Verheiratet und unglücklich verliebt...

    • (1) 30.05.13 - 15:40

      Hallo Community,

      ich habe gesehen, dass es schon viele solcher Beiträge hier gibt, aber ich muss nun noch einen eröffnen und mein Problem niederschreiben. Ich weiß mir keinen Rat mehr... Vielleicht kann mir einer hier den Kopf waschen... Ich hoffe es inständig...

      Also zu mir:

      Bin m. (Anfang 30), verheiratet (5 Jahre; Zusammen 8 Jahre) ein Kind + Hund.
      Ich arbeite seit knapp 2 Jahren (nach dem Studium) in einem sehr stressigen Ingenieurbüro, bzw. stressig ist der Job, nicht das Büro... ;-)

      Meine Frau ist selbstständig, sie beendete fast Zeitgleich Ihr Studium und machte sich selbstständig.

      Unser Sohn ist im KiGa (3 Jahre).

      So, nu die Geschichte...

      Also vorweg, in meiner Beziehung stimmte leider von Anfang an der Sex nicht. Alles was ich mir wünschte wurde ignoriert oder belächelt und abgetan als Schweinkram (obwohl es das meiner Meinung nach nicht ist.) Keine abgedrehte Dinge, sondern halt nur alles was andere Männer/Frauen auch machen, denke ich. LAsst es mich so sagen, ich fühlte mich als "Mann" nicht ernstgenommen, ich hatte das GEfühl meine Frau eckelt sich vor meinem Körper etc. ...
      Will hier jetzt nicht ins Detail gehen, deswegen lasse ich das jetzt mal... Bin aber für alles neue offen, da es meiner Meinung nach getreu dem Grundssatz geht: Erlaubt ist, was gefällt. Auch wenn es mal einem mehr, dem anderen weniger gefällt. Aber hauptsache es gefällt und der andere fühlt sich nicht erniedrigt oder unwohl oder eckelt sich gar.

      Ich hatte nur eine wirklich nennenswerte Beziehung vorher, in dieser war der Sex echt unglaublich. Alles konnte, nichts musste. Sie war auch meine erste. Wir hatten allerdings keine großartig nennenswerten Gemeinsamkeiten, deswegen zerbrach die Beziehung irgendwann...

      Dann kam meine jetzige Frau in mein Leben. Sie war in jeder Hinsicht anders als ich (damals war ich noch ein kleiner Prolet mit großer Klappe, aber tadellosem Führungszeugnis, nicht das das jemand falsch versteht und auch gut Erzogen). Sie geht gern ins Theater, war Tänzerin und jobbte selbst in verschiedenen Theatern, sie machte in Ihrer Freizeit alle Dinge, die ich niemals gemacht hätte. Sie war wirklich das absolute Gegenteil von mir!

      Vielleicht war es damals der reiz, ich weiß es nicht, aber wir kamen zusammen. Die erste Zeit war schön. Ich ging sogar mit ins Theater ;-) Ich entwickelte sogar freude daran und wurde selber Minijobber dort. Es machte Spaß.

      Ich im Gegenteil musste mich damit abfinden, dass sie meine Freunde allesamt unter Ihrem Niveau fand und sie auch viele meiner Eigenschaften nicht mochte.ICh brach mit vielen meiner Freunde und verbog mich für sie, damit ich so bin wie sie mich gern hätte (das war ein weiterer Fehler, dass weiß ich heute). Trotzdem tat ich es...

      Der Sex war weiterhin eine Katastrophe, das erwähnte ich ja aber oben schon. Das zusammenleben klappte aber sehr gut, da wir wirklich viele Gemeinsamkeiten feststellten, im Laufe der Zeit. Ich fand mich dann irgendwann damit ab, dass es in einer Beziehung niemals 100% Perfekt sein kann und ich dachte mir: Gut; In allen anderen Beziehungen klappte der Sex aber nicht das Zusammenleben, dann ist es halt hier andersherum. Ich fraß es in mich hinein (ein weiterer Fehler).

      Dann trat ich meinen Job an, man muss dazu sagen, dass ich in dem Büro anfing wo ich auch mein Praktikum gemacht hatte, dass war jetzt genau 5 Jahre her. Am ersten Tag des Praktikums wurden mir alle Kollegen/innen vorgestellt. Dort sah ich sie, mein erster Gedanke war: Wow! Sie ist die Frau die über mein Schicksal entscheiden könnte! (Ich weiß dass hört sich total bescheuert an, aber ich dachte das damals wirklich schon.)

      Damals war aber bis auf den Sex in meiner Ehe (ich hatte gerade geheiratet) alles gut. Es war auch mit der Kollegin alles ok, es gab keine Berührungen,keine Liebe (nichts, nur das ich sie sehr anziehend fand) oder sonstwas, ich arbeitete neben ihr und es war alles ok. Wie gesagt, solange die Beziehung intakt ist, ist ein anderer Mensch selten ein Problem, erst wenn es kriselt, dann wird es gefährlich. Damals gab es aber diesen Punkt nicht und deswegen gab es auch keine Gefahr für meine Ehe, auch wenn die Kollegin wirklich eine der hübschesten Frauen ist, die ich jemals kennengelernt habe (Charakter, Aussehen, es stimmte wirklich alles), aber trotzdem gab es (damals) keinerlei Gedanken (egal welche) in Ihre Richtung.

      Dann kam das Studium und ich stand ständig mit dem Büro im Kontakt, Vorlesungsfreie Zeit etc. ich war immer da, die gesamte Studienzeit und arbeitete dort nebenbei.

      Dann beendete ich mein Studium (Ich muss dazu sagen ich hatte während des gesamten Studiums 3 Jobs, davon zwei fest und einen auf abruf) und ich fing dort mit einer Festanstellung an, wie schon gesagt vor knapp 2 Jahren. Der Streß begann dann richtig, ich wurde von einem Projekt ins andere geworfen und war echt überfordert. Ich ließ alle anderen Nebenjobs, die brauchte ich auch nicht mehr. Es war finanziell alles ok, trotz Kind welches zwischenzeitig kam. Man hatte ja Großeltern die viel Helfen (!) Zwischenzeitig stand dann im Raum dass ich eventuell gekündigt werde oder aber auch selbst schon in Erwägung zog zu kündigen. Die Umstände im Büro sind echt unter aller Kanone, das wäre schon ein eigenes Thema für sich, daher belasse ich es jetzt mal bei der Aussage.

      Meine Frau machte sich Selbstständig. Sie brauchte Räume für Ihre Selbstständigkeit und Startkapital. Da sie keinen Kredit bekommen hätte, nahm ich einen Kredit auf meinen Namen auf. 30.000€. Damit startete Sie in ihre Selbstständigkeit. Diese läuft jetzt so langsam an und es kommt auch Geld zurück. Das war leider nicht die ganze Zeit so. Anfangs musste ich mir wegen all dem Stress im Job, noch einen Nebenjob suchen, da es kurzzeitig nach einer Katastrophe aussah. Das mit dem Kind und dem Kredit an der Backe, ich hatte im Dezember einen Nervenzusammenbruch. Wollte alles hinwerfen, war am Ende. Mein Kollege mit dem ich alles im Büro und auf den Baustellen durchstand, hatte kurz zuvor gekündigt, wegen der Arbeitsverhältnisse im Büro. Ich stand alleine da, meiner Frau hielt ich den Rücken frei für Ihre Selbstständigkeit. Ich machte alles, ging mit dem Hund raus (bei Wind und Wetter) brachte das Kind in den KiGa, machte den Haushalt und kam dann Abends mal für ne halbe Stunde zur Ruhe. Das lief dann so fast 1 1/2 Jahre. Ich hatte mir zuviel aufgebürdet.

