Konflikt mit Schwiegermutter

Ja, auch hier ein Schwiegermutterthema.

Dabei geht es aber weniger um mich und die Schwiegermutter, sondern um meinen Mann und seine Mutter.

Mein Mann hat eine 13jährige Tochter aus erster Ehe. Seine Mutter und seine Exfrau haben sich nie verstanden und seit der Trennung von 10 Jahren auch keinen Kontakt gehabt.

Nun hat seine Mutter über die letzten Jahre ca. 1000 Euro für seine Tochter angespart, diese sollte sie wie alle anderen Enkelkinder auch zur Konfirmation bekommen.
Seine Tochter hat sich aber vor etwa 3 Monaten entschlossen, nicht konfirmiert zu werden.

Das hat seine Mutter sehr getroffen und sie hat sich sofort Gedanken gemacht, was denn mit dem Geld geschehen soll. Sie hat dann beschlossen, dass ihre Enkelin das Geld trotzdem bekommen soll und wollte es sofort auf ihr Konto überweisen. Dies hat sie alles meinem Mann in einem Telefongespräch mitgeteilt und wollte in den nächsten Tagen die Kontonummer des Kindes.

Er hat ihr dann mittgeteilt, dass er nicht möchte, dass seine Tochter jetzt 1000 Euro bekommt, sie sollte doch bis zu ihrem 14.Geburtstag warten und dann bitte nicht auf das Girokonto des Kindes überweisen soll, da dieses Konto ausschliesslich für das Taschengeld des Kindes gedacht ist, damit sie lernt mit ihrem Geld zu haushalten und wie ein Konto funktioniert.
Er wollte dann mit seiner Ex eine Möglichkeit besprechen, wie das Geld angelegt oder verwendet werden soll.

Mancher wird das jetzt streng finden, aber seine Tochter hat vor etwa einem Jahr eine recht hohe dreistellige Summe bei mir und dem neuen Mann der Exfrau zusammengeklaut und sich davon Markenklamotten und ziemlich sinnloses Zeug gekauft.
Ich würde schon so keiner 13Jährigen mal eben 1000 Euro in die Hand drücken, aber unter diesen Bedingungen ist das absolut indiskutabel.

Seine Mutter weiss von der Klauerei nichts, wollte nun aber die Entscheidung meines Mannes nicht akzeptieren.
Ich muss dazu sagen, dass es in letzter Zeit häufig Streit mit ihr wegen Geld gab, weil sie den KIndern immer Geld zusteckt. So hatte meine 7Jährige Tochter nach einem Wochenendaufenthalt ihrer Oma bei uns mal eben 20 Euro im Kinderportemonnaie. Bei 1,50 Euro Taschengeld pro Woche finde ich das ein wenig viel. Ich habe sie gebeten, dass sie das doch bitte mit uns abspricht. Das gab ein Riesentheater und genauso ein Theater gab es jetzt auch wegen der 1000 Euro.

Nun hat sie nach dem Gespräch die Enkelin kontaktiert, dass sie unbedingt ihre Kontonummer bräuchte. Diese bekam sie auch. Sie hat dann die 1000 Euro auf ihr Konto überwiesen, einen Brief an die Enkelin und ihre Mutter geschrieben, dass der Vater Bescheid wüsste.

Die Tochter wusste, dass sie das Geld nicht einfach so bekommen soll. Sie hat nun einen Monat lang nichts ihrem Vater berichtet, dann ihre Mutter gebeten, doch dem Papa zu beichten, dass das Geld auf ihrem Konto ist.

Die Mutter will jetzt ein Konto für das Geld anlegen.

Und mein Mann...der ist einfach sauer.

Auf seine Mutter, die seine Wünsche einfach ignoriert, hinter seinem Rücken ganz bewusst gegen seine Entscheidung agiert, nach fast 20 Jahren tiefer Abneigung gegen die Ex plötzlich Briefe an die EX schreibt und lieber ihr das Geld anvertraut als dem eigenem Sohn und dann auch noch lügt.

