Würdet ihr nur wegen der Kinder eine Ehe aufrecht erhalten?

    • (1) 06.07.13 - 23:29
      Anonym 154586

      Guten Abend,

      ich bin knapp 30 Jahre alt und seit dem ich 17 bin mit meinem Mann zusammen, seit 9 Jahren verheiratet.

      Wir haben 2 Kinder, 4 und 2 Jahre alt.

      Unsere Beziehung und auch Ehe war und ist immer viel Arbeit.

      Mein Mann hat viele Eigenarten. Zum Teil ist er sehr cholerisch. Jeden zweiten morgen steht er mit schlechter Laune auf. Er ist sehr oft negativ, motzig, unzufrieden, hasserfüllt.
      Er fährt bei den kleinsten Vorkommnissen sofort hoch.

      Ich bin bestimmt auch nicht einfach.

      Ich merke immer mehr, wie mich diese "negative Lebenseinstellung" belastet. Als wir noch keine Kinder hatten, musste ich das nur allein kompensieren, jetzt leiden auch unsere Kinder darunter.

      Habe das Gefühl, ich muss ihn immer versuchen fröhlich zu stimmen und ihn zu annimieren. Wenn es um Unternehmungen geht, geht die Initiative alleinig von mir aus. Ich muss ihn immer überzeugen, er hat eigl. nie zu etwas Lust. Bevor z.B. ein Ausflug losgeht, werden erstmal alle möglichen Horrorszenarien an die wand gemahlt.

      Dann mag ich die Art und Weise nicht, wie er zum Teil mit den Kindern ist. Wenn er genervt ist, hat er eine so herabwürdigende, respektlose Art. Meine Tochter z.B. ist immer recht anstrengend, weint viel und schnell. Er äfft sie dann immer nach, um so seine Wut zu kompensieren, dass habe ich schon 1000 Mal angesprochen, er will es auch lassen, aber er kann es nicht, er macht das, damit er nicht agressiv wird. Meine Tochter merkt es aber, das er sie nicht für voll nimmt, und dann weint sie noch mehr.

      Abends, wenn er nach Haus kommt, war es früher Mal Freude und Erleichterung, heute gibt es fast sofort Streit.

      Was ist nur passiert?

      Ab und an denke ich nun, wie es wohl ohne ihn wäre, allein mit den Kindern, ob ich dann glücklicher wäre, mehr Spaß hätte, mich nicht so oft traurig und sauer fühlen würde. Vielleicht würde ich ja einen Mann kennen lernen, der gerne mit uns in den Zoo oder in die Stadt zum Eis essen fährt, ohne Bedenken und Meckerei, der Unternehmungen viell. von sich aus vorschlägt.

      Dann denke ich aber sofort, wie egoistisch das von mir wäre, die Kinder lieben und brauchen Ihren Vater, er ist ja auch ein guter Vater, jeder hat Fehler.

      Meine Eltern sind bis ich etwa 14 war zusammen geblieben um uns Kinder zu schonen.

      Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

      Ich habe die Probleme schon jahrelang angesprochen, mein Mann wird sich nie ändern, weil er nicht kann, das weiß ich zu 100%. Er hat es selbst so anerzogen bekommen, er meint es nicht böse, kann aber auch nicht aus seiner Haut.

      Bin sehr häufig traurig z.Z.

      • es belastet kinder mehr in einem.negativen umfeld aufzuwachsen mit eltern die sich nicht mehr lieben bze. nicht mehr miteinander klarkomnen als eine trennung. sie verlieren dadurch ja auch nicht ihren vater. vater und mutfer bleibt man ein leben.lang. nur schadet es euner kinderseele mehr wenn.man.ihretwegen zusammenbleibt als eine klare trennung. und das sage ich als scheidungskind.

        • (3) 07.07.13 - 00:04
          Anonym 154586

          Ich habe angst das mich meine Kinder hassen werden später :-(

          meine schwiegermutter hat mir gesagt wenn ich mich jemals von meinem Mann trenne wird sie dafür sorgen das ich die Kinder weggenommen bekomme :-(

          • deine kinder wwrden dich eher hassen und verachten wenn du weiterhin nichts unternimmst denn du schuldest es deinen.kindern dass sie unbeschwert aufwachsen.dürfen.und das scheint nicht der fall zu sein wenn der vater cholerisch ist und die mutter unglücklich. und deine schwiegermutter kann dir gar nix! leere drohungen, sonst nichts!

