Im Schatten seiner toten Frau Seite: 2

      • (26) 28.09.13 - 14:03

        habe 3 jahre nach dem tod meines ersten mannes meinen jetzigen partner kennengelernt, mit dem ich jetzt 11 jahre zusammen bin.
        mein erster mann starb auf eine schreckliche art und es dauerte lange bis ich das verkraftet hatte. noch heute denke ich oft darüber nach und rede auch sehr viel mit meinem jetzigen mann.

        ich bin froh dass mein jetziger mann offen war und mich nie gedrängt hat. ich habe irgendwann ganz alleine alles weg geräumt. ich stand morgens auf und an diesem tag fühlte es sich richtig an, dies zu tun. es war meine entscheidung. das war etwa ein jahr nachdem mein neuer mann bei mir wohnte und 4 jahre nachdem mein mann verstorben war.

        wir haben dann auch nach einem weiteren jahr mein haus verkauft und sind weg gezogen. irgendwann war der tag an dem ich abschließen wollte und konnte. ich bin meinem mann sehr dankbar das er das mitgetragen hat und warten konnte.

        Hi
        Du darfst nicht vergessen, das es auch noxh den sohn gibt. Ich würde, im falle meines verfrühten ablebens, auch nixht wollen, das nirgendwo bilder von mir mehr hängen, alleine schon für meine kinder. Ich habe zb im treppenhaus, das bei uns sehr hell ist, eine bildergallerie. Da hängen auch photos von meinem toten papa, von meinen schwiegis, freunde usw.
        Ich würde niemals auf die idee kommen, würde ich einen witwer mit kind kennenlernen, alles gleich zu verändern. Ich würde wahrscheinlich umräumen, oder teils neue möbel besorgen und dann mit absprache von papa und kind eine wand suchen, wo wir der mutter einen platz einrichten.
        Lg conny

        (28) 28.09.13 - 15:11
        ich seh das so.....

        ich habe auch einen witwer kennen gelernt. und gerade weil er so liebevoll und zärtlich von seiner toten frau gesprochen hat - hat er mein herz berührt.

        auch in seinem haus hängen ihre bilder, das autonummernschild ihre und sein kürzel, ihre deko usw usw. es ist hart - weil ich am anfang auch so ein gefühl von: an diese frau, an diese liebe komm ich nie ran. ich hatte ein gefühl von - ich muss besser sein - und hab keine chance. es braucht zeit - man muss viel reden. uns hat das sehr geholfen. liebevoll habe ich ihn gebeten - ob wir eine stelle im haus einrichten können für sie und seine erinnerungen. (in jedem raum hingen ihre bilder) hat geklappt. gehe auch mit zum friedhof und pflege ihr grab mit.

        Aber was mir am meisten geholfen hat: ich habe ihn gefragt ob es auch etwas gab was bei den beiden nicht perfekt lief. er hat mir da auch ehrlich geantwortet. natürlich war auch da nicht alles rosa. ich weiss nun auch - er vergleicht mich nicht mit ihr.
        ich hab ein gesundes selbstwertgefühl - daran solltest du arbeiten.

        Hallo

        Oh je, das ist gewiss keine leichte Sache.
        Weder für dich, noch für deinen Freund.

        Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde.
        Aber ich versuche mal das zu beschreiben, was mir gerade durch den Kopf gegangen ist.

        Er ist also mit 35 Jahren schon verwitwet gewesen.
        Stand da mit einem Kind, Arbeit und Haushalt.

        Wahrscheinlich war er mit seiner Frau auch sehr glücklich.
        Das soll jetzt nicht heißen, das DU ihm viel weniger bedeutest.
        Hier liegt ja keine Trennung vor, sondern ein ganz schmerzlicher Verlust.
        Einen geliebten Menschen durch eine schwere Krankheit verloren.
        Sie war Teil seines Lebens und ist es immer noch, durch das gemeinsame Kind.

        Wenn du zu ihm ziehst, dann rede doch mit ihm.
        Sag ihm, das du den Tod seiner Frau auch als sehr schmerzlich empfindest.
        Dass das Schicksal manchmal ganz grausam zuschlägt.
        Das du dich aber nicht wohl fühlen kannst, wenn überall noch die vielen Bilder von ihr hängen.

