Ehe pro - contra?! Ehe ohne Kinder/Kinder ohne Ehe?

    • (1) 22.10.13 - 09:22

      Hallo,

      heute komme ich mit einer Problematik, bei der ich mich im Freundeskreis/Bekanntenkreis im Kreise drehe.
      Und ich komme zu keinem Ergebnis, das befriedigend wäre.
      Vielleicht helfen mir eure Ansichten, Erfahrungen, Meinungen.

      Zu den Fakten:

      Frau will Kind, keine Ehe!
      Mann will Ehe, später Kind!

      Umstände:

      Frau wird von dominanter Mutter manipuliert, durch selbst durchgemachter Scheidung.
      Mann ist im intakten Elternhaus aufgewachsen. Kein direkter Einfluss durch dritte!

      Freunde ( selbst Eltern und NICHT verheiratet ) sprechen sich für das Familienmodell Kind ohne Ehe aus. Andere ( ledige Nichteltern ) sprechen dagegen bwz enthalten sich verständlicherweise.

      Fazit: Endlosdiskussionen, die sich frustrierend auf beide auswirken.
      Meine Frage an euch:
      Worin liegt der Unterschied, ob man nun verheiratet ist oder nicht? Was, außer einem Schriftstück ist anders?

      Die steuerlichen Vorteile sind jedem klar, denke ich.
      Für mich hat Ehe noch die Bedeutung, dass man sich schon willentlich bindet und im Zusammenschluss eine Einheit darstellt, die nicht leichtfertig geschlossen wurde. Klar ist das ein inmenser Eingriff in die persönliche Freiheitsentscheidung, aber andererseits wie kann ich Freiheit leben wollen, und mich dennoch an ein Kind binden?

      Ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll, hoffe dennoch jemand kämpft sich durch meinen Wust und weiß Rat.

      Danke

      • >>>Klar ist das ein inmenser Eingriff in die persönliche Freiheitsentscheidung<<<

        Erkläre mir den Unterschied, die Freiheit betreffend, ob man verheiratet ist oder in einer festen Partnerschaft lebt.

        • Ich denke, dass es für denjenigen ein Problem darstellt, der sich gegen eine Ehe ausspricht. Für mich ( der die Ehe ja will ) gibt es da keinen!

          • Mit dieser Antwort kann ich wenig anfangen. Du wirfst den Begriff >>>inmenser Eingriff in die persönliche Freiheitsentscheidung<<< in die Diskussion, weißt aber selber nicht, was du damit meinst bzw. wie dieser Eingriff im praktischen Leben aussieht.

            • Ich denke, dass eine Ehe bzw. eine feste Partnerschaft vorraussetzt, dass man Kompromisse eingeht, dass man nicht mehr allein für sich selbst Entscheidungen trifft, die beispielsweise Lebensumstände betrifft.

    Hallo,

    ich denke es gibt kein richtig oder falsch, kein Weg der gut oder schlecht ist, wie bei euch hat eben jeder einen anderen Hintergrund der ihn prägt und somit auch seine Vorstellung einer Partnerschaft.

    Für mich war schon immer klar, dass ich Kinder möchte und das nicht zu spät, da ich keine "alte Mutter" sein wollte.

    Das mit der Hochzeit ist für mich eher etwas romantisches, es muss nicht unbedingt sein in meinen Augen, aber ich wollte immer schon immer ein tolles weißes Kleid anziehen, also musste ich heiraten ;-)

    Nein, für mich war es einfach eine offizielle und für alle sichtbare äußere Geste für die innere Einstellung meines Mannes und mir: "Wir sind eine Familie, das soll und kann jeder sehen." Wäre ohne Trauschein natürlich auch so gewesen, nur eben nicht besiegelt mit den kleinsten Handschellen der Welt. :-p
    In meinem Freudneskreis gibt es alle Varianten, verheiratete Paar mit Kindern, ohne Kinder, unverheiratete Paare mit Kinder oder ohne Kinder, es gibt alles und alles ist ok.

    Hauptsache IHR seid euch einig, oder findet einen gemeinsamen Nenner. Wenn deine Freundin nicht heiraten will und du noch kein Kind, dann würde ich einfach in regelmäßigen Abständen beides nochmal besprechen und sehen, ob sich die Einstellung geändert hat.

