Wir ziehen nicht mehr am selben strang

    • (1) 14.09.13 - 19:42

      Hallo

      Ich bin schon seit einiger Zeit unglücklich über unsere Beziehung. Wir sind 11 Jahre verheiratet und haben zwei Kinder, 3 und 6. Mein Mann arbeitet sehr viel und ist nebenbei noch Präsident eines Vereins, in der er eine hohe Verantwortung trägt. Die Arbeit ist für ihn sehr wichtig und gibt ihm ein gutes Selbstwertgefühl. Wir können uns auch einiges leisten, da er gut verdient. Leider ist er zuhause aber oft müde und gereizt, schreit die Kinder wegen Kleinigkeiten an und hat schlechte Laune. Wenn er mal auf die Kinder aufpassen soll, merke ich, dass es ein Müssen ist für ihn. Am Abend sitzt er oft noch zuhause in seinem Büro am Compi und macht irgendwas. Ich hocke dann halt vor dem Fernseher. Wir haben schon etliche Gespräche darüber geführt, dass ich möchte, dass er einen anderen Job sucht, denn es belastet unsere Familie. Aber er geht nicht darauf ein. Ich kann auf vieles verzichten, von dem wir haben, ich brauche das alles nicht, wichtiger ist mir, dass wir eine glückliche Familie sein können und eine gute Ehe führen können. Ist das zuviel verlangt ? Soll ich mich mit dem zufrieden geben, was ich alles habe?

      • (2) 14.09.13 - 20:38

        >Wir haben schon etliche Gespräche darüber geführt, dass ich möchte, dass er einen anderen Job sucht, denn es belastet unsere Familie.<

        Hast Du ihn auch mal gefragt was ER möchte, oder stand nur im Vordergrund, dass die Familie leidet und was DU möchtest?

        • (3) 14.09.13 - 22:27

          Ja natürlich. Aber er weiss es ja selbst nicht. Wenn ich sage, er solle mal was für sich machen, dass er sich erholen kann, will er das auch nicht. Auf der eines Seite ist er unzufrieden mit sich und allem auf der anderen Seite, will er doch nichts daran ändern. Ich sehe einfach dass der strenge Job ihn kaputt macht, was ich ihm schon mehrmals gesagt habe und es macht nicht nur ihn kaputt sondern es leiden irgendwie alle, nur er scheint das nicht zu merken. Ich finde einfach, wenn man ein Ehepaar ist, dann muss man auch auf den anderen Rücksicht nehmen. D.h. er kann nicht einfach sein Job über alles stellen. Dann sind da noch die Kinder. Ja Kinder sind halt auch streng und es braucht Nerven! Es kann nicht sein, dass ihn der Job so auspowert, dass er für die Familie keine Kraft und FReude aufbringen kann. Oder liege ich völlig daneben?

          (4) 15.09.13 - 14:29

          "Hast Du ihn auch mal gefragt was ER möchte, oder stand nur im Vordergrund, dass die Familie leidet und was DU möchtest?"

          Was bitte soll denn sonst im Vordergrund stehen? Laut der TE hat der Mann wenig Zeit und Nerven für / Lust auf seine Kinder. Ich finde, das ist schon ein Grund für die Frau, eine berufliche Neuorientierung vorzuschlagen, oder? Wenn der Beruf DER Grund ist und nichts sonst? Was soll der Mann sonst machen? Oder fändst Du es in Ordnung wenn er sich wenig kümmert und den Kindern gegenüber gereizt ist und grundlos aus der Haut fährt?

          • (5) 15.09.13 - 21:25

            Einen neuen Job bekommt man nicht mal eben so. Ich weiß ja nicht was er verdient, aber könnte mir vorstellen, wenn die Familie wegen eines neuen Jobs mehr vom Vater hat, aber finanziell richtige Einschnitte hinnehmen muss, findet man das auch nicht witzig.

            • (6) 15.09.13 - 21:36

              "Einen neuen Job bekommt man nicht mal eben so. "

              Das hat ja auch keiner verlangt.

              "...aber finanziell richtige Einschnitte hinnehmen muss, findet man das auch nicht witzig."

