Miete zahlen im Haus der Partnerin?

    • (1) 19.08.13 - 22:23
      Fragender23

      Ich lebe seit vielen Jahren gemeinsam mit meiner Freundin in einem Haus, seit Kurzem ist sie durch eine Schenkung auch Besitzerin dieses Hauses. Wir haben beide dafür nie Miete zahlen müssen, die Betriebskosten und sonstige anfallende Kosten haben wir mehr oder weniger immer ca. 50:50 geteilt. Jetzt kommt sie auf die Idee, dass ich zusätzlich zu den anteiligen laufenden Kosten auch Miete zahlen soll. In nächster Zeit würden einige größere Investitionen anstehen (Umbau). Mein Standpunkt ist, dass ich mich bei diesen Investitionen natürlich beteiligen möchte, obwohl ich nicht im Grundbuch eingetragen bin.
      Findet ihr die Miete gerechtfertigt?

      • Da ihr nie Miete gezahlt habt und deiner Freundin jetzt das Haus gehört, finde ich es etwas daneben, dass sie jetzt Miete von dir haben möchte.

        ABER, ich würde an deiner Stelle lieber etwas Miete zahlen und mich dafür nicht an irgendwelchen Investitionen beteiligen, von denen hast du nichts mehr, wenn ihr mal auseinandergehen solltet.

        Ich denke es geht darum dass sie kein schlechtes Gefühl haben will wenn sie in der Hinsicht Geld von dir bekommt.

        Bei einer Miete wird ein bestimmter Geldbetrag ausgemacht, du würdest nicht mehr und nicht weniger in das Haus hineinstecken als du musst.

        Ich fände es nun eine bessere Lösung als wenn du ihr so Geld geben würdest.

        na ob Du nun regelmäßige Miete bezahlst oder ob Du ihr Geld dazu gibst, wenn sie was am Haus macht ist ja eigentlich gehüpft wie gesprungen.

        Vielleicht will sie mit der Miete einfach eine sichere, geordnetere finanzielle Regelung haben, falls es mal zum Streit oder zur Trennung käme.

        Ich finde es okay.

      • Hallo,

        ich kann mir vorstellen, dass sie sich im Falle einer Trennung vor Forderungen Deinerseits schützen möchte, wenn Du Dich an Investitionen für das Haus beteiligst.

        Im Fall der Mietzahlungen Deinerseits steht sie auf der sicheren Seite.

        Ich habe Verständnis dafür und würde ganz genauso handeln.

        LG, Cinderella

        Grundsätzlich finde ich das ok...und ich würde mir, wäre ich du, auch nix "schenken" lassen wollen. In einer gemeinsamen/alleinigen Mietwohnung könntest du ja schließlich auch nicht für Nüsse wohnen.

        Dass deine Freundin nun -nach vielen Jahren- plötzlich auf die Idee kommt, Miete von dir zu verlangen, ist zwar etwas ungewöhnlich, aber wenn dir das nicht passt, hast du ja die Möglichkeit auszuziehen. Ich an deiner Stelle würde ab sofort einen Mietanteil zahlen, weil ich das per se für selbstverständlich halte...überleg mal, was du all die Jahre, wo du bei ihr wohnst, schon gespart hast.

        • So ungewöhnlich finde ich das nicht, dass sie jetzt nach vielen Jahren Miete verlangt.

          Die Eigentumsverhältnisse des Hauses haben sich geändert. Sie gehört jetzt ihr und sie möchte investieren.

          Als das Haus ihr noch nicht gehörte, hätte sie schlecht Miete verlangen können. Das wäre wohl unlogisch gewesen. Sie hatte ja keine Kosten. Jetzt, als Eigentümerin, steht sie in der "Pflicht", das Haus instandzuhalten etc. Da sieht die Sache grundlegend anders aus.

      In nächster Zeit stehen also einige, größere Investitionen aufgrund eines Umbaues an. Inwieweit würdest Du Dich daran beteiligen und inwieweit profitierst Du vom Umbau selbst oder bist sogar Mitverursacher dessen?

      Z.B.

