Ich will nicht mehr leben....

    • (1) 25.10.13 - 19:22
      kann und will nimmer...

      Ich weiß falsches Forum und wahrscheinlich überfordere ich die meisten von euch aber ich muss es irgendwie / irgendwo raus lassen.

      Ich kann einfach nicht mehr. Vor ca. 3 Monaten hat mein Mann sich das Leben genommen. Ich weiß das er sehr viele Probleme hatte aber ich habe gedacht das wir das irgendwie hinbekommen. Ich wusste auch nicht das er Suizidgedanken hat fals er sie vorher schon hatte. Ich habe ihn morgens gefunden.
      Ich habe 2 Kinder der große lebt jetzt bei seinem Papa weil er es da einfach besser hat.
      Der kleine der Sohn von mir und meinem Mann lebt bei mir. Er wird bald 3.

      Ich bin so alleine. Ich will einfach meinen Mann wieder haben. Ich will sonst gar nichts mehr nicht aufstehen nicht schlafen nicht essen und trinken nicht duschen und putzen mir ist alles scheiß egal.

      Warum darf ich ihm nicht folgen? Klar ich hab den kleinen der mich jetzt mehr brauch denje aber das hat ihn doch auch nicht abgehalten.
      Außerdem bekomme ich doch sowieso nichts auf die reihe. Er hat was bessers verdient als eine Mutter die nichts hinbekommt.

      Ich versuche mir immer zu sagen es wird irgendwann besser. Aber wann? Und ich kann nichts machen um zu beeinflussen wann es mir besser und wann ganz schlecht geht.

      Ich weiß einfach nicht ob ich das noch aushalten will.

      Tja warum mach ich es dann nicht einfach? Weil ich Angst habe das danach nicht alles vorbei ist und ich mir anschauen muss wie meine Kinder und meine Familie leidet.
      Weil ich niemandem antun will mich zu finden ich weiß ja wie schlimm das ist.

      Bevor das passiert ist war ich immer der Meinung danach ist man einfach weg so wie schlafen. Durch die sache habe ich mich aber intensiv damit auseinandergesetzt und glaube mitlerweile nicht mehr das danach einfach nicht nichts mehr ist.

      Ich weiß aber manchmal einfach nicht mehr wie ich es aushalten soll.

      Ich glaube nicht das ich es machen werde aber ich werde diesen Gedanken einfach nicht los.

      Für mich macht es momentan einfach mal gar keinen sinn diesen Schmerz aushalten zu müssen.

      Sorry :-(

      • Bitte, bitte such dir ganz dringend professionelle Hilfe!

        Du steckst in einer tiefen Depression, das sprengt die Möglichkeiten dieses Forums.
        Denk an deinen kleinen Sohn, er verkraftet nicht noch einen Verlust.

        GLG

        • (3) 25.10.13 - 20:16
          kann und will nimmer...

          Ich bin in Behandlung. Ich bekomme auch Antidepressiva allerdings um eine weitere sache in den Griff zu bekommen. Ich kann nicht hingehen und sagen Hallo ich habe übelste Suzidgedanken. Was passiert dann? Dann muss der kleine in eine Pflegefamilie ich habe zwar Familie und Freunde aber niemanden der so viel Zeit hat ein Kind zu versorgen.
          Außerdem habe ich noch 2 Hunde und Fische das muss alles versorgt werden.
          Ich wollte erstmal alles klären Umziehen sachen aussortieren Kita platz in neuer Stadt besorgen usw. dann wollte ich evtl. in eine Tagesklinik.

          Ich habe auch hilfe und jemanden der vorbei kommt wenns gar nicht mehr geht.
          Und Nein eigentlich will ich meine Kinder nicht alleine lassen. Aber ich weiß nicht wie ich diesen schmerz aushalten soll.

          Es war auch schon mal besser aber seit 2 Tagen ist es so dermaßen schlimm und ich weiß nicht warum.

          Ich denke schon das wenn ich es echt nicht mehr aushalte ich mich einweisen lasse aber das kann ich mir eigentlich nicht leisten. Wer soll dann alles machen?

          Ich will es ja irgendwie schaffen aber im mom ist es so schwer.

