Wem geht es ähnlich mit mehreren Kindern?

    • (1) 05.10.13 - 01:15

      Hallo,

      mein Mann und ich haben drei Jungen (7 , 3,5 und 1 Jahr alt).
      Ich bin in Elternzeit, bin eigentlich Lehrerin und kann auch jederzeit wieder zurück in den Beruf, mein derzeitiges Hausfrauendasein hat also rein theoretisch irgendwann ein Ende.
      Allerdings arbeitet mein Mann viel und ich habe reichlich mit den Kindern zu tun, so wie es naturgemäß recht intensiv ist, sich um drei Kinder zu kümmern im Alltag.
      Der Kleinste geht noch nicht in die Kita, er ist ein Frühchen, läuft noch nicht, schläft sehr schlecht und ist sehr häufig krank, so dass er noch ein paar Monate länger zu Hause mit mir bleibt.

      Seit wir drei Kinder haben, stoßen wir echt an unsere Grenzen. Obwohl mein Mann und ich uns viel mit den Kindern beschäftigen und viel zusammen unternehmen und er mir auch Aufgaben im Haushalt abnimmt (z.B. Großeinkauf, er kocht auch gern mal etc. und beschäftigt sich mit den beiden größeren auch mal allein) wurmt mich oft, dass ich manchmal nicht weiß, wohin mit den Kindern, mit dreien kann man sich nur schwer irgendwo zu Besuch einladen, nicht mehr wie früher mal jemanden auswärts über Nacht besuchen...man ist eben sehr gebunden und wir haben auch räumlich keine Kapazitäten mehr für Gastfamilien.
      Ich muss dazu sagen, dass wir eine Stadtwohnung ohne Garten in einer Großstadt bewohnen, sodass man immer zusammen mit den Kinder rausgehen muss, um auf Spielplätze und in Parks zu gehen. Wir sind jedoch in der glücklichen Lage ein Sommerhaus auf einem Waldgrundstück in Seenähe zu haben, was aber jedoch schon jetzt im Herbst zu kalt zum Übernachten wird, so dass ich nicht dorthin ausweichen kann, selbst wenn ich allein wollte.

      Mein Mann hat natürlich nicht so viel Urlaub und wir nicht so viel Geld, um jede Ferien zu verreisen. Allein mit drei Kindern ist alles im Moment sehr akrobatisch, so dass ich dann eben auch zu Hause bleiben muss, obwohl ich gerne die Zeit anders nutzen würde.
      Die Großeltern bieten sich gar nicht mit Unterstützung an, sie reisen lieber selber durch die Weltgeschichte und zeigen sich absolut unverbindlich, haben jedoch auch alle neue Partner, so dass kein besonderes gemeinsames Interesse an den Enkelkindern besteht.
      Auch ist das räumlich nicht mehr zuzumuten, wenn ich mit den Kindern meine Mutter besuche, was aber auch höchstens einmal im Jahr vorkommt, weil sie meistens nicht da ist.

      Das betrifft vor allem die Schulferien, seit mein größter Sohn in der Schule ist. Mich trifft es ungemein, wenn so viele Familien von den Großeltern Angebote bekommen, dass die Enkelkinder eingeladen werden sie mal ne Woche zu besuchen oder mal Unterstützung anbieten, wenn man wochenlang krank ist mit den Kindern.

      Man muss schon sagen, sie wohnen zwar weiter entfernt aber das ist nicht nur der Grund.
      Mich macht dieses "Inseldasein", wie ich es gerade empfinde, traurig. Ich habe zwar Freundinnen mit Kindern, mit denen ich mich im Alltag viel treffe aber in den Ferien sind sie alle mit den Kindern immer einen Teil mit den Großeltern oder anderen Teilen der Familie zusammen.

