Mein Partner will von zu Hause aus arbeiten

    • (1) 26.10.13 - 10:33
      hilfe12341234

      Huhu

      Hat von euch jemand einen Mann der von zu Hause arbeiten will bzw. die macht?
      Wie geht ihr damit um? Tipps?

      Mein Problem ist, dass mein Freund, obwohl er mir, bevor wir zusammen gezogen sind, versprochen hat, dass er mir das nicht antun will und selber auch nicht möchte.
      So, jetzt wohnen wir zusammen und jetzt ist es Fakt. In wenigen Monaten wird er immer zu Hause sein. Er hat die Möglichkeit durch seine Arbeit. (Er hat in der Wohnung zwar einen Arbeitsraum, den wir uns aber eigentlich teilen).

      Er findet es halt auf einmal toll, er kann ne Stunde länger schlafen usw.. Weil ich da geschockt drauf reagiert habe, war er beleidigt, konnte es trotz meinen Argumenten, das es für die Beziehung nicht gut ist, nicht verstehen.

      Mir graut es davor. Zurzeit arbeitet er einen Tag in der Woche von zu Hause, daher habe ich schon einen kleinen Vorgeschmack und je näher es rückt, umso schlechter geht es mir.
      Mein an erster Stelle stehendes Kontra ist, dass wir Tag ein Tag aus aufeinander hängen. Er geht auch kein Hobby nach indem er mal rauskommen würde. Wir haben viele Jahre allein gelebt. Er ist ein Mensch der viel Aufmerksamkeit braucht, ich einer der lieber seine Sachen in Ruhe macht und gerne auf Aufmerksamkeit versichten kann.
      Wenn das Telefon klingelt kommt er um die Ecke – heißt, ich kann kein Telefonat mehr alleine führen (er ja eigentlich auch nicht)
      Hört er irgendein Geräusch, das er im Moment nicht zuordnen kann, steht er auf einmal mittendrin. Ständig kommt er, will küssen, knuddeln oder fragt ständig warum ich so „gucke“. Ähm ja, ich habe halt auch Gedanken im Kopf und ich laufe nicht den ganzen Tag mit nem Lächeln rum.
      Wenn ich unterwegs bin und nach Hause komme, kann ich nicht mein Kram machen sondern mich erstmal um ihn kümmern.
      Schlimm finde ich auch, wenn die Kinder Ferien haben. Da er eh direkt bei denen im Zimmer steht wenns kurz mal lauter wird (lachen usw.) – das ist allein schon die Erfahrung wenn er zu Hause ist und nicht arbeitet. Wenn er dann noch den ganzen Tag zu Hause ist, müssen die Kinder erstrecht kuschen. Wenn ich mich wegen der Medikamente hinlege und hoffentlich auch etwas schlafen kann, kommt er rein um zu gucken ob ich schlafe. Naja, bin spätestens eh wach. Da die Nächte für mich oft sehr kurz sind, genieße ich die Ruhe in der Woche.

      Für mich persönlich kann ich mich gesundheitlich leider nicht so verdrücken. Das was ich noch arbeiten kann mache ich selbst ja schon von zu Hause, klar und den Haushalt.
      Die Fakten und meine Bedenken kennt er, wenn er aber wieder euphorisch von der Arbeit von zu Hause aus erzählt und er wieder mal nicht versteht warum ich mich nicht für ihn mit freue, erinnere ich ihn daran – Fazit dessen ist, dass er wieder beleidigt ist.
      Ich weiß wirklich nicht was ich tun kann?! Ich liebe ihn, aber so sehe ich zukünftig unsere Beziehung davonschwimmen.

      Ich wünsche mir eigentlich das er mich mit meinen Bedenken und Ängste auch auseinandersetzt. Tut er aber nicht, trotz reden. Die Abmachung daser die Tür wenigstens zu macht hält er je nach seiner Laune auch nicht ein. Wenn ich die dann zu machen würde, gibts streit.
      Offen ist noch, das ich das allg. nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich bin immer gerne aus dem Haus raus um arbeiten zu gehen, unter Leute kommen usw. und ich würde so viel dafür geben, wenn ich das Gesundheitlich auch wieder tun könnte.

