Wenn das Haus dem Mann alleine gehört....

    • (1) 18.08.13 - 11:59
      SometimesInBlack

      Hat jemand Erfahrungswerte, wie die Familiengerichte in der Regel entscheiden, wenn das Haus dem Mann gehört und Frau bei der Trennung auszieht? Werden dann die Kinder dem Mann "zugesprochen", damit sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können?

      Ich frage aus persönlichen Gründen. Unsere Beziehung kriselt derzeit etwas, wir haben eine Tochter mit 2 Jahren. Mein Freund arbeitet voll, ich teilzeit. Wir wollen unserer Beziehung nochmal ernsthaft eine Chance geben. Wir müssen bald aus unserer Mietwohnung ausziehen. Mein Freund hat ein Haus geerbt, das würde er gerne sanieren, damit wir dort einziehen können. Das Haus ist in dem Ort, wo auch seine Eltern leben. Der Ort hat eine gute Lage, auch nur ca. 10km von meinen Eltern und auch genauso weit von meiner Arbeit entfernt. An sich wäre das eine schöne Lösung.

      Ich habe nur die eine große Sorge: Sollte unsere Beziehung nicht überleben und es zur Trennung kommen - wird dann ein Familienrichter unsere Tochter eher meinem Freund "zusprechen", also dass sie mit ihm in dem Haus leben bleibt? Ich befürchte, dass meine SchwieMu, welche sehr besitzergreifend bezüglich meiner Tochter ist, auch alle Hebel in Bewegung setzen würde, dass mein Freund im Falle der Trennung das mit der Betreuung trotz seines Vollzeitjobs geregelt bekommen würde. Sie würde sich sicher anbieten für die Betreuung.

      Ich wäre bei einer Trennugn auch bereit, mir in dem Ort eine Wohnung zu suchen, damit meine Tochter nicht Kiga/Schule wechseln muss. Meint Ihr, ich hätte unter diesen Umständen eine reelle Chance, dass meine Tochter bei mri leben darf?

      Hat jemand shcon eine ähnliche Konstellation erlebt, z..B. im Bekanntenkreis, dass der Mann im Haus bleibt, und die Frau auszieht und die Kinder mit der Frau mitgehen?

            • Was ist denn daran hinterhältig? Wenn doch prinzipiell eine Trennung im Raum stand, dann steht sie auch weiterhin im Raum und man muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Sie gibt dem ganzen doch noch eine Chance. Das ist nicht hinterhältig, das ist ganz normal, so würde jeder denken.Du würdest auch so denken... oder soll auf einmal alles wieder gut sein, nur weil man ein Haus zusammen bezieht?

              • "Du würdest auch so denken... oder soll auf einmal alles wieder gut sein…"

                Bitte lasse mich meine Gedanken selbst denken.

                Das, was die Threaderöffnerin schrieb, klingt für mich nach Berechnung. Selbstverständlich ist mit einem Mal nicht wieder alles gut, deshalb bieten ihre Gedanken keine gute Voraussetzung für einen Neubeginn einer Beziehung. Hilfreicher wären doch ganz andere Überlegungen, wenn sie ihrer Beziehung tatsächlich noch Chancen einräumt.

                Indem sie überlegt, wem das Kind vom Familiengericht zugesprochen wird im Falle einer Trennung, geht sie davon aus, dass der Partner, trotz seiner ganztägigen Erwerbstätigkeit, ihr diesbezüglich Schwierigkeiten machen könnte.
                Sie traut ihm zu, dass er bei einer Trennung nicht mehr fair mit ihr umgeht, so dass die Angelegenheiten nur noch vor einer neutralen Instanz geklärt werden können.

                Das Vertrauen fehlt.

                Ist das eine Basis für einen Neubeginn? Oder ahnt sie bereits, dass die Würfel gefallen sind?

                Gut, letztendlich, wie viel Raum die Schreiberin verbindende Elemente ihrer Partnerschaft in ihre Überlegungen einbezieht, weiß nur sie selbst und ich denke sie wird ihre Anfrage nicht als allumfassende Abhandlung abgefasst haben. Und somit war meine Frage eingangs als Denkanstoß für sie gedacht.

            Sich Gedanken machen über einen Fall, der eintreten könnte und Planen sind aus meiner Sicht zwei unterschiedliche Sachen.

            Sind aus deiner Sicht Frauen böswillig, die sich im Falle des Todes des alleinverdienenden Partners darüber Gedanken machen, wie sie sich dann absichern?

            • Also ich finde, sie plant, wenn sie überlegt mit ihrem Partner das Haus zu beziehen oder ob sich daraus Nachteile vor dem Familiengericht ergeben könnten. Gäbe es Nachteile für sie und ihre Pläne nach einer Trennung, dann müsste sie in der nächsten Zeit einem Einzug in das Haus entgegenwirken, also planen.

              Bist Du der Meinung, die Treaderöffnerin hat gute Chancen für einen Neubeginn der Beziehung, wenn sie ihrem Partner nicht vertrauen kann?

              • Was immer ihre Beziehung für Chancen hat, der feine Unterschied zwischen Planen und einen Fall im Geiste durchspielen...du hast sie auf jeden Fall als "hinterhältig" abgewertet.

                Das fand ich unangemessen, nicht in Ordnung.

                Wenn wir Frauen ins Haus des Mannes ziehen, uns ausliefern - mit kleinem Kind ist die Frau ja oft in der schwächeren Position - und dann fliegt einem die Beziehung um die Ohren, der Typ kann einen vor die Tür setzen und man hat kein Geld - dann sagen die anderen: Du naives Schaf - hast du denn nicht überlegt, bevor du das gemacht hast? Wie blauäugig war das denn!