      Dazu kommt, dass mein Mann von der Arbeit ungeheuer müde ist und am liebsten zu Hause mal gerne seine Ruhe hätte an freien Tagen, so dass ich wieder gucken muss, was ich mit den Kindern mache, also wieder Spielplatz.

      Ich bin zur Zeit so frustriert, dass alles so wahnsinnig anstrengend ist und zäh, ja, so, als müsste ich händeringend danach suchen, die freie Zeit zu füllen, irgendwie blos rumkriegen.

      Sicher, man kann sich seine Familie nicht aussuchen und wir haben uns ja auch drei Kinder zugemutet, insgeheim habe ich aber nicht gedacht, dass es so beschränkt und meine Mutter sich so aus allem raushält.

      Geht es irgendeiner ähnlich mit meinem Problem?

      Beste Grüße, Amancaya

      • Hallo,

        Ich glaube so geht es jedem einmal mit mehreren Kindern.
        Habe auch 3 im ähnlichen alter wie du (7, fast 3 und 1) und im Moment schlaucht mich mein Alltag ungemein.

        Ich hänge aber auch in so einem ziemlichen Tief, ich hätte gern öfter Auszeiten aber dann weiß ich wiederum auch nichts mit mir anzufangen oder ich mag meinen Mann hier auch nicht so oft allein hängen lassen.
        Am nervigsten sind die Tage wenn ich abends allein bin, wenn mein Mann Schicht hat, die mittlere mag eh nie schlafen und der kleinste zahnt im moment ständig, der Große hat dann mal wieder Angst im Dunkeln usw. usf.
        Tja in so einem Moment denkt man sich schon öfter mal "warum eigentlich?"

        Aber dann gibt es da auch wieder diese ganz anderen Momente, wenn man sieht wie toll die drei miteinander umgehen, wie sie sich aufeinander freuen wenn sie aus Schule und Kita kommen, wenn sie einen umarmen und süße Basteleien mitbringen um sie einen ganz stolz zu schenken.
        Das sind dann die Augenblicke wo ich keinen der drei missen möchte.

        Ich muss aber auch sagen das wir sehr viel mehr auf uns gestellt sind seit wir Nr.3 bekommen haben.
        Also meine Mutter nimmt die Kids schon ab und an abends, damit wir mal ins Kino kommen, ins Theater oder sonst was.
        Alle 3 über Nacht schafft sie nicht, aber das verstehe ich absolut und akzeptiere das, wenn wir mal weg fahren müssen wir mindestens ein Kind mit nehmen.
        Meine Schwiegermutter traut sich auch nicht zu alle 3 bei sich zuhaben, zumindest solange die beiden jüngsten noch so klein sind, auch verständlich wir sind nicht so oft da, da sie auch weiter weg wohnen.

        Ich glaube das ist aber Vorallem der "langweilige Hausfrauen " Alltag der so unglaublich frustriert, keine Anerkennung wie im Job, keine Erwachsenen um sich, lediglich kleine Kinder die einen vollblubbern ;-)
        Ich freue mich unglaublich wenn der kleine nächstes Jahr in die Krippe kommt und ich wieder arbeiten darf.

        Ich glaube aber auch wenn unsere Kinder dann tatsächlich älter sind, werden wir auch diese Kleinkindzeit, die man sich manchmal so unglaublich schnell vorbei wünscht, vermissen.
        Darum versuche ich trotzallem diese Zeit zu genießen und mich trotzdem auf irgendwann später zu freuen, wenn man wieder mehr Freiräume hat :-)

        Du siehst aber du bist nicht allein damit.

        LG

        (3) 05.10.13 - 03:30

        Das ist nun mal so, wenn man drei junge Kinder hat.
        Ich hätte nieniemals drei Kinder in einer Stadtwohnung bekommen. Man wird ja verrückt, wenn jeder Wunsch der Kinder, nach draußen zu gehen, bedeutet, dass man als Mutter mit muss.
        Könnt ihr nichts an eurer Wohnsituation ändern? Ich habe auch drei Kinder, bin aber in der Lage, locker fünf Personen bei mir übernachten zu lassen, es waren auch schon mehr.
        Ich hatte auch nie Omas oder sonstige Verwandte zum Babysitten, hat mich aber wenig gestört, weil aufgrund unserer großzügigen Wohnsituation sich viel bei uns abgespielt hat.