Er ist enttäuscht von seiner Tochter, die sich das Geld überweisen lässt, obwohl sie weiss, dass er das so nicht will. Die dann auch noch wochenlang den Mund nicht aufmacht.

Und muss sich jetzt mit seiner Ex auseinandersetzen, die sich natürlich freut, dass das benötigte Fahrrad finanziert ist.

Er hat sich jetzt gerade von seiner Mutter total zurückgezogen und ich habe die Befürchtung, dass er dadurch total den Kontakt zu dem Teil der Familie verliert. Denn seine Mutter ruft auch nicht mehr an, da sie sicher weiss, dass mittlerweile alles rausgekommen ist.

Mir tut es wirklich leid, aber ich verstehe ihn natürlich auch.

Wie würdet ihr handeln?

Was währe denn aber gewesen wenn das Mächen jetzt Konfirmation gehabt hätte, dann hätte sie das Geld doch auch bekommen. Oder hätte sie aufgrund des Diebstahls jetzt auch das Geld das es zur Konfi gegeben hätte nicht bekommen sollen?

Ich sehe es so. Das Geld war für das Kind. Die Oma wollte es gerne ihr schenken und hat sich wahrscheinlich sehr gefreut ihr dieses Geschenk machen zu können. Vielleicht hättet ihr dann mit der Oma reden sollen wegen der Vorfälle in der Vergangenheit. Wahrscheinlich hat sie sich so einfach bevormundet gefühlt.

Dein Mann wollte ja mit der Mutter klären wie das Geld verwendet werden soll. Wenn es nun für den Kauf eines Rade genommen wird, ist das doch nicht schlecht.

Cloti

Also bis jetzt haben die Enkel das Geld in einem Umschlag bekommen und das Geld ist dann komplett (mit all den anderen Geldgeschenken) auf ein Extrakonto gekommen.

In diesem Fall gibt es aber kein Extrakonto und so hat die Tochter einfach mal so ihren Girokontostand von 30 auf 1030 erhöht bekommen.

Ich finde nicht, dass man der Oma erklären muss, warum und weshalb das Geld auf nicht aufs Girokonto überwiesen werden soll. Und ganz sicher möchte die Enkelin nicht, dass man ihrer Oma von der Klauerei berichtet. Und WIR besprechen das sicher nicht mit der Oma, da es ja nicht meine Tochter ist.

Egal wie und warum, man kann doch als Oma nicht einfach so gegen den willen des Vaters handeln und einem Kind mal eben 1000 Euro überweisen.

Das ist so eine Sache mit dem Fahrrad. Die Tochter hat hier auch ein Zimmer, ein Fahrrad, Kleidung, Computer und und und.Sie hätte gerne bei der Mutter ein neues Fahrrad, weil sie ihr Fahrrad uncool findet. Hier braucht sie dringend ein Rad, weil ihr altes zu klein geworden ist. Es stösst meinem Mann ein wenig auf, dass er jetzt ein neues Rad hier kaufen muss und sie im anderen Haushalt ihr Hollandrad von seiner Mutter finanziert bekommt.

Ich würde das Geld fest anlegen auf einem Konto (gibts eigentlich noch Sparbücher?) an das das Kind dann erst mit 18 Jahren dran kommt. Dann hat das Kind später eine Starthilfe für den Führerschein oder für eine Studentenbude oder einen Roller oder so.

Das Mädchen lernt, dass das Geld alle ist, wenn man es verpulvert, wenn sie das Geld hat - und verpulvert. Man lernt mit Geld umzugehen, indem man mit Geld umgeht. Und nicht indem Mutti, Vati oder sonst wer einem das Geld vorenthält.

Ich würde mich da weder als Vater noch als dessen Frau/Freundin einmischen und ihr das Geld lassen.

