Angst vor Autobahn

    • (1) 16.05.13 - 19:58
      weißnicht

      Hallo!
      ich weiß das Thema gehört hier nicht her.Aber es ist mir extrem peinlich.
      Wir fahren Morgen in den Urlaub.Wir haben eine Strecke von 400km vor uns ( ich bin Beifarer).
      Ich kann mich überhaupt nicht darauf freuen. Da ich total Angst hab auf der Autobahn .
      Das ist für mich jedesmal ein Stress.Es geht los von mich am Griff festklammern und ständiges Zusammengezucke bis hin zu Schweißausbrüche und Heulkrämpfe.

      Früher war es ganz anders,bin gern Autobahn gefahren.Aber hab mittlwerweile 3 Unfälle miterlebt (2 mal waren LKWs verwickelt).Wovon einer mich direkt betroffen hat. Gab Gott sei dank nur Blechschaden bzw leichte Verletzungen

      Habt ihr mir irgendwelche Tips,wie ich mir das Autofahren halbwegs erleichtern kann?

      Gibts irgendwelche Tabletten die man zu beruhigung nehmen kann?

      Schon mal Danke
      Lg

      • "Habt ihr mir irgendwelche Tips,wie ich mir das Autofahren halbwegs erleichtern kann?"

        Ich würde zu einer Gesprächstherapie raten - Du hast scheinbar ein Trauma erlitten. #blume

        Ich würde jetzt nicht unbedingt zu Tabletten greifen.... könnt Ihr nicht mehr Zeit für die Fahrt einplanen und Autobahnfahrten vermeiden? Und wenn Ihr wieder zu Hause seid, denkst Du in Ruhe darüber nach, Dir Hilfe zu suchen.

        LG wartemama

        Kannst du nicht mit der Bahn fahren?

        Du bist traumatisiert und da ist es nicht mit ein paar Tabletten getan.
        Wieso fällt Dir denn erst jetzt ein, dass Du morgen ein Problem mit der Autobahn haben wirst? Du weisst doch sicher seit Wochen, dass Ihr in den Urlaub fahren werdet.

        Mir fällt auch nichts ein außer, dass Ihr los fahren solltet, wenn Deine Schlafenszeit ist und Dein Mann erst die Autobahn nimmt, wenn Du schläfst. Oder Du fährst einfach selbst, da fühlt man sich nicht so ausgeliefert.

        • Jemand der solche Angst hat, bekommt auf der Autobahn kein Auge zu.

          >>>Wieso fällt Dir denn erst jetzt ein, dass Du morgen ein Problem mit der Autobahn haben wirst?<<<

          Ich bin selber Autobahn-Angsthase. Man redet sich im Vorfeld ein, dass man das schon schaffen wird... und je näher der Termin kommt, umso nervöser wird man. Außerdem tifft man mit dieser Angst nicht bei jedem Partner auf Verständnis und versucht selber, das runter zu spielen.

          • Deswegen auch die Idee, Landstraße zu fahren, vielleicht schafft sie es dann ja auch einzuschlafen. Ansonsten fände ich es aber schon fair, wenn er auf der Landstraße bleiben würde, egal ob sie schlafen kann, oder nicht. Also Autobahn nur, wenn das abgesprochen ist, klar.

            Und die Frage, warum ihr das erst jetzt einfällt, bezog sich (auch) auf die Tabletten. Ein netter Arzt hätte ihr schon ein leichtes Beruhigungsmittel verschrieben, da bin ich sicher. So ohne Rezept in der Apotheke gibts nichts gescheites, abgesehen von den Rescue-Bonbons (die ich übrigens ganz gut finde).

            Was hast Du denn bisher unternommen?

