Kind zum Vater was beachten

    • (1) 30.08.13 - 19:00
      heutemalingrau

      Hallo erst einmal

      ich bin seit 4,5 Jahren vom Vater meiner großen Tochter getrennt. Mittlerweile bin ich auch neu verheiratet und wir haben noch eine gemeinsame Tochter.

      In der Vergangenheit gab es viel Ärger rund ums Sorgerecht und den Unterhalt. Nun ist aber alles geklärt und ich bemühe mich um ein gutes Verhältnis zum Kindsvater.

      Die letzten zwei Jahre hat es soviel böses Blut rund um meine große Tochter (fast 5) gegeben das sie sich extrem ins negative verändert hat. Jeder Tag ist ein einziger Spießrutenlauf für mich und meinen Mann das wir einfach nicht mehr können.

      Hier mal ein (kleiner!) Auszug:
      Sie malt die Wände/Möbel/Bettwäsche an, schmiert Kaugummi in die Bettwäsche, quält unseren Hund, schubst unsere jüngste wann immer sie an sie rankommt oder macht immer wieder das Treppengitter/Tür auf. Im Auto schiebt sie heimlich scharfkantiges Spielzeug in die Babyschale unter Babys Rücken, nimmt Kuscheltiere und Spielzeug weg. Sie spuckt den Hund an und macht das Halsband so eng wie nur irgend möglich, sie steckt steine in den Abfluss des Waschbeckens oder fährt mit Absicht mit ihrem neuen Roller gegen Autos. Sie bricht das Lattenrost (festgeschraubt!!) mit aller Gewalt aus ihrem neuen Rutschenbett, pullert auf ihre Kuschelmatratze unter dem Bett, pökert solange in Ihrer Kleidung bis Löcher darin sind so das wir kein Kleidungsstück mehr haben ohne Loch (und sie hat wirklich sehr viele hübsche und teilweise auch teure sachen). In der Kita ist sie auch besonders anstrengend. Wir mussten schon zwei mal wechseln weil niemand sie haben will. Kein Kind will mit ihr spielen. Zuhause laufen die Nachbarskinder schreiend weg wenn sie sie auf der Straße sehen.
      Sie lutscht am Daumen so das die Zähne schon ganz schief sind und Zähne putzen tut sie auch nie ordentlich(ich darf nicht putzen, sie wird sonst wütend und spuckt mich an). Allgemein von Körperpflege hält sie nicht viel obwohl wir da Vorbild sind.
      Gestern hat sie mir belustigt erzählt sie hätte den Hund in ihr Zimmer gelockt und er musste an ihrer Scheide und ihrem Po lecken. (Ich musste mich fast übergeben als sie das erzählte!!!!) Auf die Frage warum sagt sie nur sie fände das lustig!

      Sie ist frech und unhöflich und wir kommen einfach nicht mehr weiter.

      Wir haben es mit konsequens probiert und mit Strafen aber ich kann einfach nicht mehr. Ich kann sie wirklich überhaupt nicht alleine lassen. Jeder Ausflug endet im Desaster. Sie schmeißt sich beim Spaziergang in Pfützen oder wirft mit Steinen/Sand um sich. Hält man die fest fängt sie an zu treten und zu schreien. Beim einkaufen akzeptiert Sie nie ein nein. Nimmt Waren aus den Regalen oder reist sie gleich auf. Ich nehme sie schon nicht mehr mit. Einmal riss sie sich in einem Real Markt von meiner Hand, es dauerte 2 Stunden bis das sicherheitspersonal sie einfing. Der Laden musste geräumt werden und letztendlich fand mann sie nur weil sie einen 20l Kanister Wasser umkippte, in der Pfütze ausrutschte und nicht schnell genug aufstehen konnte um weg zu rennen
      Ständig muss ich schimpfen. Darunter leiden wir alle.

      Ich habe nun beschlossen sie zu ihrem Vater zu geben bevor ich komplett durchdrehe. Ich kann einfach nicht mehr und mein Mann und ich haben wahnsinnig Angst um unsere kleine.

      Heute habe ich nun mit dem Vater gesprochen. Einverstanden ist er und ich hoffe das sie sich bei ihrem Vater noch zum positiven entwickeln kann. Wir haben sie sehr liebt und es tut uns leid das wir sie von ihrer Schwester trennen müssen aber ich kann einfach nicht mehr. Bei ihm fühlt sie sich auch sehr wohl das wissen wir und das ist uns auch wichtig.

      Ich hoffe ihr könnt mich etwas verstehen und werft nicht zu große Steine.

      Ich habe nun vor mein alleiniges Sorgerecht mit dem Vater zu teilen so das wir erstmal nicht über Gericht müssten. Dabei würde ich die ganzen Rechte auf ihn übertragen.

