Hoffnungslos... wie war es bei euch?

    • (1) 07.06.13 - 03:48

      Hallo zusammen!
      Schon lange bin ich stille Mitleserin (bin aus beruflichem Interesse auf die Seite gestoßen) und wende mich jetzt an euch, weil ich mich (nach gerade beendeter "Eigentlich möchte ich keine Beziehung"-Geschichte) an einem Punkt befinde, wo ich alles in Frage stelle. Ich bin 26 Jahre alt und vor einigen Jahren war ich noch davon überzeugt, in diesem Alter glücklich verheiratet und Mutter von einem oder zwei Kinder zu sein. Das war immer mein Traum: eine kleine Familie, Mutter und Hausfrau sein und nebenbei ein wenig arbeiten. Die Wirklichkeit sieht anders aus - ich bin Single, beruflich sehr eingespant in meinem Traumjob und das eben beschriebene ist ganz weit weg. Es ist nicht so, dass ich immer nur traurig bin und sofort auf der Stelle Mutter werden will, das kann noch ein paar Jahre warten, denn mein jetziges Leben hat auch seine Vorteile, aber irgendwie verliere ich so langsam den Glauben daran, dass noch alles so wird, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Ich lerne immer wieder Männer kennen, hab auch die ein oder andere Beziehung hinter mir (die längste ging zwei Jahre, dann hat er mich betrogen - die beiden sind übrigens mittlerweile verheiratet und haben ein Kind), aber irgendwie ist es immer das selbe. Kennenlernen, abchecken, ja oder nein - und in den wenigen Fällen, die mir zusagen, heißt es dann irgendwann "Ich möchte eigentlich keine Beziehung, du bist eine tolle Frau, aber die Gefühle reichen nicht".

      Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umsehe, gibt es drei Gruppen:
      - die Paare, die jetzt alle zusammenziehen, Hochzeiten planen, Kinder bekommen
      - die Singlefrauen, selbstständig und selbstbewusst, aber doch irgendwie verzweifelt, weil sie gerne einen Partner hätten, teilweise unglücklich verliebt in ...
      - die Singlemänner, die ihr Leben genießen und keine Beziehung wollen
      Als Mann hat man ja auch keine biologische Uhr... vielleicht wollen diese Männer ja doch irgendwann Kinder und Heiraten, das können sie aber auch noch problemlos mit 45 Jahren machen - wir Frauen wissen, dass es ab Mitte 30 schwieriger wird, schwanger zu werden. Ich habe manchmal Angst, dass ich niemals Mutter werde (ich könnte mich natürlich jetzt von irgendwem schwängern lassen, aber das will ich nicht - ich möchte eine Familie und nicht um jeden Preis ein Kind). Und wenn, dann sehe ich mich als Alleinerziehende, weil das Kind ein "Unfall" war und der Vater nicht mit mir zusammen ist/bleibt - ich selber bin Scheidungskind und habe seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu meinem Erzeuger, das würde ich meinem Kind gerne ersparen... Ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, ob ich noch an lebenslange (monogame) Beziehungen glauben kann - Umwelt und Medien zeigen mir etwas anderes. So sehr ich mein Leben genieße...wenn ich abends alleine im Bett liege, kommen manchmal die Gedanken und ich habe Angst davor, für immer alleine zu sein oder irgendwann alleinerziehend und überfordert.
      Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Frauen wie ich auf der Strecke bleiben. Deswegen wende ich mich an euch. Ich möchte Bilderbuch-Geschichten hören, damit ich wieder daran glauben kann, dass alles gut wird! Oder wäre das naiv? Sind meine Zweifel berechtigt? Vielleicht sollte ich die ursprüngliche Lebensplanung vergessen und mich mit dem Gedanken, alleine und kinderlos zu bleiben, anfreunden...
      Ich bin gespannt auf eure Antworten!

