Schluss mit Fernbeziehung, aber wie?

    • (1) 17.09.13 - 13:38

      Hallo,

      mein Freund und ich haben folgendes Problem: Seit 3 Jahren führen wir nun schon eine glückliche Fernbeziehung (München-Innsbruck) und sehen uns jedes Wochenende. Da mein Studium sich aber dem Ende entgegen neigt, bin ich auf Jobsuche. Das Problem ist nur, dass alle Jobangebote wiederum 2h von Innsbruck entfernt sind. In Innsbruck selbst oder der Umgebung finde ich einfach nichts (zu wenig Industrie :-( ). Mein Freund hat aber einen tollen Job in Innsbruck, fährt 15min mit dem Fahrrad in die Arbeit und möchte dort nicht weg. Was soll ich tun? Ich möchte einfach keine Fernbeziehung auf Dauer und endlich mit meinem Freund zusammenziehen, da er mir immer schrecklich fehlt. Aber das sehe ich einfach keinen Weg. #gruebel

      Habt ihr Ideen?

      • Hallo,

        dein Freund muss doch auch gar nicht dort weg.

        Lt. Google Maps sind das momentan 150 km Entfernung.

        Wieso kann man sich da nicht in der Mitte treffen?

        Seinen Job kann er doch trotzdem behalten. Evtl. nur nicht mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren ? Wo ist das Problem?

        Mein Mann ist jeden Tag 100 KM in die Arbeit gefahren wo ist das Problem?

        • (4) 17.09.13 - 16:24

          Ich persönlich kenne auch einige, die jeden Tag 100-150 km zur Arbeit fahren, ein Weg.
          Manchen macht es nichts aus, wieder andere stört es mächtig.
          Der Kollege meiner Schwester hat gerade gekündigt, er fuhr täglich eine Stunde bis zur Arbeit, weil dies 2 Stunden täglich einfach nervig waren, gerade mit drei kleinen Kindern, die er nie zum KiGa oder zur Schule bringen konnte, auf Grund seiner Arbeitszeiten. Da seine Frau aber auch arbeiten geht, war das alles etwas schwierig.

          Ich fahre 20 Minuten mit dem Auto und bin froh das es nicht länger ist, das würde mit meinen Kindern und der Schule auch gar nicht hinhauen.

          Deswegen kann ich ihn irgendwie schon verstehen, SIE allerdings AUCH ;-)

          Ist für beide irgendwie blöd.

      Wie geschrieben vielleicht trifft man sich mittig? Dazu müsstest du wissen wo dein Job wäre wo du dich bewerben kannst, und dann besprechen ob er bereit ist auch auf dich zuzukommen....

      Ich sehe das ähnlich wie meine Vorredner. Wenn ihr euch wirklich liebt und ihr sicher seid, das ihr zusammen bleiben wollt, dann zieht zusammen.

      Guck wo du einen Job findest. Wenn ihr die mitte findet zwischen da wo du einen Job findest und er seinen hat fährt jeder mit dem Auto und es ist nicht mehr ganz so weit.
      Ihr schafft das!

      • (7) 17.09.13 - 16:35

        Huhu,
        ich schließe mich mal an: eine Stunde Fahrtzeit sollte doch für euch Beide okay sei. (Gut, gerade innerhalb München dauert es noch etwas).
        Konkret schlage ich als gemeinsamen Wohnort vor:
        Rosemheim
        Bad Tölz
        Wolfratshausen
        Penzberg
        Kufstein
        Lenggries
        Murnau
        Miesbach

        Was dabei? :)

    (8) 17.09.13 - 17:58

    Wenn du in seiner näheren Umgebung keinen adäquaten Arbeitsplatz findest, auf Dauer keine Fernbeziehung mehr führen möchtest...und dein Freund partout nicht gewillt ist umzuziehen -was ich übrigens verstehen kann, wenn er einen tollen Job hat- sehe ich für eure Beziehung offen gestanden keine Zukunft.

    Ich bin eine Zeitlang täglich eine Stunde (teils deutlich länger) einfachen Weg zur Arbeit gefahren. Nachvollziehen kann ich schon, dass man das nicht für immer machen will, aber zum Übergang und für ein paar Monate/Jahre sollte das gehen. Momentan habt ihr ja auch "nur" 170km Entfernung.

    Wenn du einen Job ca. 200km von Innsbruck entfernt finden kannst, könntet ihr euch in der Mitte treffen. Andernfalls müsstet ihr darüber nachdenken, die Wochenendbeziehung beizubehalten und vielleicht nach ein paar Jahren nochmal nach einer anderen Lösung zu suchen.

    Blöd wäre vor allem, wenn dein Freund nicht bereit ist, aus seiner derzeitigen komfortablen Situation zu weichen. Wenn er dir nicht mal entgegenkommen kann, weil er zu bequem ist, würde mich persönlich das sehr stören. Oder er hat vielleicht weniger ein Problem mit der Wochenendbeziehung als du...

