Es geht mir gesundheitlich richtig schlecht und ich weiß nicht warum "Rente??"

    • (1) 13.07.13 - 17:39
      ShadyLady

      Hallo,

      ich versuche mich kurz zu fassen:

      Ich leide seit vielen, vielen Jahren an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ich war 6 Monate vollstationär und 9 Monate in einer Tagesklinik in Behandlung. Das ist 10 Jahre her. Dort wurde meine Kindheit als "Grund" des Übels ausgemacht.

      Ich habe das ganze Programm durch: Rehas, ständig wechselnde Beziehungen, ständig auf und ab wegen der manisch-depressiven Phasen, exessiver Missbrauch von Partydrogen (seit 5 Jahren nicht mehr).

      Seit fast vier Jahren habe ich den gleichen Partner, der meine Launen klaglos erträgt und mich liebt, wie ich bin (was manchmal ziemlich schwer sein muss). Ich veruche natürlich aktiv gegenzusteuern, mache eine ambulante Therapie und nehme weiter Medikamente.

      Dazu habe ich eine Arthrose im Sprunggelenk. Ich bin behindert mit einem GDB von 40%.

      Ich habe auch zwei kleine Kinder.

      Wenn mich jeman von Euch live sehen würde, würde nicht einer von Euch vermuten, was sich hinter meiner Fassade verbirgt.

      Ich bin immer arbeiten gegangen, hab zwei Ausbildungen (eine im Handwerk, eine im rechtlichen Bereich). Ich habe eine zeitlang sogar eine Rechtsabteilung geleitet, sei Mai jedoch nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr!!!! Ich habe einen neuen Job angefangen mit 25 h die Woche, meine Psychologin hat gesagt, dass mich dieser immense Zeitaufwand (mit Fahrten 42,5 h/Woche) kaputt machen wird. Nun bin ich nach dreiwöchiger Krankmeldung auf 10 Std. die Woche runter. Und was soll ich sagen? Ich kann immer noch nicht. Ich habe keine Kraft. Ich will nur einfach in der Ecke sitzen und nichts tun (für mich extrem untypisch). Ich fühle mich derzeit absolut unfähig, einer Beschäftigung nachzugehen. Das kann ich mir ber nicht leisten.

      Es kommen noch andere Sachen dazu: Angst- und Panikstörungen , massive Depressiosen, etc.

      Ich weiß nicht recht, was ich machen soll, weil ich nicht weiß, warunm ich einen solchen Einbruch erlebe und wie ich damit umgehen soll. Ich tue mich sehr schwer, das zu akzeptieren. Ich habe auch Angst, meien Familie zu verlieren. Meinen Kindern bin ich eine gute Mutter, ich möchte nicht, dass diese mitbekommen, wie schlecht es mir geht.

      Im Oktober steht eine Familienreha an.

      Meine Psychologin und ich haben besprochen, dass wenn es danach nicht viel besser ist, ich einen Antrag auf Erwerbsminderung stelle. Hat das einer von Euch gemacht? Wie sind die Aussichten?

      Ganz ehrlich, ich würde nicht drüber nachdenken, wenn ich noch irgendeine Kraft zu irgendwas hätte. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass da auch Suizidgedanken eine Rolle spielen (keien Sorge, habe ich unter Kontrolle)

      Ich werde erst heute abend eure Antworten lesen können, und ob ich dann wegen Verschiebung antworten kann, weiß ich auch nciht, aber ich freue mich über jede ernstgemeinte Antwort.

      Danke fürs Lesen!

        • Klasse Antwort,jetzt geht es ihr bestimmt viel besser.#klatsch

          (6) 13.07.13 - 18:59

          Normalerweise ist da snicht unbedingt mein Sprachgebrauch,aber: Hast du sie noch alle? Ihr geht es so schon schlecht genug,und ich glaube,das gerade die beiden Kinder ihr noch kraft geben und ihr wenigstens manchmal eine schöne zeit schenken!

        • (7) 13.07.13 - 19:05
          Versteh ich nicht.....

          Sorry an alle anderen.

          Aber ich stimme dir zu. Sehr schade um die Kinder, die unter einer Borderlinerin aufwachsen und leiden müssen.