      Liebe Grüße, Truly

      • (2) 07.06.13 - 03:56

        Entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler und Grammatik-Patzer... #hicks Peinlich. Ich bin gerade arbeiten und war um die Uhrzeit scheinbar nicht mehr ganz konzentriert.#kratz

        (3) 07.06.13 - 06:05

        Also ich halte mich da mal ganz kurz mit meiner Antwort.
        Das Problem ist weit verbreitet.
        Es gibt viele Frauen denen es so geht wie dir.
        Gibt aber auch Männer die so denken wie du.
        Du lernst halt einfach die falschen Männer kennen - oder wie du so schön
        sagst - sotierst - Sie unbewust vorher aus.
        Ein Ergebniss ist eben immer die Reaktion auf gestellte Weichen.

        • (4) 07.06.13 - 20:43

          Danke für deine Antwort...
          Und wie soll ich das ändern?#kratz
          Wie du schon geschrieben hast : das Problem ist weit verbreitet, ich sehe es ja auch nicht nur bei mir.

      (5) 07.06.13 - 06:21

      Ich denke das absolut perfekte gibt es eh nicht und wenn Du alles hast, dann hat man doch oft Zweifel.

      Für mich persönlich habe ich meine Ziele eigtl. alle erreicht, bin aber nun schon 33, zumindest alles wovon ich immer geträumt habe, doch trotzdem kommen manchmal die Zweifel.

      Ich denke viele können Ihr Glück heutzutage auch gar nicht geniessen und hoffen immer auf mehr, bzw. meinen immer es kommt noch was besseres.

      LG

      (6) 07.06.13 - 07:02

      Morgen.

      Ich werde jetzt auch mal ganz kurz antworten. Ich bin mit 20 das erste mal Mutter geworden und das letzte mal mit 38. Dazwischen eine Ehe, die in die Hose ging und eine zweite, die super läuft. Ich finde mein Leben erfüllt und bin zufrieden. Habe Arbeit und vier liebe Kinder und einen sehr lieben Ehemann (Nr. 2). Mein Leben ist ganz anders gekommen, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber ich bin so glücklich damit.

      Ich will damit sagen, dass man nicht alles planen kann. Man muss auch mal was auf sich zukommen lassen. Mach dir nicht so viel Gedanken, es ergibt sich manchmal mehr, wenn man nicht so viele Vorstellungen/Ansprüche hat.

      Viel Glück.

      LG

    • Hallo,

      meinen Mann habe ich mit 34 kennengelernt. Davor war ivh 5 Jahre Single - mal abgesehen von kurzen Affären. Meine Freunde uind Bekannte heirateten, gründeten eine Familie , bauten Häuser...und ich war da irgendwie raus.
      Zwischendurch ging es mir wie Dir: für mich gibt es nicht den Richtigen.

      Und dann gab es ihn plötzlich doch! Meine Süße bekam ich mit 37.

      Kitschig und abgesroschen, aber es stimmt: Die Liebe kommt oft unverhofft und taucht da auf, wo man sie gar nicht vermutet.

      Lass Dich nicht unterkriegen! Irgendwo liegt auch Dein Perle.

      • Vielen Dank... Geschichten wie deine machen mir Mut! :-)
        Es freut mich für dich, dass du dein Glück gefunden hast - ich wünsche dir/euch alles Liebe! #herzlich

    (9) 07.06.13 - 08:01

    #winke
    Ich hatte in meinem Leben Phasen, da hatte ich auch solche Gedanken! Man hörte die Uhr ticken und kam wieder mal aus einer gescheiterten Beziehung.

    Und dann war er plötzlich da #verliebt Ich habe meinen Partner kennengelernt als ich 27 war! Ohne gezielte Suche und ohne den Gedanken daran, das es je klappen wird.

    Heute muss man nicht mit 24 Haus, Ehemann und Kinder haben...es ist okay wenn man 34 ist...oder 44... Und erzwingen kannst du sowieso nichts.

    Das die Männer in der regel das Single sein mehr genießen und lange keine Verantwortung für Frau und Kinder wollen kann ich bestätigen.

    Die Erfahrung habe auch ich mit gleichaltrigen gemacht. Vielleicht klappt es deshalb mit meinem Freund so gut...er ist 11jahre älter als ich.

