Ich bin unglücklich , aber weiss nicht was ich tun soll/ LANG

    • (1) 01.07.13 - 22:07
      waswillich

      Hallo ,

      vorab es wird ein sehr langer Text , ich entschuldige mich schonmal wenn es vielleicht etwas wirr werden könnte .

      Also , ich bin 27 , mein Mann 39 . Wir sind nun im 8.ten Jahr verheiratet und 9 Jahre zusammen. Die ersten Jahre war alles soweit in Ordnung , wir lebten unser Leben , gingen beide arbeitenund alles war gut .

      Mein Mann ist vom Charakter her eigentlich ein gutmütiger Mensch , der nie Laut wurde und sich nie so wirklich aus der Fassung bringen ließ.

      Seit 2009 geht es nun leider schwer bergab . Ich war eine Zeit lang Spielsüchtig ( Spielhalle ) , am Hungertuch nagen mussten wir in der Zeit nicht , da ich mich insoweit doch noch kontrollieren konnte das eben nicht Haus und Hof verspielt wurde .

      Bevor ich so wurde haen wir beide fast zeitgleich unsere Jobs verloren , wir haben beide bei der selben Firma in derselben Abteilung gearbeitet und diese Abteilung wurde in den Osten verlegt , sodass wir alle gekündigt worden sind .

      Ich habe kurze Zeit danach wieder eine Anstellung gefunden , zwar Vollzeit aber wir brauchten dennoch unterstützende Hilfe von der Arge . Dort habe ich eine zeitlang gearbeitet , bis das dort ebenfalls die Kündigungswelle rollte und naja 2 Wochen nach der Kündigung erfuhr ich das ich schwanger bin ( sollte eigentlich ohne Kinderwunschtherapie nicht klappen) .

      Also fing alles 2009 an , wo mein Mann mir alles versprach . Er würde abnehmen ( hat um die 50 Kilo zugelegt) , er würde wenn die kleine da ist mit Sicherheit wieder Arbeit haben , er hilft mir dann auch mit allem etc.

      Ich habe mich dann in der Schwangerschaft komplett um unseren Umzug in unsere Heimatstadt alleine gekümmert , habe hochschwanger Wände tapeziert und gestrichen mit meiner Mutter zusammen , habe alles organisiert , die Wohnung ausgesucht usw .

      Kurze Rede langer Sinn , wir haben nun 2013 , unsere Tochter wird nun 4 Jahre alt . In der Anfangszeit hat er noch geholfen weil ich Babyblues hatte und mich nicht kümmern wollte . Aber nun ? Höchstens wenns wirklich nicht anders geht , und es kommt dann auch nicht so rüber als würde er dies gerne tun . Er schnappt sich die kleine nicht mal und geht mit raus zum Spielen oder fährt mal in den kostenfreien Tierpark . Selbst unsere Ärzte müssten mittlerweile denken ich wäre alleinerziehend , weil er nie mit dabei ist . Anfang dieses Jahr ist er mitgefahren , weil unsere Tochter kaum noch Luft bekam , und ich sie auf dem Arm hatte , aber sonst fährt er nie mit .

      Er hilft nicht oder kaum im Haushalt , nimmt nicht mal müll mit runter etc . Immer muss ich alles machen , mich um alles kümmern . Wir beziehen leider Alg2 , und ich hasse es !! Ich will auch endlich wieder in die Rentenkasse einbezahlen , und vorallem will ich das er endlich mal auch was für unsere Absicherung tut . Das heisst er muss auch mal langsam wieder in die Rentenkasse einbezahlen , und wir müssten privat noch was machen , sonst steh ich irgendwann mit der kleinen mit nichts da wenn ihm mal was passieren sollte ( was ich nicht hoffe , ehrlich ) .

      Zuhause läuft immer dasselbe ab , ich hol die kleine von der Kita , er sitzt vorm PC , guckt entweder Film oder zockt , und wenn die kleine sich dann so an ihn schmiegt , dann heisst es immer , " jetzt grad nicht Spatz , papa möchte das noch fertig machen oder schauen " .

