Mein Mann und seine Mutter und seine Schwester

    • (1) 31.10.13 - 18:29
      Lösungslos

      Hallo!

      Nach aller Wut und nach allem Ärger bin ich jetzt nur noch traurig. So wie sie jetzt ist kann unsere Ehe nicht weiter bestehen
      Worum geht es?

      Mein Mann war für seine alleinerziehende Mutter der Mann im Haus als ältestes von drei Kindern. Dass er mal weg von ihr zieht hatte sie sich nie vorstellen können. Nun ist er aber doch weggezogen. Später traf er mich und seit dem empfindet sie mich als die Ursache für sein Weggehen. Es ist einfacher eine andere (schlechte) Frau dahinter zu glauben, als sich zuzugestehen, dass der Sohn ein eigenes Leben leben will.

      Ich konnte in der Familie nie einen Fuß fassen. Sein Bruder hat mich nie akzeptiert, die Frau des Bruders war früher meine Freundin. Lange hat sie sich über unsere Schwiegermutter und ihre Tochter ausgelassen, aber seit sie selber Kinder hat, ist die Schwiegermutter gut genug um auf ihre Kinder aufzupassen und ich bin aus dem Spiel raus. Das ist nur meine Vermutung, aber es ist schon ein komischer Zufall. Diese Frau hat mir nie was gesagt, sondern nur von heute auf morgen aufgehört mit mir zu reden. Es ist sehr komisch bei der Schwiegermutter zu sitzen und ignoriert zu werden.

      Meine Schwägerin ist eine Heuchlerin und eine Schnorrerin erster Güte. Über sie könnte ich Romane schreiben. Aber kurz und knapp kann ich nur sagen, dass sie weder meinen Mann noch mich leiden kann. Sie war es gewohnt, dass mein Mann alles tut was sie von ihm verlangt.

      Und die Schwiegermutter... Sie hat sich auf die Geschenke reduziert. Sie kommt selten zum Geburtstag und fragt auch nicht mehr, was die Kinder haben möchten. Ein Geschenk muss möglichst billig, möglichst groß und höchst praktisch sein und alle Kinder glücklich machen. Sie hat schon so viel Schrott angeschleppt und alle meine Worte prallen einfach an ihr ab. Ich möchte eigentlich nicht, dass sie immer allen Kindern was schenkt. Sie können doch schon verstehen, dass man nicht immer beschenkt werden muss. Sie freuen sich doch eher über die Zeit mit Oma. Das was sie so anschleppt ist fast immer gebraucht und mehr oder weniger kaputt. Und dann bin ich die böse Mama, die alles wegwirft. Und überhaupt, wenn ich ihr sage, dass sie bitte zum Kaffe und Kuchen um 15:00 kommt, kommt sie entweder zwei Tage früher oder eine Woche später und wenn sie pünktlich kommt, stichelt sie vor den Kindern, dass Mama sie für so und so viel Uhr bestellt hätte, keine Minute früher... Das ist einfach ätzend! Ich habe hier 5 Schulkinder, die alle Hobbies haben und Sport machen und mein Tag ist einfach zu kurz. Alle anderen haben kein Problem damit, dass man eine Uhrzeit ausmacht. Nur sie. Und ich vermute, sie ist entweder so gestresst von den anderen Kindern und Enkeln, oder sie pfeifft einfach drauf.

      Übrigens, mit meiner Mutter war es kein Problem diese Problemchen zu lösen. Sie sieht ein, dass die Kinder im Überfluss leben und dass man ihnen am besten Zeit schenken soll statt Gegenstände, die sie nicht mal wollen

      Worauf will ich hinaus?
      Bei all dem habe ich null Unterstützung von meinem Mann.
      Er ist einfach zu feige. Er lässt unsere Kinder und mich schlecht behandeln, Hauptsache man hat ihn lieb.

      Unsere Kinder und ich werden schon seit Jahren von seiner Familie ignoriert, ausgelacht und schlecht behandelt. Er eigentlich auch. Das war für mich der Grund, Kontakt so klein wie möglich zu halten. Und es sind gravierende Sachen vorgekommen (mein Mann ist z.B. taufpate eines Neffen, soll sehr, sehr viel Geld schenken, aber am besten gar nicht zu Kommunion kommen). Wobei wir gar nicht so viel schenken können

      Alles beiseite... Ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Mit diesen Leuten ist kein Gespräch möglich. Hier wo wir leben haben wir Freunde und ganz tolle Nachbarn und Arbeitskollegen, die man auch privat treffen kann. Wir packen das auch ohne Omas Hilfe. Keine Ahnung ob das Neid ist oder ob wir jemand mit etwas verärgert haben. Diese drei sind doch Geschwister und da spüre ich überhaupt keine Nähe, wenn sie zusamen sind.

      Und trotzdem... Mein Mann lässt sich sehr, sehr vieles gefallen. Dabei ist er jemand mit sehr starkem Gerechtigkeitssinn und sehr sensibel. Wehe meine Schwester macht einen Scherz. Da flippt er aus. Und seine Schwester kann tun und lassen was sie will, das nimmt er hin.

      Die Mutter hat ihm im zarten Alter von 10 Jahren die Rolle des Mannes im Haus aufgehalst. Das ist ein ganz gestörtes Verhältnis. Sie schwärmt immer von den guten, alten Zeiten und wie gut sie beide es zusammen hatten. Sie ist seit 30 Jahren Single. Und meinen Mann behandelt sie immer noch so. Das müsst ihr sehen, dass kann man gar nicht beschreiben. Die Kinder und mich blendet sie komplett aus und es sind nur die beiden im Raum.
      Das ist keine Nähe, keine Liebe... Das ist unmöglich zu beschreiben. Ich bin kein Psychologe, aber ich spüre da was, was meinem Mann nicht gut tut.