      Umbau gerade fertig. Kosten 120.00,- .- Du nimmst großzügige 50% und 2 Wochen später jagt sie Dich zum Tempel raus. Dein Gesicht würde ich sehen wollen #rofl.

      Abgesehen davon, daß der Umstand, daß Du bereits jahrelang mietfrei dort haust 60.000,- durchaus rechtfertigen würde. Sie zahlte zwar auch keine Miete, doch hier hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

      Ich würde Miete zahlen, es nicht persönlich nehmen um damit auf der sicheren Seite zu sein.

      Gzg
      Irmi

      Meine Mutter hat ein bezahltes Haus und lebt mit ihrem Freund drin. Er zahlt allebetriebskosten, d. H. 100 Prozent und wurschtelt und macht was nötig ist. An den neuen Fenstern hat er sich beteiligt.

      Wichtig wäre Imho deine einkommenssituation und ich find auch nicht, dass Frauen grundsätzlich auch immer alles für lau rausrücken sollen.

      Gruß

      Manavgat

      Ja, Miete ist gerechtfertigt.

      Ebenso die Kosten für diverse Sonderausgaben.

      Umbaumaßnahmen, neue Fenster usw - nein, das ist Eigentümersache.
      Tapeten, Teppich und sonstige Schönheitsreparaturen - durch 2.

      Sinnvoll wäre, wenn sie Deine Miete in einen Bausparvertrag einzahlt. Sollte irgendwann Großes anstehen, hat sie Rücklagen.

      Anders ist das Geld schnell ausgegeben. Und bei Renovierungen bist Du zu einer Beisteuerung verleitet und emotional verpflichtet.

      Wie Du unterm Strich besser fährst, kann ich spontan nicht sagen. Ich finde es auf die Art sehr fair.

      Ralf

      Hört sich ja so an als ob er zur untermeite bei ihr wohnen würde, weil er sosnt keine Möglichkeit hätte nen dach übern Kopf zu bekommen...furchtbar...

Wenn sie Miete von dir verlangt, dann hat wohl auch jeder weitgehend sein eigenes Geld. (Würde ja sonst keinen Sinn machen Miete zu verlangen).

Deswegen finde ich es durchaus richtig Miete zu verlangen (ausser du nagst am Hungertuch).

Ich könnte mir auch vorstellen dass sie durch die Vermietung dann sogar die Instandhaltungskosten teilweise steuerlich absetzen kann.

Grundsätzlich kann ich verstehen, dass sie Miete haben möchte, wenn ihr das Haus gehört in dem du auch wohnst.
Seltsam ist es einfach, weil ihr vorher beide mietfrei dort gewohnt habt... Die Situation wird für dich also schlechter und für sie besser... Das finde ich irgendwie schwierig:

Für mich wäre ein guter Kompromiss: Du trägst die Nebenkosten alleine und zahlst weiterhin keine Miete!
Diese Lösung würde mir zumindest das GEfühl geben auch weiterhin keine Miete zahlen zu müssen und deine Freundin hätte auch mehr Geld in der Tasche!

Ich würde mich auch an keinen größeren Investitionen beteiligen wollen wenn ich nicht im Grundbuch eingetragen wäre. Hier wäre für mich immer die Lösung: Der Eigenheimbesitzer zahlt alles was am Gebäude ist; der Partner zahlt Hausrat-Anschaffungen: Möbel etc. könnte man bei einer evtl. Trennung schließlich mitnehmen - das neue Badezimmer allerdings nicht!

Soviel zu meiner Meinung:
Letztendlich müsst ihr auch einfach einig werden und Eure Standpunkte austauschen....

LG

  • Woher weißt Du, das sich die finanzielle Situation für Sie verbessert und für ihn verschlechtert ?

    Dir ist schon bewußt, das man als Hausbesitzer Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger , Wartung der Heizungsanlage, Straßenreinigung zahlen muß?

    Dazu die Rücklagen für Reparaturen , Instandsetzungen und evtl. Kredite für Investitionen.

    Zzgl zu den üblichen Wohnnebenkosten wie Hausratversicherung, Haftpflicht , Strom, Müll, GEZ, Kabel, Telefon, W-Lan

    Grob über den Daumen gepeilt, dürfte der Herr mit der Miete deutlich günstiger wegkommen.

