Partner ist Alkoholiker

    • (1) 03.09.13 - 00:11
      Co-Abhängige

      Hallo an Euch,

      leider ist mein erster Beitrag nicht erschienen, weil meine Internetverbindung wegflog... das heißt, ich weiß nicht, ob ich das noch mal so gut schreiben kann wie eben. Das Thema ist auch ein schwieriges, falls sich also neue Informationen im Verlauf von Diskussionen ergeben, nicht böse sein, dass ich es zuvor nicht erwähnte.
      Ich weiß auch nicht, was ich mir hier erwarte, ob ich überhaupt etwas erwarte.

      Ich bin ratlos und verzweifelt... mein Mann und ich kennen uns seit vielen Jahren. Er ist Alkoholiker und weiß das auch. Wir lieben uns auf eine Art und Weise, die schon fast krankhaft ist. Keiner kann ohne den anderen. (Was nicht heißt, dass wir uns keine Freiräume geben.)
      Wir haben ein gemeinsames Kind (6 Jahre), das zweite folgt in wenigen Monaten. :-( (Trauriges Smiley wegen der Situation)

      Seit einigen Jahren schon versuche ich, meinem Mann begreiflich zu machen, dass sich etwas ändern muss. Dass er Hilfe braucht. Zwischendurch hatte er auch versucht, diese Hilfe vom Arzt unseres Vertrauens anzunehmen, das ist aber wieder eingeschlafen. Seit 3 Wochen haben wir nun die Vereinbarung, dass er mal versucht, 4 Wochen nichts zu trinken, weil sein Trinkverhalten in letzter Zeit stark zugenommen hat (Trinken am frühen Nachmittag schon, viel Wodka). 13 Tage hielt er durch, dann ein heftiger Rückfall. Am nächsten Tag wieder ein kleiner Rückfall, dann 2 Tage nichts getrunken und heute wieder ein starker Rückfall mit Unfallfolge (Blechschaden) und Führerscheinentzug. Er hatte mich belogen, davon bin ich überzeugt, obwohl ich ihm nichts nachweisen kann, dass er zwar vor dem Unfall getrunken hatte, aber NACH unserem gemeinsamen Telefonat heute Abend. (Wir sind derzeit räumlich getrennt, er arbeitet, ich mache Urlaub.) Ich hatte am Telefon das Gefühl, dass er getrunken hatte, weil seine Klangfarbe in der Stimme anders war. Ich kann das nicht anders beschreiben. Es war nur ganz minimal, aber das Gefühl hatte ich. Er schwor, dass er nichts getrunken hatte. (Ich weiß, dass Alkoholiker lügen.)
      Für mich ist das schlimm, absoluter Vertrauensbruch, nicht nur in dieser Sache (Trinkverhalten), sondern auch in anderen Bereichen (finanzielle).

      Ich weiß, dass er eigentlich eine richtige stationäre Therapie machen müsste. Das können wir uns aber finanziell weder erlauben noch leisten (er ist Hauptverdiener und selbständig).

      Möglicherweise sagen die Experten, dass ich ihn verlassen muss, dass er erstmal ganz am Boden liegen muss, bevor es bei ihm Klick macht und er etwas tut. Aber das kann ICH nicht. Dazu liebe ich ihn viel zu sehr. Und mit einem 6jährigen Kind und einem Ungeborenen wüsste ich davon abgesehen auch nicht, wie ich das schaffen soll.

      Wobei der Klick ja schon in der Form da ist, dass er weiß, dass er abhängig ist und etwas dagegen tun muss. Aber ich glaube, der Klick fehlt, dass er es alleine nicht schaffen kann.

      Ich bin einfach ratlos, wie ich mit der Situation und ihm umgehen soll. Sollte ich während des Urlaubs den Kontakt abbrechen, um ihm zu zeigen, was er verlieren könnte? Oder bringt das doch ohnehin nichts...

      Wie gesagt, vielleicht ist einiges nicht so klar geworden, weil Informationen fehlen. Bitte nicht steinigen, sondern nachfragen. Ich bin aus Verzweiflung auch nicht ganz klar im Kopf...