      Jetzt beginnt der eigentliche Part... (hihi) Sorry aber ich dachte, man sollte das alles wissen um sich ein Bild machen zu können von meiner Lage.

      Mein Kollege (der gekündigt hatte) DIE Kollegin und ich waren so das dreier Gespann im Büro. Wir gingen zusammen essen etc. Als der Kollege weg war, tat man das dann halt weiter zu zweit. Man dachte sich ja nichts dabei. War ja "eigentlich" alles ok.
      Meine Kollegin hatte zwischendurch auch geheiratet. Man sprach viel miteinander... Es stellte sich in kürzester Zeit raus, dass sie Probleme hat in Ihrer Ehe und ich erzählte ihr von meinen. Wir unterhielten uns über Sex... Was soll ich sagen. Sie steht auf alles worauf ich auch stehe und ist sogar noch krasser drauf, aber egal...
      So kam das eine zum anderen und nach ein paar Wochen, war das verlangen so groß, Ihr nahe zu sein... Alle interessen kamen hervor, egal welche, ich kürze das so ab. Sie ist wirklich in jeder Hinsicht genau "ALL DAS" was ich mir an einer Frau wünsche in jeglichen Belangen, dass ist so hart.... :-(
      Sie ist wirklich meine Seelenverwandte...

      Ich verstand das ich mich verleibt hatte und zwar wie noch nie in meinem Leben zuvor, denn sie war wie ich, von der Art, der Einstellung zum Leben einfach allem. Sie verarbeitet Probleme genau wie ich und ich kenne wenige Punkte in denen wir nicht übereinstimmen, dass ist wirklich wahnsinn!

      Zweimal wäre es fast dazu gekommen, dass wir unsere Partner betrogen hätten. Einmal sagte Sie nein, sie kann nicht und das anderemal sagte ich nein. Kurz darauf konnte ich nicht mehr schlafen (3 Wochen lang schlief ich nicht mehr als 2h die Nacht, wenn überhaupt). Ich nahm in den drei Wochen 8 Kilo ab. Kam mal wieder nicht mehr klar. Ich platzte dann irgendwann mit der Warheit heraus, meiner Frau gegenüber. Ich erzählte ihr, dass ich mich verliebt habe und ich nicht weiß was los ist. Meine Frau giftete natürlich gleich auf die Kollegin los (auch verständlich irgendwo...) aber ich sagte ihr, dass alles wo wir gerade sind aus unserer Ehe resultiert, aus dem wie es die letzten Jahre war, wie alles gelaufen ist und sich entwickelt hat. Ich war unglücklich bis zum getno...

      Meine Kollegin sagte Ihrem Mann nichts, sie frisst es in sich hinein und unterdrückt alle Gefühle und verlangen die da waren und immernoch sind. Sie sagte wenn sie es Ihrem Mann erzählt verlässt er sie.

      Meine Frau und ich hingegen sprachen dann viel, ich zog zwischenzeitig zwar zu meinen Eltern, aber wir sprachen miteinander. Ich sagte was sich ändern muss, in meinen Augen. Dann began der nächste Zwiespalt, meine Frau änderte von heute auf gleich alles! Sie machte eine 180° wende, in allem. Sie machte im Bett nun alles was ich wollte, wann ich es wollte. Dadurch fühlte ich mich noch beschissener. Wir begannen eine Paartherapie. Die brachte leider keine richtige Hilfe in unserer Lage hinein. Es geht mir zwar gut, aber ich bin nicht glücklich.

      Das Problem ist, die Kollegin und ich sehen uns weiterhin natürlich viel, wir fühlen uns zueinander hingezogen (es läuft nichts), weiterhin und ich kann meinen Blick nicht von ihr abwenden. Es ist mir klar das es Liebe ist. Auch von Ihr. Aber wir wollen beide nicht die Ehen wegwerfen. Aber ich bin nicht glücklich in meiner Ehe. Ich versuche es jetzt schon ein paar Monate, doch ich werde nicht glücklich, ich sehe wie meine Frau sich versucht zu ändern, aber ich habe das Gefühl, dass sie sich so verbiegt nur damit ich bleibe, ich bekomme diesen Gedanken nicht aus dem Kopf, wenn ich sie das Frage verneint sie es.

      Ich bin momentan so verwirrt. Ich weiß nicht ob es Sinn macht weiter mit meiner Frau zusammenzubleiben (die Probleme waren auch nur die Spitze von dem was ich schrieb, es gibt noch viele mehr, einige kann man ändern, einige nicht. Einige Dinge sind einfach Charaktereigenschaften, da kann man sich nicht ändern...). Ich habe das Gefühl nie wieder Glücklich zu sein :-(
      Ich war alleine bei einem Therapeuten, dem erzhälte ich alles und kein Witz, er ga mir den Rat mich zu trennen... Das traf mich wirklich...

      Ich bin am überlegen mir einen anderen Job zu suchen. Doch ich habe das Gefühl, dass ich einen Teil von mir verliere, wenn ich meiner Kollegin Goodbye sage, deswegen habe ich auch bis jetzt noch nicht gesucht. Ihr geht es genauso. Doch ich habe Angst, das meine Ehe scheitert, ich weiter im Büro bin und dann meine Kollegin sehe, die ihre Ehe rettet, dann bin ich in jeder Hinsicht durch. Ich streite viel mit meiner Frau und habe das Gefühl wieder nicht verstanden zu werden.

      Ich schrieb diese "Biografie" hier mal auf, damit ihr euch ein Bild machen könnt.
      Kann mir jemand sagen wo hier das Problem liegt?

      Bin ich es alleine und stehe mir im Weg mit meiner Frau glücklich zu sein?
      Sind meine Frau und ich das Problem, dass so viele zerstört wurde in den letzten Jahren, dass die "Basis" weg ist?
      Ist es die Kollegin?
      Was würdet ihr tun...

      Ich bin mal gespannt, entschuldigt diesen Text, aber ich wollte euch etwas zum lesen geben....

      • Hey du,

        ich glaub, an dem Punkt, als du deiner Frau gesagt hast, was sich ändern muss, war das Kind schon in den Brunnen gefallen, oder nicht? Über die Gründe zu diskutieren ist im Grunde müßig, aber so wie du dich liest, ist die emotionale Entscheidung doch schon getroffen. Klar, deine Frau kann vieles ändern, aber dadurch wirst du jetzt eben auch nicht mehr glücklicher, das hast du ja schon festgestellt.
        Ich glaube, so wie du schreibst wäre es geheuchelt wenn du so tun würdest als würdest du die Ehe mit deiner Frau noch einmal hinbekommen. Das wird denke ich nicht funktionieren. Schon gar nicht, solange du deine Kollegin so häufig siehst.

        (3) 30.05.13 - 16:17

        Wenn du schreibst, du hast das Gefühl nie wieder glücklich zu werden in der momentanen Situation, kann es nicht der richtige Weg sein, zu bleiben!

        Du willst niemanden verletzen, aber letztendlich musst DU glücklich sein und am Ende deiner Tage zufrieden auf dein Leben zurückschauen können.

        Ich wünsche dir alles Gute!

        Also wenn ich das richtig verstanden hab, will deine Kollegin ja ihren Mann nicht verlassen.

