Wenig Interesse an der Familie, macht mein Mann sich den Druck selbst?

    • (1) 24.08.13 - 00:10

      Hallo,
      ich bin mittlerweile völlig ratlos, was ich noch machen soll. Es ist eine ganze Menge, um das Problem mit meinem Mann zu schildern. Aber ich werde versuchen, die wichtigsten Punkte zu schreiben.

      Meinem Mann war die Arbeit immer schon sehr wichtig. Als wir noch keine Kinder hatten, war es so, dass er morgens um acht Uhr anfing und gegen 19.30 Uhr nach Hause kam. Hausarbeit hat er immer nur Dinge wie spülen gemacht. Alles schriftliche war immer mein part. Gestört hat mich das immer schon und es gab regelmäßig Streit, ich habe versucht Listen zu erstellen und alles gerecht aufzuteilen. Ich selbst war immer so bis 18 Uhr arbeiten und hatte auch eine sehr verantwortliche Position.

      Wir wollten Kinder und ich war auch gerne bereit, dafür zuhause zu bleiben. Es hieß damals, dass ich meine Stelle nach einem Jahr wieder aufnehmen könne. Leider hat das nicht geklappt.

      Ich habe zwei Frühchen bekommen und es gab einige Sorgen und Probleme, aber es ist Gott sei Dank alles gut gegangen.

      In der zweiten Schwangerschaft musste ich liegen, alles blieb zuhause liegen. Ich bekam kaum Hilfe und auch wenig Verständnis für meine Vorsicht von allen ringsherum.

      Im Krankenhaus bekam ich große Probleme, Angst dass was passiert, konnte nicht mehr schlafen, weinte viel, Sehnsucht nach meiner größeren Tochter, die ich nur eine stunde am tag sah,. Da musste ich durch. Zuhause blieb viel liegen. Die Beihilfeabrechnungen brachte mein Mann mir ins Krankenhaus und das Laptop.

      Ich war insgesamt sechs Wochen im Krankenhaus, bekam noch eine Ausschabung, pumpte Milch ab, besuchte meine kleine Tochter auf der Frühchenstation.

      Zuhause war alles irgendwie liegen geblieben, monatelang nichts bearbeitet, abgeheftet, die große eifersüchtig, die kleine versuchte ich von der Milchpumpe an die Brust zu bekommen, das klappte nach einigen Tagen und ich war sehr stolz. Ich brauchte beim Stillen Ruhe, mein Baby weinte sehr viel, hatte das kam viel später raus, mit dem Nacken Probleme. Meine große Tochter war eifersüchtig, mein Mann schimpfte entweder mit mir, dass ich ausgerechnet im Wohnzimmer stillen muss oder mit meiner Tochter, wenn sie zu mir wollte. Ich habe durchgehalten.

      Mein Mann nahm acht Wochen Elternzeit, 5 Wochen bekam ich davon noch mit.

      Im Sommer letzten Jahres merkte ich Traurigkeitsgefühle und Platzangst, ich ließ mich beraten und bekam eine Verhaltenstherapie verschrieben. Es tat mir gut, dort mein Herz ausschütten zu können. Es ging oft um die Familie, die kein Verständnis für mich hatte (ist doch alles gut gegangen, du hättest kein kind mehr kriegen dürfen, deine Geschwister schaffen mehr als du usw.), oder um Streitigkeiten mit meinem Mann.

      Die Familienmitglieder machten sich gegenseitig Mut, dass es nur an mir liegen könnte, denn jeder hatte ja irgendein Problem mit mir und das sagte sie mir auch. (meine Mutter, weil ich Liebe und Geborgenheit und ein bisschen Ruhe wollte, die ich nicht bekam, mein vater, weil er meinte, ich schaffe es nicht, mein Bruder, weil er dachte, ich hätte alles übertrieben, meine Schwiegermutter, weil sie seit 20 Jahren Pfeile schiesst und irgendwie nie gestoppt wird.)

      Auch mein Mann, wenn Streit war. Sonst war er nett, das wechselte halt, Ich zweifelte an mir selbst. Immer mehr. Die Psychologin sagte aber, dass es okay ist, wie ich mich verhalte und dass da nichts unnormal dran sei.