      • (2) 03.09.13 - 00:26

        Du hast vorsorglich für alles eine Entschuldigung, warum was nicht geht. So wird das nichts.
        Wenn dein Mann den Willen hat, mit dem Alkohol aufzuhören, ist eine stationäre Therapie wichtig. Ihr werdet in dieser Zeit nicht verhungern. So lange dauern diese Therapien nicht.
        Ich verstehe allerdings nicht, warum du bewusst mit einem Alkoholiker ein zweites Kind in die Welt setzt. Das macht es nicht einfacher.

        • (3) 03.09.13 - 00:49

          Danke schön für Deine Antwort.

          Woher willst Du wissen, ob wir in der Zeit verhungern oder nicht? Eine stationäre Therapie dauert mindestens(!) 4 Wochen. Ein ganzer Monat Verdienstausfall bedeutet Kredite nicht bedienen, keine Ratenzahlungen möglich, kein Benzin um zur Arbeit zu kommen (für mich) und eben auch keine Einkäufe für Lebensmittel.

          Ja, es ist immer einfach zu fragen, welche Fehler man warum wie macht, die Antwort darauf aber meist nicht:

          Wir lieben uns und verhüteten nicht, weil wir an ein zweites Wunder nicht mehr glaubten. Das zweite Kind war weder geplant noch unerwünscht. Und wenn man liebt, dann sieht die Welt meistens rosarot aus... selbst jetzt, in der angespannten Lage, gebe ich die Hoffnung auf ein positives "Ende" nicht auf, auch wenn das für Außenstehende vielleicht unverständlich ist...

          • (4) 03.09.13 - 00:55

            Wenn dein Mann in einem Angestelltenverhältnis ist, gibt es erstmal sechs Wochen Lohnfortzahlung, danach Krankengeld, wenn es dann zu wenig ist, ergänzendes ALGII.
            Aber es ist so, wie ich schrieb, du willst irgendwie nicht, dass er in stationäre Behandlung geht.
            Du hast recht, für mich ist einiges unverständlich, WO hast du eine rosarote Welt?

            • (5) 03.09.13 - 01:03

              Ich schrieb, dass er selbständig ist. Er ist sein eigener Arbeitgeber, er ist in keinem Angestelltenverhältnis. Damit dann auch kein ergänzenden ALG II.

              Eine stationäre Behandlung schließe ich nicht komplett aus. Allerdings wüsste ich derzeit nicht, wie wir das stemmen sollten. Zumal sich bei den Geschäftspartnern herumsprechen würde, was los ist, und möglicherweise würde er dann auch noch komplett seine Existenzgrundlage auf's Spiel setzen.

              Die rosarote Brille habe ich möglicherweise, weil ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass wir das in irgendeiner Art und Weise auf bestmögliche Art schaffen...

              • Hallo.

                Ich kann auch was dazu sagen. Wie schon geschrieben, verrennst du dich in Ausflüchten. Damit ist euch überhaupt nicht geholfen. Mein Ex hatte eine (bzw. zwei) Therapien von je 10 Tagen stationär und dann natürlich ambulant. Er wird krankgeschrieben in dieser Zeit, da müsste er doch von der Krankenkasse Geld bekommen, sofern er privat versichert ist. Also müsste da die Überbrückung doch auch gehen. Oder sehe ich das falsch.

                >>>Zumal sich bei den Geschäftspartnern herumsprechen würde, was los ist, und möglicherweise würde er dann auch noch komplett seine Existenzgrundlage auf's Spiel setzen.<<<<

                Macht er doch jetzt schon. Und wer weiß, ob die Geschäftspartner das nicht schon mitbekommen haben.

                Also setzt euch zusammen und besprecht, wie es weiter gehen soll. Eure Kinder werden darunter mächtig leiden. Glaube mir, die bekommen mehr mit als man denkt.

                Alles Gute.

                Lg

                PS: Ich habe meinen damaligen Mann verlassen, weil ich es nicht mehr aushielt. Mit seiner Art und seinen Launen verlosch unsere Liebe und die Kinder litten auch mächtig.

