schwanger nach IVF und nun Zweifel

    • (1) 06.09.13 - 13:35
      Zweifel_Glück

      Ja, man muss einfach denken, ich sei bekloppt!

      Ich fang einfach mal mittendrin an. Wir sind verheiratet, ich 30, er 32. Er hat bereits eine 10-jährige Tochter, die vorrangig bei der Mutter lebt.
      Wir ziehen gerade in eine größere Wohnung in einer Großstadt.

      Meine Familie ist strange, heißt, ich selbst bin teilweise im Heim groß geworden.
      Wir sind nun endlich nach Künstlicher Befruchtung nach mehreren Versuchen schwanger im 5. Monat.
      Die Freude war und ist auf beiden Seiten groß.

      Doch seit Wochen schleichen sich, vor allem wenn ich alleine bin, negative Gefühle ein.
      Ich zweifel daran, dass es nun der richtige Zeitpunkt war/ist. Ich liebe unser Kind doch habe ich Angst, wir könnten ihm nicht gerecht werden. Dass wir zu wenig Geld haben. Dass sich das Verhältnis zur großen Tochter (negativ) verändern könnte - sie freut sich aber über das Geachwisterchen. ich habe Angst, dass mir alles über den Kopf wächst oder wachsen wird. Dass ich beruflich nicht voran komme. dass mein Mann keinen guten Job findet (er wollte unbedingt noch denMaster nachholen). Ich liebe meinen Mann und er liebt mich. Ich habe aber auch Angst, dass sich unsere Beziehung irgendwie verschlechtern könnte.

      Ich hab manchmal sogar Gedanken, die mich als Verräterin dem Kind gegenüber outen: manchmal habe ich während der Kiwu-Zeit gehofft, dass es nie klappen würde. Dann klappte es und ich war sehr sehr glücklich. Das bin ich im Prinzip auch jetzt noch. Wir richten das neue Zimmer ein und ich rede mit dem Kind und singe sogar.

      ich bin nur leider oft allein. Ich darf nicht mehr arbeiten gehen, was mich sehr belastet. Nicht für jeden ist ein BV etwas schönes.

      Kennt das jemand von euch? Sind das die Hormone? Bin ich jetzt schon eine schlechte Mutter? Mir ist das alles so peinlich. Ich kann aber auch mit niemandem drüber reden,.weil man mich wohl im Umfeld (berechtigt) als verrückt abstempeln würde.

      Bitte sagt mir, dass das nur eine Phase ist...

      • #liebdrueck
        Ach Du!

        Zu einer guten Mutter gehört es sich Gedanken zu machen und das fängt halt gleich in der SS an.
        Du bist deswegen KEINE schlechte, sondern eher eine gute Mutter, vorausgesetzt Du übertreibst es nicht.
        Stell Dir vor, Du hast Dich auf eine Stelle beworben, für die Du einen Lebenszeitvertrag hast und nicht die passende Ausbildung. Wie würdest Du Dich davor fühlen???

        Und so ist es doch.
        Mutter sein ist eine irre Erfahrung, weil es die Liebe Deines Lebens ist (des kannste mir glauben), aber auch so derart furchtbar ambivanlent, dass Du noch Millionen Höhen und Tiefen erleben wirst.und Dich noch viele Male in Frage stellen musst.
        UND Du musst gut auf DICH aufpassen und auch auf Deine Beziehung.

        Aber an dieser Stelle bleibt Dir nix weiteres übrig, als über die Brücke erst zu gehen wenn sie da ist. Sprich: mach Dir nicht so einen riesen Kopf über ungelegte Eier.

        Ich wünsch Dir alles Liebe!
        Cora

        Hallo

        Eigentlich halte ich ja nicht viel von dem Spruch, aber diesmal muss ich sagen, das es wohl wirklich die Hormone sind.

        Viele Frauen haben so eine "Zweifel-Phase" während der Schwangerschaft.

        Warte ab, das legt sich bald wieder.