          • Ich denke, dass du aufgrund deiner Suizidgedanken dringend eine Therapie in einer Psychiatrischen Klinik machen solltest. Zur Not wäre auch noch eine Therapie in einer Tagesklinik möglich, aber dafür müsstest du deinen Alltag noch halbwegs selbständig schaffen können (Aufstehen, Frühstück machen, einkaufen, etc.). Deine Suizidgedanken sind für mich ein ganz starkes Warnsignal, dass du professionelle Hilfe brauchst. Du solltest m. E. die Sache auch nicht länger aufschieben, weil es um deine Gesundheit und dein Leben geht. Die anderen Dinge, die du noch erledigen möchtest, sind im Vergleich zu deiner Krankheit zunächst mal unwichtig.

            Was die Betreuung deines Kindes angeht, kenne ich mich leider auch nicht so gut aus. Falls du in eine Tagesklinik gehen würdest, könntest du bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen, die dann tagsüber neben der Hausarbeit auch noch auf deinen Kleinen aufpasst. Falls nahe Familienangehörige oder Freunde sich nicht um dein Kind kümmern können, müsste er wahrscheinlich vorübergehend in einer Pflegefamilie untergebracht werden. Ich denke nicht, dass das deinem Kind schaden würde, weil die Pflegefamilie ja nicht deine Mutterrolle einnehmen würde.

            Ich hatte auch bereits eine schwere Depression, weil ich bei der Arbeit jahrelang von meinem Chef und zwei Kolleginnen gemobbt wurde. Ich habe mir abends oft gewünscht, dass ich am nächsten Tag einfach nicht mehr aufwache. Irgendwann habe ich plötzlich die Nachricht bekommen, dass sich mein Cousin das Leben genommen hat. Ich habe mich dann aus Pflichtbewusstsein zur Beerdigung geschleppt und habe mir geschworen, dass ich frewillig so nie enden möchte. Von diesem Zeitpunkt an hatte ich diese Gedanken Gott sei Dank nie wieder. Schließlich bin ich dann freiwillig in eine Psychiatrische Klinik gegangen, es war zum Glück ganz schnell ein Platz frei

            Was die Antidepressiva anbelangt, ist es oft so, dass nicht alle Medikamente bei jedem gleich gut wirken. Vielleicht müsste dein Psychiater verschiedene Präparate ausprobieren, verschiedene Medis kombinieren oder die Dosis steigern.

            Gerne kannst du mich auch per PN kontaktieren.

          • "Was passiert dann? Dann muss der kleine in eine Pflegefamilie ich habe zwar Familie und Freunde aber niemanden der so viel Zeit hat ein Kind zu versorgen.
            Außerdem habe ich noch 2 Hunde und Fische das muss alles versorgt werden."

            Das gleiche steht bevor, wenn du dir dein Leben nimmst.

            Du trägst eine Verantowrtung für deinen Sohn die du nur ausüben kannst, wenn du dir dringend Hilf suchst!

            In einer Klinik gibt es die Möglichkeit, das Kind mitzunehmen. Gibt eigene Stationen dafür.

Hallo,

auch mein Rat an dich lautet.... Besorge dir besser heute als Morgen professionelle Hilfe.
Schau das du deinen Kleinen Sohn gut unter bekommst...Eltern,Großeltern, Geschwister,Freunde...
Du kannst dich in dieser schweren Zeit auch selber einweisen.In einer Klinik kann dir geholfen werden, notfalls auch erst einmal mit Medikamenten.

Kämpfe dich durch dieses Tief mit jeder Hilfe die du bekommen kannst hindurch.Du hast 2 Kinder die dich brauchen!

Ich wünsche dir alles alles gute!

LG

Bitte entschuldige dich nicht

Es gibt das Krisentelefon

http://www.sorgentreff.de/krisentelefon.shtml

Hast du eine Freundin
Deine Eltern , Geschwister irgendjemand der heute da sein kann ?

Bekommt ihr Hilfe bei der Aufarbeitung des Suizides ?
Wenn nicht fordere sie unbedingt ein

Dir alles liebe

#klee

Du solltest unverzüglich zu Deinem Hausarzt gehen (als 1. Anlaufstelle) Du musst dringend psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Alles, was wir hier jetzt schreiben werden, aufbauende Worte oder dergleichen, wird Dir vielleicht für einen ganz knappen Moment, in dem Moment da Du es liest, Trost spenden, aber auf Dauer, ohne professionelle Hilfe, wirst Du aus diesem Tief nicht herauskommen.