        Würde sie dieses aber tuen, würdest du deine Frau auch verlassen oder?

        Mhhh irgendwie sagt das doch schon alles oder? Klar ist es schwierig sich zu trennen, wegen des Kindes, Haus usw. Aber wenn ihr beide nicht glücklich seid, hat das doch auch keinen Sinn und euer Kind bekommt das auch mit.

        Und deine Frau wird ja garantiert auch nicht glücklich sein, wenn sie sich deinetwegen "verstellt" und Sachen macht, die sie gar nicht möchte.

        Wünsche dir alles Gute, das du die richtige Entscheidung triffst.

      • (5) 30.05.13 - 17:35

        Mein Kollege liegt hier neben mir auf dem Sofa.

        Meine Situation war zwar nicht ganz so wie deine aber in gewisser Weise ähnlich.
        Ich war mit meinem Mann 9 Jahre zusammen, 5 davon verheiratet, keine Kinder, aber ein Haus. Sex - unterirdisch, er - unbelehrbar, irgendwann mal - respektlos.

        Ich habe mich in meinem Kollegen verliebt, er sich in mich. (Nach 3 Jahren Zusammenarbeit, also nicht gleich).

        Wir haben dann noch längere Zeit versucht unsere Ehen zu retten, Therapie, Gespräche, Versuche - alles vergebens.

        Schon bevor ich mich in den Kollegen verliebt habe, habe ich gedacht, dass ich es mir nicht vorstellen kann für den Rest meines Lebens so weiter zu machen. Der Kollege war dann der Auslöser.

        Ich bin so glücklich und froh, diesen Schritt - Trennung - gegangen zu haben.

        Unsere Beziehung ist absolut harmonisch, der Sex ist gigantisch, alles passt perfekt.

        Wir sind sooooo glücklich.

        Alles Liebe für dich

        (6) 30.05.13 - 18:30

        Danke für das Teilen deiner Geschichte. :-)

        Du hast dich dafür entschuldigt, dass du so viel geschrieben hast, aber so ist es nun mal das Leben - es ist kompliziert :-).
        Ich bin 36, mein Mann ist 42 und auch ich denke in letzter Zeit, eigentlich seit Jahren über unsere Ehe nach. Auch ich bin häufig unglücklich. Auch ich denke oft, dass es mit diesem Mann an meiner Seite nie wirklich leicht sein wird. Wir heirateten vor 13 Jahren. Ich war süße 23 und hatte ganz wenig Selbstwertgefühl. Ich war zwar nach Außen die Superlustige und wirkte auch immer sehr selbstbewusst, aber in Wirklichkeit fühlte ich mich klein und unbedeutend. Mein Mann lernte mich kennen, als ich 15 mehr. Bei ihm war es Liebe auf den ersten Blick. Er tat die nächsten Jahren wirklich alles, um mein Herz zu erobern, aber ich verliebte mich einfach nicht in ihn. Gleichzeitig konnte ich auch nie von ihm lassen, da er mir eben dieses Gefühl gab, das ich mir selber nicht geben konnte: Er fand mich toll, begehrenswert, er war treu, er würde mich nie im Stich lassen, zudem hatte er eine gute Ausbildung (so wie ich). Ich wusste, dass ich mit ihm auch finanziell nie in die Bredouille kommen würde.

        Irgendwann gab ich dann nach, ich verliebte mich auch in ihn, Freunde waren wir ja schon seit Jahren... und irgendwie erwartete dann auch mein ganzes Umfeld und meine Familie, dass da jetzt auch was Ernstes daraus wird. Ich hatte dann damals das Gefühl, wenn ich diesen Mann nicht nehme, wird mich je ein anderer Mann wollen? Mich? Also heirateten wir.

        Du siehst, auch ich heiratete aus den falschen Motiven. Ich heiratete meinen Mann, weil ich selber noch nicht erwachsen war, weil ich jemanden brauchte, der mir die Bestätigung dafür gab, dass ich ein liebenswerter Mensch bin. Ich glaubte nicht, dass mich ein anderer je lieben würde. Tja, und dann begannen die Probleme...
        Es stellte sich zunehmend heraus, dass mein Mann einige Charaktereigenschaften besaß, mit denen ich (bis heute!) gar nicht umgehen kann. Vor allem seine Jähzornigkeit und Ungeduld vermiest mir regelmäßig die Stimmung. Ich habe mich in der Vergangenheit nicht selten in Grund und Boden geschämt. Dann kam noch erschwerend dazu, dass auch ich nach und nach erwachsen wurde. Ich brauchte meinen Mann nicht mehr als denjenigen, der mir Halt gab. Ich glaube das verunsicherte ihn auch. Er war es gewohnt, dass ich gefällig und eher unterwürfig war. Je mehr er mich runterdrücken wollte, desto mehr begehrte ich auf. Es waren schon sehr harte Jahre damals, zu Beginn unserer Ehe...
        Inzwischen ist natürlich auch er an den Herausforderungen unserer Ehe gewachsen. Er ist nicht mehr derselbe Mensch wie am Anfang unserer Ehe, aber wie du schon schriebst: Den Charakter kann man grundsätzlich nicht ändern. Auch heute noch gibt es Streitereien, wegen unbedeutenden Dingen und auch heute schafft er es, sich über Kleinigkeiten aufzuregen. Auch heute noch vergreift er sich gerne im Ton und das auch gegenüber unseren Kindern, was mir zunehmend Sorgen bereitet. Aber er ist eben nicht nur all das Schlechte. Er ist auch sehr verantwortungsbewusst, er liebt seine Kinder über alles, er unternimmt viel mit ihnen, plant gemeinsame Reisen, geht auf Elternabende, telefoniert mit Lehrern...man kann sich auf ihn zu 100% verlassen. Wir sind im Alltag ein gutes Team.
        Deshalb empfinde ich es dann immer wieder als anmaßend, wenn ich über Trennung auch nur nachdenke, aber diese Gedanken kommen immer wieder hoch...z.B. wenn er mich mal wieder beleidigt, wenn er sauer wird wegen Kleinigkeiten...dann denke ich "Nein, danke!". Auch im Bett ist bei uns nichts los, er hat da kaum Bedürfnisse. Meine nimmt er erst recht nicht wahr. Das, was ich habe, nenne ich immer "Gnadensex". Tja und so verliere auch ich mich regelmäßig in Tagträumen...was wäre wenn...

        Bei dir ist durch deine Kollegin das "was wäre wenn" viel realer geworden. Ich habe dir jetzt einen riesen Sermon geschrieben, aber etwas raten kann ich dir nicht. Ich kann deine Kollegin gut verstehen. Schlussendlich hätte ich glaube ich nicht den Mut mich zu trennen. Das hat natürlich auch viel mit unseren Kindern zu tun. Unser Leben würde sich von grundauf ändern. Mein ältester Sohn bliebe mit Sicherheit beim Vater, meine Tochter bei mir. Unser Familienleben wäre komplett zerstört. Der Preis ist also sehr hoch!

        Wenn du wirklich keine Hoffnung hast, dass sich in deiner Ehe Grundlegendes ändert, wenn deine Frau dich, wie du wirklich bist und auch deine Freunde nicht wertschätzen kann, dann sehe ich wenig Hoffnung. Schlussendlich hast du auch aus falschen Motiven heraus geheiratet. Das heißt nicht, dass die Ehe deshalb zum Scheitern verurteilt wäre, aber wenn da keine Bereitschaft und kein echtes Interesse seitens deiner Frau besteht dich wirklich kennenzulernen, dich, so wie du wirklich bist, dann hat es keinen Sinn. Dann wird es wahrscheinlich immer so bleiben, wie es jetzt ist und du musst wissen, ob du so leben möchtest bzw. ob du es kannst. Die Antwort auf diese Frage ist bei mir noch offen.