        Ich habe eine Freundin, die hatte damals auch drei kleine Kinder, mit kürzeren Altersabständen als deine Kinder, sie ist auch Lehrerin. Die sind in allen Ferien (natürlich nicht in den Winterferien) mit dem Wohnwagen losgezogen, teilweise war sie mit den Kindern allein auf einem Campingplatz, wenn ihr Mann nicht so viel Urlaub hatte, es muss nicht immer Gran Canaria sein.

        (4) 05.10.13 - 10:47

        Hallo.

        Also ich kann von mir sagen, dass ich nie so gedacht habe wie du. Ich habe aus meiner ersten Ehe auch drei Kinder. Als die älteste sieben war, kam die zweite und die dritte kam dann gleich ein Jahr später. Also war ich auch oft mit drei Kindern (8, 1 und Baby) alleine zuhause. Mein damaliger Mann zog es vor, sich lieber mehr um die Arbeit (er war auch öfter mal arbeitslos, nur dazu) zu kümmern oder seine Freizeit zu genießen (ja ich weiß, selber Schuld). Haushalt und Kinder war mein Part. Die letzte war ein "Unfallkind", von mir aber sehr begrüßt, aber mein Ex konnte sich lange nicht damit abfinden. Auch war seine Vorstellung von Familie und Freizeitgestaltung nicht die, die man als Familie haben sollte. Also habe ich mich alleine um die Kinder gekümmert. Sie waren eben mal da und dafür konnten sie ja dann nichts. Zu meinen Eltern hatte ich nicht wirklich guten Kontakt, sodass ich da auch nicht die Kinder mal abgeben wollte/konnte. Aber ich empfand das nicht als stressig oder ich habe auch sonst nichts vermisst. In dieser Zeit waren die Kinder an erster Stelle. Sie haben mir das auch leicht gemacht, waren eigentlich pflegeleicht. Habe mich mit ihnen organisiert und es war alles gut geregelt. Selbst als ich nach der Jüngsten wieder arbeiten ging, hat alles super geklappt. Also ich kann sagen, die Kinder waren mir nie eine Last, eher dann mein Ex, was ich leider zu lange geduldet hatte.

        LG Hermina

      • (5) 05.10.13 - 23:32

        in Ansätzen kenne ich das wobei wir noch ein paar mehr Kinder haben aber zum Glück in keiner Stadtwohnung wohnen (wäre für mich mit mehr wie zwei Kindern völlig unvorstellbar ) . Die Schulkinder können somit alleine raus und sind auch schon relativ viel selbstständig unterwegs ( Hobbies, Verabredungen , draußen spielen usw. ) . An vielen Tagen ist es aber tatsächlich so das ich ein starkes Bedürfnis habe einfach mal raus aus dem Haus zu kommen und nicht den ganzen Tag hier festzusitzen und den Kindern hinterher zu räumen und zu putzen . Irgendwo spontan mal andere Leute zu besuchen mit mindestens 3 kleinen Kindern ist mir wenn es nicht gerade im Sommer im Garten ist auch unangenehm den Trubel da jemandem zu zu muten . Auch das spontane mit fahren wenn mein Mann beruflich irgendwelche Veranstaltungen oder Termine hat die sich auch privat noch nett verbinden ließen sind als große Familie mit noch relativ kleinen Kindern mehr Aufwand wie alles andere - Übernachtungen im Hotel dort auswärts essen müssen oder mit einer Horde durch die Stadt laufen ist stressig .