    Hallo,

    eine Freundin von mir hat sich aus ähnlichen Gründen nach 10 Jahren Beziehung und am Ende des Studiums von ihrem damaligen Partner getrennt. Sie wollte nie zu ihm in die zwar eigene Wohnung (jedoch in seinem Elternhaus) ziehen, er wollte von dort keineswegs wegziehen. Da gab es keinen Mittelweg.

    Mein Mann und ich sind immer wieder mal weite Strecken gependelt. Anfangs haben wir 45 km auseinander gewohnt bzw. noch weiter, weil er damals noch Soldat auf Zeit war und nur am WE nach Hause kam (ansonsten Kaserne, die etwa 210 km weit von mir weg war). Tja, letztes Jahr bin ich 110 km einfache Strecke in die Arbeit gefahren. Nach einem halben Jahr sind wir umgezogen und ich hab den Arbeitgeber gewechselt. Jetzt fahr ich aber immer noch 65 km einfach.

    Natürlich hätten wir eine WE-Beziehung führen können, dann müsste ich nicht täglich viel Zeit und Geld auf der Straße lassen. Jedoch ist es mir viel wichtiger, meinen Mann (wir sind mittlerweile seit ein paar Jahren verheiratet) jeden Tag zu sehen. Und sofern ich immer einen Arbeitsplatz habe, zu dem ich die Strecke halbwegs fahren kann, werde ich das gerne tun, wenn ich ihn dafür jeden Tag sehen und spüren kann.

    LG

    (11) 18.09.13 - 09:34

    Hallo,
    da es noch in den Sternen steht, ob und wenn ja wo Du nach dem Studium einen Job findest würde ich vorschlagen erst mal zusammen zu ziehen. Wo wohnst Du jetzt? WG? Studentenwohnheim? Eltern?
    Zusammen ziehen ist ein großer Schritt und eine wichtige Erfahrung. Vielleicht merkst Du nach 3 Monaten, in denen Du immer noch keinen Job gefunden hast, dass ihr zusammen nicht klar kommt. Dann hast Du die Optionen Trennung oder zurück zur Fernbeziehung und 2 Wohnungen.
    Den Vorschlag, dass er aus Innsbruck Dir entgegen kommt ist denkbar, aber würde ich eher als Rückschritt ansehen. Auch gibt es zwischen München und Innsbruck nicht die allermeisten/allerbesten Straßenverbindungen (da dürfte oft pendlerstau sein) und dazwischen gibt es abgesehen vielleicht von Rosenheim nur "Dörfer". Das ist schon eine größere Entscheidung aus der Stadt aufs Land zu ziehen.

    Ich würde zusammen ziehen vorschlagen. Testen ob zusammen geht. Parallel weiter nach einem Job suchen und vielleicht findest Du ja durch einen glücklichen Zufall etwas in Innsbruck oder in 1-1,5h Fahrzeit Umgebung. Bei einem akzeptablen Job zuschlagen, auch wenn es weiter weg ist und dann weiter bewerben mit dem Ziel näher an Innsbruck ran zu kommen.

    Was hast Du denn ausgefallenes studiert, dass Innsbruck da absolut KEINE Jobangebote und auch keinen Markt hat?

    Hi Vento!

    Ich weiß zwar nicht was für ein außergewöhnliches Studium du absolvierst aber, dass es in ganz Tirol keinen adäquaten Job für dich gibt bezweifle ich.
    Ich wohne nämlich selbst in diesem schönen Teil Österreichs und die Zeitungen sind voll mit Stellenanzeigen. Dass die Löhne in Westösterreich nicht dem Niveau in Wien oder München entsprechen, weißt du ja sicherlich schon durch deinen Freund und deine Recherche.
    Große Firmen mit mehreren 100erten und 1000enden Mitarbeiten wie Swarovski, Sandoz, Plansee, Tyrolit, Darbo.... sind von Innsbruck aus in knapp 20-40 Minuten zu erreichen.

    Also ich finde deine Abneigung nach IBK zu ziehen eher eine Ablehnung gegen deinen Freund, denn auch wenn du jetzt nicht den Traumjob findest, ergibt sich doch immer was.

    (13) 19.09.13 - 09:48
    wie wäre denn...

    Huhu,
    ich schließe mich mal an: eine Stunde Fahrtzeit sollte doch für euch Beide okay sei. (Gut, gerade innerhalb München dauert es noch etwas).
    Konkret schlage ich als gemeinsamen Wohnort vor:
    Rosenheim
    Bad Tölz
    Wolfratshausen
    Penzberg
    Kufstein
    Lenggries
    Murnau
    Miesbach

    Was dabei? :) Ist wirklich eine schöne Ecke da unten. Aber eben teilweise ziemlich ländlich geprägt.

    Wenn euch Beiden die Beziehung wichtig genug ist, dann müsstet ihr Beide bereit sein, diesen Schritt des Umzugs zu gehen. Und ein Umuzug für Beide ist doch durchaus fair. Da muss niemand im Nachhinein dem Anderen etwas vorwerfen.

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