Fremdgehen .... "Ausrutscher"? Fakt: Sex mit einem/einer anderen

    • (1) 06.05.13 - 15:40
      F u L Geschmeinschaft

      Ich habe weiter unten gelesen, dass manche einen Ausrutscher verzeihen könnten, oder ihn zumindest diskutieren und in Erwägung ziehen könnten.

      Welche Kriterien spielen da eine Rolle für euch?
      Fakt ist doch, auch ein Ausrutscher ist Sex mit einer/einem anderen.

      "Ups, es ist mir einmal passiert" ( Ausrutscher ) -

      "ach herjeh, ich habe es doch zweimal gemacht" ( mit der/dem gleichen ) kein Ausrutscher mehr. Schon Affäre?

      "Verdammt ich habe es eigentich sehr oft getan" ( mit immer wechselnden Partnern ) - Dreckschwein, untreu, beziehungsunfähig.

      Ich versuche zu verstehen, was man als Ausrutscher bezeichnet, wie man den definiert und wieso man/frau glaubt, den verzeihen zu können bzw ihn nicht als Trennungsgrund sieht, als Untreue.
      Liegt es an dem "Besitzanspruch". den man nach einem mal nicht geltend machen kann/will? Wieso einen einzelnen Ausrutscher verzeihen, aber wechselnde Sexpartner ( man stelle sich vor, 20 Ausrutscher ) sind inakzeptabel.

      Die Welt ist doch voll von Versuchungen und haben wir wirkllich den Anspruch/die Möglichkeit unser Leben mit nur einem Partner ( auch sexuell ) zu verbringen?

      Pathetisch gesehen: auch bei einem Ausrutscher kann man derbe auf die Fresse fliegen.

      • Was wäre wenn....#schein

        das ist doch alles individuell.
        Die einen lassen sich scheiden, weil er Mann Fremdgeknutscht hat, die anderen weil sie beleidigt worden sind.....

        Frag mal im Trennungsforum, was da der Gund war, vielleicht kommst Du da weiter.

        lisa

        • (3) 06.05.13 - 15:48
          F u L Gemeinschaft

          Hä? #kratz

          Hallo,

          also für mich gäbe es da tatsächlich Unterschiede. Je nach dem wie lange man schon zusammen ist, wie die Beziehung läuft, wie (in meinem Fall) der Mann grundsätzlich treuemäßig eingestellt ist, ob es einmal oder öfter passiert ist usw.

          Sprich, wenn ich ein halbes Jahr mit einem Mann zusammen bin, alles so weit gut läuft und wir häufig und guten Sex haben und er würde dann gleich mit einer anderen in's Bett gehen wenn sich die Gelegenheit bietet, wäre das für mich ein Trennungsgrund.

          Wenn ich aber vielleicht schon 10 Jahre mit einem Mann verheiratet bin, es vielleicht auch an mir liegt dass wir kaum noch Sex haben, weil ich einfach keine Lust habe, der Mann das Jahre lang ohne zu murren erträgt und dann bei einer Dienstreise abends noch auf einer Kundenfeier ist, dort vielleicht 2 Bier trinkt, von einer heißen 20jährigen angemacht wird und mit ihr im Bett landet und es danach beichtet und bitter bereut, dann wäre das für mich noch kein Trennungsgrund, sondern ein Anlass unsere Ehe zu überdenken und etwas für uns zu tun.
          Würde der selbe Mann aber eine Affäre mit der 20jährigen anfangen und mich 3 Jahre systematisch mit ihr betrügen und ich käme von selber dahinter und er würde vielleicht noch sagen "liegt ja an dir weil du so selten wolltest" o.ä., wäre ich vermutlich nicht mehr bereit eine Eheberatung aufzusuchen oder die Ehe fortzuführen.

          Wo da die Grenzen liegen muss jeder für sich und im individuellen Fall (der hoffentlich nie eintritt) entscheiden, aber ich denke schon, dass es Szenarien gibt, wo man einen Seitensprung noch eher irgendwie entschuldigen könnte ...

      (6) 06.05.13 - 16:00

      Hallo,

      ehrlich kommt es doch auch darauf an, was in die Beziehung investiert wurde - bin ich seit 10 Jahren liiert, habe ich drei kleine Kinder und ein Haus gebaut - und es war das erste mal, liegt meine Toleranzgrenze völlig anders als wenn man sich wenige Wochen kennt.

      Am Ende des Tages kommt es auch darauf an, ob man die Karre wieder zum Laufen bekommt oder nicht.

    • (7) 06.05.13 - 16:09

      Ich kann "twins" nur zustimmen.

      Zum einen sind die Ansichten hier in den meisten Fällen rein hypothetisch. D. h. wer noch nicht selbst in der Lage war und spontan entscheiden musste, ob man verzeiht oder nicht, ob man sich trennt, ob man ausflippt, gibt eigentlich nur eine Absichtserklärung ab. Im Ernstfall entscheidet man u. U. ganz anders.