                Wenn du auch den schlimmsten Fall durchdenkst, erwägst, Überlegungen anstellst...bist du hinterhältig.

                Du bist entweder naiv oder hinterhältig - du guter Gott! #augen

                Ich finde man darf auch zweifeln, nicht sicher sein. Und es trotzdem tun. Das ist nicht gleich immer Hinterhältigkeit, das ist manchmal auch nur menschlich.

                .

                • Gut, gut........."hinterhältig" ist ein zu mächtig gewähltes Wort, wenn es allgemein eher als "dämonisch" oder "lügnerisch" verstanden wird. Das ist viel zu hart für diese Situation. Scheinheiligkeit oder Heimlichtuerei hätte es sicher besser getroffen. -Übrigens auch Synonyme für den Begriff "hinterhältig".-

                  Zum Glück ist das Leben nicht nur schwarz oder weiß. Man kann mit wachem Blick auch mal vertrauen.

                  Um aber beim Thema zu bleiben...ohne Vertrauen würde ich mit dem Partner nirgendwo hinziehen.

      (11) 18.08.13 - 15:37

      Das ist doch Quatsch. Gerade in unserem Fall, wo eine Trennung schon mal zur Diskussion stand, ist es doch nur vernünftig, sich auch darüber Gedanken zu machen.

      Oder gibt jeder, der einen Ehevertrag abschließt, um sich abzusichern, eigentlich seiner Beziehung keine Chance?

Hallo,

unabhängig vom Stand der Beziehung würde ich niemals in die Nähe meiner Schwiegermutter ziehen, wenn ich befürchten müsste, dass sie mit ihrer Übergriffigkeit mein Leben dominieren würde. Das ist bei einer gesunden Beziehung eine Belastung, bei einer kriselnden dann wohl erst recht das Salz in der Suppe.

Für Kinder ist nicht der Haufen Steine, in dem sie wohnen, das wichtigste, sondern ihre nahesten Bezugspersonen. Dass ein Gericht den Verbleib des Kindes vom Haus abhängig macht, habe ich noch nie gehört. Wenn Du also bei einer Trennung nicht gerade 600km weit weg ziehst, wird das Gericht i. d. R. gucken, bei wem die Hauptbetreuung gelegen hat und diese Kontinuität fortschreiben. Muss natürlich nicht heißen, dass ihr als Eltern euch nicht auch auf etwas Anderes einigen könntet.

Ich würde in dieses Haus nur ziehen, wenn ich wüsste, dass ich die Schwiegermutter bis auf die üblichen Besuche draußen halten könnte.

LG

  • (14) 18.08.13 - 15:39
    SometimesInBlack

    Danke für deinen Beitrag. Die SchwieMu könnte ich schon draußenhalten. Sie ist eigetnlich ganz ok, nur dermaßen verliebt in ihr einziges Enkelkind, dass sie manchmal die Grenzen nicht mehr kennt. Aber ich denke, das ließe sich regeln.

Allein am Haus machtvdas kein Richter fest wo die Kinder zu leben haben. Da spielen viele Faktoren eine Rolle und das ganze wird ja auch nur vor den Richter kommen wenn ihr als Eltern euch nicht einigen könnt.
Darüber solltest du mit deinem Partner sprechen, seine Mutter sollte da keine Aktien drin haben.

Meine Frau lebt jetzt mit den Kindern ca. 250 km von mir entfernt, sie ist weg gezogen...und für die Kinder war es eine richtige Entscheidung.Also versuche ich mich damit abzufinden.

  • Danke für deinen Beitrag. Seine Mutter käme wohl nur dann ins Spiel, wenn es darum ginge, ob mein Freund im falle einer Trennung die Betreuung sicherstellen könnte. Dann würde sie sich bestimmt anbieten.

    • Ob du in einem Haus oder in einer Mietwohnung wohnst, spielt für den Verbleib des Kindes keine Rolle, sondern nur, bei wem und nicht wo, das Kind besser aufgehoben ist. Da ihr nicht verheiratet seid und außerdem du nicht voll arbeitest, ist die Chance sehr viel größer, dass das Kind bei dir bleibt, was sowieso automatisch so ist, wenn der Kindsvater keine Ansprüche geltend macht.

      Solange deine Schwiegermutter keine sehr innige Beziehung zu dem Kind hat, wird es für den KV nicht von Vorteil sein, dass sie Zeit für das Kind hätte.

      Bevor es zu einer Trennung kommen sollte, müsstest du wissen wo du mit dem Kind hinziehst und wie du den Unterhalt bestreitest.

      Versuch aber erst mal einen Neuanfang. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Ich rate Dir unter diesen Umständen dringend ab, in dieses Haus zu ziehen. Das kann man auch erst mal vermieten.

Wenn Eure Beziehung ohnehin schon kriselt, dann ist das letzte was Du brauchst eine Schwiemu, die sich einmischt und eine solche Wohnsituation würde Dich u. U. festtackern.

Gruß

Manavgat

Hallo!

Kinder kommen normal zur Hauptbezugsperson. Also wenn Du Erziehungszeit hattest und auch nur Teilzeit arbeitest um viel Zeit mit dem Kind zu haben, Dein Freund sich nicht so intensiv kümmert, dann kommt das Kind in jedem Fall zu Dir.

Ich wäre aber sehr vorsichtig mit einem renovierungsbedürftigen Haus in das ihr viele viele Stunden Arbeit und viel Geld investieren müsst und der Schwiegermutter so sehr in der Nähe - das ist schon für eine harmonische Beziehung nicht ganz ohne.

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