Geh zu Deinem Arzt.

Und jetzt über das Wochenende, falls es gar zu arg wird und Du einen Impuls von außerhalb brauchst, ruf hier an:

http://www.telefonseelsorge.de/

LG und alles Gute, Lena

das was du jetzt fühlst ist für deine situation völlig normal.

aber das heißt nicht, daß du jetzt nicht drigend und schnell selsbt Unterstützung brauchst.

Ich lese heraus, daß esdir nicht darum geht nicht mehr leben zu wollen, sondern daß es dir darum geht SO nicht mehr leben zu wollen.
das ist völlig verständlich.
und ebenso verständlich ist es, daßdu diese Ängst hast.

manjoso hat dir schon einen link gegeben- hier findest du weitere stellen

http://www.suizidprophylaxe.de/Hilfsangebote/liste%20der%20einrichtungen%20zur%20suizidpraevention.htm

(15) 25.10.13 - 19:48

Hallo du Arme,

ich weiß, wie es dir geht. Ich habe Ähnliches durchgemacht. Jedoch habe ich nicht aufgegeben! Hätte ich das, dann hätte ich nie erlebt, wie mein Kleines das erste Mal bewusst gelacht hat, das erste Mal vom Dreirad gefallen ist und direkt wieder weitergefahren ist (kleine Kinder scheinen eine Schmerzdemenz zu haben ;-)), die erste Schultüte bekommen hat, freudestrahlend und stolz wie Oskar mit der ersten "1" nach Hause gekommen ist usw.

Du hast etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt! Du scheinst momentan in der Phase der aufbrechenden Emotion zu stecken und das ist an sich gut so. Nur dürfen sich die Emotionen nicht derart gegen dein Leben richten.

Allerdings bin ich froh, dass du dich hier meldest. Du scheinst nicht wirklich den Willen zu haben, zu sterben. Es scheint mehr eine Hoffnung zu sein, den Schmerz nicht mehr ertragen zu müssen. Aber die Trauer vergeht, Stück für Stück. Der Schmerz wird allerdings bleiben, den kann dir leider keiner nehmen.

Ich kann nicht die Schwere deiner suizidalen Absichten einschätzen. Aber du brauchst dringend "erste Hilfe", sei es durch eine ambulante oder auch stationäre Therapie.

Mach etwas, für dich und deinen Kleinen! Aber lass dich bitte bitte nicht fallen. Zur Not lass dir Beruhigungsmittel verschreiben, damit du mal schlafen kannst.

LG

Such dir Hilfe! Auch wenn es jetzt nicht so scheint, aber das Leben ist lebenswert, mit allen Höhen und Tiefen! Dein Sohn braucht dich, DICH! Und keine andere Frau wird dich jemals als seine Mama ersetzen können! Und auch dein anderer Sohn braucht dich, auch wenn er nicht bei dir lebt.
Deine Söhne sind es wert, dass du für sie kämpfst - DU bist es wert, dass du kämpfst! Dein Mann hat aufgegeben. Mach nicht den gleichen Fehler!

Such dir Ziele - was wolltest du schon immer tun? Gönn dir etwas - ein leckeres Eis, eine Massage, ein Buch, einen Tag, an dem du in den Wald fährst und einfach mal heulst, schreist und wütest! Das sind kleine Dinge, an denen du dich festklammern kannst, bis eine Therapie o.ä. greift.
Und, wie schon gesagt, SUCH DIR HILFE! Du schaffst das, du bist stärker als du denkst!
Ganz viel Kraft! #liebdrueck

Wie dir geraten wurde hol dir bitte hilfe, ich habe Tränen in den Augen, ich hoffe du kommst aus dem tiefen Tal bald herraus.

(18) 25.10.13 - 20:17

Hallo,

fühl dich mal gedrückt und in den Arm genommen, einfach so...!

Als ich 17 war, kam mein Cousin bei einem Autounfall ums Leben, eigentlich sollte ich mitfahren, aber er hatte mich einfach vergessen.... Meine Tante, also seine Mutter ist an diesem Ereignis zerbrochen...

