Doppelleben- Persoenlichkeitsstörung? wer kennt sich aus?

    • (1) 10.07.13 - 19:34
      ist sie krank?

      guten abend! vielleicht kennt jemand sich mit sowas aus und stempelt es nicht gleich als hinterhältig da.

      meine beste freundin ist verheiratet hat 3 kinder nen hundi und suchen gerade nen häusschen.

      ich würde gerne so leben :)

      dennoch hat sie seit einem jahr eine affäre, sie meint es gleicht sie aus, sie liebt irgendwie beide.

      bei ihrem mann ist sie eine liebevolle frau und mutter, bei ihm nur sie selbst sagt sie.

      sie sagt sie liebt ihren mann hat jedoch keine gewissensbisse, sie führt ein richtiges doppelleben eben.

      sie leidet unter angstörung und nimmt depressiva, es geht ihr gut sagt sie.

      ich frage mich jedoch wie jemand so kalt sein kann und vorallem lebt als sei nix.
      nun habe ich viel im inet gelesen und bin auf eine persönlichkeitsstörung gekommen, kann das sein, das sie sowas in der richtung hat?

      sie meint sie weiss das es nicht richtig ist, kann jedoch nix dagegen tun und will es auch nicht, weil sie eben die gefühle wie schlechtes gewissen ect nicht hat.

      bitte kommt nicht mit beschimpfungen, ich möchte ernsthaft wissen ob sie vielleicht ein psychisches problem hat?

      • Nun ja.

        Du sagst, sie hat eine Angststörung und nimmt Antidepressiva.
        Gleichzeitig hat sie eine nach aussen hin toll erscheinende Familie.
        Das baut Druck auf. Auf sie. Sie muss ja dankbar sein, glücklich, zufrieden. Sie "hat ja alles"...
        Aber, ernsthaft, wer eine Angststörung hat und Antidepressiva nimmt, der (Achtung) IST NICHT GLÜCKLICH. Denn eine Störung hat man nicht wie einen Schnupfen. Und die Psychopharmaka nimmt man nicht wie Nahrungsergänzungsmittel.
        Also würde ich sagen, NEIN, deine Freundin da, die ist alles andere als glücklich, aber sie gesteht es sich selbst vielleicht am allerwenigsten ein.
        Und sicherlich hat sie ein psychisches Problem, siehe oben, die Diagnosen bestehen ja bereits.

        Eine Affäre zu haben kann auch eine Flucht sein. Vor sich selbst, vor dem eigenen Leben.

        Und bevor jetzt gemeckert wird, dass das pseudopsychologischer Mist ist: Nein, ist es nicht, das ist Fachwissen. Tut mir leid, wenn sich damit jemand getroffen fühlt, aber so kann das eben sein.

        MUSS nicht, KANN aber sehr wohl.

        Ob es nun sinnvoll ist, das deiner Freundin so zu sagen, wie ich es hier schreibe, ob es gut ist, ihr weiter zuzuschauen, ob sie dich so nah an sich heranlassen wird, damit sie dich auch mal hört, wenn du ihr zureden willst - keine Ahnung.

        L G

        White

        Hallo!

        Klar hat sie ein psychisches Problem, sonst bräuchte sie keine Medikamente.
        Ob das nun eine Persönlichkeitsstörung ist Hmm...denke ich eher nicht, ich hatte jemanden in engster Familie mit so einer Krankheit, das sah sehr viel anders aus.

        Sie wird wohl zum einen nicht so zufrieden mit ihrem leben sein wie sie sagt und noch dazu sollte man Bedenken das starke Psychopharmaka einen abstumpfen.
        Vielleicht deswegen keine Gewissensbisse etc.?

        Mit Depressionen kommt man manchmal an so einen "scheißegal Punkt", wie es anderen ergeht intressiert nicht mehr, da man zu viel mit sich selbst zu tun hat, als das man sich noch um andere sorgen kann.
        Man ist froh wenn man etwas gefunden hat (bei ihr die Affäre ) was einen für eine Weile gut tut.
        Kenne ich aus eigener Erfahrung, leider.
        Klar ist das keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung.

