Auseinanderleben...

    • (1) 24.06.13 - 11:16

      Hallo an alle :-)

      Vielleicht kommt es der einen oder anderen von euch bekannt vor. Ich weiß nicht was ich davon halten soll:

      Mein Mann und ich kennen uns seit Okt. 2006. Es war Liebe auf den ersten Blick, bei uns beiden. Im Dez. 2009 haben wir geheiratet. 2010 kam unsere Tochter zur Welt. Zu Beginn konnten wir natürlich, wie die meisten Frischverliebten, die Finger kaum voneinander lassen.

      Die erste Zeit als kleine Familie war ziemlich turbulent. Bereits in der Schwangerschaft wurde eine Organfehlbildung bei unserer Tochter diagnostiziert.

      Die kleine Maus kam auf die Intensivstation, viele Krankenhausaufenthalte zwecks Untersuchungen folgten. Zum Glück ging es ihr aber gut. Ich habe die ganze Zeit meinen Fokus beim Kind gehabt. Klar, fühlte sich mein Mann sicher vernachlässigt - beklagte sich aber nicht. Nach der OP führt sie ein ganz normales Leben.

      Leider zog sich mein Mann immer weiter zurück. Es gab kaum noch Zärtlichkeiten zwischen uns. Wir zickten uns wegen jeder Kleinigkeit an. Hinzu kommt noch, dass wir mit seinen Eltern unter einem Dach wohnen. (Von Anfang an habe ich mich nicht wohl gefühlt in diesem Haus. Seine Eltern sind keine schlechten Menschen, aber wir streiten uns sehr oft wegen ihnen. Ich fühle mich sehr kontrolliert von ihnen. Sie haben z. B. jederzeit Zugang zu unserer Wohnung. Es gibt praktisch keine Privatsspähre. Seine Mutter räumt z. B. unsere Wohnung auf, wenn wir weg sind oder hängt mal eben neue Vorhänge auf. Unsere Hochzeit hat sie sich unter den Nagel gerissen, einfach Leute eingeladen von denen wir nix wussten. Sein Vater ist sehr schwierig. Bei Geschenken sagt er einem vor den Kopf "Was soll ich mit dem Scheiß." Als ich einmal ihren Staubsauger nicht auf anhieb an bekommen habe "Wohl noch nie nen Staubsauger in der Hand gehabt, was?". Auf einer Geburtstagsparty, als ein 2. Kind zur Diskussion kam, "Geh doch erst mal weiter arbeiten." Alle Gäste wurden schlagartig still, ich lief tiefrot an... Am Haus können wir auch nix verändern, weil er sich immer quer stellt. Er baut und zimmert, sprichwörtlich, nur Mist - sagt jeder, der es sieht und wir können nix machen. Ich könnte noch unzählige Beispiele von ihnen nennen.)

      Kürzlich kam es dann zum Knall, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe ihn dann gefragt, was denn los sei und dass ich nicht wegen unserer Tochter hier bleiben würde. In einer Zweckgemeinschaft wollte ich nicht leben. "Alles ändert sich", war dann das Totschlagargument. Ich war so perplex, dass ich nicht weiter nachhaken konnte. Er liebt mich und ich liebe ihn. Das ist das einzige, was ich weiß. Ich will aber auch nicht immer den ersten Schritt machen müssen und mir was ausdenken müssen. Er empfand es jetzt nicht so schlimm, wie ich. Wir wollen ja ein 2. Kind, aber ich weiß nicht wie dann unsere Ehe wird. Ich sehe die Fehler bei mir, klar, er könnte aber auch etwas aus sich heraus gehen und REDEN. Ein Fremdwort für viele Männer.

      Oh je, ist doch länger geworden als ich gewollt habe - Danke an alle, die es bis zum Schluss gelesen haben.

      • (2) 24.06.13 - 11:27

        Aloha,

        und ohje!