      Ich ging weiter zu der Gesprächstherapie, wurde ruhiger, aber zeitweise war ich auch sehr agressiv, besonders mein Mann schaffte es, mich sehr schnell auf 180 zu bringen. Ich machte mir deswegen Vorwürfe und dachte, ich allein sei schuld und versuchte, daran zu arbeiten.

      Die Psychologin riet uns zu einer Paartherapie. Mein Mann war bereit dazu.

      DOrt wurde uns geraten, zusammen eine Liste zu erstellen, mit allem was so anfällt. Diese Liste haben wir bis heute nicht.

      Ich stehe morgens um 6.30 Uhr auf und gehe gegen 0.30 Uhr ins Bett. Bereits morgens kümmere ich mich um beide Kinder, stille, mache sie fertig, mache Frühstück, bringe die Große zum Kindergarten usw. Mein Mann bleibt mind. 40 Min im Bad, ich habe 5 Minuten, Dann kommt er runter und frühstückt 30 Minuten, ich renne die ganze Zeit nur und kümmere mich hier und kümmere mich da. Dann fährt er zur Arbeit und kam gegen 18.30 Uhr/19.00 Uhr nach Hause. Dadurch kamen die Kinder immer zu spät ins Bett. Ich habe mit Hilfe des Paartherapeuten nun ein Nachhausekomme um 17 Uhr durchgekriegt, so dass wir nun entspannt um 17 Uhr essen können und die Kinder spät. um 20.30 schlafen.

      Wenn die Kleine morgens eine Stunde schläft, koche ich das Essen vor und mache, was so anfällt, nachmittags unternehmen wir etwas und abends mache ich den Rest.

      Irgendwie schaffe ich es aber nicht mehr. Da restlos alles an mir hängt.
      2 Etagen und ein Keller, den wir viel benutzen (180 qm), ein Riesengarten, 18 Fenster, einkaufen, kochen, putzen, waschen, Geschenke besorgen, Karten schreiben, Finanzen verwalten, Rechnungen bezahlen, Steuererklärung, urlaub planen usw. es ist egal, worum es geht. Alles hängt an mir. Mein Mann sagt, er könne das nicht. Wenn ich Glück habe, macht er abends die Spülmaschine an, das wars.

      Abends sitzt er oft da und schreibt noch Emails, teilweise bis 2 Uhr in der Nacht, sagt mir aber, er wäre ja immer für die Familie da, wenn er mal 1 Stunde auf ein Kind aufpasst.

      Ausflüge sind "Familienkikischeisse" oder "Tritratrullala".

      Vorhin wollte meine Tochter ein Gummibärchen und die Schale war leer. Da rief er, wo sind Gummibärchen. Ich sagte; Oh, keine mehr da? Da hat der Gummibärchenauffüller wohl geschlafen. Er sagte gleich etwas wie A... Und dann meinte er, was er denn mit bescheuerten Gummibärchen zu tun hat.

      Das ist jetzt zwar ein blödes Beispiel, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Genau so ist es in allen Dingen.

      Ein anderes Beispiel. Seine Mutter macht mir immer zu schaffen von Anfang an, nun hat sie als neuestes Spiel ihn nicht an seinem geburtstag besucht, und er war sehr traurig darüber. ich habe sie dann angerufen und ihr das gesagt und dan wurde sie gleich fies und behauptete etwas schlimmes, was ich so nicht gesagt habe und das würde sie nie vergessen und sie erzählt es auch überall herum. Ich habe dann noch einmal gesagt, dass ich das so nicht gesagt habe und dann hat sie den Hörer aufgeworfen und sich nicht mehr gemeldet. Mein Mann darauf: Was setzt Du sie denn auch unter Druck.

      Nun sollen wir Sonntag zum Geburtstagskaffee von seinem Vater kaufen und ich habe gesagt, ich komme nicht mit. Er könne ihr ja wenigstens mal sagen, dass sie so nicht mit mir umzugehen hat und sich bei mir entschuldigen solle. Er war gleich supersauer und sagte, ich solle mich nicht so anstellen.