    Lg
    Nina

    P.s.: Eine Beziehung ist übrigens kein Garant für Kinderglück... ;-)

    (10) 07.06.13 - 08:25

    Guten Morgen Truly.

    Mit Deinem Beitrag hast Du mir, (unbewusst) geholfen.
    Ich weiß nun wieder, warum ich alleine lebe. Und das wirklich bewusst und gerne.

    Hast Du eigentlich eine "Checkliste" die Du, wenn Du einen Mann kennen lernst abrufbereit in Deinem Kopf gespeichert hast?

    Und da wunderst Du Dich dass Du noch nicht Deinen "Traummann" gefunden hast.

    Wünsche Dir aber bei der Verwirklichung Deiner Wünsche trotzdem viel Glück.

    FG

    • (11) 07.06.13 - 20:55

      Freut mich, dir geholfen zu haben!:-p
      Nein, ich sitze nicht mit einer imaginären Checkliste da und machen Haken...
      Sieht gut aus.
      Verdient viel.
      Intelligent.
      Check, nehm ich. #klatsch
      Nein, nein... ich lerne verschiedene Männer kennen, habe kein festes Beuteschema, mir ist es auch egal, ob der Mann studiert hat oder Handwerker ist, blond oder dunkel, usw.
      Gewisse Ansprüche habe ich natürlich schon! Aber ich habe auch nicht vor, den nächstbesten zu nehmen, Hauptsache, ich habe einen Partner... da bleibe ich dann auch lieber alleine.;-)

(12) 07.06.13 - 08:37

"Das war immer mein Traum: eine kleine Familie, Mutter und Hausfrau sein und nebenbei ein wenig arbeiten."

"Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Frauen wie ich auf der Strecke bleiben. "

na ich hoffe doch, das solch ein altmodisches rollenbild auf der strecke bleibt. uebernimm verantwortung, sei selber die person, die fuer die familie aufkommt, anstelle hier ein vorbild abzugeben, welches die abhaenigkeit von frauen gegenueber maennern fociert. besonders im unterforum "trennung" siehst du, was hausfrauen nach der trennung noch so vom leben haben, dann erwartet dich ALG2, welches zudem noch von der allgemeinheit finanziert werden muss.

uebrigens sind maenner da heute schon viel weiter.

lg

  • (13) 07.06.13 - 20:34

    Erstmal danke für deine Antwort.
    Ich hatte befürchtet, dass man mich da falsch verstehen wird. Um den Text nicht noch länger zu machen, wollte ich die Arbeits-Situation nicht ausführlich beschreiben. Mir geht es nicht darum, nicht mehr arbeiten zu gehen und Abhängigkeit ist sicherlich nicht mein Ziel, im Gegenteil, ich habe sogar Angst davor. Vom Staat leben möchte ich auch nicht, deswegen wäre es jetzt auch eine Katastrophe für mich, wenn ich ungeplant schwanger werden würde. Machbar, sicherlich, aber es ist nicht mein Ziel. Auch bin ich sicherlich nicht faul (wie mir ja weiter unten vorgeworfen wurde) ! Ich habe ein gutes Abitur gemacht und arbeite Vollzeit in einem anstrengenden und anspruchsvollen Beruf, im Schichtdienst, an Wochenenden und Feiertagen. Ich komme finanziell klar und arbeite gerne. Ich würde auch mit Kindern weiterhin arbeiten gehen, ohne meinen Beruf würde mir etwas fehlen! Aber - und das kann man konservativ nennen, ich finde es nur logisch - für mich steht fest, dass ich nach der Geburt erstmal zuhause bleiben würde (allein wegen dem Stillen) und dann in Teilzeit arbeiten würde. Ich halte nichts davon, Kinder zu bekommen, um diese dann permanent abzugeben in Kindertagesstätten oder an Verwandte. Und ich finde auch, dass man noch Zeit als Paar oder Familie miteinanderverbrigen sollte, und das stelle ich mir schwierig vor, wenn man seinen Partner nur zur "Kinderübergabe" sieht, weil beide voll berufstätig sind (mein Job ist kein 5Tage/8-16Uhr-Beruf).

