Hochzeit, aber irgendwie Angst

    • (1) 08.06.13 - 14:19
      Braut2013

      Hallo,

      ich heirate in ca 2 Wochen.
      Wir sind schon lange zusammen (fast 6 Jahre) und kennen uns schon über 11 Jahre.

      Die Hochzeit ist seit langem geplant und wir freuen uns wirklich drauf.

      Aber innerlich habe ich doch ein wenig Angst...

      Ich kann aber nicht genau sagen wovor?!

      Ich liebe meinen Mann mehr als alles andere auf der Welt. Er ist immer lieb und gut zu mir. Wir wollen nach der Hochzeit auch mit der ICSI beginnen. Eigentlich alles Perfekt.

      Aber als ich vor 2 Wochen meinen neuen Ausweis beantragt habe und mit neuem Namen Unerschreiben musste...fühlte sich das komisch an.
      Aber gut ... ich heiße ja auch schon seit 35 Jahren so wie jetzt und dann plötzlich einen anderen Nachnamen zu haben, ist wahrscheinlich für jede Frau komisch.

      (Bevor fragen aufkommen: Meinen alten Nachnamen wollte ich aus persönlichen Gründen nicht behalten).

      Sind das die normalen kalten Füße vor so einem Tag?
      Kennt ihr das auch?
      Hattet ihr auch so eure inneren Zweifel bzw Ängste obwohl es dazu keinen Grund gab?

      • (2) 08.06.13 - 14:26

        Hallo

        Ich hatte solche Gedanken nicht , wir haben vor 2 Jahren ganz still und heimlich nur für uns standesamtlich geheiratet nach 10 Jahren Beziehung ! Ich war froh endlich so zu heißen wie er !

        Und jetzt freu ich mich auf unsere große kirchliche Trauung und Feier im nächsten Jahr !

        Ich habe aber schon oft gehört das viele wohl vorher ein bisschen Panik bekommen mach dich nicht verrückt es wird toll und unvergesslich !

        Lg

        (3) 08.06.13 - 14:52

        ... bei meinem ersten Mann hatte ich auch solche Zweifel vor der Hochzeit, wollte aber nicht absagen, 1. um ihn nicht zu kränken und 2. weil schon alles organisiert war.
        Die Ehe hielt ein Jahr.
        Bei meinem zweiten Mann hatte ich diese Zweifel nicht, wir sind jetzt 17 Jahre zusammen und 10 davon verheiratet.
        Das heisst natürlich nicht, dass es bei euch auch so sein muss, aber ich würde schon überlegen, ob das sich einfach auf den Verlust des Namens bezieht oder auf die Hochzeit an sich.
        Alles Gute Euch jedenfalls, wie auch immer Ihr Euch entscheidet....

        • (4) 08.06.13 - 15:00

          Ach: und in der ersten Ehe habe ich meinen Namen "abgegeben" bzw. einen Doppelnamen getragen, in der Zweiten meinen (nach der Scheidung zurückgeänderten) Mädchennamen behalten. Ein Name ist eine Identität, jedenfalls wenn man schon mitten im Leben steht. Insofern verstehe ich Dein Unwohlseinm beim Verlust Deines Namens...

      Gut, ich bin jetzt nicht verheiratet und ich werde das auch unter Garantie nicht tun und kann mich daher nur bedingt in eine Braut hineinversetzen!

      Aaaber: Das, was Ihr vorhabt, ist ein riesengroßer Schritt. Den habt Ihr Euch gemeinsam überlegt und ihr setzt ihn jetzt um. Ab diesem Tag beginnt in gewisser Weise eine neue Zeitrechnung für Euch. Das ist mit vielen anderen ganz großen Sachen genauso. Ich kann Dir Deine Angst schon gut nachfühlen weil ich mit meinem LG vor gut einem Jahr in seine Heimatstadt gezogen bin und meine Heimat (die jetzt runde 300 km entfernt ist) meine Freunde und meine Familie zurückgelassen hab. Kein so großer Schritt wie eine Hochzeit aber doch vielleicht ein vergleichbarer. Und je näher der Umzugstermin rückte, desto unsicherer wurde ich. Der Mietvertrag war unterschrieben, das Kind an der neuen Schule an- und bei der alten Schule abgemeldet, Freunde wussten Bescheid usw. und letzten Nächte vor dem Umzug hatte ich sogar Alpträume weil ich immer unsicherer wurde, worauf ich mich da eigentlich eingelassen hab. Doch am Tag des Umzugs, als der Umzugswagen vor dem Haus hielt und die Möbelpacker unser Hab und Gut im LKW verstauten, fühlte ich mich plötzlcih wieder ruhig und gut. Ich wusste, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Trotz der Ängste und Zweifel, die ich zuletzt hatte.

      Eine Freundin hatte damals meine Situation mit der einer Braut verglichen, die auch oft auf die letzten Wochen vor der Hochzeit Schiss bekommt vor diesem Schritt. Daran musste ich gerade denken, als ich Deinen Tread durchgelesen habe.

      Vielleicht tröstet Dich das ein bisschen, dass Du mit solchen Gefühlen nicht völlig alleine stehst. Und ich weiß auch aus dem Freundeskreis, dass viele Bräute kalte Füße kriegen und ihre Entscheidung anzweifeln. Eben, weil das ein riesiger Schritt ist. Ein neuer Lebensabschnitt. Eine Veränderung eben. Und Veränderungen machen einem Menschen, dem Gewohnheitstier, zunächst nicht selten Angst. Weil eben alles neu ist.

      Ich wünsche Dir von Herzen eine wundervolle Hochzeit und viele viele wunderschöne gemeinsame Ehejahre #klee

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