        LG

        • (4) 11.07.13 - 09:56

          Ich kann deinen Aussagen leider nicht zustimmen. Ich habe selbst leichte Depressionen und nehme auch seit langer Zeit Medikamente dagegen. Ich bin aber keineswegs abgestumpft durch die Antidepressiva und sorge mich um andere genau so wie um mich. Die Depressionen haben mit dem Fremdgehen m. E. überhaupt nichts zu tun und sind auch keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Ich würde nie im Leben auf die Idee kommen und meinen Mann mit einem anderen betrügen. Erstens mal hätte ich dann Angst um meine Ehe und zweitens entstehen dadurch ja oft noch größere Probleme.

          Übrigens ist eine Depression alleine noch keine Persönlichkeitsstörung, da letzteres wesentlich schlimmere Symptome mit sich bringt als eine Depression.

          • (5) 11.07.13 - 11:50

            Da hast du mich vollkommen missverstanden.
            Zum einen gibt es ja zig verschiedene antidepressiva, und je nach schweregrad gibt es da schon welche die einen ziemlich emotional ausschalten.
            Ich persönlich habe mit den Medis gar keine Erfahrungen und bin, bis auf leichte nervenaufbauende Präparate immer so ausgekommen.
            Aber ich kenne mehrere Leute, die starke Medis genommen haben und mir die berichteten.

            Depressionen haben ja nun mal ganz viele verschiedene Gesichter, ich selber habe auch niemanden betrogen oder sonstiges.
            Trotzdem gibt es nunmal diese Form der Emotionslosigkeit, ich schrieb ja auch das dies keine Entschuldigung ist.
            Wir wissen aber nicht welche möglichen Eheprobleme bei der Freundin der TE eh schon vorhanden sind.

            Eine Persönlichkeitsstörung sind solche Dinge allerdings wirklich nicht, da stimme ich dir vollstens zu.
            Ich habe es live miterlebt, bei einer nahestehenden Person, was das bedeutet, diese Person hatte im übrigen auch absolut nichts mit Depressionen zu tun.

            • (6) 11.07.13 - 12:01

              Bezüglich der Einnahme von Antidepressiva hast du natürlich recht. Es kommt allerdings immer darauf an, welches Präparat man nimmt und wie hoch die Dosis ist. Wenn jemand vier verschiedene Medikamente nimmt, sind die Auswirkungen wahrscheinlich größer als bei einem Medikament. Ich bin aber dennoch aufgrund eigener Erfahrungen der Meinung, dass Antidepressiva völlig zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Zum einen verändern diese nicht die Persönlichkeit eines Menschen und sind heutzutage meistens auch gut verträglich. Ich habe durch die Medikamente immer noch die gleichen Emotionen wie früher, da die Medis ja üblicherweise stimmungsaufhellend und antriebssteigernd oder beruhigend wirken.

              • (7) 11.07.13 - 12:12

                Ja so meinte ich das von wegen der Menge und der schwere der Medis.

                Aber die Depression selbst kann einen leider auch manchmal wirklich emotional ausschalten.
                Das wiederum habe ich selber durchgemacht, ich war so runter mit den Nerven, dass ich aus Selbstschutz alles um mich rum ausgeblendet habe.
                Klar habe ich mich weiter um mein Kind gekümmert und mein Mann hat auch nicht viel davon bemerkt, weil ich mich nach außen hin "normal" gegeben habe.
                Aber innerlich war mir alles egal, es wäre egal gewesen wenn er seine Sachen gepackt hätte und weg gewesen wäre etc.

                Jetzt im Nachhinein erschreckt mich dieser Gedankengang selbst und ich schäme mich dafür, aber letztlich konnte ich nichts gegen diese Phase machen, meine Seele musste sich erholen.

                Trotzdem würde ein Mensch wohl auch ohne die Depressionen eine Affäre anfangen, der es mit tut.
                Allerdings wären da vielleicht mehr Gewissensbisse?

                Man weiß es nicht und das eine muss ja nicht zwangsläufig mit dem anderen zu tun haben.