        Schlage ihm doch vor, ein schönes Album mit ihm zusammen zu erstellen.
        Und... es spricht auch nichts dagegen, das im Wohnzimmer vielleicht ein schönes Bild von ihr hängen bleibt. Oder eins schön gerahmt auf einem Schrank aufgestellt.
        Vielleicht besorgst du ihm auch eine schöne Kerze, die ihr dann hin und wieder für seine verstorbene Frau anzündet.

        Wichtig ist, das du ihm vermittelst, das er seine Frau nicht vergessen soll.
        Das du das nicht erwartest!! Aber ... das ihr einen gemeinsamen, neuen Lebensabschnitt beginnen wollt... und das es dir schwer fällt, wenn jeder Raum von ihr eingenommen ist.

        Also.. ich finde, du siehst keine Gespenster und in gewisser Weise ist deine Ansicht absolut nach zu vollziehen.

        Ich wünsche euch alles Liebe und Gute

        0815

      • Der Mann hat ein Kind, das früh seine Mutter verlor.
        Da kann er doch nicht nach 4 Jahren komplett die Einrichtung verändert haben, zumal oft die Frauen für Deko etc. zuständig sind und Neukäufe anstoßen.

        Natürlich idealisiert er sie - er erinnert sich (fast) nur noch an das Positive.

        Wenn du mit dem Mann leben möchtest, musst du lernen, auch mit ihr zu leben.
        Vergleiche sollte er natürlich nicht ziehen.

        Und du solltest nicht Knall auf Fall bei ihm alles verändern - sondern evtl. langsam, nach und nach - aber den beiden Vater & Sohn trotzdem ein Stück der Vergangenheit lassen.

        Schwierige Situation.

        Gibt es vielleicht die Möglichkeit, zusammen komplett neu anzufangen? Also das Haus verkaufen und ein anderen kaufen und neu oder teilweise neu einzurichten?

      Also ich bin auch der Meinung sie muss ja nicht ganz aus seinem Leben verschwinden ( auch wenn ich nach 4 Jahren denken würde es wird besser) denn sie war schließlich ein Teil von ihm. Außerdem ist sie ja auch die Mutter des Sohnes! Der würde sich auch wundern. Doch wenn sie so extrem präsent ist das du das Gefühl hast du kommt nicht gegen sie an und möglicherweise stehst du ständig hinter ihr würde ich das Gespräch suchen. Sprich mit ihm über deine Unsicherheit wie es dir damit geht. Ob ihr nicht einen gemeinsamen Nenner findet. D.h. sie bekommt ihre Ecke natürlich wo Sachen von ihr bleiben können aber auch das er mit dir in die Zukunft schaut sollte wichtig sein.

      Ela

      Hallo,

      ich kann Deine Gedanken auch nachvollziehen. Ein Beispiel kann ich Dir nicht nennen aber ich finde, wenn Du mit ihm zusammenziehen solltest würde ich es ihm u seinem Kind überlassen, was wann wo abgehangen wird und was nicht. Du kannst unterstützend mitwirken oder wenn sie vorhaben ein Bild umzuhängen, vorschlagen, ein schönes Fotoalbum zu gestalten (vielleicht mit seinem Sohn zusammen) oder eine Ecke zu machen, wo Dinge nur von ihr hängen. Denn ich denke es so, wenn Du z. B. nach und nach Fotos "verschwinden" lässt (nicht wegwerfen ist schon klar, im SChrank verschwinden meine ich) kann es ja sein, dass es für Deinen Partner ok ist aber weißt Du wie sein Kind darauf reagieren wird?? Manche Dinge geschehen wortlos, was ja ok ist aber nicht, wenn es hier um eine Mutter geht, da finde ich persönlich, muss man sich zurückhalten und sie selber entscheiden lassen, es zu reduzieren. Und wer weiß vielleicht würde ja in naher Zukunft ein Umzug Verkauf was auch immer anstehen wo man mehr zum Zug kommt danach umzugestalten, weil neue Möbel, neue Wohnung/Haus usw.
      Ich denke allgemein, wenn Du eine zeitlang mit ihnen zusammenlebst und eine gute Stellung hältst auch bei dem Sohn, kommt das ganze von selber bestimmt.

      Ist nur ein Gedankengang von mir, vergess die Gefühle von dem Sohn nicht.

      Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute!!!

      LG
      jiggi

      Also als meine Mutter an Krebs starb war ich 13 Jahre alt. Als die Freundin meines Vaters bei uns einzog war ich 16 Jahre alt und meine Schwester 13 Jahre.

