So große Gefühle wie am Anfang habe ich nicht mehr für Dich!...

    • (1) 08.05.13 - 09:30
      traurigundallein

      Genau den o.g.Satz hat mein Mann am Wochenende zu mir gesagt.
      Wir sind seit 15 J.zusammen, haben 1 Kind (8J.)!

      In den letzten 3 Jahren haben wir viel gestritten und uns irgendwie "verloren".
      Er machte sich selbstständig, es lief nicht trieb uns fast in den Ruin...
      Dann litt bzw. leidet er an depressiven Verstimmungen, geht bald erneut zur Kur.
      Alles machen ich und unser Sohn falsch.....

      Nun machen wir eine Paartherapie. Aber ich spüre es stimmt was nicht.
      Gestern habe ich gesehen, das er regelmässig mit einer alten Freundin in den USA skypt.
      Er schleppt sein Tablet auch ständig mit sich rum. Die Dame ist jetzt geschieden.
      Ich kenne Sie nicht, muss auch nichts bedeuten.Aber es ist mir aufgefallen.

      In der Paartherapie finden wir irgendwie nicht richtig zueinander, er überhäuft mich mit Vorwürfen.

      Ich weiß nicht was ich denken soll.Was würdet Ihr über o.g. Satz denken?

      • Hallo

        Ich würde sie nehmen wie sie sind
        Als Ausdruck seiner momentanen Gefuehle

        Es gab Veränderungen , Entscheidungen

        Was ist denn das Ziel der paartherapie ?

        Soweit ich in Erinnerung habe greifen die Therapeuten ein wenn es zu Vorwürfen kommt
        Und bieten aktiv Lösungen an

        Lg

        • (3) 08.05.13 - 09:44
          traurigundallein

          Das Ziel der Paartherapie ist unsere Kommunikation zu verbessern.Bzw.die Art der Kommunikation.
          Leider kommuniziert mein Mann lieber per Skype mit o.g. Dame anstatt mit mir zu reden.
          Bei mir ist er immer müde ,mag nicht reden ect.
          Mehr als über Schule,essen und Kind reden wir seit Monaten nicht. Leider.
          Nachdem ich sooft abgewatscht werde habe ich es auch fast aufgegeben.

            (7) 08.05.13 - 10:01
            traurigundallein

            Das habe ich in der Therapie noch nicht vorgebracht.
            Der Therapeut ansich ist sehr nett, unterstützt aber sehr meinen Mann .
            Ich sollte viel Verständnis haben, ihn unterstützen ect.

            Aber wer stützt mich?

            • Der Fokus liegt also auf der Erkrankung deines Mannes

              Nun dann schalte dein Ego an

              Du hast ihn unterstützt und bekommst aber kein Feedback von ihm

              Du musst deine beduerfnisse deutlich äußern
              Wir Frauen neigen dazu das zu vernachlässigen

              Aber die Erkrankung deines Mannes ist kein Grund dich hintenanzustellen

              Entweder ihr kämpft gemeinsam um die ehe
              Oder geht getrennte Wege

              Du stehst momentan in der Warteschleife
              Das ist nicht gerecht
              Depression hin oder her

              Ich denke, die Unterstützung kannst du zurzeit nicht in deiner Partnerschaft finden.
              Wenn er depressiv ist, wird er wahrscheinlich zurzeit zu überhaupt keinen großen Gefühlen fähig sein. Daher würde ich die Aussage auch nicht überbewerten (würde ich auch bei meinem gesunden Partner nicht. Wenn wir weiterhin die gleichen Gefühle wie am Anfang hätten wären wir mittlerweile an akutem Endorphinüberschuss und Schlafmangel gestorben.).

              Ich wundere mich auch ein wenig über Eure Paartherapie. In erster Linie sollte doch seine Depression behandelt werden. Der Sinn einer Paartherapie sollte nicht sein, dem gesunden Part zu verklickern, dass er doch bitte mehr Rücksicht auf seinen kranken partner nehmen sollte. Dann kommt nämlich genau das raus, was du jetzt auch empfindest, dass es in Eurer Beziehung nur um Ihn geht.