                • (7) 03.09.13 - 10:36

                  Ja, diese Angst habe ich auch, dass die Liebe verschwindet. Das habe ich ihm auch schon gesagt, dass die Gefahr besteht.

                  Es wird in jedem Fall etwas geschehen müssen. Sobald ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich mich mit ihm zusammensetzen und hoffentlich einen gemeinsamen Weg mit ihm finden (Therapie).

                  Ich denke, mir ist und war nicht klar, dass unser Kind jetzt schon einiges davon mitbekommen könnte oder hat. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, in welcher Art und Weise, aber ich weiß, dass Kinder feine Antennen haben...
                  Dieser Punkt war mir in der Form vorher wohl nicht bewusst.

                  • Suchtverhalten bekommen die Kinder auch schon sehr früh mit, können es nur noch nicht einordnen. Ich bemerke es jetzt noch, wenn das Thema Alkohol mal angesprochen wird und die Mädchen sind mittlerweile 16 und 15. Damals, bei der Trennung waren sie acht und neun. Sie können sich an einige Verhaltensweisen ihres Vaters erinnern und auch jetzt einordnen und verstehen jetzt auch so manche Reaktion daraus. Auch haben sie gemerkt, wie sehr er das Familienleben damit belastete. Den ersten Entzug machte er, da waren die Mädels sechs und sieben. Den zweiten dann ein halbes Jahr vor der Trennung. Jetzt erst verstehen sie, welche Therapie er da machte und wofür bzw. wogegen. Aber auch nach der Therapie war es nicht einfach für uns. Ich war so weit weg von ihm (gefühlsmäßig), ich konnte ihm danach auch nicht mehr zur Seite stehen. Er musste eigentlich danach alleine kämpfen ich hatte einfach keine Kraft mehr. Meine Entscheidung stand fest, dass ich mich trenne (nach 18 Jahre Beziehung). Erst da begriff er wirklich, was er angerichtet hat und wieviel Zeit er gebraucht hat, um das zu erkennen. Meine Kinder kommen jetzt super mit ihm klar (er ist noch trocken, seit sieben Jahren). Besuchen ihn, wann immer sie wollen. Ich dagegen habe keinen Kontakt mehr zu ihm, möchte ich auch nicht, da er mir immer noch die Schuld für die Trennung gibt. Aber das interessiert mich nicht.

                    Also überlege dir ganz genau, inwiefern du euch und eure Beziehung helfen kannst. Du musst dich und die Kinder schützen. Du brauchst die Kraft für dich und die Kinder, dein Mann kann nur sich alleine helfen. Egal was du alles für ihn aus Liebe machst. Er muss die Kraft und den Willen haben, was zu ändern. Du bist allzeit bereit, aber er muss es als erstes sein.

                    Alles Gute.

                    LG

      (9) 03.09.13 - 00:27

      Hallo,

      beschissene Situation. Das tut mir leid, dass du dich gerade in der Schwangerschaft damit beschäftigen musst.
      Auf der einen Seite wäre es für dich als Co-Abhängige und auch deinen Sohn sicherlich besser, erstmal auf Abstand zu gehen. Das mag jetzt zwar schwer vorstellbar sein, aber auf lange Sicht wirst du alleine besser klar kommen. Da bleibt natürlich die Frage, was aus deinem Partner wird. Meiner Erfahrung nach, rappeln sich nur die wenigsten nach einer Trennung auf und werden nüchtern, sondern greifen eher öfter zur Flasche.
      Ich würde an deiner Stelle klipp und klar mit ihm reden, damit ihm bewusst wird, dass er dich und seine Kinder verlieren wird, sollte sich nichts ändern. Auch wenn das finanziell schwer für euch zu stemmen ist, versuch ihn in stationäre Behandlung zu kriegen. Versuch ihn, so weit es dir möglich ist, zu unterstützen.
      Dir sollte aber klar sein, dass es so nicht weiter gehen kann und er eine Gefahr für dich und deine Kinder darstellt (physisch sowie psychisch).
      Setze ihm ein Ultimatum und sollte das nicht funktionieren ziehe die Konsequenzen daraus und konzentriere dich auf dein eigenes Leben und deine Kinder. Stelle ihn nicht über dich und lass seine Sucht nicht deine Zukunft bestimmen.
      Man kann Menschen nur so weit helfen, wie sie es zulassen und er scheint ja durchaus nicht ganz verschlossen.
      Sucht euch bitte Hilfe. Sprich vielleicht mal mit der örtlichen Suchtpräventionsstelle, die werden dir einige Adressen nennen können.