    Oder meinst Du mit Deinem Vorschlag, das der TE jetzt alle Nebenkosten übernehmen sollte? Dann macht er echt schlechtes Geschäft!

    Pina

    • (18) 21.08.13 - 07:26

      Danke vorab für die ganzen Meinungen und Vorschläge

      Ich verstehe den Vorschlag so, dass ich alle Gebühren + Betriebskosten übernehme. Daher verbessert sich die finanzielle Situation für sie, da sie ja keine laufenden Kosten mehr für das Haus hat.

      Vielleicht auch noch ein Hinweis zur finanziellen Situation. Wir verdienen beide ähnlich und es gibt auch keine laufenden Kredite oder Ähnliches.

      Ich habe das Gefühl, dass sie es vermeiden möchte, dass ich ins Grundbuch eingetragen werde. Dies trübt mein Vertrauen in die Zukunft der Beziehung irgendwie.

      • wieso das denn? kannst Du garantieren, dass Eure Beziehung auf immer und ewig hält?

        Sicherlich nicht....auch wenn man es sich vielleicht wünscht, geht das Leben manchmal andere Wege.

        Sie will damit doch nur ihr Haus sichern.

        Ich habe mit meinem Ehemann bis vor kurzem in "meinem Haus" gewohnt. Er hat zwar keine Miete gezahlt, aber Geld hat er über Renovierungen doch mit rein gesteckt, auch bevor wir verheiratet waren. Ich hab damals auch häufiger überlegt, ob es nicht für beide Seiten übersichtlicher und sicherer wäre, wenn er monatlich einen Betrag x zahlen würde.
        Nie im Leben hätte ich ihn aber mit ins Grundbuch eintragen lassen. Das Haus war vor ihm da und ich wollte auch noch ein Dach überm Kopf haben, falls es schief geht.

        Unsere Beziehung war trotdem auf längere Zukunft ausgelegt, daher ja auch mittlerweile gemeinsame Kinder und verheiratet und ein inzwischen ein anderes gemeinsames Haus.

        so blöd ihr halbes Haus an dich zu verschenken...so blöd kann keine Frau sein.. oder übernimmst du die Komplettrenovierung ..ca, 150.000 Euro

    Natürlich hat man mit Eigentum auch immer andere, laufende Kosten - Trotzdem ist so ein Eigenheim doch an sich eine gewisse Sicherheit!!!

    Ich habe mit meinem jetzigen Mann einige Jahre in meiner Eigentumswohnung gelebt. Da ich diese Wohnung noch abzahlen musste, hat er Miete gezahlt. Als die Wohnung bezahlt war, hat er die Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas) übernommen... Die Kosten für Wohngebäudevers., Hausverwalter, etc. waren "mein Problem".

    Ich hätte es unfair gefunden weiter Miete zu bekommen. Den "Luxus" des mietfreien Wohnens habe ich gerne geteilt. Trotzdem war es schön, dass die NK von ihm übernommen wurden, so konnte "mein" Geld wieder eher in meine Immobilie fließen...

    Im Falle einer Trennung hätte ich sonst eine von ihm renovierte Wohnung einfach so für mich gehabt... Das finde ich nicht OK! Ins Eigentum steckt man einfach mehr als in eine Mietwohnung und da es nur das Eigentum von einem ist, muss das Verhältnis in meinen Augen irgendwie gewahrt bleiben.

    Trotzdem kann ich es verstehen, wenn der Partner nicht ins Grundbuch eingetragen werden soll... Das hat sich bei uns mit der Hochzeit geändert - aber vorher??? Das hatte auch nichts mit mangelndem Vertrauen in die Beziehung zu tun - sondern einfach mit einem Gefühl von Sicherheit. Man muss sich doch eine evtl. Trennung nicht schwerer machen wie nötig... Ich habe damals z.B. auch die Küche bezahlt - die passt schließlich am Besten in diese Wohnung... Die anderen Möbel hat mein Partner übernommen....

