Verheiratet - fühle mich trotzdem alleine :(

    • (1) 31.07.13 - 12:25
      mrsalone

      Hallo!

      Kennt ihr das auch? Man ist verheiratet hat Kinder - müsste eigentlich glücklich sein das alles läuft.

      Ich fühle mich zurzeit aber ganz schön alleine - bin Hausfrau und Mutter.
      Freunde habe ich kaum - alles ist kaputt gegangen als ich mit dem ersten Kind schwanger war.

      Mein Mann ist von Früh bis Abends in der Arbeit kommt nach Hause und setzt sich vor dem PC oder Konsole. Ich sitze wieder alleine da.

      Ich habe das Gefühl mir fällt die Decke auf dem Kopf!!
      Am Tag etwas mit Kinder unternehmen ist schwierig da er das Auto braucht und wir in einen Dort wohnen wo jede 3 Std ein Bus in die nächste Stad fährt!

      Ich denke das ich etwas ändern muss sonst gehe ich unter.
      Das ist echt schlimm.
      Man ist den ganzen Tag '' alleine '' klar sind die Kids da aber ich brauche jemanden mit dem ich zeit verbringen kann jemanden den ich meine Sorgen und Ängste mitteilen kann..einfach einen gute Freundin.

      War jemand auch schon in so einer Situation? Was habt ihr verändert? Wie seit ihr aus dem ''LOCH'' raus gekommen?

      Danke sehr

      LG

      • Hi,
        wie alt sind denn deine Kinder? Krabbelgruppe? Kindergarten? Kinderturnen? Spielplatz?
        Man trifft doch gerade mit kleinen Kindern auf so viele gleichgesinnte Mütter, dass es da ein leichtes sein sollte, eine Mutter kennenzulernen und sich mit ihr anzufreunden!

        Deine Partnerschaft ist eine andere Baustelle, dazu sage ich jetzt mal nix.

        Such dir ein Hobby! Geh unter Leute! Wenn ich nur zuhause rumsitzen würde, würde mir auch die Decke auf den Kopf fallen...

        Hallo

        Mir geht es auch so. Allerdings habe ich ein Auto und die Möglichkeit rauszukommen. Aber es ist für mich nicht ganz so einfach Freunde zu finden die "passen". Bin da aber auch sehr wählerisch.

        Aus dem Loch herausgekommen bin ich bis jetzt auch noch nicht. Es gibt Tage da ist es besser und an anderen Tagen ist es schlimmer. Meine Jungs kommen jetzt in den Kindergarten, vielleicht wird es dann besser. Zumindest wird der Alltag geregelter sein.

        LG, Ciara

        • "Aber es ist für mich nicht ganz so einfach Freunde zu finden die "passen". Bin da aber auch sehr wählerisch."

          Das geht mir auch so.

          Mein Mann sagt immer, ich müsse mich eben auch mal mit Leuten abgeben, die nicht 100% zu mir passen. Aber was hab ich davon, wenn ich mir dann bei gemeinsamen Unternehmungen die ganze Zeit wünsche, dass es endlich vorbei geht.

          Ich habe eine "alte" Freundin aus Schulzeiten. Wir hatten 10 Jahre keinen Kontakt und seit rund 1,5 verstehen wir uns wieder gut. Dabei merke ich aber immer wieder, warum so lange Funkstille war. Wir haben immer noch viele Reibungspunkte und an manchen Tagen ist es wirklich nur die Vergangenheit, die uns zusammen hält.

          Und umso älter man wird, umso schwieriger, das alles.

          VG

          • Hallo

            Mein Mann sagt genau das gleiche!! Er ist aber auch so einer, der mit absolut jedem kann und ich kann das eben nicht.

            Ich bin nicht die typische Spielplatz-Mutti. Ich gehe mit meinen Kindern zwar auch auf den Spielplatz, aber ich habe unheimlich Mühe mit den Müttern, die nicht zu ihren Kindern schauen und andere uU terrorisieren. Einmal habe ich richtig Ärger bekommen, weil ein Junge meinen Jungen (wollte gerade losrutschen) über den Haufen rannte um vor meinem zu rutschen. Ich habe dem Jungen in einem normalen Ton gesagt, dass das nicht geht und er vorsichtig sein muss. Die Rutsche war über zwei Meter hoch und ich bin nur 1,65 - hätte meinen Sohn also nicht halten können...
            Da kam die Mutter des Jungen auf mich zu, brüllte mich an was ich ihrem Sohn zu sagen hätte und drohte mir mit Schlägen, wenn ich nochmal etwas sage. Hab echt gedacht ich bin im falschen Film. Niemand hat sich eingemischt, ich stand da allein mit drei Kindern. Hab vor meinem inneren Auge schon gesehen wie sie mich ohnmächtig schlägt. Was wäre dann mit meinen Kindern gewesen... danach hatte ich echt keine Lust mehr und bin extrem vorsichtig geworden.

