wieder alleine.....

    • (1) 28.09.13 - 21:19
      so enttäuscht

      Guten Abend,

      Ich muss mich hier mal ausheulen.
      Und zwar geht es darum:

      Ich bin mit meinem Mann und meiner Tochter heute auf eine Hochzeit eingeladen gewesen. Mausi hat natürlich nicht mehr bei der Hinfahrt geschlafen, sodass sie dann bei der Feier hundemüde und dementsprechend gelaunt war (sie ist 1 Jahr). Ich habe dann mit meiner Mama vereinbart, dass ich die Kleine zu ihr nach Hause bringe und sie auf sie schaut (natürlich auch viel entspannter für die Kleine). Insgesamt War ich dann ca 1 std Fahrzeit unterwegs, mein Mann blieb derweil auf der Hochzeit. Meine Mama konnte bis 20.00 uhr auf sie achten, dann musste sie selber weg. Wir haben ausgemacht, dass wir dann auch bei ihr sein werden um unsere Puppe zu "übernehmen".

      Wir haben schon vor Wochen vereinbart, dass wir gemeinsam als Familie nach Hause fahren. Ich kenne ihn und weiß, das er immer gern länger bleibt und mich dann mit unserer Tochter allein nach Hause fahren lässt. Mir macht das grundsätzlich auch nicht viel aus, aber halt nicht immer... ich bleibe auch gern mal sitzen und unterhalte mich mit den anderen.

      Nun war es dann so, dass er schon sehr viel getrunken hatte (obwohl er sagte, das er mit dem Auto nach Hause fährt). Egal, dann fahre ich halt, habe ich mir gedacht. Kurz vor 19.30 hab ich dann schon ein paar mal zu ihm gesagt, das wir jetzt los müssen. Und was sagt er?

      Nein, ich bleibe hier.

      Ich war oder bin so dermaßen enttäuscht von ihm..das darf doch wohl nicht wahr sein. Andere Familien fahren doch auch gemeinsam hin und dann wieder heim oder? Oder übertreibe ich?? Es war schon sooo oft so..und jedes Mal war ich allein daheim oder bin früher gefahren. Wir wollten beide ein Kind, nicht nur ich. Ich kümmere mich ja ohne frage sehr gern um sie, aber kann er mir nicht mal helfen. Sie schläft zurzeit auch sehr schlecht und in der Nacht steht er ja auch nicht auf.

      jetzt bin ich wieder alleine nach hause, nachdem ich ihm gesagt habe, das mir das überhaupt nicht passt und ich sehr enttäuscht von ihm bin.

      Sorry das es so lang geworden ist..aber ich hab so einen Hals. :-( wie kann man nur immer so egoistisch sein..

      • Ich finde es in der Tat sehr ungerecht, wenn du regelmäßig und zu mehreren Gelegenheiten alleine mit dem Kind nach Hause fahren musst, während er gemütlich einen trinkt und auf den Feiern bleibt. Immerhin möchtest du vielleicht genauso ein gesellschaftliches Leben haben und auch mal unter erwachsenen Menschen sein, dich mit Freunden und Familie amüsieren.

        Wenn ihr vorher ausmacht, dass er nach Hause fährt, würde ich an deiner Stelle auch einfach mal was trinken und ihm dann klarmachen, dass du nun leider auch nicht mehr fahrtüchtig bist. Vielleicht merkt er dann mal, wie rücksichtslos sein Verhalten ist.

        Ansonsten: Hast du ihn schon mal darauf angesprochen? Vielleicht packt ihn ja die Feierlaune, wenn er getrunken hat und dann will er gerne länger bleiben? Ihr müsst ja auch nicht immer zusammen als Familie nach Hause fahren. Aber ich finde schon, dass er dann auch mal den Part des nach Hause Fahrenden übernehmen sollte und du weiter feiern darfst.

        Dass dein Mann nachts nicht aufsteht wegen der Kleinen betrachte ich ein bisschen zwiespältig. Ich nehme an, dass er berufstätig ist - bist du das auch? Wenn ja, dann sollte man sich das Aufstehen auch teilen. Bist du aber zu Hause oder arbeitest bedeutend weniger als er, kann ich schon verstehen, dass eher du als er nachts aufstehst.

