Cola süchtig

    • (1) 02.06.13 - 18:54
      Bitte nicht lachen

      Hallo,

      es ist mir so unangenehm, deshalb möchte ich wirklich anonym bleiben.

      Ich bin Mitte 30, habe einen guten Job, Mann und Kinder. Eigentlich alles bestens.

      Ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol, habe ich noch nie, interessiert mich einfach nicht.

      ABER, Cola, ich komme von dem Zeug nicht weg. Ich schäme mich total deswegen. Auf der Arbeit gibt es keine Cola für mich, dort zwinge ich mich regelrecht 1 Flasche Wasser am Tag zu trinken und schaffe es auch, aber zu Hause trinke ich nur Cola.
      Ich habe schon extra keine Cola beim einkaufen mitgenommen, aber kaum zu Hause gehe ich noch mal los. Ich werde nervös wenn ich keine Cola habe.

      Ich will keine Cola mehr trinken, aber ich schaff es einfach nicht. Die Cola hat mich gesundheitlich schon mitgenommen.

      Kennt das jemand? Weiß jemand, wo ich hier wirklich Hilfe bekomme ohne ausgelacht zu werden?

      :(

      GLG

      • (2) 02.06.13 - 18:58

        Ich bin zwar nicht direkt süchtig danach, aber ich trinke zu Hause auch fast ausschließlich nur Cola. Leider!
        Da ich kein Wasser mag, allerdings zwinge ich mich bei der Arbeit auch dazu Wasser mit einem Schuß Punica Saft zu trinken.

        Hilfe weiß ich auch leider nicht. Bräuchte ich wenn ja selber ;-))

        Hmm, vielleicht schrittweise mit Wasser verdünnen?

        Ich mag gar keine Cola und bekomme sie überhaupt nur mit viel Wasser verdünnt durch den Hals ;)

        Hallo,
        warum solltest Du denn ausgelacht werden??

        Cola macht körperlich abhängig - bedingt durch das Koffein und auch Zucker macht als einziges "Nahrungsmittel" wirklich süchtig.

        Du kannst Dich an eine Suchtberatungsstelle wenden, denn abgesehen von dem körperlichen ist die Sucht erstmal im Kopf und bleit da auch, selbst wenn Du dann "trocken" bist, abstinent lebst.

        Es kann dann zu einer Suchtverlagerung kommen, das merke ich derzeit, ich war jahrelang abhängig von Beruhigungstabletten und Nikotin, seit ich von beidem entzogen habe, verlagert sich mein Suchtverhalten auf das Essen, aber ich passe da sehr auf - denn einmal süchtig, immer süchtig. Man kann dann auch kaufen, sporteln, usw.

        Die Sucht hat einen Nutzen, nämlich eine Leere zu füllen (eine innere) oder aber auch schmerzhafte Gefühle wegzudrücken, zu "übertönen".

        Daher empfehle ich die Suchtberatungsstelle, damit die Ursache bei Dir offengelegt wird. Parallel mußt Du Dich zu einem abstinenten Leben entschliessen, sprich: KEINE Cola mehr. Eine stoffliche Sucht zu komtrollieren ist fast unmöglich, das geht eine Weile gut, und dann bist Du wieder bei einer großen Menge des Suchtstoffes. Daher NULL Cola mehr! Zum Glück brauchen wir das Zeug nicht zum Leben, ganz im Gegenteil!

        Da es sich um eine echte stoffliche Sucht handelt, würde ich nicht kalt entziehen, sondern ausschleichen, was aber echte Disziplin erfordert - vielleicht mithilfe einer Beratung das planen und wirklich schriftlich fixieren, wieviel Du dann pro Tag oder Woche wegläßt, bis Du auf Null bist.

        So habe ich entzogen, schrittweise, das war mir lieber und bis jetzt auch erfolgreich (seit vielen Jahren).

        Du kannst das schaffen, und dann bist Du den Colamist los, das Zeug ist sowas von ungesund bei großen Mengen!

        Viele Grüße!

        • (5) 02.06.13 - 21:11

          Danke für Deine liebe Antwort.

          Ich werde morgen mal bei meiner Hausärztin anrufen und um Hilfe bitten. Ich habe es immer als normal empfunden, erst in den letzten Monaten ist mir aufgefallen, dass das nicht mehr normal ist.

          Das Problem ist ja auch, dass ich überall damit konfrontiert werde ;(

          Habe eben mal gegoogelt und viele Hilferufe gelesen, ich bin wohl wirklich nicht alleine ;(

      (6) 02.06.13 - 20:00

      (...vom urbia-Team entfernt)

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