              Hilfe kannst du nur von außerhalb finden. Du kannst den Arzt deines Partners nach Selbsthilfegruppen für Angehörige fragen oder googlest nach Angeboten in deiner Stadt.
              Möglicherweis hilft dir auch ein Psychologe, der sich um deine belange kümmert.

              ich finde das immens wichtig, dass du auch einen Ansprechpartner hast.

              • (10) 08.05.13 - 10:48

                Es stimmt es dreht sich schon immer alles um meinen Partner.
                Als ich angefangen habe mir eigene Freunde, Interessen usw. zu suchen fingen die Probleme an..Als unser Sohn vor 8 J.kam war nochmal weniger Zeit für ihn da.

                Und seitdem er seine Selbstständigkeit in den Sand gesetzt hat ist alles vorbei.
                Er sagte ich habe ihn da nicht unterstützt. Stimmt auch weil ich von Anfang an

                dagegen war und im Gefühl hatte das es nicht gut geht.Leider war dem auch so und
                wir werden alle noch Jahre dafür zahlen müssen.

                Er geht jetzt für mehrere Wochen auf Kur. Ich werde ihn dort nicht kontaktieren, er soll sich klarwerden was er möchte.Danach werde ich weitersehen.

                • "Und seitdem er seine Selbstständigkeit in den Sand gesetzt hat ist alles vorbei.
                  Er sagte ich habe ihn da nicht unterstützt. Stimmt auch weil ich von Anfang an

                  dagegen war und im Gefühl hatte das es nicht gut geht.Leider war dem auch so und
                  wir werden alle noch Jahre dafür zahlen müssen."

                  #gruebel

                  Bedeutet das, die Selbstständigkeit hat nicht gefunzt, unter anderem auch deswegen, weil du ihn nicht unterstützt hast? Was meint das denn, "ich habe ihn nicht unterstützt"?
                  Meint das, du hast gegen ihn gearbeitet, dich abwertend ihm gegenüber geäussert, Desinteresse gezeigt?

                  Ich muss das mal näher erklärt haben, denn ich habe die Vermutung, dass da eine grosse Verletzung vorliegt, die er dir noch nicht verziehen hat. Und die ihr beide nicht besprochen habt miteinander.

    Das er seine ehrlichen 5 Minuten hatte wahrscheinlich.

    Soll schon mal vorkommen, daß Gefühle abkühlen. Fragt sich, wo sie her kommen und in welchem Aggegatzustand sie sich jetzt befinden. Reparabel oder eben nicht. Bist Du nur noch die Bequemlichkeit, die zu Hause alles am Laufen hält? Wie lange läuft Eure Paartherapie bereits? Anfangs kann das noch recht holprig sein, oder der Therapeut stimmt mit Eurer Chemie nicht überein... -

    und wenn es so ist, wie er sagt? Was wäre Deine Konsequenz?

    GzG
    irmi

    • (13) 08.05.13 - 09:59
      traurigundallein

      Unsere Therapie läuft seit ca.10 Stunden und kamen durch die depressiven Phasen meines Mannes zustande.
      Ich fand unsere Beziehung immer schwierig , aber nicht aussichtslos.
      Wir hatten auch mit kulturellen Unterschieden zu kämpfen.(er Bosnier-Moslem, ich -Deutsche) Bzw. mit den aus der unterschiedlichen Erziehung resultierenden Prolemen.

      Ich habe meinem Mann gesagt , wenn er mich nicht aufrichtig liebt ich nicht mit ihm zusammenbleiben möchte.
      Ich möchte nicht wie Geschwister nebeneiander herleben.
      Wir leben beide nur einmal und das möchte ich auch glücklich verbringen.

      • Damit hast Du Deine Vorstellungen klar definiert und an den Mann gebracht. Nun sollte er reagieren. Tut er dies nicht, wirst Du wohl aktiv werden müssen. Ein schwerer und sehr lästiger, da aufwendiger Schritt, gerade mit Nachwuchs. #klee.... -

        Dein Mann wird nämlich von sich aus erstmal nichts ändern.... - der will das aussitzen. Vielleicht wacht er auf, wenn Du agierst.