    Würde ich mehr verdienen als mein Partner, könnte ich mir auch vorstellen, dass ich weiter voll arbeite und er bei den Kindern bleibt. Aber erstens ist dieses Modell auch für viele Männer eher ungewöhnlich und zweitens könnte ich mit meinem Gehalt nicht locker eine Familie finanzieren. (die meisten Männer in meinem Bekanntenkreis verdienen deutlich mehr, leider interessiere ich mich aber nicht für Zahlen und Computer und habe mich für diesen Beruf entschieden)

(14) 07.06.13 - 08:44

Du bist "erst" 26. In meinem Umfeld haben die meisten Frauen mit 30-35 geheiratet und Kinder bekommen. Für Torschlußpanik finde ich es etwas früh bei Dir ;-)

Ach ja, ich habe meinen Mann mit 26 kennengelernt :-)

(15) 07.06.13 - 08:48

<<Das war immer mein Traum: eine kleine Familie, Mutter und Hausfrau sein und nebenbei ein wenig arbeiten.<<

Es erschreckt mich immer wieder, wieviele junge Frauen so ein veraltets Rollenbild erstrebenswert finden. Gruselig.

Das böse Erwachen folgt dann meist 20 Jahre später, wenn der Lack endgültig ab ist.

Egal.

Zum Thema:

Nichts ist planbar. Mit 26 war ich noch total unreif für Familie und Co. Jobtechnisch stark eingespannt, Beziehungen nebensache. Wenn überhaupt vorhanden.
Mit knapp 30 meinen Traummann kennengelernt, mit knapp 32 Zwillinge entbunden - gleichzeitig hat sich mein Traummann dann auch dezent verabschiedet...dann alleinerziehend. Voll erstrebenswert #augen DAS war das Leben, was ich wollte - suuuper *ironie off*

Habs gut hinbekommen, Zwei Jahre später meinen jetzigen Partner kennengelernt und seit ca. 6 Jahren echt glücklich liiert.

So kanns gehen. Entspann dich! :-) Und leg dein komisches Rollenbild mal ab. Ist ja furchtbar.

Gruss
agostea

  • (16) 07.06.13 - 10:26

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    Es erschreckt mich immer wieder, wieviele junge Frauen so ein veraltets Rollenbild erstrebenswert finden. Gruselig.
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    Ich kann dir sagen, warum es so erstrebenswert ist. Das ist pure Faulheit!!!!!! Da wird sich darauf ausgeruht, dass der Göttergatte die Kohle ran schafft und Mutti sich zu Haus nen Lenz machen kann. Da wird dann auch gern in Kauf genommen, mit nur wenig Kohle zurecht kommen zu müssen. Dann wird behauptet, man brauche keinen Luxus. Alles nur zum Wohle des Kindes#augen. Diese Frauen lügen sich damit selbst in die Tasche.

    • Naja, da würde ich mal behaupten, das trifft nur auf ein bestimmtes Klientel zu.

      Ich kann eher nicht verstehen, dass Frau ihre Selbstbestimmtheit mit dem Hochzeitsgelübte bzw spätestens mit dem Nachwuchs abgibt. Eine freiwillig gewählte Abhängigkeit lebt und ihr Potenzial daheim am Küchenherd verkümmern lässt.

      • (18) 07.06.13 - 10:46

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        Naja, da würde ich mal behaupten, das trifft nur auf ein bestimmtes Klientel zu.
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        "Bestimmte Klientel" würde ich nichtmal behaupten. Im Umfeld hier finde ich, betrifft es die Normalverdiener. Die Familien kommen alle gut aus, aber gut leben und ab und an mal in Urlaub fällt dann flach. (Weil Mutti ja z.B. auch ein 2. Auto braucht.)

