Trennung oder nicht Trennung?

    • (1) 06.10.13 - 16:12
      blubbbbbbbb

      Mein Mann und ich sind jetzt seit etwas mehr als acht Jahren zusammen. Mitte letzten Jahres haben wir geheiratet. Wir haben auch ein gemeinsames Haus. Kinder haben wir noch keine. Ist aber mein (mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob es unserer auch ist) Wunsch.

      Nun ist es so, dass das Gefühl habe, dass ich kaum noch positives aus der Beziehung ziehen kann. Die mehrheitliche Zeit bin ich frustriert. Mein Mann sitzt nur noch Zuhause rum und wir unternehmen kaum noch was. Wenn wir was unternehmen, dann weil ich das vorschlage. Das macht er dann aber auch mit. Samstags ist es unmöglich etwas zu machen, da er beim Fußball immer soviel Bier trinkt, dass er danach einschläft. Unter der Woche haben wir 1-2 mal die gleiche Situation. Es ist nicht so, dass er dann übermäßig viel trinkt. Er verträgt einfach sehr wenig. Da wir beide Freitag Abend zu erschöpft sind, um etwas zu unternehmen, können wir also am Wochenende gar nicht mehr ausgehen.

      Leider hat er auch sonst kaum Hobbys und Freunde. Er hat quasi meine Freunde mitübernommen.

      Okay, wenn ich das jetzt so lese, erscheinen mir meine Gedanken lächerlich, aber ich denke darüber nach, ob ich nach einer Trennung nicht glücklicher wäre. Ich bin mir einfach tierisch unsicher, ob ich den Schritt halten wagen soll oder nicht. Finanziell wäre es alles gar kein Problem. Es geht mir ums Herz. Aber ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich nur noch aus Egoismus zusammen bin, da ich Angst hätte, dass ich dann alleine bin und vielleicht auch bleibe. Mein größter Wunsch ist und bleibt eine glückliche Famiie zu haben.

      Ich denke, dass ich in nächster Zeit mal alleine wegfahren werde, um ein bisschen Abstand zu bekommen.

      Mein Mann ahnt von meinen Trennungsgedanken wohl nichts. Auch meine Familie und Freunde würden wohl aus allen Wolken fallen, da wir für alle das glückliche Paar sind. Aber ich bin leider nicht mehr glücklich.

      Nun zu meinen Fragen, und ich weiß, dass man sie nicht pauschal beantworten kann, aber woran kann ich erkennen, ob eine Trennung für uns besser wäre oder nicht?

      • (2) 06.10.13 - 16:50

        Nun ja, wenn ihr ein Kind hättet, wären die Freizeitaktivitäten ja eh erst mal reduziert. Und dass in einer Ehe oft ein Partner der aktivere ist, der die Unternehmungen vorschlägt, halte ich auch durchaus für normal.

        Problematisch finde ich bei euch die Alkoholsache ...

        • (3) 06.10.13 - 16:55

          Danke, dass du das auch problematisch siehst. Ich kam mir schon überempfindlich vor. Vorallem haben wir das Thema auch schon häufig gesprochen und er meinte, dass er nur noch am Wochenende, wenn Fußball ist, was trinken will, bzw, wenn wir ausgehen. Damit könnte ich auch echt gut leben.

          Allerdings dachte ich heute früh, dass ich aus den Latschen kippe. Ich habe einen Rucksack gesucht, den ich mit ins Schwimmbad nehmen kann. Dann wollte ich seinen nehmen und habe darin drei Bierdosen gefunden, 2 volle und eine leere.

        • Ich kann dich gut verstehen, dass du unzufrieden bist, wenn dein Mann so passiv ist und ihm drei Büchsen ausreichen, um scheinbar zufrieden zu sein.

          Sag ihm, dass du so nicht mehr weiter mit ihm zusammen bleiben willst, dass du dir das Leben anders vorgestellt hast.

