Meine Frau hat sich verändert

    • (1) 23.09.13 - 12:52
      Andreas Schw.

      Hallo,

      ich bin auf dieses Forum durch eine Kollegin aufmerksam geworden, die öfter ihre Mittagspause hier verbringt. Als Mann hab ich das oft belächelt und mehr als Spaß angesehen. Heute hat mir meine Kollegin ihren Forenzugang zur Verfügung gestellt, damit ich hier um Rat fragen kann, einfach mal verschiedene Sichtweisen höre und ich wage es nicht zu hoffen, eine Lösung finde. Ich trage mich mit Trennungsgedanken. Möchte aber nicht vorschnell handeln, mir tut alleine der Gedanke daran, meine Familie aufzugeben, weh.

      Meine Frau und ich haben uns vor 15 Jahren kennengelernt. Sie war ein bezauberndes Wesen, für so vieles interessiert. Beide hatten wir gerade unser Studium abgeschlossen, waren glücklich und haben uns auf eine Zukunft zusammen gefreut. Wir sind viel gereist, sind unseren gemeinsamen Interessen nachgegangen und haben unglaublich viel geredet, haben lange Diskussionen auch über berufliche Themen geführt (sind beide in der gleichen Branche tätig gewesen), haben über Bücher und Filme diskutiert, es war nie langweilig. Wir wollten Haus und Kinder, haben uns unser Leben als Familie ausgemalt.

      Im Grunde ist alles so eingetroffen. Wir haben geheiratet, haben ein altes Haus gekauft und renoviert. Das Haus war fertig und das erste Kind war unterwegs. Perfekt!!! Unser Sohn wurde geboren. Wir hatten beschlossen, daß meine Frau ihn 1,5 Jahre zu Hause betreut, dann wollte sie wieder in den Beruf zurück. Ich selber hatte so viel Urlaub aufgespart, daß ich nach der Geburt auch 6 Wochen die Familie genießen konnte. Eine schöne Zeit. Auch das erste Jahr haben wir genossen. Kurz bevor meine Frau wieder arbeiten ging, kündigte sich Kind Nummer 2 an. Ungeplant aber gewollt. Sie war dann wenige Wochen im Beruf, hatte dann ein Beschäftigungsverbot. Wieder haben wir gesagt: 1,5 Jahre, dann geht sie in den Beruf zurück. Mit unserem gemeinsamen AG war das abgesprochen. Damit wir beide Zeit für die Familie haben, wollte sie auf 25 h reduzieren, ich auf 32 h/Woche.

      Unsere Tochter wuchs heran. Kitaplatz war klar. Meine Frau meinte, es würde ihr wehtun, die Kinder jetzt in Betreuung zu geben. Unser Sohn war diese 1,5 Jahre auch zu Hause bei ihr, nur die kurze Zeit als meine Frau arbeitete, war er in der Kita. Kurzum, meine Frau hat ihre Meinung vertreten und immer neue Ausreden gefunden, warum sie nicht wieder arbeiten kann oder möchte. Inzwischen ist das ältere Kind eingeschult und sie immer noch den ganzen Tag daheim. Unsere Tochter geht vormittags für 3 Stunden in die Kita.

      Ich verdiene inzwischen recht anständig, so daß wir bisher keine finanziellen Probleme haben. Für mich heißt das natürlich immer am Ball zu bleiben. Fortbildungen, Überstunden. Am Abend dann die Frage: Warum kommst Du so spät? Am Wochenende wenn die Kinder im Bett liegen sitzen wir nebeneinander auf der Couch, der Fernseher läuft. Keine guten Gespräche mehr über Filme oder Bücher, Ausstellungen. Wenn ich mit beruflichen Themen komme, die uns früher beide interessierten, hat sie kein Interesse, wahrscheinlich weil sie inzwischen raus ist aus der Thematik. Jeder Vorschlag von mir dahingehend jetzt wieder einzusteigen wird abgelehnt. Die Kinder brauchen sie und das Geld reicht doch.

      Inzwischen langweile ich mich neben meiner Frau. Wir haben kaum noch Gemeinsamkeiten. Den Feierabend sehne ich nicht mehr herbei. Um die Ehe aufzufrischen habe ich vorgeschlagen, die Kinder eine Woche zu Oma und Opa zu geben und zu verreisen. Zu zweit. Will sie nicht, wegen der Kinder. Sie hätte dann Sehnsucht nach ihnen, wer weiß was Oma und Opa mit den Kindern machen, ob sie dann auch richtig essen und so weiter. Ich kann es nicht mehr hören. Meine Frau ist zur Oberglucke mutiert.