        Ich wünsche dir alles Gute.

        Eine Frau.

      • Hallo,

        ich habe mich jetzt durch deinen Text gekämpft und bin doch ziemlich verwundert. Eigentlich war es zur Zeit der Hochzeit nur der Sex, der dich gestört hat, oder?

        Ich glaube nicht, dass deine Kollegin der Sache mit dir die gleiche Ernsthaftigkeit entgegenbringt. Sie muss doch wissen, dass du für sie deine Frau verlassen würdest, also frei wärst für ein neues Glück ... Wenn sie dich doch so liebt und so unglücklich ist, was hält sie dann bei ihrem Mann? #kratz

        Such dir einen anderen Job, trenn dich zunächst von deiner Frau und werde dir klar, was DU für dich möchtest. Ich fürchte, die Belastungen der letzten Jahre waren einfach zu viel und haben dir unglaublich viel Kraft geraubt. Ach ja, und vergiss die Kollegin, sie ist so viel Stress einfach nicht wert - zumindest nicht ohne Sex ...

        Alles Gute!

        Hallo,

        da du erst 30 Jahre alt bist, hast du noch dein ganzes Leben vor dir.

        Eine Ehe ohne guten Sex ist sicher kaum möglich, beides muß gut miteinander harmonieren. Natürlich gibts auch Menschen, die das anders sehen.

        Nun kann ich dir nicht raten, dich von deiner Frau zu trennen. Eine Ehe ist immer eine Zeit, in der man gemeinsam über Höhen und Tiefen geht und diese auch so bewältigen muß. Sich zu trennen ist doch so, als ob man aufgibt und nicht kämpft.

        Man hört so oft hier in urbia: Trenne dich. Das würde ich alles nicht mitmachen...
        Aber es kann doch nicht jedes Paar sich trennen? Oft sind auch Kinder da, die dadurch leiden werden. Es ist wie in einer Wegschmeißgesellschaft. : Brauch ich nicht mehr, so kann der Partner weg. Na und ? Es gibt doch immer wieder neue.

        Ich seh das anders. Ich könnte mich nicht -zig mal neu verlieben und immer neu anfangen. Denn man liebt doch seinen Partner und baut ein großes Vertrauensverhältnis auf. So schnell kann ich kein Vertrauen zu anderen finden.

        Du könntest dir aber eine "Auszeit" nehmen. In der du woanders wohnst und über dein Leben nachdenken kannst, was du dir für eine Beziehung wünscht .

        Dann könntest du feststellen, ob du mit deiner Frau noch zusammenpasst, ob ihr euch sehr vermisst und was dir wirklich wichtig in deinem Leben erscheint. Fraglich ist natürlich, ob deine Kollegin sich überhaupt von ihrem Mann trennt.
        Ihr könntet auch noch mal ganz von vorne anfangen.
        Aber das müssen beide wollen.

        LG Lotta

        (9) 31.05.13 - 00:48
        sehr...interessant!

        Also, ich habe mir jetzt den ganzen Text durchgelesen und ich fand es super! Du solltest die Geschichte wirklich aufschreiben, darüber bloggen oder so. Ich finde, du kannst diesen Zwiespalt super beschreiben und es ist alles sehr menschlich, was du empfindest und welche Gedanken du dazu hast.

        Ich finde es auch toll, dass du dir die Entscheidung nicht leicht machst. Du übernimmst Verantwortung für deine Rolle als Vater und als Ehemann und nimmst entsprechend auch dein Eheversprechen ernst.

        Aber ich sage dir jetzt von Herzen, was ich darüber denke: Es ist nicht so, dass du zwischen zwei Frauen stehst. Du hast dich eigentlich schon entschieden und möchtest die Entscheidung aber nicht mit allen Konsequenzen durchziehen, weil du sicher sein möchtest, dass am Ende alles gut sein wird. Aber ohne Schmerz und Trauer wird das Ganze nicht vonstatten gehen. Natürlich zerbricht dein Ideal von der heilen Familie und der bedingungslosen Liebe dabei. Aber dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten.

        Aber dennoch zeigt dir diese Geschichte mit der Kollegin, dass du jetzt offen bist für andere Frauen. Wenn es also die Kollegin nicht wird, weil sie sich nicht trennen will, dann wird es wahrscheinlich bald eine andere geben. Es geht ja nicht um den Sex an sich, sondern daran, dass eine Frau die Leidenschaft mit dir teilt. Du musst ja einen großen Teil deiner Persönlichkeit unterdrücken, wenn du die Ehe mit deiner Frau aufrechterhalten willst. Und du hast jetzt leider sehr plastisch vor Augen, dass es da noch so viel anderes zu entdecken gibt. Und Sex IST wichtig und es ist ein großes Glück, wenn zwei eine ähnliche Vorstellung davon haben, was guter Sex ist.

        Also, ich bin jetzt seit 1998 mit meinem Mann zusammen, davon jetzt 8 Jahre verheiratet. Und ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich schon alles mit ihm ausprobiert habe... (wir haben dafür andere Probleme).

        Du kannst nicht erwarten, dass deine Frau dich versteht, denn sie hat sich ja nicht anderweitig verliebt. Bei mir war das so, dass ich einen Mann gefunden habe, den ich sexy fand UND mit dem ich vor allem reden konnte, über MEINE Themen. Der Sex hätte mich gereizt, aber wir haben das dann gelassen. Seine Frau hat es dann mitbekommen, dass sich da zwischen uns was entwickelt hat. Sie war bei mir zuhause und hat mich angeschrieen, dass ich ihre Familie in Ruhe lassen soll. Er hatte ab sofort Kontaktverbot mit mir. Am meisten vermisse ich seitdem die Gespräche mit ihm. Ich weiß genau, dass ich mit meinem Mann so nie sprechen könnte. Also muss ich mich damit abfinden, dass ich mir für diese Gesprächsthemen jemanden anders suchen muss, weil mein Mann das einfach nicht abdecken kann. Besser wäre natürlich eine Frau/Freundin. ;-)

        Ich hätte nie gedacht, dass mir sowas auch mal passieren kann. Und ich war ja immerhin so selbstbeherrscht, dass ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ja nie etwas gelaufen ist. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich hätte so gerne...!! #sex

        Und der Alltag macht einen fertig, da bleibt echt nicht viel Raum für Fantasie. Man braucht irgendeine Art von Perspektive, auch als Paar. Früher habe ich mich immer von Weihnachten, über Ostern, über den Geburtstag und dann über die Sommerferien und den Urlaub durch den Alltag gerettet. Aber wenn man dann Kinder hat, wird aus allem eine Verpflichtung, alles kostet Geld und man kann sich nicht mehr fallen lassen.

        Eine unglaubliche Befreiung war für mich zum Beispiel als meine jüngste Tochter und ich vor Weihnachten einen Magen-Darm-Virus bekamen. Und das bedeutete, ich kann nichts vorbereiten und das Weihnachtsessen fällt aus. Das war für mich so unglaublich erleichternd... Dann haben wir Silvester mal ohne Kinder gefeiert und ich habe mich total zugesoffen wie schon lange nicht mehr. Und es war toll! #glas

        Und dann habe ich beschlossen, dass 2013 auf keinen Fall so weitergehen soll wie 2012. Und es dauerte eben nicht lange, da lernte ich diesen Mann kennen und ich habe das erste Mal seit Jahren darüber nachgedacht, dass es auch anders laufen kann...