      Wir hatten echt Probleme damit als die Fotos unserer Mutter und andere Fotos unserer Familie (Großeltern) abgenommen wurden. Sie hingen auf einmal nicht mehr da. Dafür wurden viele Fotos von der Familie der Freundin meines Vaters aufgestellt (ihre Mutter, ihre erwachsenen Kinder).

      Handarbeiten unserer Mutter (Kissen, Figuren) wurden langsam entfernt aber das wurde (von unserem Vater) angesprochen und das konnten wir einsehen.

      Das mit den Fotos aber, tut mir immer noch mit 33 Jahren weh, wenn ich so drüber nachdenke. Besonders weil wir so von den Fotos ihrer Familie verdrängt wurden.

      Damals war es aber auch so, dass sie nicht auf uns Kinder (!!) zu kam und es insgesamt schwer für uns war.

      Bitte sei feinfühlig dem Sohn gegenüber. Deine Seite kann ich aber auch verstehen.

      Alles Gute!

      (36) 29.09.13 - 10:59

      hi,

      es ist sehr schwer, gegen einen verstorbenen anzukommen--die schlechten zeiten sind aus den gedanken gestrichen und nur noch das gute ist präsent.
      ich kann dir nur sehr schwer was raten, allerdings ist trauerverarbeitung immer sehr unterschiedlich und ich kenne einen mann mit 3 kindern, wo die frau ebenfalls sehr früh verstorben ist (da waren die kinder 1, 4 und 7). der mann hat neu geheiratet und es wurden ALLE spuren der vergangenheit beseitigt, von der verstorbenen frau hängt kein einziges bild mehr an der wand oder steht irgendwo rum. es wird nicht drüber gesprochen und auch die kinder haben keine fotos von ihr in den zimmern---das finde ich persönlich viel schlimmer als so ein offener umgang mit der trauer.

      lg

      • >>>es ist sehr schwer, gegen einen verstorbenen anzukommen--die schlechten zeiten sind aus den gedanken gestrichen und nur noch das gute ist präsent.<<<

        Das steht in einigen Beiträgen auch so, wieso eigentlich wird das behauptet?

        • (38) 29.09.13 - 13:36
          Kannichverstehen

          weil das eben oft so ist. ging mir bei meinem freund auch so, nachdem er bei einem unfall ums leben kam.

          • >>>weil das eben oft so ist.<<<

            Immer wieder erstaunlich, wie bei urbia manche Behauptungen als Wahrheit verkauft werden.

            • (40) 30.09.13 - 10:54
              Kannichverstehen

              du hast aber begriffen, dass ich auch einen toten partner zu beklagen habe und daher mitreden kann? wieviele partner hast du zu grabe getragen, um den wahrheitsgehalt meiner aussage einschätzen zu können?

              und falls du jetzt weiter rumzicken willst--ich habe extra "oft" und nicht "immer" geschrieben.

              • Soll das jetzt ein Wettbewerb werden?

                >>>ich habe extra "oft" und nicht "immer" geschrieben. <<<

                In deinem vorigen Beitrag hast du das als allgemeine Wahrheit beschrieben und nur darum habe ich mich dazu geäußert.

                Und ja, ich "kann" mitreden.

                • (42) 30.09.13 - 13:56
                  Kannichverstehen

                  mein vorheriger beitrag hatte doch schon einen eindeutigen bezug und war nicht allgemeingültig #kratz
                  aber lass gut sein, wir kommen hier und heute wohl nicht auf einen gemeinsamen nenner. #winke

        Die Erinnerung behält liever das Gute und Positive und das wirc irgendwann zum nonplusultra.
        Vieles Negative verschwindet einfach so oder wirkt nicht mehr praesent.

        Waere es anders herum, wuerden alle Menschen azfgrund ihrer immef praesenten schlevhten Erinnerungen beim Psychater auf def Couch liegen.

hallo,

ich schreibe dir mal aus der sicht eines betroffenen kindes, das jedoch alle seiten sehr gut verstehen kann.
es gibt in der situation, in der du dich befindest kein richtig udn falsch. nur viel einfühlungsvermögen auf allen seiten.

mein vater verstarb ebenfalls sehr jung und wäre das nicht passiert, wären meine eltern auch heut nich glücklich verheiratet.
es war für uns damals traumatisierend und wir haben dann 3-4 jahre zu allein mit mama verbracht. dann lernte unsere mutter einen mann kennen, der geschieden war, ebenfalls mi sohn, etwa im alter deines stiefsones.
jedenfalls zogen beide zu uns, denn wir w´lebten im eigenen haus. afangs änderte sich auch an der einrichtung nichts, was sicherlich fpr meinen stiefvater niocht einfach war.