      Zum anderen spielt die Lebenssituation, die Dauer der bisherigen Partnerschaft, das Verhalten des Partners und die Umstände der Affäre, des Fremdgehens..........sicher eine große Rolle.

      Ich wusste theoretisch auch immer ganz genau, wie ich reagieren würde. Letztlich habe ich mich an keine meiner selbst gesteckten Vorhaben gehalten als der worst Case eingetreten ist. Und so ist es einigen ergangen, die es irgendwann mal ereilt hat, die ich kenne.

      • <<<Ich wusste theoretisch auch immer ganz genau, wie ich reagieren würde. Letztlich habe ich mich an keine meiner selbst gesteckten Vorhaben gehalten als der worst Case eingetreten ist. Und so ist es einigen ergangen, die es irgendwann mal ereilt hat, die ich kenne. <<<<

        Das kenne ich.:-)

    "Ich habe weiter unten gelesen, dass manche einen Ausrutscher verzeihen könnten"

    Eben. Ist im Konjunktiv.

    Wie wer wann tatsächlich reagiert, ist eine ganz ganz andere Geschichte.

    Manche halten sich an ihre Prinzipien, manche können oder wollen das nicht.

    Und wie oft man was verzeiht. ist von der individuellen Leidensfähigkeit abhängig wo möglich auch von der eigenen Souveränität usw usw.

    Was allerdings am Fremdgehen so perfide für den Betrogenen sein mag, ist nicht einmal das nicht Verzeihen können aufgrund von schnödem Sex mit einer anderen Person. Häufig geschieht dies sogar relativ schnell. Denn nicht selten liebt der/die Betrogene den/die Deliquenten/-in noch. Und die Sehnsucht, es möge doch bitte alles wieder so werden wie es mal war, lässt eine Menge Möglichkeiten zu.

    Mit einigem Zeitversatz kommt aber die stille Erkenntnis - und die ist nicht selten frei von Wut -, dass man dem anderen nicht mehr vertrauen kann. Irgendwas ging kaputt und das ist auf absehbare Zeit nicht mehr zu kitten. Und ohne Vertrauen wird es für beide auf Dauer unerträglich. Selbst wenn derjenige, dem der Fehltritt passierte, auf Treu und Glauben Besserung gelobt (und das auch wirklich so meint.)

    Und es ist ein echt bitteres Gefühl wenn Dich jemand ganz ruhig anschaut, sogar noch Deine Hand nimmt und mit einer ganz ruhigen aber festen Bestimmtheit sagt, dass sie Dich geliebt hat (und es vielleicht noch tut) aber Dir nie mehr vertrauen kann. Dann sieht man in ihren Augen, was man ihr angetan hat. Da sindkeine Wut oder Zorn, nur eine ganz leise Trauer. Da kommt man sich so klein, so verloren und schuldig vor......

(13) 06.05.13 - 22:18

für mich gibt es keinen ausrutscher!

entweder meine partnerschaft bedeutet mir genug - gibts keine/n anderen, auch wenns man nicht so gut läuft. oder aber es stimmt was nicht in der beziehung, dann beende ich sie - bevor mit jemandem anderen was läuft. punkt. und ich hab alles schon erlebt!!!

Ich kann dir das nur theoretisch beantworten, da es mir noch nicht passiert ist.

Ein einmaliger Ausrutscher ist für mich eine Kurzschlußreaktion, die ich verzeihen würde.

Sollte mein Mann aber mehrmals mit der gleichen Person zu gange sein, sind schon Gefühle (welche auch immer) im Spiel und er stellt sie somit über mich und unsere Kinder.

Das würde ich nicht verzeihen, weil ich mir seiner Liebe nicht mehr sicher wäre und das Vertrauen auch weg wäre.

<<<Die Welt ist doch voll von Versuchungen und haben wir wirkllich den Anspruch/die Möglichkeit unser Leben mit nur einem Partner ( auch sexuell ) zu verbringen?>>>

Das sehe ich genauso, obwohl für mich schon mehr dazu gehört, als mich mal kurz rumzukriegen. Wenn mein Mann irgendwannn das Gefühl hat, fremde Haut spüren zu wollen, erwarte ich von ihm, damit zu mir zu kommen. Dann kann das besprochen werden und wir können sicherlich einen Kompromiss finden, der für beide akzeptabel ist.

Es würde mich mehr verletzen, wenn er mich anlügt und etwas heimlich macht. Denn dann stimmt die Basis nicht und die Beziehung hat keinen Wert.

  • Geht mir genauso. Ich glaube, die Tatsache, dass er mich massiv anlügen und hintergehen würde, würde mich mehr verletzen als die Tat an sich.

    Wenn man eine gute, gesunde Beziehung hat, sollte es möglich sein, die Bedürfnisse entsprechend im Vorhinein zu kommunizieren.

    Hat man eine kränkelnde Beziehung, in der Reden eher die Ausnahme ist, dann ist das Fremdvögeln und die Lügerei eh nur der Tropfen auf den heißen Stein.

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