        LG
        urbinika

          • (5) 06.09.13 - 17:21

            Das spielt keine Rolle - Du bist erst jetzt in einer Situation, aus der es kein Zurück gibt. Die Absolutheit der Entscheidung für ein Kind wird einem erst nach und nach klar. Und, wie schon meine Vorschreiberinnen meinten, die Hormone fahren jetzt ganz schön Achterbahn. Entspann' Dich und hab' kein schlechtes Gewissen. Diese Gefühle hat jede Frau irgendwann in der Schwangerschaft. Und wer das nicht zugibt, lügt ;-)

      Ich denke, dass ist nur eine Phase- sind ja auch Riesenveränderungen, die in Deinem Leben passieren, ein Baby, der Umzug... Kopf hoch - wenn das Baby erstmal da ist, werden sich die Zweifel in Luft auflösen ..

    • Wäre doch schlimm, wenn man nicht solche Gedanken hätte, oder? :-)

      Sie sorgen dafür, dass wir uns anstrengen, alles richtig zu machen. So soll das sein.

      °cd

      o.k.

      #rofl

      Du hast es so gewollt.

      Es ist nur eine Phase.

      GzG
      Irmi

      Hallo,

      ich muss vorweg schicken, dass meine Antwort absolut nicht böse gemeint ist, aber ich finde, Du hast zu viel Zeit, weswegen Du Dir den Kopf zerbrichst und vom Hundertsten ins Tausendste kommst.

      Ich halte Zweifel am richtigen Zeitpunkt der Schwangerschaft für absolut normal, ebenso Zweifel, ob man alles packt, ebenso, ob genügend Geld vorhanden sein wird, etc. etc. etc.

      Also: Ja, es ist eine Phase! :-)

      LG
      Karin

      (10) 06.09.13 - 17:24

      Du hast bereits ein Kind was bei der (Kinds)Mutter lebt?

      Bist aber schwanger?

    Hallo!

    Ich finde deine Gedanken und Sorgen nachvollziehbar und vollkommen normal! :-)
    Denke, jede (werdende) Mutter hat diese in irgendeiner Form!

    LG, k.

    Liebes, das sind die Hormone!

    Geht alles wieder vorbei

    Ich hatte das auch. Als ich denn SS-Test in der Hand hielt, übermannte mich die Verantwortung, die auf mich zukam.

    Aber dann freute ich mich und als die Kleine da war, wußte ich, sie ist das Beste, was mir passieren konnte.
    Triff Dich doch mal mit einer Freundin oder mach, was Dir Freude bereitet.

    (16) 06.09.13 - 18:37

    Ich habe die Diagnose bekommen das ich keine Kinder bekommen kann. Zwei Jahre später war ich einfach so Schwanger. Meine ersten Gedanken waren auch "was hast du dir dabei blos gedacht" das kam Phasenweise immer mal wieder. Das sind die Hormone, euer ganzes leben verändert sich. Ich würde mir viel mehr Sorgen machen wenn du keine Zweifel hättest.

    Alles gute
    Cloti

    (17) 06.09.13 - 18:51

    Och, ich hatte auch in beiden (geplanten) Schwangerschaften ab und zu mal Gedanken wie "Wie bin ich bloß auf diese Idee gekommen - wie soll ich das schaffen - auf was habe ich mich da eingelassen". Ganz normal!

    (18) 06.09.13 - 19:18

    vielen Dank an euch alle für eure Antworten. Ich muss gestehen, ich bin etwas beruhigter als zuvor. Allerdings ist es auch schwer, weil immer alle nur davon reden, wie toll es ist, schwanger zu sein... Ich finde es ansich ja auch toll, aber begleitet eben von Zweifeln.

    Okay. ich versuche da jetzt an der Stelle mal loszulassen und wieder positiv zu denken. Ich mache schon einiges um mich abzulenken, aber die stillen Momente sind eben dennoch da,.z.B. abends vorm Schlafen. Dann gehe ich in mich und denke an unser Kind und spreche mit ihm und dann geht die Gedankenspirale auch schon los. :-(

    Naja. Egal, ich wiederhole mich. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
    Mein Stiefkind ist da und wird sicherlich für Ablenkung sorgen.

    Danke nochmals.

    • Bitte lasse die negativen Gedanken zu, laß sie genauso zu wie die freudigen Gefühle. Sie gehören dazu. Licht und Schatten, Tag und Nacht, so ist das nun mal.
      Wenn Du versuchst, sie zu verdrängen, werden sie stärker und quälen Dich.