      Bitte keine Psycho Antworten in denen steht ich solle mich nicht so anstellen oder ich wäre zickig – ihr müsst damit nicht leben und geholfen ist mir damit auch nicht.

      Hilfreiche Tipps und eigene Erfahrungen wünsche ich mir #herzlich

      Danke Euch #blume

      • (2) 26.10.13 - 10:47

        Hallo du!

        Ich vermute, dass hier gleich die Steine fliegen werden von wegen "du liebst ihn und lebst mit ihm zusammen, er hat auch ein Recht darauf zu Hause zu sein, bla bla".

        Mir geht es teilweise ähnlich wie dir. Mein Partner arbeitet zwar nicht von zu Hause aus, verbringt aber trotzdem recht viel Zeit im Homeoffice um Rechnungen zu schreiben, Angebote erstellen, usw. und kann sich seine Zeit einteilen wie er möchte. D.h. er ist oft daheim wenn Andere eigentlich arbeiten, oft auch unvorhergesehen. Und ja, mich nervt das, sehr sogar. Ich bin vom Typ her wohl eher wie du, er wie dein Partner (jedenfalls was die Aufmerksamkeit angeht).

        Einen richtigen Tipp habe ich leider nicht für dich, habe ja nicht einmal meine eigene Situation im Griff. #hicks

        Ich wünsche dir aber alles Gute und starke Nerven!

        Lg

        • (3) 26.10.13 - 11:13

          Aber man ist schonmal nicht ganz so alleine damit #herzlich

          Da ich das teils auch mit den Steinen vermute, habe ich vorsorglich den einen Satz geschrieben.

          Klar haben die Männer auch das Recht zu Hause zu sein ABER wenn wir das mit denen umgekehrt machen #schwitz ... z.B. ich während der Arbeit immer wieder reinkomme und ihn frage warum er so guckt oder ständig um ihn so herum bin das ich ihn von der Arbeit abhalte, würde ihn das auch nerven.

          Meiner und bestimmt viele Andere auch, macht gar nichts im Haushalt - das ist ja mein Arbeitsplatz.
          Meine beste Freundin würde ihrem Mann ne Pfanne auf den Kopf hauen wenn er nur auf die Idee käme. Auch er braucht viel mehr Aufmerksamkeit.

          Aber selbst wenn diese Probleme behoben werden könnten, bleibt es noch, das man immer zusammenhängt und keiner kommt raus. Tolle Basis für eine Beziehung.

          Wünsche Dir auch viel Kraft #klee

      (4) 26.10.13 - 11:31

      Hallo,

      ich kenne das von meinen Eltern. Mein Vater arbeitet auch von zu Hause aus. Aber mit folgenden Rahmenbedingungen, die ich euch auch empfehlen würde:

      - ein eigener Arbeitsraum (teilweise von der Steuer absetzbar). Wenn der Raum zu ist, arbeitet er und es geht niemand außer ihm rein und raus. (Als ob er im Büro wäre). Wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man das lockerer sehen und klopft an, wenn es dringend ist.

      - eine eigene Telefonnummer für die Arbeitsgespräche (bieten viele Anbieter an), dass zur den Arbeitszeiten an ist. Außerhalb der Arbeitszeiten

      - zu Kaffepausen nicht länger miteinander sprechen, als er es mit Kollegen, die er am Gang trifft auch tun würde

      - feste Arbeitszeiten bei ihm. Nichts vermischen. Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Freizeit ist Freizeit. Pause ist Pause. Weder dauernd Pause machen, noch ewig viele Überstunden.
      Wenn er Mittagspause macht mal gemeinsam Essen (wenn das bei euch zeitlich passt) etc.

      Das sollte es, meine ich, erst einmal gewesen sein. Bei meinen Eltern klappt das inzwischen so ganz gut. Sie essen öfter mal gemeinsam Mittag, sehen sich so mehr. Aber ohne die strikte Trennung, auch daheim, von Arbeit und Privatem würde es nicht gehen. Ich musste mich am Anfang wenn ich in dem Semesterferien zu Besuch war daran gewöhnen, inzwischen ist es aber für mich fganz normal geworden.