      Besuchen würden wir sie so alle zwei bis drei Monate (500km Entfernung eine Strecke).

      Zunächst geben wir ihr aber einige Zeit das sie sich einleben kann beim Papa. Auf Unterhalt verzichte ich und das Kindergeld überschreibe ich an ihn da er ja dann die Kosten haben wird.

      Gehe ich das so korrekt an oder muss ich noch etwas beachten?

      Viele Grüße

      von einer fix und fertigen Mama die ihre Große trotzdem sehr lieb hat

      • (2) 30.08.13 - 19:06

        ist das alles wahr?!?! sorry, aber das kann ich mir irgendwie schwer vorstellen!
        das ist ja schon SORRY aber etwas verhaltensgestört. warst du mal beim KA und hast das alles mal erzählt?
        sowas kann ja nicht in so starker ausprägung nur durch eien trennung kommen!

        • (3) 30.08.13 - 19:13
          heutemalingrau

          Ja leider ist das alles wahr.. einen Kinderpsychologen haben wir bereits aber der kommt nicht an sie heran. Sie spricht nicht mit ihm. Grinst ihn nur an.

          Ähnlich wie mit ihren Erzieherinnen in der Kita.

          Ich denke es ist ein Zusammenspiel aus Trennung und Neid aufs Geschwisterchen.

          • Trennung und Geschwisterneid führen deiner Meinung nach dazu, dass ein Kind hochgradig aggressiv ist und sich so verhält??
            Ich bin fassunglos... ich kenne einige Scheidungskinder, bin selber eins, habe auch nicht die besten Erfahrungen gemacht und war selber nicht einfach - aber SO hab weder ich mich noch eins der mir bekannten Scheidungskinder sich jemals verhalten.

            Ich kenne solche Kinder aber aus meinem beruflichen Einsatz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Deine Tochter braucht ganz dringend professionelle Hilfe. Ein Umzug zum Papa kann erstmal helfen, aber nicht langfristig,denke ich - da ist irgendwas absolut verkehrt. Sexueller Missbrauch? Psychische Erkrankung (ja, auch 5jährige können schon schizophren oder ähnliches sein) ? Organische Störung? Lass dein Kind durchchecken von Fachleuten! Ein stationärer Aufenthalt wäre auch eine Möglichkeit. Aber hilf deiner Tochter, bitte. Wenn das, was du geschrieben hast, so stimmt, dann besteht da ganz dringend Handlungsbedarf. Und wenn der eine Psychologe nicht an sie rankommt, dann vielleicht der nächste oder der übernächste. Aber sie braucht Hilfe, definitiv.
            Ich wünsche euch und vor allem dem Mädchen alles Gute!

      Ehrlich ich bin erschüttert! Das Kind ist verhaltensgestört und das kommt nicht von ungefähr! Das Kind jetzt abgeben bedeutet für das Kind, es aufgeben! Ich kann verstehen, dass du mit den Nerven am Ende bist, aber wenn das Kind so schwierig ist, wie kommt man denn dann auf die Idee ein zweites zu bekommen? Es ist doch klar, dass dieses Kind besondere Aufmerksamkeit braucht! Such dir Hilfe beim Jugendamt. Wenn der Psychologe nicht an sie herankommt, müsst ihr einen anderen aufsuchen.

      Bitte überleg es dir gut, ob du dem Kind eine Trennung von euch wirklich antun willst?

      GLG
      Shirley

      • (6) 30.08.13 - 20:04

        Sie hat schon all unsere Aufmerksamkeit. Alles was wir aufbringen an Kraft und Energie geht in unsere Große.

        Die kleine läuft nur so nebenbei und geht völlig unter.

        Wir haben uns bereits entschieden und es gibt auch nun keinen Weg mehr zurück.
        Ihr Vater ist der einzige der mit ihr noch zurecht kommt. Es wird denke ich das beste für sie sein!

        Andere Psychologen haben wir hier nicht in der näheren Umgebung.

        Wir haben nun mit ihr darüber gesprochen und sie freut sich schon auf ihren Papa.
        Ich finde es ist die beste Lösung zumal die zwei sich gut verstehen.

        Ich zweifle auch nicht daran das es eine gute Entscheidung ist und darum ging es ja auch nicht in meiner Frage

        • Ich finde es schade, dass ihr so sehr an eurer Entscheidung festhaltet! Was passiert wenn der Vater mit dem Kind auch nicht zurechtkommt? Nimmt ihr sie dann wieder zurück? Oder ist es dann sein Problem? Sie wird ihr Verhalten nicht auf Dauer ändern und wird in ihre alten Muster zurückfallen.