        • Danke für deine Antwort.

          Ja er ist berufstätig und ich nicht und klar, stehe ich in der Nacht auf. Aber durch meinen Schlafmangel wäre ich dann ab und an schon sehr froh, wenn er zb heute in der Nacht auf unsere Tochter geschaut hätte (was auch so vereinbart war zwischen uns). Nun bleibt es wieder an mir hängen.

          Ich will gar nirgends mehr wohin gehen mit ihm weil es wirklich ständig das gleiche ist. Und jedes mal bin ich dann sauer und ärgere mich. Ich habe auch schon so oft mit ihm darüber gesprochen aber entweder er checkt es nicht oder will es nicht kapieren.

          Ich bin doch nicht sein Depp der das alles für ihn immer macht und ich kann nie wo einen Abend genießen.

          Dadurch das er jetzt auch so viel arbeitet und fast nie daheim ist..hängt unsere Tochter sehr an mir. Nur mehr Mama und zu Papa will sie gar nicht mehr. Anstatt das er dann zeit mit ihr verbringen würde hockt er lieber wo anders. ; ((

          • Ja das ist es ja, was meiner Ansicht nach gar nicht geht - dass er immer auszunutzen scheint, dass du dich um die Kleine kümmerst. Meiner Meinung nach müssen entweder beide Elternteile die Möglichkeit haben, lange zu bleiben (Kinderbetreuung) oder aber man geht gemeinsam nach Hause. Wenn schon getrennt nach Hause gehen, dann auch bitte ausgeglichen und nicht immer nur einer, der "länger bleiben darf".

            Habt ihr denn schon mal darüber gesprochen oder hast du ihm schon einmal klar gemacht, dass du das nicht gut findest und auch gerne mal länger bleiben möchtest? Vielleicht nimmt er einfach nicht wahr, dass es dir eben doch etwas ausmacht.

            Aber auch wegen dem nachts Aufstehen scheint es das gleiche Problem zu sein: Er hält sich nicht an eure Absprachen. Wozu besprecht ihr vorher etwas, wenn er es dann nicht einhält? Entweder ist es inzwischen so eingebürgert, dass er es sich schlichtweg angewöhnt hat, Vereinbarungen nicht einhalten zu müssen oder aber er ist einfach wirklich ignorant.

          • (5) 28.09.13 - 23:06
            meine Erfahrung

            "Ich will gar nirgends mehr wohin gehen mit ihm weil es wirklich ständig das gleiche ist."
            Das wird nicht besser, sondern schlimmer werden.
            Er checkt sehr wohl und kapiert es, aber du lässt es mit dir machen, er nimmt dich nicht ernst.
            Beobachte das ganz genau, verhält er sich, was Absprachen angeht, normalerweise anders und schert nur aus, wenn Alk im Spiel ist?

            (6) 29.09.13 - 10:30

            Nochmal, wenn Du die Erfahrung immer wieder machst, dann organisiert zusammen die Betreuung eures Kindes.

            Mein subjektiver Eindruck ist, dass Du sehr am Kind hängst, es eigentlich nicht aus den Händen geben willst und von ihm erwartest, dass er mitzieht und eben auch verzichtet.

            Aber mal ehrlich, gerade das erste Jahr entbehrt man sowieso sehr viel an "Erwachsenenvergnügungen". Ich kann verstehen, dass er bei anstehenden Events keine Abstriche machen will.

            Du hast doch in der Hand es zu ändern. Oder glaubst Du ernsthaft, er beschwert sich, wenn Du eine Feier ausgelassen MIT ihm genießt, ohne ab halb acht auf der Uhr zu pockern und ihn an seine Elternpflicht zu erinnern?

            LG

      Zuerst mal ist das was dein Mann da macht, natürlich nicht okay.

      Merk dir deine Einsätze, wenn er beim Feiern (oder wo auch immer) ist und fordere die gleiche Anzahl freier Nächte ein. Sei da wirklich hart und lass ihn wirklich mit dem Kind allein. Er wird lernen mit ihr umzugehen.