      Hey,

      für mich hört sich das nicht nach einer Persönlichkeitsstörung an. Mir fallen keine Symptome in deinem Thread auf, die darauf hindeuten könnten.

      Es gibt halt Leute, die Affären haben.

      Welche Anhaltspunkte hast du gefunden, um auf eine Persönlichkeitsstörung zu schließen?

      LG

      Warum willst du sie diagnostizieren ?

      Ich kann hier beim allerbesten Willen keine Persönlichkeitsstörung erkennen.

      Eher eine Frau, die aus dem "perfekten" Leben ausbrechen möchte und mit der Affaire ein Leben hat, wo sie sich nicht verstellen muss und wahrscheinlich auch mal unglücklich sein darf.

      Grüße

      (11) 10.07.13 - 21:12

      Weshalb sollte sie krank sein? Wenn sie Depressionen hat, ist sie natürlich krank. Aber doch nicht, weil sie neben ihrer Ehe eine Affäre hat!

      Depressionen kann jeden treffen. Sie hat sich Hilfe gesucht, und vielleicht tut ihr die Affäre gut.

      Und nur, weil man keine Gewissensbisse hat und es einem endlich mal gut geht, ist man nicht krank. Eher dann, wenn man sich über andere das Gehirn zermürbt...

      Eine Persönlichkeitsstörung ist das nicht würd ich sagen. Von welcher hattest Du denn gelesen? Ist Dir bekannt wie man eine solche Diagnose aufstellt? Was es für Richtlinien dazu gibt? Ich schließ mich White vollumfänglich an, und möchte noch hinzufügen, dass das mit Kälte nix zu tun hat. Gar nichts. Sie kann es nicht gut erklären, Du kannst es nicht gut verstehen. Ich kann es leider auch nicht erklären, aber ich versteh sie... Hm vielleicht versuchst Du es mal dir so vorzustellen: Die Seele dieser Frau ist wie jede andere (in meiner Versändniswelt) ein tiefer See. Manchmal schwarz, machmal schimmernd, manchmal ruhig, manchmal aufgewühlt, Wetterabhängig sozusagen ;-). Menschen die reflektiert und "mutig" sind kennen die Oberfläche und auch das was in der Tiefe passiert. Manche wissen, das nur die Oberfläche ruhig ist und unter dieser zerfetzen sich die "fische" gegenseitig. Andere sind auf schöne weise innerlich aufgewühlt, die Fische tanzen, die Oberläche glitzert, alles ist lebendig und schön. Es gibt Menschen die kümmern sich nicht um die Tiefe, die Tiefe der See ist schwarz, angsterregend, stellt eine unfassbare Furcht dar, der sie sich nicht stellen können, weil sie den Tod darstellt (dies mag übertrieben dargestellt sein, ist für Angstpatienten aber durchaus oft Realität). Sie achten auf ihre Oberfläche, sie ist glatt und glänzt und sie ist weitestgehend ruhig. Sie haben ihre See unter kontrolle.... In so eine Leben fühlt man nicht viel. Die Gefühlsamplitude funzt nur in beide Gefühlsrichtungen. Wer nicht in die Tiefe fühlt, kommt auch nicht recht hoch. Der See wird nie glitzern und wenn, dann ist es nur ein Schauspiel und keine natürliche Reaktion... Es geht ihr gut, weil sie wegschaut. Und weil die Seele auch weiß, dass Sie sich schützen muss, ist das vielleicht richtig so. Lass es so stehen, versuch nicht zu urteilen und mach Deinen Job als Freundin. Ich weiß das ist schwer, aber ändern wirst Du nichts. Die Änderung kommt durch Deine Freundin oder einen der Betroffenen Männer von allein, oder gar nicht. Alles LIebe, Cora

      Ein Mensch mit einer Persönlichkeitsstörung muss kein Arschloch sein

      und nein

      es gibt jede Menge Arschlöcher (männlich und weiblich) ohne dass das auf eine pathologische Störung zurückzuführen ist.

      Gruß

      Manavgat

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