Als ich 18 war, kam mein Vater bei einem Betriebsunfall ums Leben, es hat mir die Füße weggehauen, obwohl meine Eltern sich 13 Jahre vorher haben scheiden lassen und wir leider seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr hatten, aber es war das Gefühl und die Gewissheit, dass es jetzt endgültig ist und ich ihn nicht mehr meine Fragen fragen kann.... ich einfach nie mehr die Chance haben werde, meinen Vater kennen zu lernen...

im letzten Jahr, am Geburtstag meines Vaters traf ich eine alte Bekannte wieder, sie ist hellsichtig. Sie sagte zu mir: neben dir steht jemand und hat ihn mir beschrieben. Als ich ihr später ein Foto von meinem Vater zeigte, sagte sie: ja, der stand auf deiner Herzseite.... ich konnte nur noch heulen.

Was ich damit sagen will, ist, es ist schwierig zu verstehen, dass jemand nicht mehr da ist, diese Endgültigkeit, dieser Verlust, dieser Schmerz... man fällt in ein Loch, glaubt, aus diesem Loch nie mehr heraus zu kommen, will auch nicht aus diesem Loch raus kommen, will, dass der Schmerz einfach so über einen hinwegzieht und man, wenn man am nächsten Morgen die Augen öffnet, dieser Schmerz einfach weg ist und man sein vorheriges Leben wieder leben kann.... fröhlich, glücklich, mit der verlorenen Person... Aber das wird nicht wieder kommen.

Der Verlust ist endgültig, nicht wieder rückgängig zu machen, schmerzhaft...

Aber, es gibt Dinge "zwischen Himmel und Erde" die man wiederum nicht verstehen und begreifen kann, die sich einfach dem Greifbaren und dem Verstand entziehen, trotzdem da sind...

Es gibt ein wunderbares Buch, welches ich dir gern empfehlen möchte. Du findest es mit einer Leseprobe hier: http://www.eindatemitderseele.de/
Das Buch wird dir deinen Mann nicht wieder bringen, aber vielleicht etwas anderes....

vG

  • (19) 25.10.13 - 20:37

    Danke für die Buchempfehlung. Ich habe mich Wochenlang mit dem Thema beschäftigt nachdem ich einen Traum von ihm hatte der alles andere als ein normaler Traum war.
    Ich hab von Nahtoderfahrungen, kotakt mit verstorbenen, Astralreisen, Medien usw. alles gelesen, gehört, angeschaut was das Internet so ausgespuckt hat.
    Ein Hörbuch von Elisabeth Kübler- Ross über den Tod und das Leben danach habe ich auch gehört.

    Ich habe zwar noch nicht "meinen" Beweis. Denke aber heute das es eher weitergeht anstatt das alles einfach vorbei ist.

    Das ist ja auch einer der Gründe die mich davon abhalten. Ich will nicht das wenn ich es mache es mir immer noch schlecht geht. Das würde ja gar keinen sinn machen bzw. es noch schlimmer machen weil ich es dann nicht mehr ändern kann.
    Vielleicht ist es auch meine Prüfung und wenn ich sie nicht bestehe muss ich alles nochmal durchmachen was ich in meinem Leben schlechtes erlebt habe und das will ich bestimmt nicht.

    Mein Vater ist gestorben als ich 14 war. Das war aber ganz was anderes. Er war kein guter Vater und ich hatte auch schon länger keinen kontakt mehr zu ihm.

    Ich wünsche mir manchmal ich würde meinen Mann hassen können aber das kann ich nicht das würde es aber um einiges erträglicher machen.
    Ich liebe ihn und das werde ich immer tun und ich werde so oder so irgendwann sterben vielleicht sehe ich ihn dann wieder vielleicht ist es aber auch einfach vorbei.

    Ich habe ihm auch versprochen das irgendwie zu schaffen. Ich weiß das er gedacht hat ich würde es schaffen sonst hätte er es nicht gemacht. Ich will es für ihn und seinen kleinen schaffen.

    Ich hab schon viel scheiße mitgemacht und irgendwie durchgestanden aber das setzt allem die Krone auf es ist einfach viel zu viel.