    LG

***Die Situation wird für dich also schlechter und für sie besser...***

Das ist nicht richtig. Vorher haben beide mietfrei gewohnt und beide keinerlei Kosten für Instandhaltung oder Reparaturen gehabt. Nun hat sie diese Kosten, die nunmal nur schubweise auftreten. Er könnte sich natürlich immer an diesen Kosten direkt beteiligen wenn sie anfallen, aber wie schon jemand gesagt hat, bei einer Trennung, wenn sie kurz vor oder kurz nach einer Investition passiert, kann es für sie oder ihn ziemlich blöd werden und zu großen Streitigkeiten führen.

Instandhaltungsrücklagen sind übrigens in Eigentumswohnungen oft Pflicht!

Es gibt Berechnungsverordnungen für die voraussichtlich anfallenden Instandhaltungskosten. ZB sollte man für ein 20 Jahre altes Haus im einwandfreien Zustand (!) etwa 10 Euro pro qm im Jahr zurücklegen. Mit steigendem Alter steigen auch die Instandhaltungskosten.

Mein Modell wäre in dem Fall: Das Haus wird schnellstmöglichst (von beiden gleichermaßen finanziert) in einen einwandfreien Zustand versetzt, denn schließlich haben die beiden es ja zusammen abgewohnt. Dann zahlen BEIDE auf ein monatliches Instandhaltungskonto (auf IHREN Namen) einen bestimmten Betrag, der die zukünftigen Instandhaltungen laufend und gleichmäßig abdeckt. Nebenkosten wie Strom und laufende Kosten wie Versicherungen sollten sie sich teilen.

  • Sorry, aber würde ER zu Miete wohnen, müsste er auch keine Rücklagen bilden! Den Betrag einfach zu teilen finde ich entsprechend nicht fair!

    SIE hat schließlich Eigentum und damit den "Luxus" ein Lebenlang mietfrei zu leben...

    Für mich bleibt es dabei, das alle geteilten Lösungen nicht gerecht sind -

    ER sollte günstiger wegkommen als mit einem halben gemieteten Haus und SIE sollte günster wegkommen als mit einem alleinigen Eigentum...

    Wenn die Lösung ER übernimmt die NK nicht gewollt wird, würde ich vorschlagen er zahlt 1/3 der üblichen MIetkosten...

    LG

    • ***Sorry, aber würde ER zu Miete wohnen, müsste er auch keine Rücklagen bilden! Den Betrag einfach zu teilen finde ich entsprechend nicht fair!***

      Hä? Aber er müsste doch Miete zahlen und die würde sicherlich weitaus höher ausfallen als so eine Rücklage!: Beispiel: 100 qm Wohnfläche 20 Jahre altes Haus: gemeinsame Rücklage 1000€ im Jahr. Wo bitte kannst du dir für 1000€ im Jahr ein Haus/Wohnung mieten? Das sind knapp über 80 € im Monat und dafür kriegst du nichteinmal ein 25qm Loch!

      (Wobei ich 1000€ für zu knapp bemessen finde)

      ***SIE hat schließlich Eigentum und damit den "Luxus" ein Lebenlang mietfrei zu leben...***
      Naja, wenn die beiden jahrelang nichts in das Haus investieren dann ist das Haus irgendwann seinen Abriss nicht mehr wert. Ich weiß nicht was für Vorstellungen du vom Hausbesitz hast.

      ***ER sollte günstiger wegkommen als mit einem halben gemieteten Haus und SIE sollte günster wegkommen als mit einem alleinigen Eigentum...***
      Genau so ist es doch!

      ***Wenn die Lösung ER übernimmt die NK nicht gewollt wird, würde ich vorschlagen er zahlt 1/3 der üblichen MIetkosten...***

      Na wenn das gerechter ist .... ;-)

      • " Na wenn das gerechter ist .... ;-) "

        Ja, das finde ich schon! Schließlich von direkt von Renovierungen die Rede und nicht nur von 1000€ im Jahr, so wie du das jetzt rechnest ;-)

        Ich hatte es schon so verstanden, dass ziemlich schnell ein höher Betrag nötig sein soll oder von einer kompletten Miete die Rede ist - und das wäre in meinen Augen beides nicht richtig...

        Trotzdem sind wir uns unter dem Strich wohl einig :-p

        Liebe Grüße!

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