      Ich will jetzt nicht alles erzählen, was sie schon gemacht hat, aber sie hat echt einen knall, letztens hat sie überall erzählt, ich hätte ihr auf einer Feier keinen Stuhl gegeben, sie wären überflüssig, weil ich ja de ganze Zeit mit dem Baby rumgerannt wäre, dabei saß sie die ganze Zeit. Immer so an den Haare herbeigezogene Sachen und dann ruft sie auch bei meinen Eltern an. Vor vielen Jahren hat sich mein Mann getrennt, weil sie ihm nur vorgeworfen hat, wie furchtbar ich wäre,

      Der Schwiegervater ist sehr lieb und nett und ihn würde ich gerne besuchen fahren. Aber was mache ich nun? Ich bin 100 mal hingefahren und habe gute Miene gemacht, aber irgendwo ist bei mir die Hutschnur gerissen.

      heute morgen bei der Paarberatung erzählte ich, dass ich Kinokarten gekauft hatte und mein Mann wieder ausreden hatte, warum das nicht ginge.

      Der Paartherapeut hat dann etwas sehr wichtiges gesagt, er meinte, dass mein mann sich unter Druck setzt, aber es wäre irgendwie niht klar, woher der Druck käme.

      Er sagt, von der Arbeit und er sagt, ich setze ihn unter Druck. Die Frage ist, ob das unter Druck setzen ist, wenn ich ihn bitte, mit anzupacken....

      Es kam dabei heraus, dass er auch nicht genau weiss, wo der Druck ist, er will bei allen seinen Kunden gut dastehen und versucht immer alles zu schaffen, egal wie viele Kunden es sind.

      Er soll jetzt darüber nachdenken. Er war dann auch ziemlich grantig, als wir da rauskamen.

      Und meinte. Das muss Dir doch gut getan haben, das wolltest Du doch, dass er mich sich vorknöpft. Ich wusste gar nicht, was ich darauf sagen sollte.

      Kinder ging, dass er eben nicht bereit sei, Abstriche beruflich zu machen.

      Abends waren wir um 17.30 mit meinen Eltern im Restaurant verabredet und wir hatten mehrfach ausführlich darüber gesprochen. Meine Eltern freuten sich und haben schon einen Platz reserviert. Es war klar, dass er um 17 Uhr hier sein sollte.
      Um 17.30 Uhr war er nicht da und er hatte sich auch nicht gemeldet. Ich habe dann die Kinder ins Auto gepackt und bin selbst losgefahren, da kam er uns um 17.35 entgegen, rief dann scheinheilig an und fragte, warum wir losgefahren wären. Ich sagte, weil wir verabredet sind.

      Da sagte er, er habe wichtige Dinge bei Kunden zu erledigen, das wäre wichtiger. Ich fragte, warum er nicht Bescheid gesagt habe. Er: Ich bin eben ein Arsch.

      Wir kamen dann 45 Minuten zu spät.

      Ich fand das merkwürdig, denn gerade heute morgen hatte der Paartherapeut ihm gesagt, er solle mal nach den Knöpfen "Genießen", "Pause", Slow Motion" gucken und nicht immer nur im Hamsterrad drehen. Wobei sich dieses Rad doch hauptsächlich um seine Firma dreht oder eben um Projekte im Haus (Terrasse und so), für die er dann Anerkennung bekommt. Ich hatte vorgeschlagen, dass ihm jemand bei der Terrasse hilft, aber er will das unbedingt alleine machen. Das war auch mit dem paartherapeuten so besprochen.

      Seit Ende März hat er fast jeden abend im Garten an etwas gearbeitet und ich konnte nicht weg und war immer alleine.

      Ich kann auch nicht mit ihm reden. Er fühlt sich schnell angegriffen und manchmal hält er sich die Ohren zu oder fährt weg. Ich mache schon gar nicht mehr den Versuch. Ich bin aber innerlich so angespannt und unzufrieden, dass ich bei Stress schnell anfange, ihn zu beschimpfen, wegen all dieser Dinge und mich nerven an ihm schon so Dinge, wie das falsche Deo oder so.

      Ich habe einen psychischen Test gemacht, ob eine Depression vorliegt, man sagte mir, dass es eher darauf hindeutet, dass das Umfeld nicht so in Ordnung ist.
      Aber was soll ich jetzt tun? Ich drehe es hin und her und weiss einfach nicht mehr weiter.