Aber als Mutter würdest du dich einmischen?

ich persönlich finde es sehr ungewöhnlich einer 13 Jährigen einfach so 1000 Euro zum verpulvern zu geben, damit es den Umgang mit Geld lernt.

Denn so lernt man den Umgang sicher nicht. Taschengeld, mal 10 oder 100 Euro von der Oma, kein Thema, da redet ihr auch niemand rein. Aber der Sprung zu 1000 Euro hin ist so groß, das ich da wirklich nicht den Lernefekkt erkennen kann.

Ausser dass das Kind merkt, dass es jetzt ein Fahrrad, drei Hollisterpullis und ein Longchamptäschchen hat und das saugeil findet.

Was lernt sie dadurch?

Ich glaube, ich würde mich da raushalten...

Ich kann alle Beteiligten in gewissem Maße verstehen, sehe aber dennoch das Problem nicht so richtig:

Die Tochter sollte 1.000,00 Euro bekommen; was macht es für einen Unterschied, ob mit oder ohne Konfirmation? Und:

Die 1.000,00 Euro scheinen doch recht gut angelegt, wenn die Tochter ein Fahrrad braucht. Warum muß sich Dein Mann da noch groß mit seiner Ex auseinandersetzen?

Dein Mann scheint sehr viel von seiner Mutter zu haben... ich muß fast ein bißchen schmunzlen, bin aber froh, daß ich nicht in dieser doch etwas verzwickten Situation stecke.

LG wartemama

Dein Mann scheint sehr viel von seiner Mutter zu haben...

Meinst du nicht, dass du dich jetzt ein wenig unangemessen weit aus dem Fenster lehnst?

Der Punkt ist einfach, dass eine 13Jährige mal eben ohne besonderen Anlass 1000 Euro überwiesen bekommt und das entgegen der Absprache.

Also in unserem Umfeld ist das nicht normal und sehr ungewöhnlich.

Hallo!

“Wie würdet ihr handeln?“ Auf jeden Fall nicht so aufbauschend wie es bei euch offensichtlich abläuft.
Weder Mutter noch Tochter deines Mannes haben so gehandelt wie er es sich erhofft oder erwartet hat. So ist das im Leben.
An der Stelle deines Mannes würde ich ganz klar sagen DASS und WARUM er sich hier ein anders Verhalten der Familienmitglieder gewünscht hätte. Beleidigt sein hilft nicht.
Immerhin will die Ex der Tochter das Geld nicht zur freien Verfügung lassen sondern es beiseite legen. Wenn die Tochter ein Fahrrad braucht, finde ich die Verwendung eines Teils des Geldes nicht verkehrt.
Hier sollte nicht vergessen werden: Es geht nur um Geld. Prinzipienreiterei finde ich persönlich sehr anstrengend und oft überflüssig.

Viele Grüße!

Ich werde über einiges hier nachdenken, auch wenn ich den Eindruck habe, dass hier die Antworten davon geprägt sind, dass es hier um einen Vater geht.

Ich wäre sehr gespannt darauf, wie die Reaktionen wären, wenn hier eine Oma mütterlicherseits entgegen den ausdrücklichen Wunsch einer Mutter das Geld einfach auf das Konto des Kindes überwiesen hat und dann der Vater davon ein Fahrrad kauft.

Eigentlich habe ich mehr Stimmen zugunsten deines Mannes erwartet und sah mich mit meiner Meinung schon ganz weit ab. Denn es geht um die Schwiegermutter. Die ist hier sonst immer das Rote Tuch ^^. Ihr werdet das schon schaukeln.

Weisst du meine Mutter ist genauso die kotzt auch rum wenn Oma mir Geld gibt. Schon als Kind maulte sie rum also macht Oma es heimlich ich sag bereits seit ich 10 bin nichts davon. Seit ich daheim ausgezogen bin überweisst sie mir monatlich einen grossen dreistelligen Geldbetrag. Sie ist sehr Vermögens.Meine Mutter weiss bis heute nichts davon auch sonst niemand und Oma sagt tot nutzt ihr das Geld nichts. Ausserden ist es eine reine oma-enkelin Sache zwischen Geber und Nehmer

Und es gibt nichts cooleres als die gangerhaltung einer Oma die ihren Enkeln heimlich Geld zusteckt

Was ist "Vermögens" und was ist "gangerhaltung"?
Du bist doch nur eine gefakte Lachnummer.