        Wow.....mal eine Dame die Techeles redet. Finde ich gut !!

        Eure Rettungsversuche in Ehren, aber in meinen Augen wäre er nun endlich mal am Zug was zu tun.

        Irgendwie hat es für mich den Anschein, als würde er diese Therapie die "Ihr" (wohl eher Du?) iin Angriff genommen habt, nicht wirklich als sinnvoll / nützlich empfinden.

        Probleme die man kennt kann man evtl. lösen...nicht immer aber doch sehr oft.

        Was aber wirklich nervt sind Dinge und Gegebenheiten über die nicht gesprochen wird....die nicht auf denTisch kommen, und die einer der Partner in sich reinfrisst...aus Angst vor den Konsequenzen....aus Unsicherheit.....oder weil sich der/die Betreffende selbst noch gar nicht sicher ist, was er/sie eigentlich will.

        Wenn er sich dahingehend mal RICHTIG "auskotzen" würde, so wie er das schon im Ansatz getan hat, wäre das sehr hilfreich.

        Vielleicht nicht unbedingt für die Rettung Eurer Beziehung....aber zumindest dafür, dass Du endlich wirklich weisst woran Du bist, und dementsprechend für Deine Zukunft handeln kannst.

        Alles Gute
        TJ

        • (16) 08.05.13 - 11:10

          Die Therapie hat er aufgrund seiner depressiven Verstimmungen verschrieben bekommen.
          Ich bin auf Wunsch des Therapeuten später hinzugestossen und dann haben wir eine Paartherapie drangehängt. Auf seinen Wunsch hin.

          Er kotzt sich ständig aus sowohl bei mir als auch in der Therapie.
          Manchmal frage ich mich warum er überhaupt mit mir zusammen ist .Das habe ich ihn auch gefragt , da verdreht er die Augen.
          Und sagt : Darum gehts doch nicht.

          • Mit auskotzen meinte ich aber nicht, dass er im wahrsten Sinn des Wortes Dir immer nur vor den Latzt knallt was ihn ankekst, sondern was er will....und was er darüber denkt, welchen Weg er einschlagen will, um es zu ändern......egal ob er der Beziehung eine Chance geben will oder nicht.

            Meckern kann jeder.....konstruktive Lösungen sind da aber schon um einiges schwerer zu finden....und das hätte ihm eigentlich auch ein Therapeut schon nahelegen müssen sofern er wenigstens ansatzweise Ahnung hat.

            Desshalb finde ich auch Paartherapien unnütz.

            Wirklich frei reden ist dort nämlich entweder fast nicht drin, oder ist gleich RICHTIG verletzend....und ich wage zu behaupten dass beides contraproduktiv ist, da es in dem einen Fall nichts bringt, und im anderen Fall nur wenige damit wirklich umgehen können.

        (18) 08.05.13 - 20:39

        <<<<Wow.....mal eine Dame die Techeles redet. Finde ich gut !!<<<<

        was bringt einem tacheles, wenn letztendlich nichts folgt?so nennt man/n das dann meist rumzicken und nicht tacheles....und was niemand für voll nimmt....

(19) 08.05.13 - 11:04

Das erinnert mich an einen Satz meines Mannes nachdem ich rausgefunden habe, dass er mich betrogen hat.

"Das was ich für die empfinde habe ich für dich nie gefühlt"

Er ist depressiv und war mehrere Wochen in einer Kurklinik. Dort hat er die Dame kennengelernt.
Das ganze ist nun zwei Jahre her. Gesund ist er noch immer nicht. Und langsam glaube ich auch nciht mehr an eine Genesung.

Durch die Depression und die Medikament verliert er immer wieder jegliche Gefühle. Die schlechten, aber auch die guten zu mir.

Ich weiß, es ist die Krankheit, es sind die Medikamente, es ist die Art wie wir durch die Krankheit zusammenleben. Lange kann man diesen Zustand damit entschuldigen. Aber irgendwann schwindet die Kraft.