      Alles Liebe dir!

      • (10) 03.09.13 - 00:44
        Co-Abhängige

        Ich danke Dir für Deine einfühlsamen Zeilen, die taten mir gut.

        Im Prinzip hast Du Recht. Ich muss mich jetzt daran machen und schauen, was es für mögliche Anlaufstellen in unserer Umgebung gibt. Ich hatte mal danach gesucht und wenig Sinnvolles gefunden, aber vermutlich war der Druck noch nicht groß genug.

        Ein Ultimatum kann ich allerdings nur stellen, wenn ich bereit bin, es bis zum Schluss durchzuziehen, ansonsten werde ich unglaubwürdig. Genau das aber, das Durchziehen, könnte ich noch nicht.

        Die Kinder sehe ich außer Gefahr. Bisher gab es noch NIE einen einzigen Vorfall mit den Kindern. Wenn er getrunken hat, war bisher immer ich der "Fußabtreter". (Gewalttätig ist er nicht, er ist eher Verbalaggressiver.) Selbst betrunken geht er mit unserem Kind sehr liebevoll und zärtlich um, auch wenn er gereizt ist. (Eigentlich unfassbar!)

        Aber dass er uns auf Lange Sicht verlieren kann, wenn er nichts ändert, ja, das muss ich ihm wohl tatsächlich deutlicher klarmachen.

    Hallo.

    Ich würde den Rat befolgen und ihn verlassen, ja!

    So schwer es auch ist und gerade jetzt während der Schwangerschaft. Er ist sich deiner sicher und deshalb sieht er auch keine Veranlassung etwas zu ändern in seinem Leben. Sagen, dass er abhängig ist, kann jeder. Aber will er auch dagegen ankämpfen?
    Deshalb sieht er es nicht so eng mit einer Therapie. Das sollte er allein seinen Kindern zuliebe aber tun.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich es nicht aushielt. Ich bin gegangen. Nicht zuletzt deshalb, weil sein Alkoholmissbrauch immer schlimmer wurde.
    Ich liebte ihn auch und er sagte immer und immer wieder, dass er zu jeder Zeit aufhören könnte. 15 Jahre machte ich es mit. Nicht nur die Sucht, sondern die Schönrederei auch, versuchte es auch immer mit "er ist ja sonst ein lieber Kerl".
    Das Ende kam dann, als ich vollends den Respekt vor ihm verlor und ich mir selbst nicht mehr in die Augen gucken konnte.

    • (12) 03.09.13 - 00:39

      Danke für Deine Antwort.

      Meiner sicher ist er eben nicht. Ganz oft haben wir Gespräche, in denen er verzweifelt darum bittet, dass ich ihn nicht verlasse. Er hat große Angst, mich zu verlieren. Deshalb versucht er auch an sich zu arbeiten und sein Trinkverhalten zu ändern. Bis vor 2 Wochen glaubte er auch, er könne da alleine etwas daran ändern. Nun wird die Sache etwas anders aussehen. Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, wird es noch mal ein ernstes Gespräch geben. Nur was das Ziel sein soll, darüber denke ich noch nach.

      Ob ich irgendwann an diesen Punkt käme, an dem Du warst, weiß ich nicht. Derzeit ist meine Liebe zu ihm so stark, dass ich diesen letzten Schritt einfach nicht bereit bin zu tun. Momentan würde ich mir damit mehr schaden als nützen. Was in ein paar Jahren ist, weiß keiner. Aber jetzt im Urlaub merke ich, wie sehr er mir fehlt, dass ich es fast bereue, alleine (mit Kind) Urlaub zu machen. (Es war aus beruflichen Gründen leider nicht anders möglich.)