Also:
Wir sparen für unser Kind, tun jeden Monat 10 Euro auf ihr Konto und halt das was sie so zur Taufe etc bekommen hat. D.h. da sammelt sich schon einiges an. Und wir werden sicherlich entscheiden, wann sie das Geld bekommt.
Eine Patentante hat z.B. auch ein Konto für sie mit Geld, was es zur Konfirmation geben soll. (Da bin ich der Ansicht, SIE sollte eben entscheiden, wann es das Geld gibt.) Und wenn es keine Konfi gibt, dann finde ich das gar nicht schlimm, im Gegenteil. Ein Kind, das selber sagt, es mag nicht konfirmiert werden, ist i.d.R. mündiger, als eines, das sich konfirmieren lässt, weil man das eben macht und es so viele Geschenke gibt.
Nun, ich glaub, viele bekommen ne Menge Geld zur Konfi. Ich durfte damals selber aussuchen was ich mir davon kaufe. Und das finde ich gut so. Ich hab mir damals nen Laptop gekauft. Und ein Fahrrad ist doch auch eine anständige Investition. Wenn man ein gutes nimmt, ist von den 1000 Euro ohnehin nicht mehr so unendlich viel übrig.
Klar ist es falsch, dass seine Mutter hinter seinem Rücken so gehandelt hat und man sollte die Wünsche der Eltern in solchen Punkten respektieren. Andererseits verstehe ich eben eure Entscheidung nicht.

Welche Entscheidung von UNS verstehst du nicht?

Hallo,

ich würde meinem Mann beistehen, genauso wie ich Loyalität von ihm erwarten würde, wenn ich Streit mit meiner Familie hätte.

Lass ihm doch erst einmal Zeit alles sacken zu lassen und redet dann gemeinsam über evtl. Konsequenzen für Tochter und SM.

Ich würde keinen Alleingang unternehmen, auch wenn es mir, wie dir leid täte und ich die Wogen glätten wollte.

Ihr könnt dann natürlich das Gespräch auch gemeinsam mit beiden führen und eure Regeln noch einmal ganz klar darlegen, denn daran haben sich Kinder, aber auch die Großeltern zu halten.

Gruß

Vielen lieben Dank für diese Antwort.

Einen Alleingang würde ich auch nicht gehen. Ich habe überlegt mal seinen Bruder anzurufen, der nahe bei der Oma lebt (wir leben weiter weg). Aber auch das werde ich nicht machen.

Mein Mann will es jetzt zumindest eine Zeitlang durchziehen und Abstand halten. Ich kann ihn verstehen, da es seit Jahren (ja eher Jahrzehnten) immer wieder Theater gibt.
Das wird sich wahrscheinlich in all unseren ganz individuellen Möglichkeiten auch wieder klären.

Schwieriger ist nun das Verhältnis zu seiner Tochter. Reden bringt da offensichtlich gar nichts.

Hallo

ich antworte hier mal im Ausgangsposting.

Für das Fahrrad hätte ich die Idee, die Tochter kauft sich ein neues "cooles" und das, das sie jetzt hat, nimmt sie mit zu euch. So hat sie auch bei euch ein passendes, so cool muss das ja nicht sein.

lg
Manu

Nun, was auch immer mit dem Geld geschieht, das ist ja eher das geringere Problem.

Wobei ich mich auch frage, warum eigentlich für hier das alte Fahrrad gut genug ist, aber in dem anderen Zuhause das coole hingehört?

das ist jetzt aber sicher eine andere Baustelle, das brauchen wir jetzt wirklich nicht weiter ausdiskutieren.