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        Ich kann eher nicht verstehen, dass Frau ihre Selbstbestimmtheit mit dem Hochzeitsgelübte bzw spätestens mit dem Nachwuchs abgibt. Eine freiwillig gewählte Abhängigkeit lebt und ihr Potenzial daheim am Küchenherd verkümmern lässt.
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        Ich sag ja: pure Faulheit. Ist doch schön, wenn man sich "nur" um Kind und Haushalt kümmern muss. #augen

        • Weiss ich nicht, ob das mit Faulheit zu tun hat. Zu Hause muss der Laden ja auch laufen, das macht sich nicht von selbst.

          Da muss "Frau" sich auch tummeln.

          Nur mir erschliesst sich einfach nicht, was daran erstrebenswert ist, Mann und Kind den Arsch nachzutragen? Denn das wird irgendwann ja erwartet, wenn die Familie gewohnt ist, das Frau und Mutter immer präsent ist und "daheim" ihr Job ist.

          Ich finde diesen Vorwurf etwas ungerecht... ich hatte geschrieben, dass ich weiterhin arbeiten möchte! (genauere Ausführungen dazu gibt meine Antwort an clarazam)

          Mir geht es sicherlich nicht darum, mich zuhause auszuruhen (mal davon abgesehen, dass der Alltag mit kleinen Kindern sicherlich nicht aus faulenzen besteht).
          Mein Beitrag hieß ja nicht "ich habe keinen Bock mehr zu arbeiten, ich möchte schnell heiraten und Kinder kriegen und nur noch zuhause rumsitzen" - der Grund, warum ich geschrieben habe, war, dass ich gerne irgendwann ("das kann gerne noch ein paar Jahre warten") eine Familie gründen würde (was sicherlich nichts ungewöhnlich ist), ich aber so langsam den Glauben daran verliere, aufgrund der allgemeinen Situation bei mir und um mich herum.
          Schade, dass man mich so missverstanden hat.#aerger

(21) 07.06.13 - 15:34

Was genau ist denn so verwerflich daran, eine Familie gründen zu wollen, sich um die Kids und Hausarbeit zu kümmern und dabei noch erwerbstätig zu sein?

(22) 07.06.13 - 09:36

Hallo!

Mit 26 ging es mir wie Dir.
Mit 28 bekam ich meine erste Tochter und war schon verheiratet

Planung kannst Du vergessen. Entspann Dich und lebe hier und jetzt

LG

(23) 07.06.13 - 09:44

Hi,

zunächst mal: ich kann dich gut verstehen #liebdrueck
Zwar bin ich nicht Single, aber eine Beziehung zu führen ist auch nicht so leicht und mit so manchen Problemen behaftet..denen sich die einen nicht stellen und früher oder später dann geschieden werden, die anderen die sich damit auseinandersetzen fällt es natürlich schwer und es ist mühsam aber auch hoffentlich lohnenswert

Ich lebe in einer Kleinstadt, viele meiner Freunde heiraten, bekommen Kinder, bauen Haus usw., da kommt man sich schon "unnormal" vor.

Und ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich so mit Mitte Zwanzig eine erste Sinnkrise hatte...die durchaus sinnvoll war!
ich habe mein Leben damals neu geordnet, beruflich umorientiert, mich von meinem langjährigen Partner getrennt und meinen jetzigen Freund völlig ungeplant kennen gelernt ;-)#verliebt

Männer lieben die sogenannte "Freiheit" meist etwas länger (viel zu viele im Hotel Mami #augen), wenn da eine Frau kommt und sie nur den leisesten Eindruck haben, dass frau was Ernstes möchte sind sie innerlich schon auf "reisaus" eingestellt, fühlen sich schnell eingeengt.

Auch wenn wir so Dinge wie Frauenquote, Gleichberechtigung, ELternzeit und dergleichen diskutieren ticken wir innerlich meist doch noch anders.

Die Männer wollen erobern, jagen etc. ;-)
Der Fortschritt in der Evolution ist nun, dass uns Frauen das bewusst ist und wir es gezielt einzusetzen wissen ,-)))

Also, geh raus in die Welt, such dir Single Forums/Frühstücktreffen/ Single Reisen...der erste Schritt, dass es einem besser gehen kann, sind Gedankenkreisel zu unterbrechen!