    • (20) 25.10.13 - 21:06

      Hi,
      schön dass du antwortest. In der Leseprobe geht es auch um den Tod des Partners, ich habe ganz schön geheult dabei.
      Im Nachhinein gibt es in jedem Leben eine Menge an Erfahrungen, aus denen wir, jeder Einzelne, gelernt haben.
      Vielleicht macht es das für dich einfacher, wenn du es wirklich als Prüfung siehst, an der du nur wachsen kannst, die dich stärker macht. Und auch für dich wird bald wieder die Sonne scheinen, auch wenn du in deinem Herzen deinen Mann immer bei dir tragen und an ihn denken wirst. Er ist und bleibt ein Teil von dir, auch wenn du ihn nicht mehr sehen, hören, riechen, sprechen oder berühren kannst...
      Und ja, mir hat auch eine Bekannte schon mal gesagt: wenn du es nicht in diesem Leben löst, bekommst du diese Aufgabe im nächsten nochmal präsentiert (also das, was du gelöst hast, hast du gelöst und gut ist), dann kannst du es auch jetzt gleich lösen.
      Das hat sich mir ziemlich eingebrannt.

      Und: Gefühle sind dazu da, gefühlt zu werden.

      Hast du dich mal mit Quantenheilung befasst? Ist auch ein interessantes Thema.
      Inneres Kind, Robert Betz, Esther Hicks, Die Prophezeiungen der Celestine, Louise L. Hay, The Work, Pascal Voggenhuber... vielleicht findest du auch hier noch etwas, das dir hilft. Aber eigentlich hast du dich schon recht viel mit dem Thema befasst #pro

      Bei mir ist in den ersten 5 Jahren meines Lebens sehr viel passiert, das ich nicht einordnen kann / konnte. Ich habe mal nachgefragt, warum mir das passiert ist. Die Antwort war, dass es nicht meine Probe / Aufgabe war, sondern die meiner Mutter (Mütterlichkeit lernen)... sie diese aber (leider) nicht angenommen hat (das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter ist auch nicht sehr innig)... D.h. aber auch, dass jeder immer die Wahl und freie Entscheidung über sein handeln hat.

      vG

      LG

      Ich kann dich gut verstehen, denn ich habe mehr als einmal daran gedacht zu gehen. Ich habe es nicht bereut, dass ich geblieben bin.

      Denk´ bitte jetzt, so schlimm wie seine Situation ist, an deinen Jungen. Es ist schon schlimm genug, dass der Vater sich das Leben genommen hat, denn irgendwann wird und muss er es erfahren. Was glaubst du wie sein Leben verlaufen wird, wenn er erfährt, dass auch seine Mutter sich das Leben genommen hat? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit dieser Last ein gutes und zufriedenes Leben führen kann.

      Such dir alle erdenkliche Hilfe und wenn es ganz arg schlimm wird, setze dir eine Bedenkfrist und denk immer an dein Kind.

      Ich umarme dich und denke an dich
      Ursula

(22) 25.10.13 - 20:41

Such dir dringend Hilfe. Egal was du von dir denkst. Deine Kinder und vor allem dein Kleiner brauchen dich.

(23) 25.10.13 - 20:59
kennedasauchauserzählung

Hallo,

ein enger Freund von mir hat dieses Thema mal ziemlich offen mit mir besprochen. Seine Verlobte hat sich das Leben genommen, als die gemeinsame Tochterf knapp zwei Jahre alt war.

Seine große Liebe hat sich kurz vor der Hochzeit von ihm getrennt. Er hat sein Studium abgebrochen. War am Boden zerstört. In der Zeit hat er sogar seine Tochter (er war ca. 23/24 Jahre alt) zu seiner Mutter gegeben, weil er gesagt hat, er schafft das nicht.

Nach quasi einem Jahr Hartz 4 hat er ein neues Studium begonnen (den Studienplatz hatte er nach etwa einem halben Jahr).

Als wir uns besser kennengelernt haben (ca. zwei Jahre nach der Trennung) hat er mir gesagt: eigentlich würde er sich umbringen. Aber er möchte nicht, dass seine Tochter alleine, ohne Eltern, aufwächst. Er liebt seine Tochter so sehr, dass er sie nicht alleine lassen kann und will.