        Gut, das Vergnügen währte nur kurz, aber jetzt ist mir zumindest wieder eingefallen, was ich vermisst habe.

        • Vielen Dank ersteinmal für alle bisherigen Meinungen...

          Obwohl die Situation scheiße ist, freut es mich wenn euch die Geschichte gefallen hat. Wirklich, ich habe schon selbst daran gedachte das ganze mal zu bloggen. Habe von dem Thema nur selbst keine Ahnung und ich werde gleich im Anschluß an diesen Text anfangen mir die Antworten, die mir dazu fehlen, zu holen.

          Vielleicht werde ich das wirklich tun, denn wenn ich hier alles geschrieben hätte, dann hätte ich länger als 1 1/2h gebraucht. Ich glaube ich will es sogar alles mal aufschreiben, denn es war noch lange nicht alles. Da ist noch viel mehr was es Wert wäre erwähnt zu werden. Noch einiges mehr was passiert ist und noch einiges mehr was mir Kopfzerbrechen bereitet.

          Ich sehe die Antworten zwar hier relativ in eine Richtung zielend, doch bin ich wie der ein oder andere schon erwähnte kein Mensch, der irgendwas leichtfertig wegwirft. Sonst hätte ich damals mit der Kollegin geschlafen und es wäre wahrscheinlich mit viel mehr Schmerz geschehen als jetzt. Ich denke auch, dass ich aus den falschen Gründen heraus, vor allem zu früh geheiratet habe. Aber es heißt: In Guten, wie in Schlechten Zeiten. Ich werde es mir anschauen, wie es läuft zwischen meiner Frau und mir, mit der Paartherapie und unserem Zusammenleben. Ich bin wie gesagt momentan nicht glücklich, doch weiß ich nicht, ob ich mir nicht einfach selbst im Weg stehe. Das werde ich aber herausfinden, kommt Zeit kommt Rat. Ich habe noch nie etwas in meinem Leben leichtfertig weggeworfen oder bin vor etwas davongerannt, noch nie!

          Alles was die letzten Jahre war hat mich unglaublich viel Kraft gekostet und nachdem ich die Wochen nicht schlafen konnte, hatte ich auch keine Kraft mehr und war am Ende. Doch es geht jetzt wieder einigermaßen. Ich hatte damals, wirklich nur geheult, fast zwei Monate durch, weil ich so am Ende war :-(

          Ich werde, sollte ich das wirklich bloggen (wenn es erlaubt ist, das finde ich auch raus)
          es hier verlinken, wenn es der ein oder andere sehen will. Denn es gibt wirklich einiges mehr zu erzählen. Vielleicht werde ich noch Autor... Hahahahahaha So traurig es ist, aber wenn es zum heulen nicht reicht, lach drüber. Gerade reicht es nicht mehr zum heulen ;-)

          Also ich bedanke mich ersteinmal für eure Meinungen und werde mich zu gegeben er Zeit wieder zurückmelden. Entweder wenn eine Entscheidung eingetroffen ist oder wenn ich wirklich anfange es zu bloggen.

          Vielen Lieben Dank erstmal denen die geantwortet haben und für die vielen Lieben Kommentare, das tut gerade wirklich sehr gut! Ich brauchte das auch mal :-)

          Gruß ein unglücklich Verliebter!

      So Entschuldigt bitte, ich hatte nicht geanz geblickt, wie ich das alles hand zu haben habe mit dem Antworten und dem weiterposten... Jetzt habe ich es gesehen ;-)

      Daher nochmal die Antwort von mir, was ich fälschlicherweise nur einem MEmber geschickt hatte... Hihi..

      Sorry nochmal dafür!

      Vielen Dank ersteinmal für alle bisherigen Meinungen...

      Obwohl die Situation scheiße ist, freut es mich wenn euch die Geschichte gefallen hat. Wirklich, ich habe schon selbst daran gedachte das ganze mal zu bloggen. Habe von dem Thema nur selbst keine Ahnung und ich werde gleich im Anschluß an diesen Text anfangen mir die Antworten, die mir dazu fehlen, zu holen.

      Vielleicht werde ich das wirklich tun, denn wenn ich hier alles geschrieben hätte, dann hätte ich länger als 1 1/2h gebraucht. Ich glaube ich will es sogar alles mal aufschreiben, denn es war noch lange nicht alles. Da ist noch viel mehr was es Wert wäre erwähnt zu werden. Noch einiges mehr was passiert ist und noch einiges mehr was mir Kopfzerbrechen bereitet.

      Ich sehe die Antworten zwar hier relativ in eine Richtung zielend, doch bin ich wie der ein oder andere schon erwähnte kein Mensch, der irgendwas leichtfertig wegwirft. Sonst hätte ich damals mit der Kollegin geschlafen und es wäre wahrscheinlich mit viel mehr Schmerz geschehen als jetzt. Ich denke auch, dass ich aus den falschen Gründen heraus, vor allem zu früh geheiratet habe. Aber es heißt: In Guten, wie in Schlechten Zeiten. Ich werde es mir anschauen, wie es läuft zwischen meiner Frau und mir, mit der Paartherapie und unserem Zusammenleben. Ich bin wie gesagt momentan nicht glücklich, doch weiß ich nicht, ob ich mir nicht einfach selbst im Weg stehe. Das werde ich aber herausfinden, kommt Zeit kommt Rat. Ich habe noch nie etwas in meinem Leben leichtfertig weggeworfen oder bin vor etwas davongerannt, noch nie!

      Alles was die letzten Jahre war hat mich unglaublich viel Kraft gekostet und nachdem ich die Wochen nicht schlafen konnte, hatte ich auch keine Kraft mehr und war am Ende. Doch es geht jetzt wieder einigermaßen. Ich hatte damals, wirklich nur geheult, fast zwei Monate durch, weil ich so am Ende war :-(

      Ich werde, sollte ich das wirklich bloggen (wenn es erlaubt ist, das finde ich auch raus)
      es hier verlinken, wenn es der ein oder andere sehen will. Denn es gibt wirklich einiges mehr zu erzählen. Vielleicht werde ich noch Autor... Hahahahahaha So traurig es ist, aber wenn es zum heulen nicht reicht, lach drüber. Gerade reicht es nicht mehr zum heulen ;-)

      Also ich bedanke mich ersteinmal für eure Meinungen und werde mich zu gegeben er Zeit wieder zurückmelden. Entweder wenn eine Entscheidung eingetroffen ist oder wenn ich wirklich anfange es zu bloggen.

      Vielen Lieben Dank erstmal denen die geantwortet haben und für die vielen Lieben Kommentare, das tut gerade wirklich sehr gut! Ich brauchte das auch mal :-)

      Gruß ein unglücklich Verliebter!

      (12) 31.05.13 - 14:46

      Hallo Du,

      ja - ich glaube, das was du beschreibst, kennen viele. Und auch ich habe diese Geschichte schon mal erlebt - vor einigen Jahren... und vor wenigen Wochen. Deswegen möchte ich dir gerne meine Gedanken dazu schreiben.