(24) 07.06.13 - 10:40

Hallo du,

erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Dieser Ausspruch passt auf viele Leben wie die Faust aufs Auge.

Du kannst dein Leben nur in gewissem Maße planen, Beziehung und Kinder fallen da teilweise raus. Weil du nicht wissen kannst, wann du den Mann fürs Leben triffst und zweitens, ob das mit dem Kinderwunsch überhaupt jemals klappt.

Ich z. B. habe meinen Mann mit 28 kennen gelernt, wir haben 11 Monate später geheiratet und haben leider trotz aller medizinischen Behandlungen kein Kind bekommen. Trotzdem habe ich ein erfülltes glückliches Leben zu zweit mit meinem Mann.
Als 18-jährige habe ich mich sehr jung verheiratet mit mind. 2 Kindern gesehen. Das war meine Lebensplanung.

Ich bin mir ganz sicher, dass du definitiv noch deinen Traummann finden wirst. Alles weitere wird sich dann finden.
Den Tipp, den ich dir noch mit auf den Weg geben möchte: sei nicht allzu verkrampft bei der Partnersuche. Das strahlst du dann nämlich auch aus. Und junge Männer haben eher Angst vor "pulsierenden Eierstöcken" (Ausspruch meines Mannes für Frauen, die ganz dringend einen Erzeuger für ihr Kind suchen;-) ).

Ich wünsche dir alles Gute

Nici#winke

  • Hallo!
    Naja, ich bin 26... noch "pulsiere" meine Eierstöcke nicht sonderlich (übrigens: schöner Begriff!:-D ) und das Kinderkriegen kann noch ein paar Jahre warten. Ich bin auch nicht verkrampft auf Partnersuche und genieße die Freiheit usw. Es ist das langfristige... ich will nicht ewig so weiter machen. Ich würde jetzt auch nicht den nächsten Mann direkt vor den Traualtar zerren und sofort Kinder planen... im Gegenteil, ich habe gerade 1,5Jahre belangloses "mal sehen, was draus wird" hinter mir. Bei dem Mann (der erste seit Jahren) hätte ich mir vorstellen können, dass er irgendwann der Vater meiner Kinder wird - aber das habe ich ihm gegenüber nicht erwähnt. Im Endeffekt habe ich es dann beendet, weil mir dieses hingehalten werden und nicht wissen, woran man ist, nicht gut getan hat. Und ich hatte nicht den Anspruch, direkt zusammen zu ziehen etc, ich wäre schon mit gemeinsamen Unternehmungen, Freunde/Familie kennenlernen, Urlaub und so vorerst zufrieden gewesen. Aber dafür "reichten die Gefühle nicht". Und ich bin nicht die einzige Frau, die das erlebt, irgendwie ist das momentan Standard in meinem Bekanntenkreis. Die Männer, die noch nicht fest vergeben sind, wollen gerne das positive nutzen (Sex, gemeinsame Abende, nette Unterhaltung, etc.) aber nicht ansatzweise Verpflichtungen eingehen oder sich irgendwie um die Frau bemühen, denn vielleicht kommt ja noch was besseres? Ich weiß nicht, woran das liegt... und ehrlich gesagt sehe ich bei mir keinen Fehler, das macht es aber nur viel schlimmer, denn sonst könnte ich ja was ändern.#kratz
    Mein "Plan" mit 26 verheiratet und Mama zu sein, war auch eher meine Vorstellung, die ich vor zehn Jahren von meinem Leben hatte. Dass man das nicht wirklich planen kann, weiß ich ja auch. Nur war ich irgendwie davon überzeugt, dass es so sein würde.Naja...

    Es freut mich für dich, dass du mit deinem Mann glücklich bist und der unerfüllte Kinderwunsch euch nicht so sehr belastet. Du scheinst eine starke Frau zu sein!:-)

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