er zog in das haus, dass der verstorbene mann seiner frau gekauft, renoviert etc, hatte. aber nach und nach über die monate und dann natürlich jahre, hat auch er sich eingebracht, die beiden haben mal hier, mal da was eues gekauft und es verschwanden auch die fotos unseres vaters. das war anfangs vor allem für mich unverständlich und ich glaueb ich würde das etwas anders handhaben. allerdings habe ich auch meinen stiefvater verstanden.
wie du schon schreibst: im schatten des verstorbenen partners.und gerade deshalb war es für ihn wohl wichtiger, dass die bilder aus dem gemeinsamen wohnbereich verschwinden. in unseren zimmern konnten wir natürlich machen, was wir wollten.

den anderen punkt den du ansprichst, der ist nicht einfach. zum einen musst du schlicht akzeptieren, dass dein mann mit seiner frau noch zusammen wöre, wäre sie nich gestorben., sie haben sich geliebt, nicht getrennt, weil es nicht mehr funktionierte. das bedeutet ja nicht, dass er dich nicht liebt. aber er hat eben auch sie geliebt udn liebe verschwindet eben nicht mit dem tod des partners auf knopfdruck.
mein stiefvater hatte auch ab und an ein problem damit. mir ist das mitunter aufgefallen, wenn wir alle von papa geredet haben. ich war dann manchmal trotzig (innerlich), weil ich natürlich nicht eingesehen habe nicht über ihn zu reden. aber auch hier: ich vestehe, dass das nicht leicht fpr ihn war.

du solltest da jedoch keinen druck machen, ich denke, das kann nach hinten losgehen. sie ist tot udn wird nicht wiedrkommen. und solange sie nicht eure liebe zueinander überschattet und dazwischen steht, halte dich einfach zurück. gerade auch für den jungen ist es wichtig, vor allem, solltet ihr zusammen ziehen, dass seine mama präsent sein darf. wären sie geschieden, könnte er sie besuchen. sie ist aver verstorben und eine der einzigen möglichkeiten sie für ihn ein stpckweit präsent zu halten, ist, über sie zu sprechen.
vielleicht versuchst du mal aktiv dich ins gespräch mit einzumischen. stell fragen, red mit dem jungen über die mama (aus meiner erfahrung kann ich dir sagen, dass man da ungemein dankbar für ist), zeig interesse. vielleicht wird es dadurch auch fpr dich einfacher.

vergleiche seitens deines mannes sollten tabu sein. das würde ich an deiner stelle klarstellen. aber sie war ein wichtiger teil seines lebens, wird es auf eine art immer sein un das ist in ordnung so.

red doch auch offen mit ihm über deine bedenken, gerade wegen der vielen bilder und möbel.

vielleicht könnt ihr gemeinsam mit dem sohn einen platz im haus finden, an dem ein foto der mama aufgehangen wird. vielleicht mit ihm und ihr. oder ein familienfoto. und für sein zimmer kann er sich andere aussuchen. sei auch ehrlich mit ihm, wenn er es nich verstehen sollte. aber gerade das kannst du umgehen, indem du eben in gesprächen interesse zeigst.
geh doch auch mal mit auf den friedhof. mein stiefvater geht mit meiner mutter auch regelmäßig hin. wobei das schon lange nicht mehr wöchentlich ist, und ich denke das wird sich bei euch auch entspannen, wenn ihr zusammen wohnt.

ich persönlich fand es gut, dass nicht alles sofort verändert wurde, als mein stiefvater bei uns einzog. das wäre für mich als kind glaube ich zu viel gewesen. aber wie ich schon schrieb geschah das dann nach und nach in kelineren und später auch mal in größeren schritten. da kannten wir uns auch immer besser und hatten ein gute beziehung zueinander. da war es dann unser gemeinsames zuhause.

komme ich heute zu meinen 'eltern' ist es deren zu hause (meine heimat). ihr gemeinsames.

viel empathie, toleranz und offenheit und dann klappt das ganze schon.

lg

Mich stört dein: wenigstens teilweise.

Rede mit ihm! Wenn er wirklich will, dass du zu ihm ziehst, dann wird renoviert und es werden gemeinsame Möbel angeschafft. Selbstverständlich hat sie einen Platz in seinem Herzen und die Bilder werden nicht abgehängt/entsorgt. Schließlich gibt es ja noch den Sohn!