Heute ist er 30, hat einen festen Job und eine Freundin, die ihm mehr als gut tut. Er will wieder leben und sagt: die meiste Kraft hat er bekommen, wenn er seine Tochter (Mutter wohnt zwei Dörfer weiter) besucht hat und mit ihr gespielt hat.
Er ist ein unheimlich toller Mensch !

Was ich dir sagen will: nimm dir die Zeit, die du brauchst, das zu verarbeiten. Rede mit Menschen, die dir wichtig sind. Rufe bei einer Beratungsstelle an. Das geht auch erst einmal anonym.

Und wie wäre eine Mutter-Kind-Kur für euch? Vielleicht sogar über Weihnachten? Deine Kinder und du, ihr braucht Hilfe.

Geh doch mal auf www.kur.org und ruf da mal direkt an und lass dich bezüglich des Ausfüllens der Formulare beraten. Es gibt vielleicht sogar einen freien Kurplatz quasi ab sofort. Die haben immer Restplätze über.

Fühl dich ganz, ganz arg gedrückt !!! #liebdrueck #liebdrueck #liebdrueck

P.S.: Du wirst immer eine Erinnerung an deinen Mann haben. Deinen kleinen Sohn. Erinnere dich an die schönen Momente mit ihm ! :)

Hallo kann und will nicht mehr,

du bist jetzt in einer ganz schweren Zeit. Das was mit deinem Mann passiert ist nimmt dir deine ganze Kraft. Der Schmerz muss für dich unerträglich sein. Ich denke aber du möchtest noch. Du weißt genau das dein Sohn dich braucht und ich denke du brauchst deine Sohn auch. Deine Gedanken sind in dieser Situation nicht ungewöhnlich. Die Trauer und die Bilder die sich in deinen Gedanken zeigen, lassen dich nicht zur Ruhe kommen.

Versuch deine Trauer zuzulassen. Nimm Abschied von deinem Mann ( mit Abschied meine ich nicht das du ihn vergessen sollst).

Versuch etwas Ablenkung zu finden. Ich weiß es wird fast unmöglich sein. Vielleicht gibt es aber doch etwas mit dem du dir kurzzeitig etwas Gutes tun kannst.
Versuche jemanden zu finden mit dem du über alles reden kannst.
Überlege ob eine Therapie ( ambulant oder stationär) dir schneller weiter helfen kann.
Ich weiß, es ist nicht einfach in eine Klinik zu gehen wenn man ein Kind hat. Es ist für dein Kind auch nicht einfach wenn du dich eventuell für einen stationären Aufenthalt entscheidest. Ihr werdet aber beide nach diesem Aufenthalt wieder mehr von einander haben.
Das Schlimmste was deinem Sohn passieren wäre jetzt auch noch seine Mama zu verlieren.

Ich schicke dir ganz viel Kraft um diese schwere Zeit zu überstehen. blaue-rose

Dann lege ich mal einen Seelenstripp hin in der Hoffnung dich damit etwas zu erreichen: ich habe es hinter mir. Ich wollte mir das Leben nehmen weil ich schwer depressiv, überfordert, einsam und was noch nicht alles war. Ich war am Ende. Unfähig zu sehen, dass es auch nochmal besser werden könnte. Um mich rum war nur noch Schmerz, Hoffnungslosigkeit und tiefe Verzweiflung.
Geschafft habe ich es glücklicherweise nicht auch wenn es mir verdammt ernst war. Mein Versuch scheiterte wenn auch knapp... Damals hat mich das nicht gerade gefreut und der Schmerz und die Verzweiflung haben mich noch lange Zeit begleitet. Ich bin in Therapien durch die Hölle gegangen, habe Medikamente genommen und den schlimmsten Kampf meines Lebens ausgefochten. Und wofür? Hat es sich gelohnt? JA! Ich hätte sonst meinen Mann nicht kennen und lieben gelernt. Ich hätte ihn nicht geheiratet und ich wäre gerade nicht schwanger mit unserem ersten Kind! Ich habe einen aussichtslosen Kampf gewonnen und es gibt nichts in meinem Leben was sich so gelohnt hat wie das!

Du kannst es jetzt nicht sehen durch die Depression aber es wird wieder besser. Es bleibt nicht so furchtbar wie es derzeit ist. Nimm den Kampf auf und versuche mir zu glauben, dass es Sinn macht zu kämpfen!

Alles Gute

#winke

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