        • Deine Schwiegermutter scheint ja eine ganz besonders herzliche Person zu sein. Kein Wunder, dass dein Mann so eine negative Lebenseinstellung hat... #contra

          So wie dein Mann sich den Kindern gegenüber benimmt wird er die Kinder bestimmt nicht bekommen.

          Er verhält sich Respektlos und äfft die Kinder nach/macht sich über sie lustig, wenn sie eigentlich seine Aufmerksamkeit und Fürsorge brauchen, er steht jeden 2 Morgen schon schlecht gelaunt auf und macht so wie du das beschreibst nur Stress.

          Trenn dich lieber, statt deinen Kindern diesen Mann so wie es grade ist anzutun. Auf dauer ist der Stress und der Streit belastender, als getrennte Eltern.

    >>Ich habe die Probleme schon jahrelang angesprochen, mein Mann wird sich nie ändern, weil er nicht kann, das weiß ich zu 100%. Er hat es selbst so anerzogen bekommen, er meint es nicht böse, kann aber auch nicht aus seiner Haut.<<

    Nee, das kann ich so nicht stehenlassen. Er MUSS sich ändern, wenn das mit euch noch mal was werden soll. Und wenn er das nicht alleine kann, dann muss er sich Hilfe suchen oder ihr besucht gemeinsam eine Paarberatung.

    Es ist egal, ob er es böse meint - es verletzt dich und daher macht es kaum einen Unterschied, ob er das vorsätzlich oder aus Versehen tut. Letztlich tut es weh! Wenn er dich also noch liebt, muss es auch in seinem Interesse sein, diesen Zustand zu ändern.

    Hat er kein Interesse daran, dann weißt du, dass er dich nicht mehr liebt.

    Er braucht wohl auch eine Beratung, wie er mit den Kindern umgehen sollte, denn das, was er mit seinen Kindern macht, ist auch Ausdruck seiner Hilflosigkeit und ebenfalls gilt hier: Das wird Folgen haben, egal, ob ihm das jetzt bewusst ist oder nicht. Er kann froh sein, wenn die Kinder ihn nicht irgendwann hassen.

    Du solltest auch in Betracht ziehen, dass dein Mann an Depressionen leidet.

    Ich behaupte er könnte sich schon ändern, gerade weil er es anerzogen bekam. Wenn er sehen würde das dies falsch ist könnte er dran arbeiten und sich sonst helfen lassen. Alles schafft man ja nicht alleine. Von daher liegts an seinem Wollen und daran das er wohl Hilfe brauchen würde. Doch eventuell hab ich den Eindruck das er sich vom außen her kaum Hilfe holt. Oder irre ich mich?
    Ela

    >Meine Eltern sind bis ich etwa 14 war zusammen geblieben um uns Kinder zu schonen.<

    FÜHLTEST du dich denn dadurch "geschont"?
    Ich frag so, weil damals als meine Eltern sich trennten meine Mutter einzeln erst mit meinem Bruder und später mit mir gesprochen hat (wir waren da 11 (er) und 17 (ich)).
    Als sie mir sagte dass sie und Papa beschlossen hätten sich zu trennen und dass sie ihm jetzt gemeinsam eine Wohnung suchen, sagte ich "Na endlich.". Da sah sie mich ganz seltsam an und meinte dann "Das hat dein Bruder auch gesagt."

    Wir haben unseren Papa geliebt. :-)
    Aber unser Leben war friedlicher und schöner sobald er ausgezogen war. Im Gegenzug war die Zeit die wir dann mit ihm verbracht haben ebenfalls schöner als früher - Quality Time eben.

    Kurz und gut:
    Ich finde nicht dass man so eine Entscheidung von den Kindern abhängig machen darf. Denen geht es ohnehin dann am besten, wenn es DIR gut geht.

    Alles Liebe. #herzlich

    Er hat es selbst so anerzogen bekommen, er meint es nicht böse, kann aber auch nicht aus seiner Haut.
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    Möchtest du denn, dass es wiederum EUREN Kindern so anerzogen wird, wenn du bleibst?

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