        Oft sehne ich die Zeit zurück wo meine ( Grund) Schulkinder alle noch klein waren weil mittlerweile ist es nicht unbedingt nur die Anzahl der Kinder sondern auch der Altersunterschied den großen ist vieles schon langweilig sie wollen oft schon nicht mehr gerne mit zu Familienausflügen oder zum Spielplatz die Dinge die sie lieber machen wollen gehen aber mit den Kleinen nicht oder nur wenn mein Mann und ich uns aufteilen.
        Die Nachmittage in der Woche sind gefüllt mit Hobbies , Hausaufgaben machen oder Verabredungen . Das sich die Kinder parallel auswärts verabreden und mir somit mal ein wenig Luft bleibt funktioniert so gut wie nie . Mit der Oma ist es ähnlich wie bei euch . Spontan in den Ferien morgens irgendwo hinfahren und abends wieder kommen ist inzwischen auch nicht mehr so einfach wie früher wo ich einfach alle einpacken konnte . Ich kann die großen zwar für eine gewisse Zeit mal alleine lassen aber so lange das ich mit den anderen ein paar Stunden in den Zoo fahre möchte ich das dann nicht . Die Wochenenden sind dank der Hobbies der größeren Kinder z. T auch gut gefüllt irgendwas liegt immer an eine Einladung zu einem Kindergeburtstag , ein Fußballspiel oder oder . Für 3 Stunden dann noch groß irgendwo hinzu fahren lohnt sich dann nicht mehr .

        Gelegentlich kriege ich also auch einen Hüttenkoller wo ich das starke Bedürfnis habe einfach mal alleine raus zu müssen und irgendetwas anderes zu sehen meinen Mann stört zu Hause bleiben nicht er passt aber dann auch unsere Kinder auf .

        (6) 06.10.13 - 13:27

        Wessen Entscheidung war es denn, die Kinder zu bekommen?

        Wer die getroffen hat, ist auch dafür verantwortlich, dass es den Kindern gut geht.

        Anderen, auch Eltern oder Großeltern, böse zu sein, dass die ihr Leben anders gestalten, halte ich für egoistisch.

        Als Lehrerin solltest Du doch eigentlich auch wissen, wie man mit Kindern umgeht. Wenn die Kindern schon etwas größer sind und in den Kindergarten bzw die Schule gehen, hat man doch auch, zwar nicht viel, aber doch auch Zeit für sich. Es liegt wohl am Zeitmanagment.

        Urlaub für Kinder wird nicht umso schöner, je weiter man weg ist. Die sind eigentlich glücklicher bei einem einfachen Urlaub auf dem Bauernhof oder Campingplatz. Das ist dann auch finziell nicht so ein großes Problem. Außerdem bist Du doch als Lehrerin eh schon priviligiert.

        Für mich ist das klagen auf hohem Niveau.

        Ich habe übrigens auch drei Kinder.
        barts

        • (7) 06.10.13 - 17:56

          @barts: Deinen Beitrag verstehe ich nicht so recht.
          Wenn sie eh zu Hause ist, ist es doch egal, dass sie als Lehrerin Ferien hätte. Wie meinst du das #kratz

          • (8) 07.10.13 - 13:17

            Ich meine, dass sie einen sicheren Job hat, jederzeit, auch nach längerer Elternzeit als normal, wieder in ihren Job zurückkehren kann. Finanziell auch keine Probleme hat, Krankenversicherung über Normalniveau. Mit anderen Worten, keinerlei monetäre Probleme hat, anders als Mütter im normalen Arbeitsverhältnissen.

            Anstatt froh zu sein, dass alle gesund sind, Möglichkeiten der Freizeitgestaltung durch Häuschen am See, keine Geldsorgen nörgelt sie rum, dass Eltern und Großeltern ihr eigenes Leben leben.

            Typische Sattheitsnörgelei.

            Deshalb, wenn man keine Sorgen hat, macht man sich welche.