      Dass er jederzeit aufhören kann, das bestreitet er. Er weiß, dass er das nicht kann. Bislang war komplett aufhören auch nicht das Ziel, sondern eher bewusst weniger trinken. Damit würde ich mich schon zufrieden geben. (Das klingt jetzt ziemlich mies für meine Person, aber wer uns kennt, kann das eher nachvollziehen. Ich halte in der Familie mit diesem Problem bewusst NICHT hinter dem Berg, spreche das offen aus, auch Freunden gegenüber, um möglichst viel Unterstützung zu erhalten.)

      Ich danke Dir für Deine ehrlichen und offenen Worte, aber an diesem Punkt bin ich noch nicht, dass ich das ernsthaft in Erwägung ziehen möchte.

      • (13) 03.09.13 - 00:46

        "bewusst weniger trinken" bei einem Alkoholiker kannst du vergessen. Du machst dir was vor und hast den Ernst der Lage entweder nicht erkannt oder willst es nicht erkennen.
        Dein Mann hat ein Suchtproblem, da heißt es entweder alles oder nichts, ein bißchen geht nicht. Mit deinem Kuschelkurs wirst du nicht weit kommen.
        "Derzeit ist meine Liebe zu ihm so stark, dass ich diesen letzten Schritt einfach nicht bereit bin zu tun."
        Falsch, deine Liebe ist nicht groß genug, um diesen Schritt zu tun. Du wuselst dich mit ihm durch den Alltag, irgendwie klappt es ja, diesen Schritt zu gehen, würde dir viel abverlangen und dazu bist du nicht bereit.

        • (14) 03.09.13 - 01:00

          Wer sagt denn, dass es ihm helfen würde, würde ich ihn verlassen? (Weil Du schreibst, meine Liebe ist nicht groß genug, ihn zu verlassen.) Gäbe es dafür eine ausreichende Garantie von x % (müssen ja keine 100% sein), dann würde ich das möglicherweise in Erwägung ziehen. Die Chancen stehen aber genauso gut, dass ich ihm damit den Boden unter den Füßen wegziehe und er sich komplett wegschießt. Dann hätte ich zusätzlich den Kindern auch noch den Vater genommen.

          Es gibt eine neue Therapieform darüber, eben nicht komplett trocken zu werden. Es stand mal etwas im Spiegel Online darüber, habe den Artikel leider nicht zur Hand. Der Therapeut erzielt auch Erfolge damit und dies war für uns ein möglicher Weg. Also in der Form, dass man bewusst und gezielt Alkohol trinkt, aber eben nicht komplett davon weg muss.

          Ich weiß nicht, ob ich Dir Unrecht tue, aber ich fühle mich etwas angegriffen. Vielleicht bewerte ich das über und Du willst mir nur "die Augen öffnen". Aber ich stehe diesem Problem nicht kalt gegenüber und habe die Hoffnung nicht aufgegeben, alles andere möglichst zu versuchen.

          • Es gibt im Leben für NICHTS eine Garantie, nur Wahrscheinlichkeiten und die Wahrscheinlichkeit, daß dein Partner es ohne Entzug nicht schafft, ist relativ hoch- ebenso wie die Wahrscheinlichkeit starke gesundheitliche Schäden davonzutragen und eventuellgar nicht mehr arbeiten zu können. Und auf Dauer wird es Eure Beziehung zerstören und die Kinder werden zwischen Mitleid, Wut und Scham hin- und hergerissen sein. Sie werden auch DICH fragen, warum du nichts getan hast.

            Da Ihr ja offensichtlich einen Handlungsbedarf seht, aber den " klassischen Weg" mit stationärem Entzug ( noch nicht) gehen könnt oder wollt und anderen Therapieformen gegenüber aufgeschlossen scheint, würde ich mich mal umhören, ob es nicht einen Arzt in Eurer Nähe gibt, der Erfahrungen mit Baclofen hat.

            Ich hoffe, daß du meinen Beitrag nicht als Angriff empfindest, denn so ist er nicht gemeint.
            Viel Glück und Kraft!

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