Ihr müsst beide aufeinander zu gehen.

Gruß

Manavgat

Huhu,

sag ihm doch, dass du sehr gerne zu ihm ziehst, aber das du gerne ein wenig renovieren möchtest,

Warum sollte er dazu nein sagen? Während der Renovierung kannst du doch auch die Fotos etc. umdekorieren.
Du kannst den Jungen auch fragen, wo die Bilder von seiner Mama hingehängt werden sollen.

Und weil bald Weihnachten vor der Tür steht, kannst du doch sagen, dass du gerne ein Foto von deinem Freund,seinem Sohn und dir haben möchtest, welches du verschenken kannst.

Mach dich nicht verrückt, seine verstorbene Frau ist die Nr.1, aber du bist die Nr. 1A ;-)

LG

(47) 29.09.13 - 15:14

Hi du,

ich liebe einen Witwer. Er ist 41 hat ein Kind (5) ich 39, habe zwei Kinder (4 und 3). Das Schicksal hat uns beide zusammengeführt. Seine Frau verstarb sehr jung. Auch an Krebs. Das Kind war da gerade mal 3 Jahre alt.

Du hast das größte Geschenk von ihm erhalten. Er hat dich in sein Herz gelassen. Hat tiefe Gefühle für dich. Er will eine gemeinsame Zukunft mit dir. Er liebt wieder eine Frau, die lebt. Dich.

Er hat den Balanceakt zwischen einem totem Menschen im Herzen und einem Menschen, den er jetzt fühlt und liebt. Das ist nicht einfach.

Es ist ein großes Kompliment, wenn er mit dir zusammenziehen möchte. Er sagt ja zu einem Leben mit DIR!

Sein Zuhause, das euer Zuhause werden wird, ist das Zuhause von seinem Sohn. Die verstorbene Frau ist die Mama.

Lass den beiden ihre Erinnerungen. Hänge nichts ab. Tausche nichts aus. Möbel sind Möbel. Es geht doch um die Liebe. Mit der Zeit kommen Bilder von dir dazu. Eure Erinnerungen. Du und er. Bilder auf denen du mit ihm glücklich bist. Stück für Stück verweben sich eure Leben. Eure Vergangenheit. Eure Zukunft. :-)

Er wird auch immer sehr liebevoll von ihr sprechen. Das ist doch schön. Er spricht genauso liebevoll von dir. Habe genug Selbstvertrauen. Er liebt dich jetzt. Eure Liebe ist anders, genauso schön. Ihr lebt aber JETZT. Geniesse das und liebe. Nicht nachdenken. ;-)

Die Trauer wird ihn ein Leben lang begleiten....

Ich habe mir am Anfang auch so viele Sorgen gemacht. Habe zu viel nachgedacht. Liebe hört mit dem Tod ja auch nicht auf. Meine Liebe mit ihm ist aber anders. Ich bin ich. Er hat sich für mich entschieden. Für mich und das Leben in der Gegenwart. Seine verstorbene Frau nehmen wir aber mit auf diese "Reise des Lebens". Ich rede in Gedanken oft mir ihr. Sie ist gedanklich meine "Verbündete". :-)

Mein Partner trägt z.B. seinen Ehering und trägt ihren an einer Kette am Hals. Für mich absolut verständlich, denn ich würde dies auch machen. In seiner Wohnung hängen auch überall Bilder. Bei mir stehen auch Bilder wo mein Exmann drauf ist, denn er ist der Vater meiner Kinder und so ist das auch bei deinem Partner. Sie ist die Mutter seines Sohnes und deshalb sollten die Bilder bleiben.

Hochzeitsbilder hängen in seinem Schlafzimmer. Das ist für mich ein Zimmer, welches ich nicht betrete, weil es sein Raum mit ihr ist. Ein Rückzugsort. Dort kann er seine Trauer spüren, verarbeiten und gedanklich mit ihr zusammen zu sein.

Geniess diese Liebe. #verliebt
Kopf abschalten #verliebt

Liebe Grüße
K.

.

Oh ja, das ist ein schwieriges Thema.

Vorab, ich kann dich verstehen. Ich denke, mir würde es ziemlich schwer im Magen liegen, wenn ich dort wohnen würde und die Hochzeitsfotos des glücklichen Ehepaares würden mich ständig anstrahlen. Irgendwie hätte ich dann immer das Gefühl, ich wäre da nur zu Gast und nicht die Partnerin.