      :-)

      Und denk dran, kein Gefühl ist unendlich, am nächsten Morgen werden auch wieder andere Gedanken im Raum stehen..

Hallo,
ich habe jetzt nicht die anderen Beiträge gelesen, aber ich sag Dir eins:

eine werdende Mutter OHNE Zweifel und Ängste gibt es bestimmt nicht!

Und die,die sagen, sie waren die ganzen 40 Wochen eine strahlende Schwangere, die sich sowas von auf das Baby gefreut hat, die es toll fand, ihre Figur zu verlieren, evtl. Schwangerschaftsstreifen zu kriegen, die sich auf die Geburt freute, sch... auf die Schmerzen! , die mit dem Ungeborenen ständig Zwiesprache führte, mit Kosenamen ihren Bauch betitelte und ihn versonnen streichelte, die lügen!! :-))

Als ich nach langer Zeit Üben schwanger wurde, ging mir schon im Moment des pos. Tests die Muffe, echt! Ich wünschte mir monatelang nichts mehr als zwei Striche zu sehen. Und als ich sie sah, dachte ich: oh gott, jetzt war es das, mein freies Leben ist vorbei, ich will nicht! Hilfe!

Im 5. Monat wollte ich mich trennen, dachte, so geht das nicht, alles Mist, als ich vorzeitige Wehen bekam, hatte ich ein eher neutrales Gefühl zu dem Baby im Bauch...

und dann war sie auf der Welt, schaute mich mit ihren wunderschönen Augen an und BUMS, ich war verliebt! Aber sowas von! Das hält jetzt schon 14 Jahre an!

Und selbst jetzt noch habe ich manchmal Zweifel, ob ich das alles schaffe als Mutter, ob es richtig war, in die heutige Welt Kinder gesetzt zu haben, immer diese Sorgen, geht es den beiden gut, werden sie ein glückliches Leben führen können usw......

Also: mach Dir keine Sorgen, dass Du unnormal tickst, es zeigt doch, dass Du mit emotionalem Tiefgang und Verantwortungsgefühl an das Abenteuer Kind gehst, denn es ist eine sehr sehr große, manchmal auffressende Verantwortung, die man trägt...aber es ist auch die allergrößte Liebe, das allertiefste Gefühl, das einem die Tränen in die Augen treibt, wenn man am Bett seines Kindes steht und es beim Schlafen beobachtet. Eine Liebe, die mit nichts zu vergleichen ist.

Versuche die letzten Monate zu zweit zu geniessen, wenn Dein Mäuschen auf der Welt ist, ist nichts mehr wie es war, dann beginnt ein neuer Abschnitt, der erstmal sehr anstrengend ist...und sei nicht so streng mit Dir, wenn Du auch zweifelst und negativ denkst..

Liebe Grüße!

Ich kann Dich beruhigen: Jedes werdende Elternteil hat Zweifel und Angst vor der Zukunft. Das ist nomal, denn es kommt ja eine große Umstellung und Aufgabe auf Euch zu. Da kann man es schonmal mit der Angst zu tun bekommen.

Du wirst sehen, Du schaffst das!
Mach Dir nicht soviele Gedanken, es kommt eh anders als man denkt.

Es wird sich alles finden. Euer Baby wird sich an Euch anpassen und ihr an Euer Baby:-). Du wirst überrascht sein, denn im Nu kann man sich nicht mehr vorstellen, daß es Zeiten gab, in denen dieser kleine Mensch noch nicht da war!

Zum Thema "große Schwester":

Laßt sie möglichst viel beim Baby übernehmen (wenn sie mag) z.B. wickeln, Kinderwagen schieben etc., dann wird sie sich nicht ausgeschlossen fühlen und auch nicht eifersüchtig werden.

Alles Gute für Euch!

Bis ich selbst eine Pränatale Depression hatte wusste ich gar nicht, dass es das überhaupt gibt. Nur mal so als Gedanke.

Die Gedanken sind ganz normal für eine Mama. Du wirst dir nun noch ganz oft Sorgen um dein Kind und die Zukunft machen und trotzdem wirst du alles super hinbekommen.

Hallo Mama, willkommen im Club. #winke

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