      Auch für dich mag es erst erschreckend erscheinen. Wenn er aber tagsüber statt ins Büro einfach in "sein Zimmer" zum Arbeiten verschwindet, könnte das doch machbar sein. :)

      Liebe Grüße

      P.S.: Dass er jetzt euer gemeinsames Arbeitszimmer okkupiert, würde mich auch nerven. Die anderen Lösungen würde ich aber noch anstrengender finden. :)

      • (5) 26.10.13 - 11:50
        hilfe12341234

        Danke für deine Antwort #herzlich

        Das Telefonproblem haben wir nicht, da er alles mit einem Diensthandy macht.
        Den Rest habe ich ihm auch so in der Art mehrmals gesagt, bzw. das ich diese Bedingungen gerne hätte. Aber er hält sich nicht dran und wenn dann mal nur kurz.

        Ich versuche mich damit zu arrangieren aber es fällt mir schwer.

        Meine Arbeitssachen hole ich mir vorher raus und daran hält er sich überraschenderweise: er meckert nicht wenn ich meine Sachen in der Küche liegen lasse.

        liebe Grüße #blume

    Moin!

    Wir sind seit 14 Jahren verheiratet und haben den gleichen Arbeitsplatz! Wir sitzen sogar nebeneinander ;-)
    Fangen zur gleichen Zeit an und hören zur gleichen Zeit auf!

    Sehen uns 24 Std am Tag!

    Ich finde es super und es ist überhaupt kein Problem.

Stell dich nicht so an und mach eine klare Ansage.

lieber xy, es gibt 3 Möglichkeiten:

1. Du ziehst aus

2. Du mietest Dir ein Büro

3. Du gibst den Plan definitiv auf.

Konsequenz, wenn Du meine Ansage ignorierst: ich setze Dich vor die Tür. Umgehend.

Grundsätzlich solltest Du Dir überlegen, ob diese übergriffige Klette in Dein Leben passt.

Gruß

Manavgat

Hallo

bei dir stimmen für dieses Modell die örtlichen Gegebenheiten nicht und das Klammerverhalten deines Partners geht auch gar nicht.
Man kann sehr wohl in einem Haus arbeiten und leben, mit abgetrennten Bereichen.
Das ist bei vielen Selbstständigen so.
Bei uns funktioniert das seit Jahren, ich glaube ich sehe meinen Mann ( von gemeinsamen Mittagessen mal abgesehen ) bestimmt weniger als andere ihren durchschnittlich arbeitenden angestellten Partner.
Die Kinder fanden das übrigens auch gut.Es gab immer mal die Möglichkeit ein Eis essen zu gehen, ins Schwimmbad oder zum Snowboarden/ Schlittenfahren.Freie Zeiteinteilung hat viele Vorteile.Natürlich wird auch sehr oft abends gearbeitet.
Ich fühle mich jedenfalls nicht eingeengt.Mein Mann arbeitet absolut konzentriert und hat natürlich auch auswärtige Geschäftstermine ( stundenweise und Tage am Stück ) .

Ich denke dein Partner nervt dich auch so schon.

L.G.

  • (15) 26.10.13 - 13:46

    Hallo#winke

    Das er mich nervt, stimmt zum Teil. Er hat sich auch ziemlich verändert. Wir hatten hier auch schon so dollen Streit, dass ich zu ihm sagte, dass ich so keine Kraft mehr für die Beziehung habe. Darin hat er sich im groben geändert. Er wollte ursprünglich zum Psychologen was er aber nicht macht. Das war aber ein anderes Thema.

    Glücklich ist was anderes, dass weiß ich.

    Von Bekannte und Freunde haben da auch schon drauf reagiert, als die gehört haben, dass er bald zu Hause arbeiten wird. Von denen kommt dann „ach Du Scheiße“ oder bekunden mir Beileit. Find ich heftig, aber die Wissen, dass er sehr anstrengend ist.

    Naja, macht mich traurig, aber ich denke, ich muss wirklich noch einmal auf den Putz hauen anders komme ich da wohl nicht raus.
    Wäre ja schön wenn es gegenseitig respektiert werden würde.

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