  • (20) 08.05.13 - 11:12
    traurigundallein

    Medikamente nimmt mein Mann nicht.
    Die Depression ist nicht so schlimm, es sind nur Verstimmungen.

    Bist du mit Deinen Mann noch zusammen , obwohl er eine andere hatte.

    • (21) 08.05.13 - 11:17

      Ja, dass bin ich, weil ich die Hoffnung nicht aufgegeben hatte und es auch mit der Krankheit bzw. allem was dazugehört entschuldigt hatte.

      Heute, zwei Jahre später, muss ich aber erkennen, dass eben die Kraft schwindet und auch diese Distanz sich immer wiederholt.

      Ich weiß nicht was die Zukunft bringt. Plane mit ihm nicht Jahre nach vorne. Eigentum würde ich mir mit ihm sicherlich nicht kaufen.

      Ich leben in den Tag hinein und schaue wie es sich entwickelt.

      • (22) 08.05.13 - 11:25
        traurigundallein

        War er mit seiner Kurbekanntschaft dann zusammen?
        Ich glaube bei soetwas wäre bei mir wirklich Schluß.
        Arbeitet er an Eurer Beziehung?

        • (23) 08.05.13 - 11:34

          Naja, zusammen wohl nicht. Sie haben in der Klinik miteinander geschlafen. Als er wiederkam, lief er ständig mit seinem Handy rum. Ich wurde mißtrauisch und habe spioniert. So kam es dann raus.

          Tja, dass bei sowas Schluß wäre, davon war ich davor auch immer fest überzeugt. Aber dann laufen die Dinge eben doch anders. Heute würde ich aber sagen, dass es so das Sterben einer Beziehung auf Raten ist.

          Er arbeite nicht an unserer Beziehung, weil er zu sehr mit sich beschäftigt ist. Es geht im schlecht, er schläft nicht, wenn, dann hat er Albträume, ist gefühlsmäßig taub durch die Medikamente, beruflich läuft es nicht. Da ist keine Kraft für Beziehungsarbeit.
          Ich habe aufgehört zu kämpfen. Wenn man immer wieder zurückgewiesen wird, dann resigniert man irgendwann.

          Das weiß er auch alles. Ich fresse solche Gedanken und Gefühle nicht in mich hinein.

          Ich schaue mir das noch ein wenig an und dann treffe ich eine Entscheidung zu meinem Wohl. Ich liebe ihn, mache ihm keine Vorwürfe, aber so will ich nicht bis ans Ende meiner Tage leben.

          • (24) 08.05.13 - 11:46

            Ohm man, da hast du ja auch schon viel durchgemacht.
            Die andere Dame war bestimmt auch vergeben und sie konnten so toll miteinander reden,oder?Fühlten sich verstanden und begehrt.

            Warum blieb er denn bei Dir wie hat er das erklärt?
            Habt Ihr Kinder?

            • (25) 08.05.13 - 11:58

              Die andere, privat bin ich nciht bei einem sachlichen Dame geblieben, hat ein Jahr zuvor geheiratet.
              Ja, es war so innig, eine Seelenverwandte die ihn verstanden hat, fühlte wie er fühlte.

              Er ist bei mir gelieben, weil er in dieser Krise gespürt hat, dass er mich doch liebt. Nach dem Motto, man weiß er was man hatte, wenn es weg ist. Und ja, wir haben Kinder.

              Man ist nun ja auch nicht so lange zusammen, hat Kinder und gibt dann kampflos auf. Auch er hat sich eine zeitlang viel Mühe gegeben. Heute habe ich seine Passwörter zu allen Accounts und auch sein Handy läßt er liegen oder daheim, wenn er laufen geht oder er vergisst. Und ja, ich kontrolliere auch heute.

              Aber wie gesagt, es geht immer wieder schlechter, er zieht sich wieder vermehrt zurück, schließt mich aus, redet nicht mit mir. Und dann geht es wieder abwärts.

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