    Das mit dem Kind sollte man aber natürlich nicht zu lange hinauszögern, sonst ist es biologisch bedingt irgendwann zu spät, ist ja klar. Ansonsten habt ihr ja noch Zeit und müsst nichts überstürzen solange ihr euch nicht einig seid.

    LG
    Milka

    • Danke für deine Antwort.
      Generell sehe ich es wie du, allerdings mit emotionaler Beimengung ist ein Warten und ggf. Wiederholen von Diskussionen schwierig. Wie ich sagte, das Fazit sind wenig befriedigende Diskusionen, die mehr frusten als fruchten ;-)

(12) 22.10.13 - 09:45

Naja, ich hätte kein Kind von einem Mann gewollt, der mich "nicht mal" heiraten will.

Und aus Männersicht finde ich das noch verständlicher. Im Zweifel bleibt das Kind ja eh bei der Mutter, aber wenn die von vornerein sagt, ich will ein Kind, mich aber nicht an Dich binden ... da finde ich verständlich, dass er zögert.

Ich fühle mich übrigens nicht "unfrei" durch meine Ehe. Es ist eben eine Lebensentscheidung, die andere ausschließt, aber das ist doch bei vielem so - wenn ich Schauspielerei studiere, kann ich nicht Ärztin werden, wenn ich einen Biobauernhof betreibe, kann ich nicht mal eben ein Jahr aussetzen und um die Welt segeln ...

Vielleicht sollten die beiden mal unabhängig vom Trauschein über ihre Vorstellungen und Erwartungen an die Beziehung reden?

  • (13) 22.10.13 - 12:05

    >>Vielleicht sollten die beiden mal unabhängig vom Trauschein über ihre Vorstellungen und Erwartungen an die Beziehung reden? <<
    Das sind vorausgegangene Gespräche.
    Langsam wird es ernst in Sache Beziehung. Und da scheinen die Fronten zu sehr verhärtet zu sein. Ob da Argumente von außen helfen, weiß ich nicht, aber ein Versuch war es wert.
    Eventuell überzeugt ja auch jemand MICH, NICHT zu heiraten.

    Danke dir! ;-)

    • Hallo, ich komme auch aus einem so genannten intakten Elternhaus, Eltern nicht geschieden. Bei meinem Mann ist es auch so. Bei uns hat sich überraschend ein Kind angekündigt und mein Mann wollte mich heiraten. Es war aber für ihn kein Muss. Ich wollte erst nicht. Meine Mutter war es, die mir sagte, dass sie sich für ihr uneheliches Enkelkind schämen würde. Also, wir haben geheiratet... Ich habe einen tollen Mann geheiratet, aber besser für uns wäre es gewesen, dann zu heiraten, wenn wir beide unabhängig von allen Prägungen unsere Entscheidung ggf. zu einem anderen Zeitpunkt für die Ehe getroffen hätten...
      Wie andere auch schon schrieben, ein Kind verbindet ein Leben lang, eine Ehe möglicherweise nicht. Aber keiner der beiden Schritte sollte verwirklicht werden, wenn nicht beide es gleichermaßen wollen. Bei verhärteten Fronten gäbe es für mich nur die Auflösung und das völlige Neubetrachten und Hinterfragen dieser Beziehung. Möglicherweise wartet auf jeden von euch ein Partner, der genauso denkt und tickt wie jeder von euch. Wenn der/die eine dem anderen gegen die eigene Natur entgegenkommt, wird euch das irgendwann wieder einholen und derjenige kann sehr unglücklich werden im Gefühl, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Das wäre sehr schade!!

      Viele Grüße

      Katja

      • >>>dass sie sich für ihr uneheliches Enkelkind schämen würde.<<<

        DAS wäre für mich 100%ig kein Grund gewesen, zu heiraten.

        Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

        • Ich wollte damit ein Beispiel geben, wie stark äußere Einflüsse manchmal sein können und dass es falsch ist, sich von so etwas manipulieren zu lassen, egal wiederum, ob nun für oder gegen Ehe...

          Meine Mutter hat sich für ihre beiden schwangeren und nicht verheirateten Töchter geschämt und ist nicht zur Hochzeit meiner Schwester gekommen, weil man ihr ihre SS angesehen hat... Solche Leute gibt es eben...