      Die einezigste Zeit wo er sich mal intensiv mit ihr beschäftigt ist wenn sie bei seinem Spiel ne halbe Std. was rumklitschen darf . :-(

      Dann ist da noch eine Sache die mir Sorge macht .... er ist mein Mann und so wie er jetzt ist auch charakterlich , war er rüher nicht . Jetzt wird er schnell laut , wo ich schon aufpassen muss was ich sage , und zuviel gemecker von mir is auch nicht drin , er dreht es dann immer so das ich mich ja nicht kümmer und vieles Schleifen lasse . Es kam bisher 2 mal vor wo er mich halt fester am Arm festgehalten hat . Bei letzten mal hab ich ihm gesagt das ich weg bin wenn er mich in seiner Aggressivität nochmal so anfasst .

      Ja jetzt hat er das sein gelassen , aber nun schwenkt er um auf halt lauter werden oder beleidigungen ala ob ich zu doof wäre oder anderes . Die kleine kriegt es in soweit nicht immer mit aber leider doch schon ab und zu .

      Ich weiss nicht was ich machen soll , normal über diese Themen reden kann man mit ihm nichtmehr , ich werde zickig bzw. mein Tonfall wird automatisch schon so ohne das ich es merke , und er wird dann laut , und dann drehen wir uns eh wieder im Kreis .

      Ich will einerseits dieses Leben nichtmehr so , aber ich will ihn auch nicht verlassen . Da ist nochwas , hoffe ihr versteht was ich meine . Wenn da nichts aber auch garnichts mehr wäre , dann würds mir vielleicht leichter fallen , aber so ?!!!

      Meine Mum sagt die ganze zeit schon ich soll ihn vor die Tür setzen , das ich alleine mit der kleinen besser dran wäre ( auch finanziell) als jetzt . Aber ich weiss echt nicht wie .

      Hat ihr vielleicht einen Rat für mich ?? Was kann ich tun um ihm klar zu machen das es so nichtmehr weitergehen kann , das ER jetzt mal an der Reihe ist etwas zu tun ?

      Danke fürs Zulesen :-) Und sorry nochmal dass es solang geworden ist .

      • (2) 01.07.13 - 23:43

        ich würde euch zu einer paartherapie raten, wenn da noch liebe auf beiden seiten vorhanden ist.

        • (3) 01.07.13 - 23:50

          Das würde ich gerne , aber eine Erfahrung hat gezeigt das mein Mann so Therapeuten nicht wirklich für voll nimmt :-(

          Kurz zur Erklärung : Seine Mutter ist bei einer Therapeutin , da mein Mann auch schwer schnallt wenn seine Mutter Hilfe braucht oder Reden will oder oder oder , war er letztes mal dabei . Wir haben versucht ihm klar zu machen was seine Mutter von IHREM Sohn erwartet . Und das waren wirklich keine Dinge wo er sich nen Bein rausbrechen muss .

          Sie sieht MICH mittlerweile eher als ihre Tochter an als ihren eigenen Sohn . Weil ich immer diejenige bin die sich nach ihrem Befinden erkundigt , und sich mit ihr trifft , ihre Probleme anhört usw . Und das soll schon was heissen .

          Ich sag ja mein mann ist nichtmehr der Mann den ich vor Jahren kennengelernt habe . Ich bin mir nicht Sicher ob es wieder krawall gibt wenn ich ihn zu ner Paartherapie schleppe . :-(

          • (4) 01.07.13 - 23:57

            wenn so eine therapie fruchten soll, müssen es beide wollen. es bringt nichts, ihn.zu etwas bringen.zu wollen, was er ablehnt. wenn er also nicht gewillt ist,.etwas zu verändern, bleiben dir zwei möglichkeiten: gehen und versuchen.ohne ihn.glücklich zu werden.oder bleiben.und die situation.zu ertragen.