      Ich habe mich einer langjährigen Freundin anvertraut, aber leider ging das genau nach hinten los, sie sagte, mein Mann würde so schlecht aussehen und er bräuchte mal Urlaub und dann hat ihr Mann ihn gefragt, ob sie zusammen wegfahren sollen. Sie hat mir gar nicht richtig zugehört und sagte sofort, er habe ja viel mitmachen müssen, als ich im Krankenhaus lag.

      Ich weiss auch nicht mehr, wem ich das alles erzählen kann,

      Mein Mann wird schnell sehr agressiv mit Worten und wird auch laut, auch bei meiner größeren Tochter.

      Einfach weggehen geht einfach nicht, ich habe nicht die Kraft dazu, zumindest jetzt nicht,

      Ich möchte das auch wegen der Kinder nicht, dann müsste die Kleine schon in eine Kita.Ich will ihnen das nicht antun.

      Ich glaube, der paartherapeut hat wirklich recht, er hat irgendwie ein Probleme, die ganze Zeit gelobt werden zu wollen.
      Wenn sein Chef ihn anruft und ihn gelobt hat, dann kommen plötzlich SMS, dass er uns lieb hat und so was und er hat eine ganz andere Stimme. ER geht völlig in seiner Firma auf, aber er bekommt keine Provision oder so.

      Arbeitet er abends noch zuhause, dann zählt das nicht. Und Überstundne und Wochenarbeitsstunden das wäre ja nur was für Beamtenpupser.

      Obowhl ich ihm vorhin ganz klar gesagt habe, dass es so nicht weitergeht, steht er dann vorhin in der Küche und verabschiedet sich von seiner Kaffeemaschine und ich muss auch noch tschüss sagen und son Quatsch, als wenn nichts gewesen wäre.

      Manchmal denke ich, ich werde verrückt.

      Die nächste Paartherapiestunde ist erst in einer Woche.Was soll ich denn jetzt bloss machen?

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich verändert und wir auf einmal richtig wichtig für ihn sind. Natürlich hat er uns irgendwie lieb, die Kinder zum kuscheln, aber wehe, wir stellen Ansprüche oder sind mal nicht so einfach.

      Im Haus interessiert ihn auch nichts. Ich muss 1000 mal sagen, er soll irgendwas weg- oder aufräumen, überall liegen Haufen. Er sagt, Du musst mir das sagen, wenn ich es sagen, sagt er Du und Deine Befehle, schreibe ich es auf, sagt er: Du und Deine Listen, Ich bin wirklich ratlos und ich könnte auch noch Stunden so weiterschreiben. Das alles ist nur ein Auszug.

      Ich kann einfach so weitermachen und gute Miene machen, damit es den Kindern gut geht, Aber was ist mit meiner Seele? Kommen die Einsamkeitsgefühle, sobald ich alleine bin daher? Bin ich unter Menschen, die mit mir reden, habe ich das nicht.

      Hat jemand vielleicht einen Rat für mich?

      Auf jeden Fall vielen Dank, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt.

      Eure ratlose und traurige Sally

      P.S. Fragt ruhig, wenn etwas unverständlich erscheint oder etwas fehlt.

      Vielen Dank!

      • (2) 24.08.13 - 00:29

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        • Hallo,
          danke für den lieben Beitrag zu später Stunde. Nein, ich liebe ihn nicht. Deshalb regt mich wahrscheinlich auch alles an ihm auf. Ich hoffe immer noch, dass alles wieder gut wird. Ich verstehe einfach nicht, wieso es so weit gekommen ist. Und er glaubt wohl, dass ich mich das nicht traue, mit dem Weggehen.

          Wie siehst Du denn das mit der Schwiegermutter? Wenn er wütend ist, dann sehe ich sie, das kommt noch dazu

            • ich würde ihn gerne lieben, aber ich kann nicht, weil ich so enttäuscht und sauer bin.
              Ich möchte den Kindern vor allem der größeren das nicht antun, ich müsste sofort arbeiten, beide müsste ganztags in eine Kita, sie würden Haus und Garten verlieren, die Familie würde mir die Schuld geben, keiner sieht genau hin. Ich weiss nicht, ob ich das schaffe, und kein Freund ist mir im Moment so nah, dass ich wüsste, ich wäre nicht alleine.

