein wenig Planen finde ich schon gut und das finde ich auch wichtig für die Zukunft zu wissen welche Ziele man hat. Aber alles komplett durchplanen muß man auch nicht. Man muß gewisse Sachen auch einfach auf sich zukommen lassen. Vielleicht überforderst du deinen Freund mit DEINEN ganzen Plänen und hast ihn kaum gefragt was ER möchte. WEnn seine Sachen nämlich nicht mit DEINEN Plänen überein stimmen scheinst du weiterhin deine SChiene fahren zu wollen.
Gruß Ela

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