      Ich (35) habe vor rund 10 Jahren eine ähnliche Situation erlebt: mein damaliger Partner und ich standen vor großen Entscheidungen. Wir sprachen schon von Hochzeit, lebten seit einigen Jahren zusammen, die Familien verstanden sich gut. Alles in allem passte alles gut, nur der Sex ist damals schon ein wenig "lau" gewesen. Und dann habe ich ihn kennengelernt. Er war single und wir hatten sofort einen Draht zueinander. Da er neu zugezogen war und mein damaliger Partner und ich unter der Woche getrennt waren, unternahmen wir ab und zu etwas. Dass ich vergeben war, wusste er von Anfang an, aber er verliebte sich dennoch in mich, warb um mich, warf alles in die Waagschale. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das mit uns nichts werden kann - wir aber Freude sein können. Nun ja - es hätte mir klar sein müssen, dass das nicht klappt. Nach einigen Wochen passierte es und wir küssten uns. Das war der Moment, in dem es kein zurück mehr gab. Es war ein Feuer - Leidenschaft pur. Noch nie in meinem Leben hatte ich so ein Verlangen verspürt... und irgendwann passierte, was passieren musste. Wir landeten im Bett. Und der Sex war genauso phantastisch, wie das sich bereits beim Küssen angekündigt hatte.

      Unsere Affäre zog sich gute 8 Monate - keiner hat etwas bemerkt. Nur mir ging es immer schlechter dabei. Meine Affäre begann irgendwann, sich mit anderen Frauen zu treffen und ich wurde - unberechtigterweise - ziemlich eifersüchtig. Ja, ich war verliebt - aber zu feige, um mich von meinem Partner zu trennen. Und immer wenn ich kurz davor war, sagte meine Affäre zu mir, er könne mir nichts versprechen. Ich empfand das so ungerecht. Warum sollte ich mich trennen, wenn er mich dann gar nicht mehr will?

      Heute weiss ich: das war richtig. Niemand hätte mir damals eine Garantie geben können, dass es klappt mit uns beiden. Nach 8 Monaten Affäre habe ich mich von meinem Partner getrennt. Es war eine schwierige und sehr schmerzhafte Trennung. Und nach einigen Wochen beschlossen die Affäre und ich, dass wir es miteinander versuchen wollten. Die Umstände hatten sich erschwert - er hatte zwischenzeitlich einen neuen Arbeitsvertrag rund 500 km entfernt unterschrieben. Das ist nun 8 Jahre her. 8 Jahre, in denen wir viele schöne Zeiten erlebt haben. Und auch viel Leid. Wir sind zusammengezogen, haben ein Haus gebaut, Karriere gemacht und sind viel gereist. Wir haben aber auch nach zwei Seitensprüngen seinerseits eine Paartherapie gemacht - und uns wieder zusammengerauft. Wir konnten gestärkt aus dieser großen Krise herausgehen. Ich habe mich sehr, sehr stark gefühlt, dass ich uns so schnell nicht aufgegeben habe.

      Leider haben sich unsere Träume nicht alle so verwirklichen lassen, wir wir uns das gewünscht haben. Viele Jahre haben wir versucht, eine Familie zu gründen - aber es sollte nicht sein. Der Kinderwunsch hat uns zugesetzt, unser Zusammeleben litt darunter - auch der Sex. Nichts war mehr unbeschwert und ungezwungen. Ich musste Hormone nehmen, nahm zu, fühlte mich nicht mehr begehrenswert, der Sex fand auf Kommando statt oder war geprägt von Arztterminen, Zyklen und dem Wohlbefinden nach den Kinderwunschbehandlungen. Gerade als ich das Gefühl hatte, ich könnte in eine Depression rutschen, passierte etwas unglaubliches: ich lernte einen Mann kennen, der mir plötzlich wieder ein gutes Gefühl gibt. Ich habe das Gefühl, die Geschichte könnte sich wiederholen.

      Natürlich denke ich viel darüber nach, ob es vielleicht an mir liegt und ich mein Glück viel zu sehr von Umständen und Einflüssen von außen abhängig mache. Und natürlich ist mir klar, dass die Lösung nicht "Weglaufen" sein kann. Deswegen weiss ich auch - diesmal werde ich mich nicht trennen. Es ist wieder eine Krise, die wir meistern müssen - und werden. Daraus besteht nun mal das Leben.

      Wie deine Geschichte weitergehen wird, das kannst nur du bestimmen. Ich glaube, du hast dir schon wirklich viele Gedanken dazu gemacht, was deine Ehe betrifft und ich bin die letzte, die leichtfertig sagen würde, trenne dich. Ich habe meinem jetzigen Partner bereits zum wiederholten Mal seine Untreue verziehen. Aber aus meiner Geschichte heraus kann ich dir nur sagen: mache es nicht von anderen abhängig. Wenn du unglücklich bist, dann musst du etwas ändern - aber mache es nicht davon abhängig, was deine Kollegin macht. Es gibt keine Garantie dafür, ob es mit euch klappen würde.

      Ich habe gelernt, damit umzugehen, dass meine Beziehung nicht perfekt ist. Aber ich bin immer noch gerne mit meinem Partner zusammen - und jedes Tief hat uns bisher noch stärker zusammengeschweisst.

      Ich wünsche dir, dass du ganz schnell Klarheit findest - und dann den Mut, durchzuziehen, wie auch immer du dich entscheidest.
      Alles Liebe
      eine Frau - die deine Situation kennt und versteht

      Ich wollte mich nach ein paar Tagen und unzähligen "Forenwälzungen" nochmal zu Wort melden. Vorab, meine Grundsituation ist natürlich noch nicht wirklich besser.Ich habe wirklich viel gelesen und bin dennoch keinen wirklichen Schritt weiter.

      Was ich noch erwähnen wollte:

      Zu Juliane34:
      Also ich denke (persönlich), dass es das wichtigste war, es meiner Frau zu sagen. Alle mit denen ich sprach und denen ich sagte, dass ich ihr alles erzählt habe, waren baff. Viele der Personen kennen mich gut und sie wussten ich bin ein guter Mensch, aber dass ich auch den Mut aufbringe es zu sagen, hätte keiner Gedacht. Alle waren sehr positiv Überzeugt von dem Schritt, aber sagten auch, dass Sie selbst es nicht getan hätten, da sie Angst gehabt hätten. Ich fasse es aber als Bestätigung auf, dass ich es getan habe und ich bin auch darauf Stolz, denn mein eigenes Weltbild war zerstört, als ich feststellte, dass ich mich in jemand anderen verliebt habe und mich hingezogen fühle (in allen Belangen ).

      Ich hätte ihr nichts von der anderen Frau erzählen sollen, das sagte auch ein Therapheut bei dem ich war, aber ich bin ein von Grund auf (Ausnahmen bestätigen die Regel) ehrlicher Mensch, der an Prinzipien festhält und sich treu bleibt. Denn wenn ich meine Frau betrogen hätte, dann hätte ich den Beitrag eingangs nicht erstellt. Dann hätte ich es beendet, da ich (aus persönlicher Erfahrung weiß) wie das Gefühl ist betrogen zu werden. Ich hätte mir dann nicht mehr ins Gesicht schauen können, Ihr erst recht nicht mehr. Das ist einer der Gründe, dass ich selbst diese Erfahrung schon gemacht hatte und ich das niemals jemanden antun wollte, erst recht nicht der Frau die ich geheiratet hatte und die mein Kind geboren hat.
      Das "Problem" ist für mich ja, dass die emotionale Entscheidung nicht gefällt ist. Ich liebe meine Frau, dass ist so. Ich weiß es. Aber: ich merke, wie sie versucht sich zu ändern und ich sehe das sie sich Mühe gibt, ich aber im selben Atemzug erkenne, dass es mir nicht genügt.