Auf jeden Fall kannst du dein Problem nur dadurch lösen, indem du mit ihm redest. Und ich denke, eine Beziehung macht nur dann Sinn, wenn ihr beide einen Schritt aufeinander zugeht. Das könnte beispielsweise so aussehen, dass ihr euch eine neue Bleibe sucht oder zumindest renoviert/ neue Möbel anschafft/ ein paar von seinen Möbeln durch deine ersetzt etc.

Die Familienfotos würde ich nicht alle abhängen (die Hochzeitsfotos eher schon), allein schon für den Sohn ist es sehr wichtig, dass Erinnerungen an seine Mutter nicht sofort beiseite geschoben werden. Aber hängt doch zusätzlich noch ein paar Fotos von dir samt Partner und Kind auf.

Und bei allem Verständnis für ihn, vergiss bitte auch deine Gefühle nicht, denn du möchtest in dieser Beziehung ja auch glücklich sein. Kompromisse sind das Zauberwort - auch von seiner Seite!

LG minerva

ich kann euch beide verstehen... also dass es dich stört genauso wie ihn, dass er sie eben nciht aus seinem leben streichen kann (und will)

ihn zu bitten alle bilder abzuhängen fände ich nicht gut... für ihn und das kind ist sie eben noch wichtig, schon weil sie an einem großen teil ihres lebens beteiligt war, vor allem für das kind war sie ja immer da...

ich weiß ja nicht wo und wie viele bilder hängen, ich würde aber allerhöchstens wünschen dass er die zahl minimiert, in jedem raum muss es ganz sicher nicht sein... aber ganz und gar nicht wäre auch zu viel verlangt...

ob dir das dann reichen würde ist ne ganz andere sache... vielleicht würde es dich aber dann auch stören in ihren möbeln und dem mit ihr gebauten haus zu wohnen?! und vielleicht ist er auch (noch) nicht bereit "ihre" sachen ggf auch gegen deine auszutauschen. ich mein man kann ja dann schon probleme bekommen ein paar hausahaltsgegenstände zu erneuern und bei der gelegenheit eben zu ändern usw. da weiß ich aber nicht wie er da eingestellt ist und ob ihr da auf einen nenner kommt... das kann letztlich keiner so richtig prognostizieren...

ich kenne beides. partner die ihren alten partner nach dm tod idealisieren und nichts wegwerfen könnten was er/sie angeschafft hatte, und eben auch welche die sagen "das ist eben zeug" und gut damit leben nur hier und da ein foto hängen/liegen zu haben... wie viel von ihren spuren du in deinem lebensraum ertragen kannst und willst musst du letztlich selber herausfinden, und ob er sie dann soweit aus eurem leben raus halten kann steht noch auf einem ganz anderen blatt... und umziehen, neu anfangen in neuer umgebung usw wird wohl eher nicht die option sein... ich denke du wirst wohl damit leben müssen sie ein bisschen mitzuheiraten, sie wird immer thema sein, vor allem da das kind ja schon nicht mehr klein ist/war und die mutter nicht vergessen wird...

ich wünsche dir ganz viel geschick in der situation. das ist ja für euch beide nicht einfach... aber nimm es nicht persönlich, es geht ja nicht gegen dich.

Hallo.

Ich denke mal auch, dass das Zeit braucht, aber man kann es bewältigen. Du verstehst dich mit beide prima. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung. Ich würde auch vorschlagen, alles im langsamen Tempo umzugestalten. Mit Einverständnis deines Partners und dem Sohn. Eine Kleine Erinnerungsecke für die Mama ist bestimmt das Richtige. Lass den Kleinen entscheiden, er soll merken, dass seine Mama nicht vergessen wird. Bleib aber so, wie du bist. Versuche nur nicht, die Mama zu ersetzen, dass kannst du nicht. Und wenn über die Mutter gesprochen wird, dann nimm es nicht persönlich. Das hat nichts mit dir zutun. Auch wenn die beiden in Erinnerungen versinken. Das brauchen sie zur Bewältigung. Kann ich mir zwar vorstellen, dass es schwer wird, aber ich denke mal, dass muss man den beiden gewähren. Nur wenn dein Partner versucht, zu vergleichen, dann würde ich einlenken. Aber ansonsten hört sich das bei euch schon ganz gut an.

Viel, viel Geduld und Glück.

LG

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