            Ich bin mitr klar, dass viele moderne Frauen das anders sehen. Ich bin aber in einem Alter, wo ich als Kind andere Zeiten miterlebt habe. Als Kind war ich sehr glücklich, kann aber jetzt erst ermessen, welche Probleme meine Mutter hatte: Vater gefallen, Sohn gefallen, 3 überlebende Kinder, Blockade in Berlin, wenig zu essen und nichts zum Heizen. Da finde ich solche Beiträge wie den von der Lehrerin einfach nur lächerlich. Sie sollte froh sein, dass es ihr so gut geht!

            Gruß barts

            • (9) 07.10.13 - 14:02

              Du hast sicherlich Recht, dass man kurz nach dem Krieg andere und existenziellere Probleme hatte als "die Lehrerin" heute, aber Zeiten ändern sich.

              Ich bin ehrlich gesagt auch ganz froh, dass die Kinder heute nicht als Kriegskinder ohne Vater, ausgebombt und hungernd aufwachsen müssen.

              Die heutigen Probleme heißen eben Altersarmut, gesellschaftliche Schere, Bildungszwang und soziale Spaltung.

              Grundsätzlich kann ich Deine Anmerkung aber nachvollziehen. Wer, außer Lehrer, hat sonst noch das halbe Jahr bei fürstlichen Bezügen frei und kann Kinder in die Welt setzen nach Lust und Laune, weil die Börse immer stimmt und der Arbeitsplatz 1000% sicher ist.

              • (10) 07.10.13 - 14:23

                Ich wollte auch nicht sagen, dass die Leute heute keine großen Probleme haben. Das sieht man schon daran, dass es soviele Tafeln gibt, damit die vom Leben betrogenen wenigstens etwas zu essen haben.
                Deshalb regt mich der Beitrag der Lehrerin auf, die wohl keine echten Probleme hat.
                Gruß barts

      (11) 06.10.13 - 21:56

      Hallo

      deine Gedanken sind berechtigt. Früher haben Frauen auch mehrere Kinder bekommen, allerdings wohnten oft mehrere Generationen zusammen und die Großmütter, Großväter haben die Kinder miterzogen. Wie wäre es mit einer Leihoma zum Beispiel? Warte noch 2 Jahre ab, dann wird es immer besser und irgendwann bleibt die Erinnerung zurück, weil die Kinder immer selbstständigter werden. Es ist auch schwer zu sagen ob Omas wirklich verpflichtet sind, ihre Enkel zu hüten. Oft denken sie, ich habe meine Arbeit getan und selbst Kinder großgezogen, jetzt will ich Zeit für mich haben. Ob das egoistisch ist oder nicht, bleibt jedem überlassen.

      Meine Mutter hilft mir sehr. Ich bin alleinerziehend, kann aber Vollzeitarbeiten- auch wenn das Kind krank ist.

      wünsche dir noch viel Kraft

      (12) 07.10.13 - 10:51

      Fühl dich erst mal gedrückt.
      Und eine Nebenbemerkung; diese Kommentare à là: "ich kenne das nicht, ich war iiimmmer nuuuur glücklich mit meinen Kindern" - das glaube ich nicht. :-p

      Mir hat oft das Mantra geholfen "es ist alles nur ein Phase".
      Dein kleinstes Kind ist gerade 1 Jahr alt, und der Start war holperig. Natürlich zehrt das, und das mittlere Kind mit 3,5 ist ja auch noch klein und braucht dauernd ein wachsames Auge. Und das älteste Kind hat gerade mit der Schule angefangen. Das ist jetzt eine anstrengende Zeit.
      Versuche zurück zu schauen und sehe an, was Ihr schon gemeistert habt.

      Sie werden ja immer größer. Wenn man drinsteckt, kann man es nicht glauben, aber irgendwann, schwupp-di-wupp, sind sie groß.
      Meine sind jetzt 12, 11 und 6 - und es ist so einfach wie noch nie. Auch hier gilt: es ist nur ein Phase, die Pubertät lauert schon

      (13) 07.10.13 - 11:51

      Hallo!