      Denn durch meine Kollegin (und die Gespräche) wurde mir klar, dass unter anderem in meinem Sexleben keine Leidenschaft, keine Geilheit, kein gegenseitiges Anturnen und kein gegenseitiges Verständnis für den Partner vorkam. Ich stellte fest, alle meine Vorlieben hatte ich vergraben (es gab Missionarsstellung im Dunkeln, 8 Jahre lang, in der "besten Zeit" des Lebens; diese Erkenntnis machte mich traurig und wütend zugleich, auch auf mich!) und in dem Augenblick als ich mit der Kollegin darüber Sprach, wir uns gegenseitig die Vorlieben mitteilten, wurde mir klar *fuck* ich will auch so eine Frau im Bett (es ging in dem Augenblick darum, dass natürlich mit der Kollegin haben zu wollen, klar ich bin verliebt und fühle mich zu Ihr hingezogen) nichts desto trotz geht es mir im allgemeinen darum, es überhaupt so zu haben wie ich es auch möchte. Meine Frau gibt sich Mühe, aber wie ich schon sagte, es reicht mir leider nicht. Wir haben anstelle von einem Mal alle zwei Wochen, nun zweimal die Woche Sex. Gut... ist schon ein Stückweit besser, aber mir zu wenig. Ich sagte ihr auf was ich stehe, sie änderte dass auch. Aber meine Frau ist ein Mensch, sie ändert sich dann zu 100%. Nun bin ich in der Zwickmühle, dass ich mich beschissen fühle, weil ich denke sie tut es nur damit ich bleibe. Ich kam alleine in dieser Woche und der letzten 6mal an (zu den vier malen die wir hatten) und wollte Sex, sie hatte keine Lust, sagte mir dass auch und fragte mich ob ich jetzt sauer bin? Was soll ich da sagen oder denken. Wir haben jetzt "aufgepeppteren" Sex (nenne ich es mal) aber von Leidenschaft oder gar Geilheit zu sprechen währe heillos übertrieben...

      Ich empfinde es auch so, dass sie möchte, dass der Sex schnell vorbeigeht, kombiniert mit den Dingen die ich mir wünsche und der Tatsache das ich so oft wieder zurückgewiesen wurde, da schleicht sich bei mir (nicht zu unrecht, wie ich finde) der Gedanke ein, sie fühlt sich unwohl und tut es nicht weil sie es mag, wie sie sagt!

      Zu Binemaja1978:
      Meine Kollegin war von vorneherein offen zu mir. Sie sagte von Anfang an, dass sie Ihren Mann nicht verlassen würde. Anfangs als es fast dazu gekommen wäre, dass wir miteinander geschlafen hätten, wäre es vielleicht geschehen, dass wir beide die Partner verlassen hätten, ich weiß es nicht.

      Ich gehe hier aber auch soweit zu sagen, sie wäre meine absolute Traumfrau. In allen Belangen. Davon bin ich auch überzeugt. Sie ist wirklich eine Seelenverwandte.

      Ich weiß nicht, ob ich momentan meine Frau für die Kollegin verlassen würde.

      Die Anziehungskraft ist sehr groß. Ich brauche mir da nichts vormachen, es ist der ständige Disput, Herz - Kopf; Herz - Kopf....

      Sie ist wirklich (leider) in allen Belangen (!), dass was ich mir von einer Frau erhoffe und (ich weiß der vergleich ist scheiße, aber ich tue es) leider auch alles was meine Frau nicht ist.

      Meine Kollegin ist neben dem Sex, bodenständig vor allem in finanziellen Fragen, versaut (in Witzen und Sprüchen), hat die gleichen Freizeitinteressen wie ich (sie würde mitkommen zum Kickboxen als Beispiel), ist der Part in der Beziehung, der sich um alles kümmert, kann kochen, kann mit anfassen, ist selbstständig und fährt auch Auto, schmeißt den Haushalt managed eigentlich alles. Leider alles genau das was meine Frau nicht ist oder macht. Meine Frau kommandiert eher und managed auch, aber eher die Personen um sich herum... Das klingt hart und unfair gerade wo ich es schreibe, es ist natürlich nicht so dass sie nichts macht, aber den Großteil von allem im "gemeinsamen" Leben leiste ich oder andere (Beipsiel Putzfrau oder Großeltern wegen ständigem ums Kind kümmern). Das ist Fakt.

      All das tat ich bisher. Mich irritiert einfach, die Tatsache, da gibt es jemand der mir so ein wahnsinniges Gefühl gibt, als Mann etwas Wert zu sein, Geil und Anziehend zu sein und ein Verlangen in einem anderen Menschen auszulösen (was ich seit fast 10 Jahren nicht mehr verspührt habe), weswegen ich jederzeit Sex haben könnte (vor Geilheit).

      Meine Frau gibt mir dieses Gefühl nicht, egal wie sie sich mühe gibt, sie kann es gar nicht, weil sie nicht der Typ Frau ist, sich so versaut zu verhalten, mir einfach mal nen Kommando zu geben oder sonstwas, einfach mal das Ruder in die Hand zu nehmen...
      Sie versucht es, aber ich emfpinde es so, dass es ihr unangenehm ist und dadurch funktioniert es nicht bei uns, da wir uns total dämlich anstellen und es so unbeholfen ist.

      Ich habe zum Beispiel absolute Hemmungen meiner Frau etwas versautes zu schreiben, da ich sie kenne und sie diese Person einfach nicht ist! Ich hatte mit meiner Kollegin DirtyTalk übers Smartphone, ich konnte mich bei ihr völlig fallenlassen, konnte schreiben was ich wollte, nichts wurde komisch aufgefasst. Im Gegenteil. es erhielt sogar alles zuspruch und wurde entsprechen erwidert. Es war das erstemal das ich so etwas tat, es war so Geil und tat so gut. Ich will es auch in Zukunft haben, aber mit meiner Frau klappt das nicht.

      Komisch für mich ist dadurch einfach, es hatte mich bisher offensichtlich auch nicht gestört in der Ehe oder aber ich fraß es nur in mich hinein und es wäre über kurz oder Lang eh dazu gekommen, dass ich einen richtigen Seitensprung habe oder gar eine Affäre. Das weiß ich leider nicht.
      Nun bin ich aber so abgestumpft über die Jahre, dass ich mich gar nicht richtig öffnen kann meiner Frau gegenüber. Es geht nicht, ich habe es versucht und es funktioniert einfach nicht.

      Ich weiß nicht wie das funktionieren soll... Ich bin da wirklich Hilflos gerade... Ich weiß nur, ich will nicht das der Sex/Liebesleben so ohne Leidenschaft, Geilheit und spontanität weiterläuft, auch wenn er ein wenig aufgehhübscht ist. Das bringt mir auch nichts und ihr noch weniger, sollte sie es nicht wirklich wollen.

      Ich bin auch sehr enttäuscht von unserer Paartherapie, muss ich an der Stelle mal erwähnen. Nicht das ich blauäugig dachte, wir gehen da hin und alles ist gut. Aber ich dachte da sollte noch ein wenig mehr initiative von Seiten des Therapheuten kommen. Aber außer das wir vor einem neutralen reden, ist da nicht mehr. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber das nur wir erzählen und mehr passiert nicht, ist ein wenig schwach. Ich weiß nicht, hat jemand Erfahrungen und kann kurz sagen wie es anders ablief oder ob es jetzt genau das richtige ist? Bin kein Psychologe... Ich habe auch am kommenden Montag den nächsten Termin mit meiner Frau.