          Vielleicht ist er auch unzufrieden und trinkt deswegen.

          Wenn es so ist, versucht es doch mal mit einer Paartherapie. Trennen kannst du dich immer noch. Ich würde erstmal alles versuchen, um die Beziehung zu retten.

      • (8) 07.10.13 - 14:56
        Weiß nicht....aber...

        "Es ist nicht so, dass er dann übermäßig viel trinkt. Er verträgt einfach sehr wenig"

        In diesem Satz hast du es aber noch nicht problematisch gefunden?!

        "Dann wollte ich seinen nehmen und.."

        Naja darin sehe ich jetzt nicht unbedingt das er die Dosen "versteckt" hat? Es ist sein Rucksack, vielleicht liegen sie schon ewig darin oder er hatte diese Tasche das letzte mal mit zum Sport. Und du hast doch selber geschrieben er trinkt nicht übermäßig viel.

Rede doch erst mal mit ihm. Was sind seine Gründe dass er so wenig machen will? Warum so viel Bier? Und muss wirklich jeden Samstag Fußball sein, oder kann er das auch mal ausfallen lassen, damit ihr was unternehmen könnt?

Also ich finde, nur weil er im Moment nicht so unternehmungslustig ist gleich trennen - oder wegen ein wenig viel Bier - ist etwas übertrieben.

(10) 06.10.13 - 18:20
stelle Dir die fragen

Bist Du wirklich nur aufgrund dieser wenigen Freizeitaktivitäten nicht mehr glücklich? Ich meine, das ist in einer Beziehung doch wirklich nicht alles.

Wie alt seid ihr? Träumst Du von einem Neuanfang? Oder bastelt ihr bereits am Nachwuchs? Funktioniert der Sex?

Warum hast Du Dich damals in ihn verliebt? Ist das noch immer vorhanden? Warst Du schon mal längere Zeit allein, ohne Beziehung (vor ihm)? Kannst Du überhaupt alleine sein?

  • (11) 06.10.13 - 20:20

    Danke für deine Ratschläge.

    Also ich fühle mich auch irgendwie nicht richtig wertgeschätzt. Ich arbeite als Lehrerin und das ist ein wirklich anstrengender Beruf. Aber es gibt halt viele Tage an denen ich nachmittags schon Zuhause bin. Dass ich dann noch bis teilweise spätabends am Schreibtisch sitze, scheint er nicht wahrzunehmen. Auch das ich nebenbei bis auf Kleinigkeiten den Haushalt alleine schmeiße, läuft vorbei.

    Ob ich von einem Neuanfang träume weiß ich nicht. Er ist ein toller Mann und wir haben uns eigentlich immer gut ergänzt und es hat auch immer gut gepasst, auch beim Sex :-)

    Alleine war ich das letzte mal als Jugendliche. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, ob ich alleine sein könnte. Und die andere Frage, warum ich mich damals in ihn verliebt habe und ob es noch vorhanden ist, die könnte und sollte wichtig sein. Ich werde mal gucken, ob ich die für mich beantworten kann. Danke

In erster Linie wäre ein Gespräch mit deinem Partner eine gute Idee. dein Posting klingt nicht so, als hättest du ihm schon einmal erzählt, wie es in dir drinnen aussieht.
Eine Beziehung im Alleingang beenden, ohne dass der andere auch nur eine Chance hat, etwas dagegenzuhalten oder zu kämpfen, finde ich unfair.
Kann aber auch sein, dass du nur nicht erwähnt hast, dass das schon oft ein Thema war bei euch.

L G

White

(13) 07.10.13 - 08:19

Also deine Idee, alleine wegzufahren, finde ich hier nicht sinnvoll - was soll das denn ändern?
Du musst mit deinem Mann ins Gespräch kommen. Und dieses Gefühl "ich reagiere über, das ist doch alles nicht so schlimm", das musst du beiseite lassen. Du bist nicht zufrieden, ob es dafür logische Gründe gibt, ist den Gefühlen erst mal schnuppe.