            • Ich habe die wenigen notwendigen Fahrten zur Verwandtschaft (120 km) hingenommen, wenn ich selber fahre, nehme ich die Landstraße. Und in den Urlaub fahre ich mit dem Zug.
              Im Rahmen einer Therapie war das ein Nebenthema, der Therapeut ist mit zusammen auf die Autobahn (ich als Fahrer), aber das hat mich auch nicht weitergebracht.
              Ich habe eben Angst vor diesen Geschwindigkeiten.

      Hey, ich versteh dich voll, ich hab auch total die Panik beim "Mitfahren"!
      Wenn wir kürzere Strecken fahren, da gehts ja noch, bei Langstrecken bekomm ich echt Panik! Am Besten hilft selber fahren, da hat man wenigstens noch etwas den Überblick, und ist nicht so "hilflos"!

      Ich nehme aus der Apo die Rescue Tropfen, gibts glaub ich auch als Tabletten! Oder eben Baldrian!

      Aber ganz abschalten kann man die Panik nicht!

      Ich hatte letztes Jahr eben auch einen schweren Verkehrsunfall, meinen Kindern und mir hat ein 17jähriger 125er Fahrer die Vorfahrt genommen und er verstarb noch an der Unfallstelle! Und die Jahre vorher hatte ich auch noch 3 weitere Unfälle (auch Vorfahrt, der andere fuhr einfach raus weil er uns übersah, bei Tempo 100, und 2 Auffahr)
      Die Unfälle waren allesamt unverschuldet!

      Ich habe keine Angst vor meiner Fahrweise, nur eben vor der Fahrweise der anderern! Drum selber fahren!

      Alles Liebe

      Ich hatte nach einem schweren Autounfall auch totale Panik überhaupt wieder in ein Auto zu steigen.
      Die Angst konnte ich nur durch Zeit und Übung wieder überwinden. Am Anfang bin ich mit 40 über die Landstraße gefahren und ständig rechts ran gefahren, um die Schlangen hinter mir vorbeizulassen.
      Mit der Zeit wurde es besser. Ich wußte, entweder ich steige direkt wieder in ein Auto und gewöhn mich langsam daran oder ich werde nie wieder in ein Auto steigen.

      Einen Tipp für die kommenden Fahrten... Heute sitzt Du ja wahrscheinlich schon im Auto.

      Bitte den Fahrer öfter Pausen zu machen, damit Du Dich wieder entspannen kannst. Also die "große Tour" in mehrere kleine unterteilen.

      Bitte den Fahrer, nicht zu schnell zu fahren. Und sei es auf der Autobahn rechte Spur. Auch wenn es länger dauert. Desto schneller er fährt, desto weniger hast Du ein Gefühl der Kontrolle und die Panik wird größer.

      Mit der Zeit wird es sicher wieder einfacher auch wenn es lange dauern wird.

      deine angst kann ich verstehen....ich selbst hatte als ich meinen Führerschein bekam einen UNfall mit einem Motoradfahrer.
      Erster Tag mit Führerschein...ich furh mit meinem Partner aus dem Kreisel;weit und breit kein Motorrad und schon passierte es...an mir;noch in der Ausfahrt flitzte ein Motorrad vorbei und schlitterte über die ganze Fahrbahn auf die andere Seite.
      Ich hatte einen Schockkonnte nicht das Lenkrad aslassen und hatte einen Heulkrampf.
      Der Fahrer stand allerdings auf und putzte sich ab und fuhr weiter.

      Seitdem Tag habe ich so Schiß wenn hinter mir ein Motorrad auftaucht#zitter Herz schlägt schneller,Hände werden feucht und ich bekomm fast keine Luft.
      Habe es aber nie behandeln lassen.
      Du hast scheinbar ebenso ein Trauma;ich kann dir nur raten geh zu einem Psychologen und verarbeite es in einer proffesionellen Sitzung.Dagegen helfen keine Tabletten;leider.
      Für morgen kannst du dir kurzfristig helfen mit Baldrian;zur Beruhigung.
      Viel Glück und gute Fahrt!

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