      Tut mir leid wenn ich dir das jetzt so sage, aber gerade deshalb haben wir uns bewußt für zwei Kinder entschieden. Warum tut man sich das freiwilig an? Wir lieben unsere Kinder über alles, aber mit dreien wer mir Angst, ehrlich. Muss man immer in den Ferien verreisen? Wir gönnen uns auch Urlaube, wir sind Normalverdiener, ich gehe auch arbeiten. Haben ein Haus mit Garten. Aber mehrere Urlaube im Jahr können wir uns auch nicht leisten und ausserdem finde ich es zuhause auch toll. Vielleicht hast du einfach zu hohe Erwartungen? Vor allem Oma´s und Opa´s dürfen auch verreisen, Spaß haben. Haben deine Kinder keine Freunde in der Umgebung wo sie mal zusammen spielen? Unsere 6,8 muss ich schon einbremsen, dass sie mehr daheim sind. Entweder wird bei uns oder bei denen zu Hause stundenlange gespielt. Im Sommer sind wir sehr viel draussen. Wir haben sehr viele Bekannte, da werden die Enkel auch nicht eingeladen. Klar ist es traurig, aber willst du dich Jahre lang darüber aufregen. Du musst deine Erwartungen runterschrauben. Kannst du vielleicht einen Babysitter organisieren, dass du einfach für dich mal abschalten kannst? Vielleicht alles zwei Wochen?

      Ich wollte dich nicht persönlich angreifen.

      Alles Gute. lg.g.

      • (14) 07.10.13 - 21:27

        Hallo,
        man muss natürlich nicht immer verreisen aber wie schon beschrieben haben wir kein Haus mit Garten als Erstwohnsitz, wie viele unserer Bekannte auch in unserem Einzugsgebiet nicht. Klar, man könnte umziehen. Und das ist auch immer wieder Thema bei uns und ist auch irgendwann dran, da wir mehr Platz benötigen, jedoch müssten wir uns dann mit Schule, Kita und Freunden ganz neu orientieren, wie es sich eben in Berlin über die Distanzen so verhält.

        Und sicher haben unsere Kinder viele Freunde, jedoch sind eben diese tatsächlich in den Ferien meistens aufs Land verschickt, dass dieser Kontrast zu uns dann so raussticht.

        Meine Situation ist sicher keine "Tragödie", jedoch war ich gerade recht ernüchtert zum Zeitpunkt als ich die mail schrieb.

        Es gibt eben zwei Seiten der Medaille, meines Lebens mit meinen 4 Männern hier;-)
        Und manchmal muss ich eben schauen, wo ich bleibe und was ich ändern kann.
        Ich denke ich bin der Anforderungen gerade ein bisschen müde und könnte einen neuen "Kraftschub" brauchen, der sich nicht so recht einstellen will.

        Danke für deine Meinung;-)

        • (15) 08.10.13 - 12:22

          @barts:

          Du siehst das bisschen falsch.
          Wenn sie als Lehrerin zu Hause ist, muss sie TROTZDEM - auch bei null Einkommen- ihre Krankenversicherung bezahlen und die ist bei Privaten alles andere als billig.
          Wo sind da null finanzielle Probleme?

          Außerdem verstehe ich nicht, was an ihrem Beruf so wichtig ist, denn derzeit ist sie doch in Elternzeit #kratz

          Mit deinem Vergleich aus der Nachkriegszeit hast du natürlich recht, aber dann darf KEINER von uns jammern, es geht uns allen besser als damals den Leuten!

          P.S. Wenn man als Lehrer bei fürstlichen Bezügen das halbe Jahr frei hat, hast du hoffentlich dafür gesorgt, dass wenigstens deine kinder Lehrer werden :-p

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