      Ich habe diese Frau so geliebt. Von der Liebe ist inzwischen kaum noch was übrig, sie hat sich so verändert. Dabei könnte es so schön sein. Wir könnten uns die Lasten des Alltags teilen. Wenn sie auch Geld nach Hause bringen würde, könnte ich stundenmäßig kürzer treten, wir hätten zu viert mehr Zeit füreinander. Aber nein, sie will das nicht. Sie möchte ihre Kinder 24 h am Tag aufwachsen sehen.

      Ich suche nach einer Lösung für uns und finde sie nicht.

      Andreas

      • Hast du ihr das mal an einem ruhigen Abend bei einem Glas Wein gesagt? Genau so? Wenn nicht, dann wäre das der erste Schritt.

        lg thyme

        Willkommen im Club.

        Vieles was Du schreibst kommt mir bekannt vor.
        Bei der Frage der Frau: "Warum kommst Du so spät?" mußte ich schmunzeln, die Frage kenne ich auch. Ich komme so spät, weil ich morgens noch die Große in den Kiga bringe und irgendwie auf meine Stunden kommen muss und vor allem was schaffen muss!

        Ich habs bis ganz zu Ende gelesen. Auf eine Sache habe ich gewartet, die bei uns noch dazu kommt. Wir haben praktisch keinen Sex mehr seit einem Jahr. Es kommt nur dazu, wenn ich sie dränge oder bettel. Von ihr kommen keine Zärtlichkeiten, keine Liebkosungen und keine Berührungen oder Küsse. Das darf sich Mann alles abholen. Der Mann ist zum Kellner und Dienstboten verkommen; er ist halt da und macht nen ganz guten Job.

        Den Schritt "Trennung" habe ich noch nicht in Erwägung gezogen, aber wenn es so weiter läuft, dann wird der Tag früher oder später kommen.

        Ich bin treu!

        • (4) 23.09.13 - 13:26

          Der Sex geht so. Aber er hat nachgelassen.

          Treu bin ich auch. Ich will es auch bleiben. Denke dann eher an Trennung. Der Rest fügt sich dann.

          Andreas

          • Du scheinst mit eurer Beziehung schon einen Schritt weiter zu sein als ich.
            Ich kann den Ausweg Trennung zur Zeit noch nicht in Erwägung ziehen.
            Unsere 2 Kinder sind auch jünger (5 und 1).
            Aber unterschwellig taumelt unsere Beziehung auf das gleiche Ende zu auch wenn es mich sehr traurig machen würde.

            Die Hinweise "ihr müßt reden" "knall ihr das an den Kopf so wie Du es hier geschrieben hast" sind alle gut und schön. Den Rat hätte ich Dir auch geben können, weil es der einfachste ist.

            Es ist ja so, dass Du genau wie ich das Beziehungsproblem schon x-fach durchgekaut hast. Du bekommst dann vielleicht mal irgendwelche Zusagen wie wenn die Kinder so und so alt oder weit sind, dann könnte ich ja wieder arbeiten und ich höre von meiner Frau die Bestätigung, dass sie weiß, dass es um unsere Ehe nicht zum besten steht und das wir nur noch Mama und Papa und nicht mehr Frau und Mann sind.

            Das eigentlich Problem ist aber, dass Frau der wirkliche und ehrliche Wille fehlt etwas zu ändern. Dem Gespräch oder dem Streit müssen auch Taten folgen. Wenn dem nicht so ist, dann ist Frau zu Veränderungen nicht bereit.

            Mann hat dann die Wahl die Situation so zu akzeptieren wie sie ist oder es kommt die Trennung, oder man ist eben doch mal nicht mehr so treu und läßt es drauf ankommen.