            Ich habe aber auch irgendwie den Eindruck, dass die Leute generell mehr in ihrer eigenen Welt bleiben und niemand neues kennen lernen wollen. Jeder ist vermutlich genug mit sich selbst und seiner eigenen Familie beschäftigt und froh wenn man mal nichts hat. Ob das wohl schon immer so war?

            Ich kann mich dran erinnern, dass meine Mutter früher mit anderen Müttern gestrickt oder gehäkelt hat, während wir Kinder spielten. Die haben sich immer mal woanders getroffen. So was macht man heute glaub nicht mehr. Jeder hat Angst um seine Einrichtung, oder das etwas schmutzig wird, vor allem die mit grösseren Kindern. Bin da aber auch gerade ein gebranntes Kind. #schmoll

            LG, Ciara

            • Schade, dass du in der Schweiz lebst, ich glaub wir sind uns da sehr ähnlich in vielen Dingen - und wohl auch unsere Männer? ;-)

              Ich weiß nicht, ob das schon immer so war. Wenn ich ehrlich bin, meine Eltern sind nicht die Vorbilder für einen großen Freundeskreis. In unserer Familie wurde auch immer alles intern geregelt, wenig nach außen getragen usw. Auch im Dorf bei den Festchen waren meine Eltern nie dabei, guten Tag und auf Wiedersehen, zu allen freundlich, aber am Gartenzaun ist Schluss. Ich glaub ein Stück weit hat das sicher auf mich abgefärbt, mir fällt es schwer, mich in bestehende Gemeinschaften mit einzuklingen. #schmoll

    Gibt es wirklich nichts in euren Dorf?
    Bestimmt habt ihr ein Spielplatz oder ein Treff?

    Hallo,

    Ich kann dich auch verstehen.

    Ich unternehme zwar mit meinem Mann am Wochenende viel, aber Freundinnen habe ich auch keine mehr. Vor dem Kind war ich ja den ganzen Tag mit meinen Kollegen zusammen. Das hat mir dann gereicht. Von denen hat aber keiner Kinder. Eine Kollegin treff ich zwar, aber da fühle ich mich etwas doof, weil sie auch gerne Familie hätte... Also geht nur ganz allein und mein Kind ist gerade mal 6 Monate.

    Mir fällt es auch schwer, auf Leute zuzugehen, da ich eher introvertiert bin und denke, dass ich den Leuten auf die Nerven gehe.

    Der krabbelkurs ist immer schon ein Highlight.

    Mit deinem Mann solltest du dringend mal reden. Gegebenenfalls zeig ihm das auch. Sitz z.b. mal vor dem Rechner, wenn er kommt. Essen muss er sich selbst machen...
    Zeig ihm, dass du auch mal Entspannung brauchst und ein Mensch bist, der Bedürfnisse hat. Du bist ja kein Roboter, der Wohnung die Wohnung sauber hält Und die Kinder versorgt. Als Familie kann man ja auch schöne Dinge unternehmen.

    Für "Freunde" kann ich dir nur raten, rauszugehen und offen zu sein. Ich versuche auch gerade mehr Mut zu haben.

    Lg
    Urzeitkrebs

    (10) 31.07.13 - 16:30

    Ich kenne das.

    Ich bin glücklich verheiratet und liebe meine Kinder.

    Mein Mann ist von Arbeit aus aber viel zu wenig zu Hause, im normalen Dienst nur am Wochenende, manchmal auch mehrere Wochen am Stück weg, oder wie aktuell sogar mehrere Monate (Auslandseinsatz).
    Ich habe vier relativ kleine Kinder im kurzen Abstand, auch das finde ich prinzipiell sehr schön.

    Freundschaften haben sich aber leider im Laufe der Jahre aufgelöst, die Kinder lassen nicht viel Zeit für Spontanes. Zudem sind wir in den letzten Jahren mehrfach umgezogen, auch von einem Ende Deutschlands ans andere. Da war es einfach schwierig, längerwährende Kontakte zu knüpfen bzw. zu halten.