              • (6) 24.08.13 - 01:26

                Ist alles Scheiße, du liebst ihn nicht, aber schaffst den Absprung nicht, das ist dein Problem. Da wird dann gerne Haus und Garten vorgeschoben. Konsequent bist du nicht für fünf Cent.
                Dann lebe weiter so unglücklich vor dich hin die nächsten 40 Jahre.
                Du hast keine Freunde, die für dich Verständnis haben würden?

                • ich weiss nicht, bin nicht sicher, sie haben alle Verständnis für ihn. der arme hat so viel hinter sich, wo ich im Krankenhaus lag und er sieht so schlecht aus und ich bin doch zuhause und er muss arbeiten....

                  • (8) 24.08.13 - 01:31

                    Da hast du keine richtigen Freunde, oder du erzählst hier nicht die Wahrheit.
                    Willst du deine Überlegung, diese Ehe weiterzuführen davon abhängig machen, was andere Leute, die dir anscheinend nicht sehr nahe stehen, denken könnten?

                    (9) 24.08.13 - 01:41

                    Dir fehlt der Mut und der Arsch in der Hose, das zu beenden. Kein Vorwurf!

                  Nimm es mir nicht übel, aber so ganz kann ich Deinen Leidensdruck nun auch nicht nachvollziehen:

                  Ihr habt Euch nun mal für das Modell Hausfrauenehe entschieden, und d.h. Nunmal er Job, Du Haushalt und Kinder! Dafür hast Du vermutlich keinerlei finanzielle Sorgen, keinen größeren Stress und mußt eben nicht durch den Tag hetzen und Berufstätigkeit, Kinderbetreuung, Termine, Einkäufe und Haushaultsoflichten unter einen Hut bringen.

                  Das bisschen Unterlagen abheften, geschenkt!

                  Was Du beschreibst sind, bis hierher, Luxusprobleme!

                  Deinem Mann ist die Beziehung mit Dir offensichtlich wichtig genug um eine Eheberatung zu machen - dafür nimmt er sich die Zeit also!

                  Du bist es , die das Problem hat: Du liebst ihn nicht mehr! Du benutzt ihn um den Wohlstand den er Dir bietet behalten zu können! Denn wie Du schon richtig erkannt hast , werden sich Deine (!!!) Lebensumstände mit einer Trennung drastisch verschlechtern. Die Kinder werden es vermutlich genießen mit anderen Kindern in einer KiTa zu spielen. Aber Du wirst, zusätzlich zu dem was Du heute tust, noch 4,6und später gar 8 Stunden täglich arbeiten müssen. Ich bin seit meiner 2. Schwangerschaft AE, übrigens ohne je Unterhalt gesehen zu haben, habe meine Kinder sehr gut großgezogen, aber weiß zu genau, was für ein Kraftakt das ist! Ich was so manches mal vollkommen erledigt, besonders wenn die Kinder krank waren und ich kaum Schlaf bekommen habe!

                  Schau Dich mal um, wievielen Frauen es so ergeht!

                  Ja, ich glaube schon das. Es Dir nicht gut geht. Aber ich bin eher geneigt das Selbstmitleid zu nennen. Wenn Du Deine Ehe nicht mehr ertragen kannst, dann trennst Du Dich. Dafür bist Du bereit jeden Preis zu zahlen, nur um wieder frei durchzuatmen.

                  Aber das willst Du ja gar nicht: Du willst nur unglücklich sein! Und das bei jeder Kleinigkeit:

                  Wenn Dein Mann nicht rechtzeitig heimkommt , ihr aber verabredet seit, warum fährst Du dann nicht schon mal ins Restaurant vor? Wie unselbständig bist Du eigentlich? Als Mutter zweier Kinder

                  Pina

    (12) 24.08.13 - 00:30

    Hallo Sally,

    er ist nicht für Dich da. Und das wird sich auch mit der Paartherapie nicht ändern. Wahrscheinlich müsste er für sich eine analytische Therapie machen, um rauszufinden, was ihn bewegt. Das wird aber wohl nie passieren, da Du den Leidensdruck hast und nicht er.