          Nun ja, Borderliner nehmen ja leider keine Rücksicht auf die Gefühle von Anderen. Hauptsache sie stehen selbst im Mittelpunkt.

          • Ja? Bist du auch eine/einer?

            (9) 14.07.13 - 11:18

            Hallo,

            also, an die Kritiker unter Euch:

            Borderliner sind nicht grundlos krank. Ich habe mir die Krankheit nicht ausgesucht und prahle damit, im Gegenteil: Die Narben an den Armen udn meinem Körper habe ich davon "durch eine Terassentür gefallen zu sein". Es geht auch nicht um "im Mittelpunkt" stehen, sondern um ein IMMER mieses Selbstbewusstsein, welches man mit einem Übermaß an Aktivität (Beruf, privat) zu kompensieren versucht.

            Es gibt ein Buch, welches heißt: Ich hasse Dich, verlass mich nicht", welches die Sache gut beschreibt.

            Und glaube mir, wenn ich mich selber hasse, bin ich doch eine gute Mutter.

            Kinderarzt, Erzieungsberatungstelle (welche ich aufgesucht ahbe aufgrund meines unsicheren Gefühls, etwas richtig zu machen) Hausarzt, Psychiater und Psychologe sind derselben Ansicht. Deswegen kann mich so etwas hier nicht treffen.

            Ich schreibe heute abend noch etwas an Euch alle, möchte mich aber schon einmal herzlich bedanken.

            • (10) 14.07.13 - 14:40

              Genau so ist es!

              Ich bin auch Borderliner! Habe auch 3 Kinder!

              Mit 21+ hat es sich bei mir richtig gezeigt (aber auch schon in der Pubertät, was man eben auf diese schob), aber nun habe ich es im Griff! Ich verletzte mich nicht selbst (mind. nicht körperlich) eher, dass ich mich auch nahe einem Burn-out bringe, trotzdem behalte ich die Balance! Aber auch weil ich mich so um meine Kinder kümmere! Ich habe gelernt mit gutem Gewissen Auszeiten zu nehmen, um neue Kraft zu sammeln! An Depressionen leide ich gar nicht mehr (max. ein paar schlechte Tage), die jeder mal hat.

              Oft wird Borderline mit zunehmendem Alter besser. Einige Muster habe ich noch, jedoch habe ich auch schon vieles durchbrochen oder selber analysiert und verstanden.

              • (11) 14.07.13 - 16:59

                Dein Posting zeigt, dass man nicht alle Menschen mit dieser Krankheit über einen Kamm scheren kann. Ich finde es bewundernswert, dass du es trotz dieser Störung schaffst, dich um deine drei Kinder zu kümmern. Du scheinst die Krankheit eben gut im Griff zu haben und bist wahrscheinlich erfolgreich therapiert worden. Heutzutage gibt es ja auch gute Psychopharmaka, die den betroffenen Patienten ein halbwegs normales Leben ermöglichen.

                (12) 15.07.13 - 16:04

                Hallo,

                das hört sich echt toll an.

                Ich KANN mir selber keine Auszeiten erlauben. Mein Kopf lässt es nicht zu. Ich weiß, wo die Fehler liegen, aber ich habe nicht herausgefunden, wie ich mich in den Griff bekommen kann.

                das ist der Fehler.

                Ich bekomme in letzter Zeit bei Stress immer dissoziative Zustände, Ohrenrauschen und Nasenbluten. Das zeigt mir, ich bin am Ende. Schlicht am Ende.

      (13) 13.07.13 - 18:03

      Wende dich wegen der Antragstellung für die Rente an einen sozialverband, z. B. Www.vdk.de

      Eine Rente zu bekommen ist schwer, aber nicht unmöglich. Notfalls musst du Klagen.

      Gruß

      Manavgat

    Hallo,
    ich bin auch aufgrund einer Borderline-Diagnose Erwerbsminderungsrentner, allerdings würde ich Dich bitten, mich privat anzuschreiben, dann kann ich Dir gerne mehr erzählen, wie das alles bei mir gelaufen ist mit Antragstellung, Reha usw.

    Liebe Grüße!

    (16) 13.07.13 - 18:39

    Mein Nachbar bekommt auch Rente durch reines Schauspiel.