    Auto habe ich hier, aber was damit anstellen? Momentan fahren wir sehr häufig auf den Spielplatz, da kann ich einigermaßen den Überblick über die Bande behalten, und es gibt vergleichsweise wenige Gefahrenstellen. Aber auch da kommen keine Kontakte zustande. Es ist nicht zu übersehen, dass ich häufig von 1-Kind/2-Kind-Müttern angestarrt werde. Ich sehe vergleichsweise jung aus, bin tätowiert und gepierct, dann die vier Kiddies... Ich glaube an uns traut sich keiner ran. :-p Abgesehen von ein bisschen belanglosem Smalltalk war nie was, die anderen Mütter zogen dann immer schnell wieder ihrer Wege.

    Ich würde gerne mal raus, was machen. Aber auf alle vier aufzupassen würde sich in der Familie keiner trauen, mit Babysittern habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht (konnten meist nicht wenn ich sie gebraucht habe/ kamen trotz Absprache einfach nicht). Vielleicht finde ich noch einen verlässlichen. Dann vielleicht mal einen Abend zum Sport, Fitnessstudio oder tatsächlich wieder mit Karate anfangen. Mehr will mir momentan nicht einfallen.

    LG

    (11) 31.07.13 - 17:14
    ich auch aber jetzt

    hallo,

    ohja, ich kenne das. und mein mann war ebenfalls zu hause.

    meine freunde gingen arbeiten und lebten weiter in der stadt. wir sind rausgezogen. es war furchtbar, ich konnte keinen anschluss finden, obwohl vorher in der stadt alles total easy ging. mütter in krabbelgruppen kennen gelernt, sich getroffen. und plötzlich nur landeier um mich und die wollten mit mir wohl ncihts zu tun haben...

    jetzt sind wir wieder umgezogen. und, es ist alles super. nette leute in der schule, im kiga... aber ich arbeite auch wieder und komme raus. das macht vieles leichter.

    ich versteh dich, aber einen rat ausser weiter zu suchen, hab ich nciht wirklich. hast du familie in der nähe?

    lg

    Suche dir eine Möglichkeit, dass dein Mann z.B. am Wochenende die Kinder nehmen kann und du dann mit dem Auto irgendwohin fahren kannst. Du kannst dich in einem Verein oder einem Fitnessstudio anmelden, etwas nur für dich tun. Vielleicht lernst du dabei dann ja auch neue Leute kennen.

    Ansonsten würde es sich vielleicht anbieten, eine Tagesmutter / KiTa zu suchen, die sich um die Kinder gelegentlich kümmern kann. Eventuell besteht auch die Möglichkeit, ein kleines Auto anzuschaffen, sodass auch du ein bisschen mehr Bewegungsfreiheit bekommst.

    Andernfalls gibt es vielleicht in eurem Ort ein paar Dorfprojekte oder Kaffeekreise, bei denen du dich einbringen könntest? Dafür müsstest du nicht einmal wegfahren und könntest Kontakte knüpfen.

    Besteht die Möglichkeit, dass du vielleicht Teilzeit arbeiten gehst? Dann könntet ihr euch vielleicht auch ein zweites Auto erlauben und du kommst unter Menschen und bist ein bisschen mobiler.

    Ich kenne dieses Gefühl. Hatte nach der Geburt von meinem Sohn vor 8 Jahren Depris. Ich liebe das Leben hier auf dem Dorf aber damals mit Depris, ohne Autos, kaum Freunde ( wir wohnten noch nicht so lange her) war ich dann doch ein wenig überfordert. Es wurde besser als wir irgendwann ein zweites Auto hatten. Da konnte ich mal raus, konnte weg, mich auch bewegen und nicht nur die gleichen Wände sehen. Heute bin ich lange aus dieser Phase raus. WEnn ich doch mal kein Auto habe stört mich das nicht mehr.

    Vielleicht gibts die Möglichkeit das du ein kleines Auto hast oder was für Möglichkeiten hättest du das du doch mal für 3 Stunden weg bist mit den Kids um dann eben wieder den nächsten Bus zu nehmen.

    Ela

    Ich kenne das auch. Wir haben dann für 250 € ein fast 20 Jahre altes Auto gekauft (Mazda 121 mit Faltdach) und ich war wieder mobil :). Als das dann nach 2 Jahren verschrottet werden musste, kam der nächste, selbes Modell.

    Mit meinem zukünftigen Mann wohne ich in der Stadt und würde niemals mehr wieder aufs Land ziehen, da gehe ich ein. Hier ist immer etwas los und ich bin nicht einsam.

    (15) 04.08.13 - 01:54

    Get a job, get a life.

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