        Ganz ehrlich - wie kannst Du so leben, mit solchen Schwiegereltern im Haus? Sie können zum Beispiel jederzeit eure Wohnung betreten?? Das würde ich SOFORT unterbinden..ohne Begründung..wirklich sofort! Weihnachtsgeschenke würde es auch niemals mehr geben, nach solchen Bemerkungen.. und fremde Gardinen wären auch sofort wieder weg vom Fenster. Hilfe!!!

        Ich kann vor diesem Hintergrund gar nicht erkennen, wie ihr jemals eine entspannte Beziehung gehabt haben könnt, sowas ist doch immer im Hintergrund, da hätte ich keinen einzigen Tag Lust drauf!

        Das ist das erste, was mir bezüglich Deines Beitrags einfällt..!

        Liebe Grüße,

        Ae

        (3) 24.06.13 - 11:28

        Sprich mit ihm über deine Empfindungen.

        Mache ihm keine Vorwürfe.

        Suche Körperkontakt und schenke ihm Zärtlichkeit.

        Könnt ihr ausziehen und woanders wohnen?

        Ich wünsche euch Erfolg.

        (4) 24.06.13 - 11:32

        Hallo,

        das ihr euch noch liebt ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Ich würde deinem Mann klipp und klar sagen, das du so dort nicht bleiben möchtest. Entweder seine Eltern ändern sich oder ihr zieht aus.
        Möchte er das nicht würde ich schauen ob ich für einige Zeit wo anders mit dem Kind unterkomme. Damit er merkt das es dir ernst ist. Dann siehst du auch ob er dich wirklich noch liebt, denn dann muss er etwas unternehmen.

        Wir wohnen auch im Haus meines Mannes mit seiner Familie. Denen würde es im Traum nicht einfallen einfach in unsere Wohnung zu gehen. Die wir aber auch verschließen könnten. Als wir damals umgebaut haben gehörte das Haus noch seinem Opa, wir haben alle an einem Tisch gesessen und besprochen was geht und was nicht. Uns so wurde es dann umgesetzt. Einen Teil haben wir selbst gemacht und den Rest Fachpersonal.

        LG
        Tanja

      • Eigentlich klingt Ihr wie ein sich liebendes Paar mit ein paar alltäglichen Problemen - die zu schaffen wären....wären da nicht die alles kontrollierende Schwiegereltern. Meine Mutter war übrigens auch so - ich lebe zum Glück 500KM entfernt aber meine Schwester hat arg darunter gelitten, bis sie ein Machtwort gesprochen hat.

        Der erste Schritt wäre, auszuziehen.

        Deine Schwiegereltern sind ja keine Hilfe, sondern nur noch eine zusätzliche Belastung.

        Sucht Euch etwas eigenes, dann hast zumindest du mehr Kraft und bist offener dafür, Eure eigenen Probleme anzugehen.

        Viel Glück für Euch!!!
        #klee

        (6) 24.06.13 - 11:45

        Rosalie,

        ich würde schlichtweg aussziehen mit Mann und Tochter! Bleibt ihr im Einflußbereich der Schwiegereltern wird sich auf Dauer zumindest dieses Problem nicht lösen, sondern nur weiter verhärten.

        Den Gedanken an ein weiteres Kind erstmal einstellen und dann wieder zueinanderfinden. Das ist viel wichtiger als ein 2. Kind, denkst Du nicht?

      • (7) 24.06.13 - 12:06

        Deine Wohnsituation ist ein Albtraum.

        Ihr solltet sofort ausziehen, das sollte dein Mann einsehen.

        Gegenseitige Liebe allein reicht nicht aus, das Drumherum muss auch stimmen.

        (8) 24.06.13 - 13:20
        ***lieber_nicht***

        Wenn ich das so lese, würde ich sofort sagen ziehe mit Kind und Mann aus...

        Aber das ist leichter gesagt als getan, ich stecke in der gleichen Situation... Das ist nicht schön... und wahnsinnig anstrengend ;(

        Einen Rat kann ich dir leider nicht geben. Nur: Die eigene wohnung ist TABU; da haben die Schwiegereltern nichts drin zu suchen!!!! NOGO!!!

