Kind nach Trennung auffangen - Vermisst den "Vater"

    • (1) 07.04.13 - 09:57
      Was tun?

      Hallo,

      ihr könnt euch vielleicht noch erinnern:

      https://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4175677-freund-meiner-freundin-macht-total-seltsam-schluss/26487940

      Es ist nun so, dass meine Freundin es langsam schafft, doch einen Abschluss zu bekommen in der (doch krassen) Geschichte. Das Kind meiner Freundin leidet ziemlich unter der Situation (meine Freundin natürlich auch noch).

      Ihr Kind ist nun 15, die sie und ihr Freund waren 13 Jahre zusammen. Das Kind hat zum leiblichen Vater zwar Kontakt, aber der kümmert sich eher spärlich und wenn, dann so als "fun Papa", dann sehen sie sich über Wochen nicht.

      Daher war der Mann absoluter Vaterersatz und hat das auch immer toll und engagiert gemacht, z.T. auch unter der Woche geskypt und Hausaufgaben erklärt und so. Er hat auch immer gesagt, dass das Kind wirklich wie ein leibliches Kind für ihn wäre.

      Das Kind meiner Freundin hat viel länger gehofft als sie, dass es doch nicht das Ende ist. Es komm mit diesem "Open End" auch nicht klar, sondern fragt sehr viel, Fragen, die auch meine Freundin umtreiben und auf die es keine Antwort gibt - Warum ist er weg? Warum sagt er nicht wenigstens "Tschüß"? Wie lange wusste er schon, dass er gehen würde? Warum war an Weihnachten noch alles so normal? ....

      Meine Freundin hat nun eine Überweisung zu einem (Kinder)psychologen bekommen, aber der erste Termin ist erst Ende Juni. Wie kann man dem Kind denn helfen? Meine Freundin redet sehr viel mit dem Kind, sie sind über Ostern ein paar Tage weggefahren und haben dort auch viel unternommen, sie hat den leiblichen Vater über die Situation in Kenntnis gesetzt, der sich nun auch wieder mehr kümmert.

      Was denkt ihr?

      • (2) 07.04.13 - 10:34

        Es ist gut so. Mehr kann sie nicht machen.

        Im Prinzip ist dieser Mann wie ein Vater gewesen für das 15jährige Kind, ja?

        Gäbe es die Möglichkeit für das Kind (ist ja fast keines mehr, oder), selbst den Kontakt zu suchen?

        Vielleicht würde er dem Kind etwas erklären?

        Das ist nur so ein Gedankengang von mir, klar.

        Ich als 15jährige würde von dem Mann, den ich als meinen Papa gesehen habe, wissen wollen, warum er sich aus dem Staub macht, ohne irgendetwas zu sagen.

        L G

        White, die sich vorstellen kann, dass da nicht nur Trauer, sondern auch eine große Wut vorhanden ist. Bei der Mutter und dem Kind.

        (4) 07.04.13 - 17:24

        Vielleicht kann die Tochter ihm ja einen Brief schreiben mit ihren Fragen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es sie noch mehr runterzieht, wenn er möglicherweise nicht darauf reagiert. :-(

      • (5) 07.04.13 - 19:54

        Danke. Meine Freundin hat ihrem Ex-Freund kürzlich nochmals eine Mail geschrieben - die beiden hatten einen Urlaub für Ostern gebucht und sie wollte fragen, was nun daraus wird - keine Antwort. Sie ist dann mit ihrem Kind allein gefahren.

        Der Weg zum Urlaubsort führt direkt an seinem Wohnort vorbei - sie hat ihn gebeten, sich wenigestens ordentlich von dem Kind zu verabschieden und versprochen, dass er sie nicht einmal sehen muss - aber auch darauf keine Reaktion.

        Ja, meine Freundin ist noch immer sehr verwirrt, aber Gott-sei-Dank kommt nun die Wut. Sie hat ja erst gar nicht damit gerechnet, dass Schluss ist. Sie dachte einfach, dass er sich stärker in seine Arbeit vertieft hat als sonst - selbst ich (Außenstehend) kann es nicht glauben - es passt wirklich nicht zu dem fürsorglichen, netten, soliden Mann, den wir kennen gelernt haben. Es ist, wie wenn er Zigarettenholen ging ... meine Freundin wird daran noch sehr lange zu knabbern haben.

        Einfach, weil es so unfair war. An Weihnachten haben wir sie noch getroffen, da wies nichts darauf hin ... er sprach über den gemeinsamen Osterurlaub, und und. Ich muss total oft daran denken, es lässt mich auch nicht los.

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