(17) 22.10.13 - 09:46

Hallo,

also für mich ist die Ehe etwas Verbindliches. Ich habe vor amtlicher Stelle versprochen mit meinem Partner lebenslang zusammen zu bleiben - ob das nun auch wirklich klappt, sei mal dahin gestellt-

Ich finde, wenn man nur befreundet ist, ohne Ehe und ohne das Stück Papier, wirft man die Beziehung vielleicht auch leichtfertiger hin. Eine Scheidung kostet ja auch Geld und Zeit - hier überlegt man sich dann vielleicht zweimal, ob man wirklich die Trennung möchte.

Außerdem hat eine Ehe auch andere Vorteile. Die Krankenversicherungsfrage für Kinder oder Partner gestaltet sich nicht so schwierig, auch wenn einer der Partner mal nicht (mehr) arbeiten kann.

Im Krankheitsfall hat man als Ehepartner einen anderen Status als Freund/Freundin.

Zudem finde ich es als Familie, die man ja mit Kindern wohl sein will auch sehr angenehm, wenn jeder den gleichen Nachnamen hat. Damit "zeigt" man ja die Familie ja auch nach außen.

Ich selbst käme mir auch im fortgeschrittenen Alter auch wirklich doof vor einen Partner an meiner Seite anderen Leuten als "das ist mein Freund" vorzustellen. Das ist mit 16 ja noch o.k. aber irgendwann wirkt das in meinen Augen lächerlich.

Trotzallem : Jedem Tierchen sein Plaisierchen :-)

Liebe Grüße
Tiffy

  • Danke für deine Antwort.
    Ein wenig habe ich auch das Bedürfnis, die Beziehung laut Gesetz zu festigen, um einem Kind mehr Sicherheit zu bieten. Vielleicht unterliege ich da ja einem Irrtum, aber ich denke auch, dass man eine Ehe weniger "leichtfertig" beendet.

    Wer weiß...

    (19) 22.10.13 - 15:02
    Hier immer so...

    Ich stelle meinen "Freund" als meinen Mann vor. Auch wenn wir nicht verheiratet sind, aber genau aus dem von dir genannten Grund, dass es sich nämlich ziemlich dämlich anhört, wenn man mit 36 noch sagt, dies ist mein Freund ;-)

    Aber heiraten möchte ich eigentlich nicht (mehr).

    Habe eine Ehe (geheiratet mit 23, als ich ungeplant schwanger wurde) hinter mir, die nicht gehalten hat, was unter den Umständen aber klar war, wenn man nur heiratet, wegen einer Schwangerschaft (jeder hat auf mich eingeredet). Natürlich war ich auch noch sehr naiv und jung, das gebe ich heute gerne zu.
    Jedenfalls liebe ich meinen jetzigen Partner mehr wie jemals einen anderen, wir sind mittlerweile 9 Jahre zusammen, er spricht auch ab und an vom heiraten, aber ganz ehrlich ich bin glücklich, ich liebe ihn und ich habe Angst, das sich was ins negative ändert, sollten wir wirklich mal heiraten :-( warum weiß ich nicht.

    Ich freue mich für alle die verliebt sind, heiraten, Kinder bekommen, ihr Häuschen bauen, und alles so ist wie es "sein sollte". Das ist doch echt toll und schön.
    Aber für mich...vor allem mit 36 fühle ich mich dafür auch schon bald zu alt #heul

    • Also ich denke nicht, dass es da eine Alterbeschränkung nach oben gibt. Beim Kinderkriegen mit Sicherheit schon :-) aber beim Heiraten doch nicht.

      Eine Nachbarin von mir war verheiratet, 2 Kinder. Der Mann ist irgendwann abgehauen, als die Kinder schon groß waren. Sie hat dann später nochmal einen Mann kennengelernt. Da war sie aber bestimmt schon an die 60. Die zwei haben auch zusammen gewohnt etc. Er bekam dann Lungenkrebs und ist dann binnen weniger Monate verstorben. Man sprach auch immer davon irgendwann einmal noch heiraten zu gehen aber das hat ja noch Zeit.

      Ende vom Lied war. Er war tot, sie hatte keine Rentenansprüche etc. Die Lebensversicherung hat zwar bezahlt, weil sie als Begünstigte eingetragen war aber alles wurde so versteuert als hätte sie einen Fremden beerbt. Und das alles nur wegen einem fehlenden "Ja-Wort".