Ich lese raus, dass du dich nicht unterstützt fühlst, und damit auch nicht wertgeschätzt durch deinen Mann: das ist ganz sicher ein Thema, was eine Partnerschaft kaputt machen kann.
Er wird wahrscheinlich wissen, dass du mit seinem Fußball plus Bier nicht froh bist und seine Reaktion ist zwar erst mal: "das lasse ich mir nicht verbieten", kann aber gut sein, dass er ein schlechtes Gewissen hat. Auch nicht förderlich für eine glückliche Partnerschaft.
Redet miteinander!!!

Für mich hört es sich aber nicht so an, als wäre die Beziehung unrettbar verloren. Ihr habt noch eine Chance, wenn ER auch an eurer Beziehung arbeiten will. Sag ihm noch mal DEUTLICH , was Dich stört , und WIE ERNST es Dir ist- viele Männer sind nicht gut im Zwischen-den-Zeilen- lesen . Du sagst selbst , dass er von einer Trennung überrascht wäre...
Das mit dem Bier: es ist egal, wie viel oder wenig er trinkt , wenn es negative Auswirkungen auf eure Ehe hat, ist es ZU VIEL.

Wirf noch nicht alles hin, nach 8 Jahren Beziehung ( und der erst frisch geschlossenen Ehe) loht es sich zu kämpfen.

(15) 07.10.13 - 09:43

Jetzt hast du noch eine Chance ohne Beulen rauszukommen und noch einmal neu anzufangen mit einem Mann der zu dir passt!

Gruß

Manavgat

(16) 07.10.13 - 11:24

Hi,
wenn du mit dir selber nicht glücklich und zufrieden bist, kannst du es in einer Beziehung nicht anders erwarten.
Bist du mit dir selber zufrieden und mit dir glücklich, dann strahlst du das auch in die Beziehung aus, auf deinen Partner ab und es klappt vieles viel besser.
Wertschätzt du dich selber nicht, kannst du es von deinem Partner nicht verlangen. Ist dein Gefühl, nicht gewertschätzt zu werden wirklich davon abhängig, was andere von dir halten und ob sie es dir sagen oder hast du das Gefühl, dass deine Arbeit (oder was auch immer) so ausfüllt, dass du diese wertschätzenden Bestätigungen von anderen überhaupt nicht (mehr) benötigst, weil du in dir drin die Bestätigung schon längst bekommen hast?
vG
ficus

  • (17) 07.10.13 - 19:46

    Ich finde, dass in einer Beziehung schon eine Wertschätzung für das Tun des Anderen dazu gehört.

    Ich selbst bin mit meiner Arbeit völlig zufrieden, aber wenn man einen Job hat, der in der Gesellschaft einen solch niederen Standpunkt hat, neigt man schon mal zum angenervt sein (gerade an einem Tag wie heute, an dem ich noch nicht mal was zu Mittagessen konnte und immer noch am Schreibtisch sitze).

    • (18) 07.10.13 - 20:28

      Hi,
      kann man etwas wertschätzen, das man nicht kennt?

      Damit meine ich, kann dein Partner deinen Job wertschätzen, den er nicht kennt?

      Er kann anerkennen, dass dein Job anstrengend ist, Verantwortung bedeutet, du gestresst bist etc. aber wertschätzen, kannst nur du ihn, weil du ihn kennst.

      Das meinte ich damit.

(19) 07.10.13 - 11:34

Hat er sich erst im letzten Jahr so verändert?
Dann würde ich nach Gründen dafür suchen: Hat er beruflich viel Stress, fühlt er sich wegen des Kinderwunsches unter Druck, hat er Ärger mit seinen Eltern etc.

Oder ist er schon viel länger so? Dann frage ich mich, warum Ihr vor erst einem Jahr geheiratet habt.

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