      (6) 23.09.13 - 13:15

      Hallo,
      ich denke, dass euch nur noch helfen kann, wenn du JETZT schonungslos ehrlich bist. Du hast vielleicht etwas lang gewartet, wenn deine Gefühle schon so abkühlen. Sag deiner Frau direkt, was sie auf's Spiel setzt, wenn sie NUR noch an die Kinder denkt, und eure Ehe vergisst. Vielleicht fangt ihr erstmal mit einem Wochenende zu zweit an, wenn deine Frau eine Woche noch zu lang findet. Vielleicht kann sie mit dem Arbeitgeber absprechen, dass sie zwei Tage in der Woche ein paar Stunden einsteigt? Kann sie sich das vorstellen? Du solltest respektieren, wenn sie möglichst viel bei den Kindern sein möchte, aber wenn das Kleine in die Kita geht, ist stundenweises Arbeiten doch denkbar. Redet über Kompromisse in dem Bereich.

      Mach ihr nicht nur Vorwürfe, sondern sag auch, was du gut findest, was dir aber sonst fehlt. Vielleicht ist deiner Frau nicht klar, wie unzufrieden du bist. Ich kann dich auf jeden Fall verstehen und hoffe, dass deine Frau eine Chance in eurem Gespräch, das sicher nicht leicht wird, sehen kann.

      LG

      • (7) 23.09.13 - 13:25

        Bisher weigert sie sich ganz wieder zu arbeiten. Angeblich wegen der Kinder.

        Daß ich akzeptieren soll, daß sie so viel wie möglich mit den Kindern zusammen sein will, höre ich von ihr auch. Aber wer akzeptiert, daß ich das auch möchte? Ursprünglich war es so geplant, daß wir beide beruflich in dem Umfang kürzer treten, daß ich meine Vaterrolle auch ausfüllen kann.

        Ich muß mich damit abfinden, meine Kinder nur abends und am Wochenende zu sehen. Meine Bedürfnisse dahingend werden von niemandem akzeptiert. Als Vater bin ich auch kein Eisklotz.

        Was ist aber: Die finanzielle Last bleibt bei mir alleine. Am Ende ernte ich für meine Mühen noch Vorwürfe.

        Andreas

        • Weigern ist ja gut und schön, so lange die Kasse voll ist.

          Mal ein rein kalkulatorischer Ansatz.
          Wie hoch sind eure festen Kosten für Haus, Energie, Lebensmittel, Auto und Alltag? Reduziere Deine Stunden, so dass dies noch sicher finanziert ist. Hast Du dann mehr Zeit für die Kinder? Urlaub fällt dann eben etwas kleiner oder regionaler aus oder er fällt ganz aus. Vielleicht wird sie wach, wenn sie nicht mehr im Land von Milch und Honig lebt.

          Damit würdest Du sie vor vollendete Tatsachen stellen.

          Du könntest das sogar prima in ein Gespräch verpacken und langfristig ankündigen. Dann kann sie rechtzeitig reagieren und mit einem eigenen Job gegensteuern.

        (10) 23.09.13 - 19:40

        Das ist nicht fair. Wenn ihr eine Abmachung hattet, dass ihr beide Arbeit und Kinderbetreuung aufteilt, sollte sie dazu stehen und dir jetzt nicht die Versorgerrolle aufdrücken. So jung sind eure Kinder auch nicht mehr. Ich hab selbst einen Sohn von 2,5 Jahren und würde mich freuen, wenn mein Mann diesen Vorschlag machen würde. Ich versteh deine Frau da nicht ganz.

Hallo Andreas,

viel helfen kann ich dir nicht. Ich würde auch nur vorschlagen, dass du ihr das genauso sagst. wie es uns geschildert hast. anstatt abends nebeneinander (vor dem TV?) auf dem Sofa zu sitzen, solltest du drauf bestehen, dass ihr redet. ist dies nicht möglich, gibt es ja vielleicht noch die Möglichkeit des schriftlichen Weges?

Sag ihr unbedingt, dass du sie schätzt und auch teilweise nachvollziehen kannst, was in ihr vorgeht (sofern du das kannst), aber sage ihr auch deutlich, dass du deine Frau zurück haben willst und mit der "Nur-Mama" nix anfangen kannst.

ich wünsche euch, dass ihr das hinbekommt.

Dein Thread ist im übrigen für mich ein Merkzettel - ich werde auf jeden Fall schnell wieder arbeiten gehen (wollen).

Alles Gute!

Wow! Ihr könntet so ein tolles Leben haben und dann wird das nur aus reinem Egoismus deiner Frau zerstört.

Sie kann also den ganzen Tag zu Hause sitzen und sich um die Kinder kümmern, während du Überstunden machst und die Kinder dadurch nicht mehr wirklich zu Gesicht bekommst!?