      Tja, mit der Kollegin. Was soll ich noch sagen. Wir schreiben noch normale Dinge. Für ein "Verhältnis" als Arbeitskollegen ist zuviel passiert. Ich fühle mich immernoch zu ihr hingezogen, dass wird auch noch andauern.

      Wie gesagt, wir haben uns damals viel erzählt. Ich kenne ihren dunklen Geheimnisse und sie meine. Wir verstehen uns wortlos, wie ich mich noch nie zuvor mit einem Menschen verstanden habe. Ich habe keinerlei Hemmungen ihr irgendwas zu erzählen, sei es peinlich oder sonstwas. Ihr geht es genauso. Sie hat sonst auch niemanden dem sie sich anvertrauen kann, egal um welches Thema es geht.
      Sie möchte gern eine Freundschaft ( da ich einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben geworden bin, dass glaube ich ihr und mir geht es genauso), da sie meinen Rat vertraut, genau wie ich ihrem, aber ich befürchte ich komme dann nie über sie hinweg... :-(

      Ich währe ihr gern dieser Freund, denn sie ist mir auch wichtig und ich danke ihr auch dafür, dass es nie zum Seitensprung kam, denn ich konnte dadurch mein Gesicht waren und sie Ihres. Aber es erinnert mich auch leider immer wieder an all das, was ich nicht habe und was ich so vermisse in meiner Ehe.

      Ich habe jetzt die letzten beiden Wochen, viel auf Baustellen zu tun gehabt und war nicht im Büro. Ich habe gemerkt es geht ein wenig besser, aber meine Angst ist noch gegenwärtig.
      Ich bin am überlegen, dass ich den Kontakt trotzdem ganz abbrechen werde. Ich muss denke ich schauen, dass ich die Faktoren die mich momentan davon abhalten glücklich zu sein (nach und nach) ausschalte. Ich denke sie ist der Faktor mit dem ich beginnen muss. Dann kommt entwedern ein gänzlich neuer Job oder die Scheidung. Aber ich will persönlich die Scheidung als letztes Mittel wählen, denn weder gehe ich kampflos unter, noch würde ich das jemals meinem Kind (vielleicht auch irgengend wann "meinen Kindern") nicht erzählen wollen, ich habe meinen Schwanz eingekniffen und bin gegangen ohne zu kämpfen.

      Wie heißt es so schön: Wer kämpft kann verlieren, doch wer nicht kämpft hat schon verloren.

      Ich befürchte es wird keine ander Möglichkeit geben, auch wenn sie mir viel bedeutet und uns immer viel Verbinden wird. Aber ich muss an mich denken und denke, es ist der nächste Schritt der unumgänglich ist.

      Gruß vom unglücklich Verliebten.

      • (14) 07.06.13 - 21:30

        Lieber Klausi,
        ich finde es lobenswert, wie du dich für deine Ehe ins Zeug legst. Man sollte sicherlich nichts unversucht lassen, um eine Ehe zu retten. Allerdings wird es dem Leser deiner verzweifelten Postings sofort klar, dass du und deine Frau grundverschieden seid. Wie soll man sich da zusammenraufen? Ihr fühlt euch doch beide unwohl in dieser Ehe. Vom anderen nicht angenommen und nicht voll und ganz geliebt. Deine Frau ist so, wie sie ist. Sie wird dir die Intimität, nach der du dich so sehnst, nicht geben können. Und deine Frau ist vielleicht nicht so leidenschaftlich wie du :-), aber auch sie hat Gefühle. Und sie fühlt sich doch auch nicht wohl, wenn sie im Bett was machen soll, was sie absolut nicht will und auch nicht versteht.

        Das alles ist einfach keine Basis für eine glückliche Parnterschauft. Warum quält ihr euch also beide? Ich würde mich unabhängig von dem, was deine Traumfrau in Spe macht, trennen. Du kannst die Zukunft deines jetzigen Lebens nicht von der Entscheidung einer dritten Person abhängig machen. Handle nicht wegen "ihr", sondern wegen DIR! Beziehe eine eigene Wohnung, trenn dich erst mal räumlich und schau dann, wie es dir und deiner Frau damit geht. Ich glaube, dass ihr beide so eine riesengroße Angst vor diesem Schritt habt, dass ihr euch wie zwei Ertrinkende verzweifelt aneinander klammert. Deshalb wäre doch eine "Trennung auf Probe" bzw eine "Trennung auf Raten" zum jetzigen Zeitpunkt gar keine schlechte Idee?

        Liebe Grüße und alles Gute
        Luka
        ...übrigens scheint der Therapeut wirklich nicht gerade gut zu sein!

        • Hallo Luka.

          Das meine Frau und ich grundverschieden sind, ist leider allen klar gewesen von Anfang an. Ich dachte Anfangs noch, das macht vielleicht den Reiz aus.

          Das Problem ist ja, meine Frau fühlt sich wohl in der Ehe (außer die Situation halt jetzt!).

          Sie hat Angst das ich sie verlasse und genau das macht mir Angst und ein schlechtes Gewissen, bei allem was ich an z.B. Intimität bekomme genau daraus resultiert. Ich bekomme dieses Gefühl einfach nicht los, egal wie sehr ich es mir wünsche und es versuche.

          Ich habe als Beispiel keine Anstalten mehr nach Intimität gemacht (seit einer Woche). Wir hatten seitdem auch keinen Sex mehr gehabt. Tja, ich frage mich woran das liegt, da sie ja sagte: "Alles was ich will gefällt mir auch und ich wollte das auch schon immer."
          Um ehrlich zu sein ist es eine Art Test von mir und obwohl ich mich dabei beschissen fühle, weiß ich nicht wie ich es anders rausfinden kann. Da, wenn ich sie Frage, obige Antwort kommt.

          Und ja, ich weiß dass ich meine Kollegin ausblenden muss. Es ist schwer, aber ich habe wie gesagt den Kontakt bis auf das berufliche begrenzt. Ich habe auch Ihre Nummer gelöscht, dann kommt man nicht in Versuchung. Es läuft schon ein wenig besser seitdem. Doch leider muss man ein paar mal am Tag telefonieren, wegen der Arbeit. Aber ich habe bald Urlaub wegen der Kita und dann werde ich Bewerbungen schreiben. Ich hoffe darauf, dass ich relativ schnell was finde, was in meinem Bereich eigentlich möglich sein sollte. Dann wäre ich noch bis Jahresende weg. Ich hoffe es mal...

          Dann werde ich mal weitersehen. Ich weiß nicht ob nicht einfach meine Kollegin zuviel zwischenfunkt (nicht aktiv sondern passiv) durch das was ich vor Augen geführt bekomme, was meine Frau nicht ist. Oder ob wirklich einfach jegliche Basis fehlt und vieles zerstört wurde in den letzten Jahren. Ich bin da echt ratlos. :-(

          Wir haben ja heute wieder den Termin beim Therapeuten. Ich bin mal gespannt. Schauen wir mal.

          Ich danke dir erstmal für deine ehrliche Meinung und ich werde mich die Tage dann wieder mal melden, wenn es etwas neues gibt.

          Gruß Klausi

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