      Dann habt ihr das aber auch wirklich nicht besondes geschickt organisiert. Eine Hochzeit weiß man doch Monate im voraus und kann das ordentlich planen.
      Tochter hin und her fahren und dann um 19.30Uhr gemeinsam abhauen und Kind schon wieder abholen... das hört sich sehr stressig an (auch fürs Kind), kein Wunder, dass das nicht klappt und alle unzufrieden sind. Das nächste mal organisierst ihr euch wen, der deine Tochter bis zum nächsten Morgen (oder zumindest bis Mitternacht) betreut. Denn um halb acht heimgehen, womöglich noch während des Abendessens, ist ja wirklich doof (da kann ich deinen Mann verstehen).

      Auch unsinnig finde ich, dass dann beide Eltern heimgehen. Warum auch? Zum Kinderhüten reicht doch einer und so hat wenigstens der andere was von der Feier. Dieses "als Familie heimgehen" hört sich ganz nett an, bringt aber rein gar nichts.

      Natürlich sollte aber nicht immer der gleiche heimgehen, da musst du deine Rechte durchsetzen.

      Hallo,

      ich würde bei einer planbaren Feier wie einer Hochzeit einfach rechtzeitig einen Babysitter organisieren, so dass man ein einjähriges Kind nicht auf eine für sie ätzende Feier mitschleppen muss und selbst als Paar den Abend genießen kann, ohne dauernd auf die Uhr zu schauen.

      LG

      Erstaunlich, wie viele Leute garkein Problem in der Situation sehen.

      Ich habe 3 Kinder, alle aus den Gröbsten raus und selbsständig.
      Bei uns hat es so gut wie nie mit dem Babysitter geklappt. Bei Elternabenden und sonstigen unaufschiebbaren Gelegenheiten mußte tatsächlich immer einer bei- oder mit den Kindern sein. Das war alles zu organisieren.

      Wenn allerdings bei Familienfeiern oder sonstigen Parties immer einer derjenige ist, der die Kinder hüten und betreuen muß, dann hört sich das für mich nicht nach Partnerschaft an. Und wenn, in diesem Fall er, länger feiern will, und sie muß die Suppe auslöffeln, würde mir auch der Hals schwellen.

      Wir haben uns immer als Paar gefühlt und sind selbstverständlich gemeinsam gekommen und gegangen. Wenn das jetzt schon nicht mehr klappt, wie soll sich das entwickeln, wenn die Partnerschaft eingeschliffener ist und mehr normaler Alltag herrscht.
      Immer einer, der zu Hause sitzt, der andere feiert?
      Das wird die Partnerschaft sicher sehr stabilisieren.

      Ich finde das Verhalten Deines Partners unmöglich und egoistisch.

      Er verläßt sich auf Dich, übergibt Dir die Verantwortung zu 100%.

      Klar, man hätte einen Sitter organisieren können, aber das ist ja nicht das Problem an der Sache.

      Das Ding ist, das Dein Partner, trotz vorheriger Vereinbarung, diese einfach ungeachtet läßt und seinen ganz persönlichen Spaß in den Vordergrund stellt.
      Wie ich schrieb, mehr Egoismus geht wohl nicht.

      Du schreibst das Du ihn kennst und er Dich immer mit der gemeinsamen Tochter allein nach Hause fahren läßt, also scheint das ja schon öfters mal vorgekommen zu sein.

      Ich würde dem Ganzen schnellstmöglich einen Riegel vorschieben, er MUSS lernen auch mal zurückzustecken, muss lernen Verantwortung zu übernehmen. Wenn man ein Kind zu betreuen hat kann man halt nicht trinken und feiern bis zum umkippen.

      Für das nächste Mal würde ich gerade keinen Sitter organisieren sondern ausmachen das er das Kind betreut bzw. ab einem gewissen Zeitpunkt übernimmt.

      Es geht nicht darum das "wie Du mir so ich Dir" oder dergleichen. Es geht darum das er lernt Verantwortung zu übernehmen!

      LG, Lena

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