Hat sie dich denn schon einmal gefragt, was DU möchtest?

Für mich liest sich das so, als würdet ihr keine gemeinsamen Entscheidungen treffen, sondern es so läuft, wie sie das sagt.

P.S. Wenn die Kinder eine Wahl hätten entweder

a. den ganzen Tag die Mama um sich zu haben, oder
b. die Mama etwas weniger zu sehen und stattdessen mehr Familienleben mit beiden Elternteilen zu geniessen, würden sie sich sicherlich für b entscheiden.

Somit geht es deiner Frau höchstwahrscheinlich auch nicht um die Kinder, sondern nur um ihren Egoismus.

  • (13) 23.09.13 - 13:37

    Du hast REcht. Es geht darum, was sie will. Ich kann sie schlecht an die Hand nehmen und zu einem Job schleifen. Ich habe mit Engelszungen geredet. Sie ist der Meinung, die Kinder brauchen in erster LInie ihre Mutter um sich. Da wir uns das leisten können möchte sie unseren Kindern alle mütterliche Fürsorge angedeihen lassen, die geht.

    Das geht soweit, daß ich teilweise wie ein Idiot behandelt werde. Sie hatte einen Arzttermin am Vormittag in der Frühe. Ich habe die Kinder in Schule und Kita gebracht. Sie hat mir doch ernsthaft die kompletten Sachen für die Kinder rausgesucht und hingelegt. Ich sagte noch zu ihr, hetz Dich nicht so, ich mach das schon. Aber nein, sie wüßte als Mutter besser, welche Klamotten die Kinder mögen, was zusammenpasst und für die Witterung optimal ist.

    Zurzeit ist mit meiner Frau kaum Reden möglich. Sie läßt mich spüren, daß sie in erster Linie Mutter ist und die Weißheit in dieser Richtung für sich gepachtet hat. Die Frau, die ich so liebte, gibt es nicht mehr. Sie ist unter der Mutterschaft verschüttet.

    Andreas

    • <<<Ich habe mit Engelszungen geredet.>>>

      Dann solltest du die Engelszungen weglassen und ihr sagen was Sache ist.

      Sag ihr doch einfach das du so keine Ehe mehr führen möchtest und über eine Trennung nachdenkst, wenn sich nichts ändert.

Hallo,

ich finde deine Geschichte interessant, da mein Mann und ich in einer so ähnlichen Situation waren. Es war fast zu 99 % wie bei euch und weder er noch ich waren zufrieden, aber es wurde auch nichts geändert.
Bis dann eine gute Freundin von mir sich von ihrem Mann getrennt hat, die beiden waren auch wie wir seit Teenagerzeiten zusammen (auch wir 15 Jahre) und immer das perfekte Paar, bis sie sich verloren haten, weil sie nur noch Eltern waren.

Das hat mich irgendwie aufgerüttelt, weil ich gesehen hatte, dass auch das perfekteste Paar verloren gehen kann, wenn man nicht aufpasst.

Sie sagte zu mir:

"Die Eltern sind die Stützpfeiler der Familie, wenn ihr als Paar nicht mehr funktioniert, gibt es die ganze Familie nicht mehr...DANN leiden die Kinder drunter. Also lieber ab und zu mal was ohne Kinder machen, als immer nur Eltern sein und dann Alleinerziehend."

Ich war früher auch so, dass ich Hemmungen hatte die Kinder bei Oma zu "parken" weil ich dachte ich bin Mutter, es ist doch egoistisch was alleine zu machen oder mit Partner. Aber seit ca. einem Jahr hat sich das geändert.

Wir machen einmal im Monat an einem Wochenende etwas zu zweit, wir gehen in die Stadt shoppen, in Ruhe Essen, Kino, mit Freunden oder alleine...auf jeden Fall ohne Kinder. Das tut uns so gut, davon zehren wir dann in stressigen Zeiten und freuen uns auf das nächte Mal.

Auch wenn die Kinder im Bett sind, da kann man auch viele schöne Dinge machen, die nicht vor dem Fernseher stattfinden.

Gestern z.B hat mein Mann uns ein schönes Bad vorbereitet, mit Kerzen, ganz romantisch, so etwas kenne ich garnicht mehr. #schwitz
Was würde deine Frau dazu sagen? Da kann man sich mit einem Glas Wein zusammen reinsetzen und einfach mal zusammen sprechen.