          Sie ist doch keine Ware, die man bei nichtgefallen einfach umtauschen kann. Sie ist euer Kind und erst fünf Jahre alt. Ihr Vater lebt 500 km entfernt und sieht sie vermutlich eher selten. Sie war erst ein halbes Jahr alt als ihr euch getrennt habt. IHR seid ihre eigentliche Familie! Ich fürchte ihr richtet mehr Schaden an als ihr denkt. Aber Hauptsache erstmal vom Hals haben. Sorry, aber ich habe echt kein Verständnis! Für mich ist das einfach nur abschieben!

          Shirley

    Hallo,

    geh zum Jugendamt und unterschreibe den Antrag zur Hilfe auf Erziehung dann muss das Jugendamt Dir helfen.

    Deine Tochter hat große Probleme und glaub mir die werden nicht dadurch behoben in dem Du sie zum Vater gibst.

    Wen das alles kein Fake ist ( und das hoffe ich irgendwie doch) dann gehört Deine Tochter in professionelle Hände und nicht zum Vater der keine Ahnung hat was Du ihm da vor die Nase setzt.

    LG Dore

    naja wie gütig das du auf den unterhalt verzichtest ( auch ironie ) ich hoffe das du dafür deinen ex unterhalt zahlst

    und dein kind gehört zum psychologen evtl auch auf eine station

    denn in dem alter muß was vorgefallen sein

    denn kinder kommen so nicht auf die Welt

    und was hast du an erziehungleistung in den 5j denn erbracht

    denn eine 5j sollte zum händeln sein

    ie soll in 1 j in die schule

    mehr schreib ich jetzt lieber nicht bin nur am kopfschütteln

    Du solltet noch deine Einkünfte offen legen und Unterhalt für deine Tochter berechnen lassen. Sollte es nicht für den Mindestunterhalt reichen, muss so weit ich weiß, dein Mann mitbezahlen.

    Ich wurde an deiner Stelle den Vater in der suche nach einem gutem Psychiater unterstützen...

Hallo,

es ist heftig das ganze zu lesen und ich kann Deine Verzweiflung auch sehr gut verstehen. Ganz ehrlich, ich finde aber Du gibst Dein Kind viel zu schnell auf!! Wart Ihr mal bei der Erziehungsberatung, Lebensberatung, Jugendamt??

Du sagst, sie versteht sich mit dem Vater gut und dass er ihr Verhalten vielleicht in den Griff bekommt aber wo ist denn nu die Ursache?? Wie ist das Verhältnis zwischen ihr und Deinem jetzigen Mann?? Da ist mit Sicherheit eine Portion Eifersucht mit drin aber sie scheint so zu rebellieren da ist ja auch schon ein großes Potenzial an Wut mit drin!! Sie gerät ja total außer Kontrolle. Und das mit dem Hund finde ich so krass, dass mir die Worte fehlen. Meine Tochter ist 6 und wenn ich mir vorstelle sie würde sowas sagen und machen, da würde ich mich ernsthaft fragen wie ein Kind in so einem Alter auf so versaute Gedanken kommt und diese versauten Gedanken auch noch ausführt mit dem Hund!! Sorry aber irgendwas läuft da doch total aus den Fugen und der Vater soll es richten??
Auch wenn Deine Tochter sich freut zu ihm zu gehen, (wahrscheinlich auch nur nach außen hin bzw. um Dir vielleicht zu "zeigen" dass Du ihr egal bist, was Du ihr aber wahrscheinlich nicht bist) ich finde Du lässt sie fallen! Und das macht das ganze nicht einfacher.
Ich finde Du hättest noch mehr kämpfen können um sie. Tut mir leid für Euch alle.

LG
jggi

Wir haben ähnliches durch.
Wenn du willst schreibe mir eine PN.

Hola,

es tut mir Leid fuer euch.

Ich denke diese Situation hat sich hochgeschauckelt aus einem Aufmerksamkeitsdeffizit. Beurteilen kann ich das natuerlich nicht, wann und wie es entstanden ist.
Ich kann verstehen das du zur Zeit keinen Ausweg siehst und auch das eine Familie an so was zerbrechen kann.
Niemand kann dir die Verantwortung und Entscheidung abnehmen und ich glaube dir, wie schwer es dir faellt.
Ob es das Beste fuer deine Tochter ist wird sich zeigen.
Wenn der Vater mit ihr besser zurecht kommt und sie sich dort sicher und gut fuehlt, dann wird es wahrscheinlich die einzig vernuepftige Loesung sein.
Ich wuerde dir raten mit ihr so oft wie nur moeglich zu telefonieren, damit sie nicht das Gefuehl bekommt, ihr lehnt sie ab und habt sie nicht lieb.
Allerdings rechtlich musst du nun den Unterhalt fuer deine Tochter leisten und das Kindergeld steht natuerlich dem Vater zu.