    Vielleicht kannst Du Dir das Leben leichter machen:

    1. Hör auf, über ihn und seine Beweggründe nachzudenken.
    2. Hör auf, darauf zu hoffen, dass er etwas ändert.
    3. Frag nicht nach Entlastung, sondern schaffe Dir welche (z.B. eine Putzfrau oder eine Gartenhilfe).
    4. Richte Dich nicht nach seinem Tagesablauf. Kommt er spät, sind die Kinder halt im Bett... Sein Pech.
    5. Kümmere Dich nur um Dich. Was brauchst Du?
    6. Lass liegen, was nicht geht.

    Wahrscheinlich brauchst Du dafür etwas Abstand. Ich würde daher zu einer Mutter-Kind-Kur raten, um den Kopf klarer zu kriegen.

    Alles Liebe
    die Landmaus

    • (13) 24.08.13 - 00:35

      Hallo, danke für Deinen lieben Beitrag, ich musste das einfach mal runterschreiben, das hat mir auch gut getan, auch um mich zu sortieren.

      Er erzählt auch bei dem Therapeuten, er wäre ja zuhause nichts wert, weil ich alles mache. Paradox oder?

      Ich habe das schon ein paar Mal versucht, mit dem Ignorieren, irgendwie knicke ich dann wieder ein, weil ich mich so einsam fühle.
      Ist schwer, aber vielleicht suche ich mir wirklich eine Putzfrau, ich kann das einfach nicht mehr schaffen. Bin sehr traurig.
      LG Sally

      • (14) 24.08.13 - 00:45

        Nein, ich find das gar nicht paradox, sondern total stimmig. Er arbeitet sich mit seinen Problemen an Dir ab.

        Möglicherweise bist Du auch mehr ein Mutterersatz. Du sollst ihn loben und anerkennen, aber keinesfalls seine Defizite aufzeigen. Das Problem ist nur, dass ein Teil von ihm erkennt, dass Du Aufgaben erfüllst, die er auch erfüllen sollte, wenn er denn erwachsen wäre.

        Ich würde Dir auch zu einer (weiteren) Therapie raten. Dass Du zulässt auf diese Art ausgenutzt und behandelt zu werden bzw. Dich für ihn z.B. der Schwiegermutter gegenüber in der Art aus dem Fenster lehnst, ist in der Konstellation nicht gesund. Es ist ein bisschen so als wolltest Du die bessere Mutter sein und er straft Dich ab, in dem er dann doch wieder umschwenkt und Dir in den Rücken fällt. Ihr - also Du und Deine Schwiegermutter - rangelt um Deinen Mann. Und ihm scheint das zu gefallen.

        • (15) 24.08.13 - 00:50

          das wäre ja schlimm. eigentlich wollte ich einfach, dass die Kinder ihre andere Oma auch mal sehen... Soll ich denn da jetzt hingehen? Und was soll ich ihm sagen?

          • (16) 24.08.13 - 00:51

            Wonac fühlt Du Dich denn?

            • (17) 24.08.13 - 00:51

              Es ist spät: ich schiebe ein h und ein s nach.

              • (18) 24.08.13 - 00:54

                ;-)
                Tja, den Kindern soll es gut gehen, ich würde der bekloppten gerne was ins Gesicht sagen, gehe ich nicht mit, nimmt er die Kinder und fährt alleine und ich kann nicht gucken, was sie macht. Ich weiss es nicht. mich nervt es.

                Mein Mann traut sich alleine nicht hin, weil sie nur rumschimpft.

                • (19) 24.08.13 - 00:58

                  So und nun lies das nochmal: Du denkst über die Kinder nach, Du denkst über den Drachen nach, Du denkst über Deinen Mann nach, aber was DU willst, weisst Du nicht. Das ist der Grund warum man auf Dir rumtramppelt. Weil es geht.

                  Also nochmal: wonach ist Dir?

                  • (20) 24.08.13 - 01:03

                    nicht hingehen

                    • (21) 24.08.13 - 01:08

                      Gut. Dann geh nicht hin. Das zu tun, was für Dich gut ist, ist im Moment sicher das wichtigste.