Ich würde aber trotzdem niemals eine ganze Woche ohne meine Kinder wegfahren, da wäre ich dann auch nicht so entspannt. Wir machen aber zweimal im Jahr ein langes Wochenende zu zweit, das reicht auch für Zweisamkeit.

Auf jeden Fall haben die anderen hier Recht, du musst mit ihr sprechen bevor noch mehr kaputt geht.

Lg
MIlka

  • (16) 23.09.13 - 13:58

    Bei uns sieht es momentan so aus, daß die Kinder in erster Linie ihre Mutter haben. Von Eltern kann kaum noch die Rede sein. Wenn ich zum Abendessen dabei bin und die Kinder ins Bett bringe, kann ich mich schon glücklich schätzen.

    Für den Anfang wäre natürlich auch ein Wochenende für eine Reise zu zweit o.k. Man kann das dann steigern. Denn ein Wochende lohnt sich kaum für Ziele etwas weiter weg. Zumal wir zwei wunderbare Großelternpaare haben, die die Kinder gerne betreuen würden, wenn meine Frau mal Vertrauen zeigen würde. Die anderen Enkelkinder sind regelmäßig dort zur Freude aller Beteiligten. Mein Schwager und meine Schwägerin verreisen auch mal länger und eine Woche ist doch wirklich nicht lang. Unsere Kinder sind doch dem Kleinkindalter längst entwachsen.

    Am nächsten Wochende werde ich mal die Idee mit der Badewanne aufgreifen.

    Andreas

    • Vielleicht für den Anfang in ein Wellnesshotel für 1. Nacht. Von Samstag auf Sonntag im Umkreis von 100km. Da ist sie vielleicht beruhigter, wenn sie weiß, dass sie schnell da sein kann. Und irgendwann macht man 2 Nächte.

      Wenn sie jetzt nicht einlenkt, dann sehe ich auf Dauer schwarz und ich persönlich würde mich auch irgendwann trennen, wenn ich nur als Geldesel und Erzeuger diene, aber nicht mehr der Mann an Ihrer Seite wäre.

      Alles liebe für dich

      auf die Sache mit dem Arbeiten bin ich garnicht eingegangen fällt mir auf: Also kann sie überhaupt stundenweise bei dem alten AG wieder eisteigen? Oder hat sie gekündigt?
      Was sagt sie zu 15 Stunden pro Woche für den Anfang? Wenn die Kinder doch eh untergebracht sind? Dann betreut sie die Kinder eh nicht selbst, welches Argument hat sie denn?

      • (19) 23.09.13 - 14:43

        Sie erledigt in der Zeit, in der die Kinder weg sind, den Haushalt. Sie meint, sie kann sich dann den Rest des Tages voll den Kindern widmen, die ihre Mama brauchen.

        Oder sie macht was für sich, geht shoppen, zum Friseur, trifft sich mit Freundinnen zum Kaffee, weil eine Mama doch nie Feierabend hat. Sie meint, ihr steht das zu. Ich bin auch dafür, soll sie alles machen. Natürlich steht es ihr zu. Das will ich ihr auch nicht nehmen. Wenn sie mit verdienen würde, könnte ich wie gesagt beruflich kürzer treten, die Kinder mal nachmittags betreuen oder im Haushalt mit anpacken. Dann hätte sie für diese Dinge immer noch Zeit.

        Was den Job betrifft. Sie hat inzwischen gekündigt. Ein Wiedereinstieg wäre vom AG her kein Problem. Die Frage ist nur, ob sie den Job nach so vielen Jahren noch "kann". Natürlich könnte sie sich einarbeiten. Ein paar Fortbildungen besuchen. Dafür müßte sie dann mal für ein paar Tage von zu Hause weg. Vermutlich traut sie mir dann nicht zu, die Kinder alleine zu betreuen, obwohl ich von mir zu behaupten wage, daß ich in der Lage bin, den Kindern ein anständiges Essen auf den Tisch zu stellen, die Kinder zu bespaßen, die Waschmaschine anzustellen und was sonst noch so im Alltag anfällt hinkriege. Ich bin ein erwachsener Mann. Ihr Verhalten läßt mich immer häufiger drauf schließen, daß sie nicht so denkt.