Alles Gute!

Saludos

Habt ihr schon einmal in Richtung Mißbrauch ermittelt?

Gerade Letzteres führt extrem in diese Richtung.

Oder bekommt Sie in der Partnerschaft zu deinem Mann etwas mit, was sie nicht hätte sehen/hören sollen?

Wie war sie als sie etwa 1 Jahr alt war? Oder mit 2 Jahren? Wo legst du den Beginn dieses Verhaltens fest?
Gibt es Verlustängste wegen Krankenhausaufenthalten (Kuren?) von ihr oder dir im Baby-/Kleinkindalter?

Seit wann bist du mit deinem jetzigen Mann zusammen?

Kennt das Kind die Probleme um Sorgerecht und Unterhalt, die ihr hattet?

Autismus? (wobei ich mich da nicht auskenne!)
Hirntumor, der Wutanfälle auslöst, die sie einfach nicht kontrollieren kann?

Ich würde von Pontius zu Pilatus rennen mit diesem Kind!

Tut mir leid, aber es faellt mir schwer nicht mit Steinen zu werfen.

Die letzten zwei Jahre geht das Kind also durch die Hoelle: Zank ums Sorgerecht den sie wahrscheinlich mitbekommen hat, Mama heiratet einen neuen Mann und beide bekommen ein Baby zusammen... da ist es doch wohl nun wirklich nicht wunderlich dass die Kleine verhaltensauffaelig wird wenn alle Erwachsenen um sie herum total versagen.

Nun machst du es dir einfach und bestaetigst ihre tiefsten Aengste indem du sie einfach abschiebst. Und da soll man nicht mit Steinen werfen?

Wenn du deine Tochter wirklich liebst wie du behauptest, wuerdest du sie nicht so einfach loswerden wollen wie einen bissigen Hund. DU bist fuer ihre Verhaltensprobleme (mit)-verantwortlich. Dein Kind ist doch kein Tier bei dem die (fehlende) Erziehung versagt hat und dass man jetzt so einfach abgeben kann.

Wenn du dein Kind wirklich liebst dann rufst du sofort Montag beim Jugendamt an und holst dir Hilfe. Vielleicht ist es wirklich besser fuer sie wenn sie beim Vater unterkommt - denn wer sich von einer 5-jaehrigen so auf der Nase herumtanzen laesst da liegt wohl einiges im Argen. Aber selbst ein Wechsel zum Vater MUSS in einer solchen Situation behutsam und unter Anleitung eines Psychologen und Sozialarbeiter erfolgen; sonst geht die ganze Aktion naemlich ganz schoen nach hinten los... und wieder mal zu Lasten des Kindes.

Tut mir echt leid wenn ich wenig Verstaendnis fuer dich aufbringen kann. Ich kann schon verstehen dass du emotional wahrscheinlich total durch den Wind bist.

Aber dein Post liest sich wie eine einzige lange Anklageliste an deine Tochter... dabei sind die Erwachsenen (Du, dein Mann und ihr Vater) in diesem Fall die einzigen Schuldigen. Dein Kind leidet und an Stelle zu schreiben was ihr alles falsch gemacht habt und was ihr aendern solltet um der Kleinen zu helfen, lese ich nur sie macht dies und dass, "ich kann nicht mehr" und wie werde ich sie am schnellsten los.

Geh zum Jugendamt, lass dir und deinem Kind helfen. Die werden auch die Formalitaeten zum Sorgerecht mit dir besprechen.

Ich wuensche deiner Tochter alles Gute.

  • Dem stimme ich voll und ganz zu.

    Danke!#pro

    Prinzipiell gebe ich dir Recht, allerdings finde ich das beschriebene Verhalten doch etwas sehr krass... da zu sagen "die Erwachsenen sind Schuld" ist einfach. Vielleicht waren sie inkonsequent, ignorant und abweisend, ja, aber dass das Mädchen dann so extrem reagiert, wundert mich. Vielleicht ist dieses Kind auch einfach psychisch krank. Ich finde einige Sachen sehr heftig. Auch in diesem Alter kann es schon schwere psychische Erkrankungen geben, vielleicht liegt auch ein Missbrauch vor? Da würde ich eher mal ansetzen... dieses Kind braucht Hilfe, dringend.
    Bei den restlichen Sachen bin ich deiner Meinung. #pro

Wenn das alles stimmt was du schreibst wäre ich schon längst beim Kinderpsychologen aufgeschlagen.

Ein Kind das sich so verhält braucht Hilfe!

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