      Ich glaube bei vielen macht die Ehe eine ehemalige gutfunktionierende Beziehung kaputt, weil viele dann durchdrehen. Da kommt dann der Gedanke "oh mein Gott, ich bni verheiratet, mein Leben ist vorbei" und das muss ja nun nicht sein. Es ist wie immer eine Einstellungssache.

      Und ich gebe für mich ganz offen und ehrlich zu, dass ich nicht nur als Liebe geheiratet habe - die Absicherung war schon ein weiterer Aspekt.

      Und stell Dir mal vor Dein Freund hätte einen Autounfall (was man ja keinem wünscht) und liegt im Koma. Du könntest noch nichtmal entscheiden, wie es mit ihm weitergehen soll.

      Also für mich wäre das keine Option :-)

      • (21) 22.10.13 - 15:44
        Hier immer so..

        "nd stell Dir mal vor Dein Freund hätte einen Autounfall (was man ja keinem wünscht) und liegt im Koma. Du könntest noch nichtmal entscheiden, wie es mit ihm weitergehen soll."

        Ach so, dies haben wir alles geklärt.

        Den Rentenanspruch hätte ich natürlich nicht, aber macht das ab einem gewissen Alter (ja ich immer mit meinem Alter *g*) noch soviel aus?

        Eine Bekannte meiner Mutter meinte auch immer sie sei durch eine Heirat abgesichert, ich frage mich nur ständig, wo sie abgesichert ist? Sie arbeiten beide Vollzeit, steuermässig haben sie nichts mehr wie vorher, Versicherungen hat jeder seine eigenen.
        Ok sie hätte Rentenanspruch, aber wie viel ist das? Sie haben mit (55 geheiratet, davor war er schon zweimal verheiratet, sie einmal)....

        Glaube bei mir hätte ich vom Geld her gesehen durch eine Heirat keine Vorteile (außer später evtl. mal die Rente), er verdient 2.800 brutto Ganztags, ich 1.800€ Halbtags (zwei Kinder, meine), wir sind jetzt beide in der Steuerklasse 1.

        • Ich bin jetzt nicht wirklich der Steuerexperte und kann dazu überhaupt nichts sagen, ob Ihr durch eine Heirat mehr hättet :-) Nur musst Du ja sehen, dass Du, dadurch dass Du durch die Kinder auch eine gewisse Zeit nur teilzeit gearbeitest hast, ja auch später weniger Rente bekommst. Da könnte man das durch die Rente des Mannes ausgleichen.

          Du bist 36 und wenn Dein Freund nicht sehr viel älter ist als Du ist, müßt Ihr ja doch noch gute 30 Jahre arbeiten gehen. Da kommt schon noch etwas zusammen.

          Und im Falle eines Falle stünde Dir ja auch noch die Witwenrente zu. Aber wieviel das ist - keine Ahnung

(23) 22.10.13 - 09:49

Vorweg. Auch wenn es die Kirche nicht glauben mag; Kind ohne Ehe geht wirklich. #rofl
BTDTGTT

Ich verstehe nicht ganz den Hintergrund der Frage.
Ob nun Ehe oder nicht; man kann ein Kind kriegen.
Und ob Ehe oder nicht, die dom. Mutter wird euch weiter begleiten und manipulieren.

Wesentliche Merkmale der Ehe sind, dass ab Geburt gemeinsames Sorgerecht besteht, geht aber auch ohne Ehe, wenn beide das vorher beim Jugendamt festlegen. Letzteres würde ich jedem Mann dringend ans Herz legen, wenn ein Kind im anmarsch ist und er Wert auf dauerhaften Kontakt legt. Beziehungen gehen ja schon mal in die Binsen und die Voraussetzungen dafür scheinen mir bei Deinem Beispielpaar nicht schlecht zu sein.

Neben steuerlichen Vorteilen wären dann noch der gemeinsame Familienname; gegenseitige Unterhaltspflicht (nicht nur gegenüber dem Kind) usw. Eine gute Sammlung von Gründen (pro) findest Du hier.
http://www.test.de/Heiraten-Gute-Gruende-fuer-die-Ehe-1577950-2577950/

Bevor ich mit der Frau im Beispiel jedoch Kinder in die Welt setze, würde ich verlangen, dass sie sich von der Mutter abnabelt. Sollte räumliche Nähe bestehen empfehle ich einen Umzug.

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