        Andreas

        Andreas

        • Warum müssen denn ALLE ALLES machen?

          Für viele Männer ist es ganz normal , dass sie frühestens zum Abendessen daheim sind, viele sehen ihre Kinder unter der Woche garnicht, weil sie so lange arbeiten.

          Man kann im Leben nicht alles haben! Zeit für Kindererziehung, tollen Job, sichere Einkommen. Irgendwo gibt es dann Einschnitte.

          Auch wenn du deine Stunden reduzierst, deine Frau arbeiten geht, ZEIT FÜREINANDER wäre mit Sicherheit nicht drin, zuminderst nicht mehr als jetzt.

          Du verwechselst dass deine Ehe nur gerettet werden kann, wenn deine Frau arbeiten geht und du mehr Zeit mit den Kids verbringst. Daran glaube ich nicht!

          • (21) 23.09.13 - 15:32

            Sind Männer bzw. Väter wirklich nur dazu da, um die Kohle ranzuschaffen? Ist das das Männerbild der Frauen, wenn sie Mutter werden?

            Und warum habe ich als Vater nicht das Recht auch Zeit mit meinen Kindern zu verbringen? Warum ist dieses Recht der Mutter vorbehalten? Wenn meine Frau ihren Beitrag leisten würde, wie wir es vereinbart haben, hätte ich auf jeden Fall mehr von meinen Kindern und sie nicht viel weniger.

            Ehrlich, wenn ich sowas lese, komme ich mir vor wie ein Trottel.

            Letztendlich ist es kein Wunder, wenn es zu so vielen Trennungen kommt. Ich hoffe, wir schaffen es, das abzuwenden. Versuchen werde ich es.

            Andreas

            • also was ist dein Hauptanliegen? Da sind ja 2 verschiedene Probleme:

              1. Du hast zu wenig Zeit mit den Kindern weil du zu viel arbeiten musst, weil sie eben NICHT arbeitet. D.H du willst sie dazu bekommen zu arbeiten, damit du kürzer treten kannst.

              Was sagt sie wenn du andeutest, dass sie alles mit den Kindern an sich reißt? Sieht sie es nicht so?

              Mein Mann stellt sich auch manchmal etwas doof an mit den Kindern, deswegen muss er eben öfter was mit ihnen machen um Routine reinzubekommen.

              Wie ist es bei ihren Freundinnen? Gleiches Rollenmodell?

              2. Ihr seht euch nicht mehr als Mann und Frau, sondern sie ist nur eine Glucke

              Was sagt sie? Reicht ihr das was ihr an Zweisamkeit habt? Wünscht sie sich nicht mal Weggehen ohne Kinder?

              Ich erinnere mich noch gut an das erste lange WE ohne Kinder. Der Kleine war 1,5 Jahre alt und wir hatten 3 Tage in Hamburg mit Musical und so gebucht.

              Ich war so nervös, in Sorge, dass die 3 Tage etwas passiert, der kleine weint, nicht schläft usw. Ich wollte es sogar absagen.

              Aber kaum war ich auf der Autobahn Richtung Flughafen, war die Sorge verflogen und als ich im Flugzeug saß...war ich wie ein anderer Mensch. Man muss sich einfach mal überwinden.

              Das WE war übrigens toll. #verliebt
              Buch einfach mal einen Kurztrip und überrasche sie damit. Nicht ewig lang, aber 3 Tage oder so, das dürfte ihr gefallen... unser nächster Trip geht nach Paris, auch nur 3 Tage.

          "Warum müssen denn ALLE ALLES machen?"

          Falsch! Alle machen einen Teil vom Ganzen.

          Das ist ein feiner Unterschied!

          Frauen, die mit dem Muttersein die Flucht ins Private antreten und den Mann zum Alleinversorger degradieren sind imho der größte Alptraum, der einem Mann passieren kann.

          Leider "demaskieren" sich solche Frauen meist erst mit bzw. nach der Schwangerschaft.

          Kannst Du Dir vorstellen, um wie viel interessanter eine Persönlichkeit sich entwickelt wenn man nicht nur den ganzen Tag Baby- oder Kindersprache und Hausarbeit um sich herum hat? Oder umgekehrt, wie unanttraktiv im Sinne eines interellektuellen Anspruchs ("Intelligenz ist sexy!") ein solch degeneriertes Wesen ist, dass nur nur Mama spielen will?

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