              Nein, aber die TE schrieb ja an einer Stelle, dass ihr Mann sehr gut verdient, sie aber auch mit weniger Geld klarkäme und auf einiges verzichten würde wenn sie und die Kinder dafür mehr Zeit mit dem Vater verbringen könnten. Und sie hat ja auch angedeutet, dass der stressige Job wohl auch an der Gesundheit des Mannes, zumindest an seinen Nerven zerrt. Das wird wohl auch mit reinspielen.

              • (7) 15.09.13 - 21:46

                Nimm mal an, sie und die Kids müssten sich extrem einschränken. Glaubst Du ernsthaft, wenn man nicht mehr genug Geld hat um meinetwegen 2 Autos zu finanzieren, und auch sonst nicht mehr ohne zu überlegen "kann ich das nun kaufen oder muss ich auf was anderes Rücksicht nehmen" einkaufen kann, dann würde die Familie das hinnehmen? Vor allem, wenn man Wohlstand seit Jahren gewohnt war?

                • (8) 15.09.13 - 21:50

                  Der Einwand ist berechtigt. Wie war das noch, man vermisst vieles erst dann, wenn man es nicht mehr hat!?

                  Ob es aber so sein wird wissen wir nicht. Wir kennen die TE nicht. Gut möglich dass sie wirklich nicht so viel Wert auf Luxus legt und sich einfach nur freut, ihren Mann wieder zu haben und mit ihm und den Kindern Zeit verbringen zu können.

                  • (9) 15.09.13 - 21:56

                    Natürlich ist es gut möglich das die Kids sich freuen mehr Zeit mit dem Vater zu haben und Frau auch kein Problem hat mit starken Einschränkungen. Das ist aber meines Erachtens nach eher weniger so, heutzutage, leider.

                Wir wissen aber nur, dass die TE sagt, auch mit finanziellen Einschränkungen könnte die Familie gut leben.

                Und nur auf der Basis sollten wir diskutieren, da ja auch nicht vom Mann das Gegenargument kam, dass er mit so wenig Geld nicht leben könnte.

                Alles anders ist müßig und konstruiert.

    (11) 14.09.13 - 22:29

    Ich kann gut verstehen das Dir das stinkt. Ich habe meinem Mann immer gesagt ich folge ihm überall hin und unterstütze ihn in allem aber ich möchte nicht das er einen Job annimmt der mich zur alleinerziehenden Mutter macht. Wir leben so jetzt auch sehr gut und mir ist es wichtig das wir als Familie leben und nicht jeder für sich. Aber das war alles von Anfang an klar und wir treffen Jobentscheidungen auch immer zusammen. So muss ich nicht mit Überraschungen rechnen und weiß auch mein Mann ist da meiner Meinung,

    Ich würde Dir Raten ihm zu sagen das er am Familieleben teilnehmen soll. Die Zeit die ihr habt soll er sinnvoll mit euch nutzen und nicht genervt sein wenn er nach den Kindern gucken soll. Sucht zusammen nach einer Lösung. Vielleicht hat er schiss den Job zu wechseln? Vielleicht setzt Du ihn unter Druck und wird gerade deswegen bockig? Frag mal was mit ihm los ist das er keine richtige Lust auf seine Kinder hat. Frag ihn was er als Lösung vorschlägt aber sei selber auch Kompromissbereit #herzlich

    (12) 15.09.13 - 15:23

    War bei uns ähnlich-führte dazu dass er uns als Familie, auch an den wochenenden komplett ignoriert hat - war immer allein mit den kids- bei unternehmungen, spielplatz, bei den mahlzeiten etc.
    Gestritten haben wir, wenn er mal da war viel, er war auch aggressiv mir gegenüber. Irgendwann bin ich gegangen- wollte er partout nicht, hat geweint und um ne chance gebeten- die konnte und wollte ich nicht mehr geben. War nach jahrelanger Eiszeit und Leid selbst eiskalt und die Gefühle für ihn weg. Im nachhinein wars für mich das allerbeste, bin mit meinem 2. Mann glücklich ohne Ende- vor allem fühl ich mich geliebt. Für die kids wars hart- aber für mich nicht mehr erträglich

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