    Er miemt den Alkoholiker, dabei trinkt er garkeinen Alkohol :-[:-[

    Er trinkt nen schluck vor nem Argetermin und hält den lange im Mund damit es schön stinkt und spielt betrunken.

    Das selbe bei den Untersuchungen, dann bechert er nen tag vorher was und so sehen die blutwerte schlecht aus.

    ansonsten trinkt er NIE.

    Resultat frührente mit 40 die lebenslang gültig ist.

    Ein anderer ritzt sich vorher bisschen und bekam auch die rente wegen angeblichem Borderline :-[ Anleitungen wie man sich dazu verhält findet man ja zuhäuf im Internet um synthome zu googlen wie man sich aufführen muss.

    Ich finde es ne sauerrei, und dann kommen menschen wie du denen es wirklich schlecht geht und die bekommen sie einfach nicht durch.
    sowas tut mir sehr leid.

    Ich drücke dir alle Daumen

    Versuch es mal über die Arge, die haben auch interesse dran dich aus den Akten loszuwerden und können mit dir gemeinsam die Anträge stellen und amtsarzt untersuchungen geben, aber stell dich da schonmal auf ne lange rennerei ein. Gutachten holen, ständige krankmeldungen abgeben und man muss 3 mal in folge für 6 monate erwerbsunfähig geschrieben sein.

    Und das Geld ist dann sehr wenig, ca 600€ wenn überhaupt. vielleicht wäre da ne Therapie oder Kur für dich das beste?
    Um dieses leben am existenzminimun zu vermeiden?

    Meine Schwiegermutter war 40Jahre lang daheim nie arbeiten, was hat sie davon? ihr steht nichmals ne rente zu auch keine erwerbsunfähigkeits, da sie aus faulheit daheim blieb und krankheiten erfand (münschhausensyndrom #kratz)

    daraus folgt das sie nur geld vom sozialamt bekommt und mit 100€ im monat leben muss. 100€ für lebensmittel, getränke, hygieneartikel usw.

    "tolles leben" oder?

    daher versuche es zu verhindern und auch wenn der Weg steinig ist auf die Beine zu kommen damit die wieder arbeiten gehen kannst.

    alles gute

    (17) 13.07.13 - 18:50
    Versteh ich nicht.....

    Nur weil es dir seit ein paar Monaten schlecht geht, willst du Rente beantragen? Du bist irgendwie lustig #schein.

    Mädel, du kannst arbeiten gehen. Mach weiter deine Therapie und wirf weiter deine Pillen ein.

    Ich hatte vor ein paar Jahren Pfeiffersches Drüsenfieber. Ich war 2 Monate ausgeknockt und krank geschrieben. Insgesamt war ich ein ganzes Jahr angeschlagen. Nur weil es einem mal eine zeitlang nicht gut geht, kommt man doch nicht auf die Idee, Rente zu beantragen. #kratz

    Es wäre hilfreicher gewesen, den ganzen Beitrag zu lesen und die eigene Arroganz außen vor zu lassen.

    (21) 14.07.13 - 11:21

    Ein paar Monate? Es handelt sich bald um zwei Drittel meines Lebens! Ich hatte Suizidgedanken erstmalig in der GRundschule und bin das erste Mal im KH gewesen zum Nähen mit 15. Nun bin ich 33. Und es wird nicht besser.

    (22) 14.07.13 - 12:11

    Borderliner schon, die kreisen so um sich und ihre querliegenden Fürze, da kann man schon mal an Rente denken.

(25) 13.07.13 - 21:18

Du kannst es versuchen.
Da du aber die letzten Jahre gearbeitet hast und nicht über längere Zeit krankgeschrieben und stationär in Behandlung warst (wenn ich richtig verstanden habe), sind die Chancen momentan sicher eher schlecht.

Sie werden dich auf jeden Fall zu einem Gutachter schicken.
Wahrscheinlich bekommst du erstmal höchstens eine teilweise Erwerbsminderungsrente, die auf einen bestimmten Zeitraum befristet ist.
Sollte auch das abgelehnt werden, kannst du versuchen zu klagen.
Es macht auch wirklich Sinn, Mitglied beim VdK (oder etwas Ähnlichem) zu werden. Die beraten dich, helfen beim Antrag oder gegebenenfalls beim Widerspruch.

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