                      Deinem Mann kannst Du anbieten, dass er die Große mitnimmt oder bei Dir lässt, ganz wie er mag. Und dann machst Du mit der gewonnenen Zeit etwas Gutes für Dich.

                      • (22) 24.08.13 - 01:15

                        und seine vorwürfe?

                        ist es denn so, dass er zu mir stehen müsste und sagen müsste, dass sie so nicht mit mir reden darf?

                        • (23) 24.08.13 - 09:00

                          Hallo

                          Eigentlich müsste er zu dir stehen, aber er scheint sich gegen seine Mutter selber nicht durchsetzen zu können und da ist es leichter auf dir rum zu trampeln, als seiner Mutter die Stirn zu bieten. Man könnte sogar sagen: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Er kennt es ja gar nicht anders!

                          Hör auf dich für ihn einzusetzen und mache grundsätzlich nur noch das wozu du auch wirklich Lust hast. Wenn er wegen seiner Mutter traurig ist - ist es SEIN Problem. Mach es nicht zu deinem. Vor allem hänge dich da nicht mehr zwischen.

                          Du schreibst ja, dass er Angst hat alleine zu seiner Mutter zu fahren. Eigentlich ganz schön traurig. Es ist vermutlich viel entspannter für ihn wenn du mitkommst, weil du dann alles abkriegst und alles ausfechtest. Hör auf damit und beginne zu akzeptieren, dass andere Menschen ihre Kriege alleine ausfechten müssen. Es reicht wenn du das für deine Kinder übernimmst, solange sie das noch nicht selber können. Und was SM sagt geht links rein und rechts wieder raus. Wenn es mal wieder zu viel wird, geht man oder beendet das Gespräch. Bleib dir selber treu und versuche nicht die Welt für alle anderen zu einem besseren Ort werden zu lassen. Das funktioniert leider nicht.

                          Wegen deiner Probleme im Alltag, mache es wie Landfrau geschrieben hat: Besorge dir eine Putzfrau die einmal pro Woche für 2h kommt und ggf. jemanden für den Garten.

                          Mache Sachen die dir gut tun. Zuhause zu versauern macht niemanden glücklich, vor allem nicht mit kleinen Kindern. Du bist ja permanent damit beschäftigt dich um die Bedürfnisse von anderen zu kümmern und bleibst dabei völlig auf der Strecke. Fang an an dich zu denken!

                          LG, Ciara

                          (24) 25.08.13 - 01:30

                          Liebe chiara, vielen dank. Du hast sicher recht. Ich werdecdas so versuchen. Ich weiss immer noch nicht was ich jetzt morgen machen soll. Ich möchte ihn auch ungern alkein mit den kindern gehen lassen. Kann ich denn hingehen nichts sagen obwohl sie mur den hören hingeknallt hat und mur etwas fieses unterstellt hat? Wie soll ich es schaffen mich nicht zu ärgern. Ich will gar nicht dass sie meine kinder anfasst.

                          Ich habe meinem mann heute gesagt dass ich glaube dass es mir nucht gut geht wegen der probleme mit ihm. Er: ich tue doch alles ivh habe sogar meine hosen aussortiert... er weckt much nicht istcfroh dass er einen seiner kriegsfilme gucken kann - ich war beim Zubettgehen der Kinder eingeschlafen. Ivh habe novh vor zwei tage n gesagt er solle mich immer wecken da ich noch die Zähne putzen muss. .. ach ja keine ahnung. Lg

                          (25) 25.08.13 - 01:41
                          nach Mitternacht

                          Glaubst du wirklich, dass eine Putzfrau kompensieren kann, dass die TE ihren Mann nicht liebt und sie deswegen alles an ihm stört? Dazu noch die Schwiegermutterproblematik. Ich wette, wenn der TE garantiert das gleiche Familieneinkommen angeboten würde, wenn sie sich trennt, würde man nur noch ihren Kondensstreifen sehen. Meiner Meinung nach bleibt sie nur in der Familie wegen der Finanzen und weil sie Angst davor hat, was bei einer Trennung in dieser Hinsicht auf sie zukommt.

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