          • (5) 02.07.13 - 00:13

            Da gebe ich mjfan recht, Paartherapie klappt nur, wenn beide es wollen.
            Ihr steckt fest, dein Mann will nicht dazu beitragen, dass ihr einen Schritt weiter kommt. Was heißt das für dich? Entweder hinnehmen oder handeln. Hinnehmen ist, auf deine Zukunft betrachtet, der Anfang vom Ende für dich, handeln wäre, auf das offizielle Ende eurer Partnerschaft hinzuarbeiten. Du steckst wirklich in einer Zwickmühle.
            Dein Nick deutet darauhin, dass du unsicher bist, normalerweise weiß man, was man will, du hättest gerne eine harmonische Familie, aber du allein kannst das nicht leisten, wenn dein Mann nicht mitzieht.

      Hallo!

      Ihr steckt anscheinend wirklich schon seit einiger Zeit in einer Spirale...

      Beide arbeitslos, du warst spielsüchtig, dein Mann hockt nur vor'm PC, hilft nicht im Haushalt und kümmert sich nicht um eure Tochter... #schwitz

      Hatte er in den 4 Jahren nicht einen einzigen Job oder hätte evtl. umschulen können?
      Bewirbt er sich regelmäßig oder lässt er alles schleifen?

      Könntest du wieder arbeiten gehen, wenn dein Kind im Kiga ist?
      Dann bekommt dein Mann viell. auch endlich seinen Ar... hoch und kümmert sich um einen Job!?
      Wenn nicht, hättest du so schon mal einen ersten Schritt zur Selbstständigkeit getan, falls ihr euch doch trennt.

      Rede noch mal Klartext mit deinem Mann und schlage ihm eine Paarberatung vor!
      Stellt er sich weiterhin quer, würde ich an deiner Stelle gehen!

      LG, k.

    • Wenn er sich in dieser Situation auch noch gegen eine Paartherapie stellt wie du oben geschrieben hast, ist der Beziehung nicht mehr zu helfen.
      Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass wenn ihr beide wieder Arbeit habt, es besser würde. Er ist wahrscheinlich noch in diesem traditionellen Rollenbild verhaftet, dass sich Frau um Haushalt und Kinder zu kümmern hat.
      Wenn er sich als Arbeitsloser um diese Dinge kümmert, fühlt er sich doppelt erniedrigt. Traurig aber manche Männer ticken so. Ich könnte das zusammenleben mit so jemand nicht ertragen. Das ist eine solch antiquierte Einstellung, das sagt einiges über seinen Charakter aus.
      Aufschlussreich finde ich auch wie er auf die Wünsche seiner Mutter reagiert hat. Er bricht vermutlich zusammen, wenn er auch nur ein Quäntchen nachgibt. Egal bei was auch immer. Mit so jemand kann man keine Lösungen erarbeiten.
      Selbst wenn er zu einer Paartherapie mitkäme, würde er nur bockig da herumsitzen oder der Ruhe wegen einfach irgendwas versprechen, was er nicht halten würde.

      Also, folgender Vorschlag: DU gehst zu einer Therapie und findest heraus, was du dazu beigetragen hast, dass er so wurde und änderst was daran oder, falls es da nichts zu ändern gibt, kannst du aufarbeiten, was dich in dieser Ehe hält und dich dann entweder für sie entscheiden oder dagegen.

      Eine Therapie dauert so ihre Zeit... In der Zwischenzeit hat er vielleicht wieder Arbeit gefunden und es wird besser.

      Oder eben schlimmer.
      Dann hast du mit der Therapie schon mal Trennungsvorarbeit geleistet.

      (8) 06.07.13 - 01:25
      was sollte das jetzt?

      Immer schade, wenn ein Threaderöffner sich dann nicht mehr meldet.
      Da denkt man sich als Antwortender, was soll das, augenscheinlich ist das Problem doch nicht so groß, als abhaken, wenn sich die TE nicht mehr meldet.

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