        Rede mit Deinem Mann, nähert euch wieder an und ganz wichtig: keine Vorwürfe, dein Mann sitzt zwischen den Stühlen, leider!

        Alles Liebe

        Danke euch #herzlich

        Ausziehen wäre natürlich ein Traum. Lieber vorvorgestern als heute.

        Problem: alleine kriegen meine Schwiegereltern wohl keinen neuen Kreditvertrag. Sie haben einen Dummen gesucht, der das dämliche Haus mit abbezahlt! Jetzt haben wir es als Klotz am Bein. Es ist alt, hässlich, wir haben nichts zu melden und das schlimmste - unsere Wohnung ist 47 qm groß. Meine Tochter hat kein Kinderzimmer, weil sein Bruder die obere Etage so lange blockiert hat. Jetzt ist er weg. Oben wären also 2 Kinderzimmer und ein winziges Schlafzimmer. Immerhin etwas.

        Ich lebe in einer latenten Daueranspannung. Da ist man öfter mal gereizt. Stimmt. Ich will mir meine Ehe aber irgendwie nicht dadurch kaputt machen lassen. Ich habe schon oft mit meinem Mann darüber gesprochen. Er sagte auch, ich solle mir nichts von seinen Eltern gefallen lassen, nicht viel auf ihr Gerede geben etc. Mich treffen ihre Worte schon, vor allem die seines Vaters. Ja, er ist den ganzen Tag arbeiten und ich muss mit ihnen klar kommen. Ich habe keine große Lust im World War III zu leben.

        Wir sind gerade dabei uns wieder etwas anzunähern. Er hatte bereits ein Machtwort mit ihnen gesprochen. Nachdem sie mir verbieten wollten mit unserem neuen Auto zusammen mit unserer Tochter zu fahren (da ich damit noch nicht gut genut fahren könne). Fazit: 30 Min. im Bad heulen von seiner Mutter.

        • (10) 24.06.13 - 14:40

          >>>Ich lebe in einer latenten Daueranspannung.<<<

          Das glaube ich. Wie lange wird deine Psyche das mitmachen?

          Steht dein Mann mit im Kreditvertrag?

          • (11) 24.06.13 - 14:51

            Natürlich steht er mit drin. Und ganz ehrlich - dieses alte Haus ist keinen Taler wert und total verhunzt von meinem Schwiegervater. Kleines Beispiel - die Eingangstür ist mit einer Steintreppe versehen. Weil er an der unteren Stufe nicht so gut vorbei gekommen ist, hat er sie an einer Seite gekürzt. Wie das aussieht, kann man sich ja denken. Oder Flur tapezieren. Nach wochenlangen Verhandlungen über die Tapeten, Böden usw. macht er ERST die Lampen fest und tapeziert DANN drumherum. Hmmm, erkläre mir da jemand die Logik.

            Ich halte mich mittlerweile aus allem heraus, was das Haus betrifft. Mein Mann hat unterschrieben, soll er sich um alles kümmern. Klingt jetzt hart, aber sonst raste ich bei jedem Mal wohl aus #aerger

        (12) 24.06.13 - 14:43

        Ganz ehrlich - da haben Sie wirklich nen Dummen gefunden! Ihr zahlt noch schön mit, kriegt dann als Jungfamilie winzige 47 m² Wohnfläche und dann reißen die Alten noch den Hals auf - ganz großes Kino!

        Ich würde dennoch ausziehen, deren Problem wenn sie nicht kreditwürdig sind.

        Musst wahrscheinlich Überzeugungsarbeit bei dem Mann leisten, aber unterm Strich werdet ihr erst Ruhe haben, wenn ihr dort raus seid!

        (13) 24.06.13 - 15:08

        Könnt Ihr Euch das Haus alleine leisten?

        Raus mit den Schwiegerletern - sollen sie sich eine Mietwohnung nehmen...

        Klappe zu, Affe tot.

Top Diskussionen anzeigen