      Genauso mit seiner Schwester. Alle paar Jahre kommt sie vorbei mit ihrem Mann und braucht "einen Mann, mit dem sie reden kann", im Beisein ihren Mannes, der immer weiter schrumpft...

      Ich habe in zwei Wochen einen Termin bei der Eheberatungsstelle bekommen und hoffe, dass ihm endlich klar wird, dass ich langsam krank werde und es so nicht weiter geht.

      Danke für das Zuhören. Schon das Schreiben hat mir geholfen.
      Ich weiss nicht, wann ich wieder rein komme und eventuelle Antworte lesen kann, aber bedanke mich schon mal für eure Zeit.

      Ach, ja, was ich noch mal betonen muss:
      Ich bin weder materialistisch eingestellt, noch möchte ich meinem Mann seine Familie "verbieten". Wenn es so rüber kommt, dass liegt es an meinem Schreibstil und meiner Aufregung. Mir würde es schon viel helfen, wenn er mal zeigen würde, dass wir auch seine Familie sind. Wenn er einfach mal zeigen würde, dass er zu uns hält

      • Herrje, bestimmte Punkte kamen mir sehr bekannt vor. Das Verhältnis zu meinen eigenen Schwiegereltern ist höchst angespannt da meine Schwiegermutter mir quasi vorwirft ihr ihren Sohn zu nehmen #augen Und mein Mann der fest im Leben steht, weiß was er will, der kuscht vor seiner Mutter auch wenn sie mich wie Luft behandelt. Dieses Thema hat schon zu lebhaften Diskussionen und heftigen Streits zwischen uns geführt. Eine Lösung für das Problem habe ich leider nicht.
        In Kürze erwarten wir unser erstes Kind und ich weiß leider schon heute, dass weiterer Ärger mit der baldigen Großmutter vorprogrammiert ist.... Es wird ein Spagat werden dem Kind ein vernünftiges Verhältnis zur Oma zu ermöglichen und gleichzeitig den eigenen Kontakt so gering wie möglich zu halten damit sich die Streitereien in Grenzen halten.

        Deinen Weg mit der Beratung finde ich gut und richtig. Irgendwie muss es doch möglich sein deinem Mann die Augen zu öffnen. Er ist Ehemann und Vater und wenn du oder die Kinder angefeindet werden, dann sollte er verdammt nochmal vor euch stehen und sich nicht hinter euch verstecken!

        Alles Gute
        #winke

        Gruselige Situation, kann ich mir vorstellen.

        Allerdings frage ich mich, worauf es hinausläuft? Du kannst eine klare Ansage machen, dich weitestgehend abgrenzen (z. B. deinen Mann nicht mehr zu ihnen begleiten) und den Kontakt auf das Nötigste. (Wie Kindergeburtstage) zu beschränken. Bei 5 Kindern wäre das 5 x im Jahr plus Weihnachten vielleicht. Am Geburtstag deines Mannes würde ich ihn mit Mama ins nächste Cafe schicken, wenn er auf sie Wert legt.

        Ich verstehe nicht, warum du dich anbiedern willst und dich aufregst, dass sie Termine nicht einhält. Wenn sie zwei Tage zu früh erscheint oder eine Woche zu spät (zu welchem Anlass kommt man nicht termingerecht?), dann lehnst du ab und schickst sie weg, weil du gerade keine Zeit hast auf unangemeldeten Cafebesuch. Sie kann dich sowieso nicht leiden, was soll also passieren?

        Genauso verhält es sich mit der restlichen Familie. Bist du auf sie angewiesen? Vermutlich nicht. Also ignorieren und Umgang vermeiden, wann es nur geht. Andere Familie treffen auch nur 1 x im Jahr aufeinander, weil die Entfernungen zueinander zu groß sind.

        Wenn du deinen Mann nun zur Eheberatung bringst und er tatsächlich lernt, für dich Partei zu ergreifen, wird es auf das Selbe hinauslaufen. Er macht eine klare Ansage und sie werden noch mehr auf dich schimpfen, weil DU den Mann aufgehetzt hast. Oder sie sind beleidigt und wollen mit euch nichts mehr zu tun haben.

        Eine Eheberatung ist sicher nicht verkehrt, man kann immer etwas positves für sich mitnehmen. Aber so oder so wird es - egal von wem die Ansage kommt - großen Ärger geben. Bestenfalls mit Kontaktabbruch, schlimmstenfalls mit noch mehr gegen dich hetzen. Du kannst im Grunde jetzt schon anfangen, dich durchzusetzen und für dich selbst zu sprechen. Das ist nämlich auch gut für das Selbstbewusstsein. Dein Mann kommt dann dazu, wenn er es (hoffentlich) begriffen hat.

        (4) 31.10.13 - 22:30

        Meine Schwiegermutter ist genau so. Ich habe ihr den Sohn weggenommen, das ständige gesabbel über das schöne Leben zu zweit und wie gut er es bei ihr hatte, wie schlecht bei mir er sähe ja sooooooooo schlecht aus, bekäme nichts zu essen #schock er müsse ja im Haushalt helfen was mir einfiele das sei Frauenarbeit ich solle ihn 3 mal täglich bekochen#schock.
        Mich akzeptiert sie einfach nicht, macht mich überall schlecht und freute sich als es hieß in der 16. SSW das ich ins Krankenhaus kam weil mein Kind unterversorgt war und diverse Probleme auftauchten und sagte sie gönne es mir von Herzen das ich das Kind verliere, das wäre mehr als nur gerecht ich habe ihr schließlich ihr Kind weggenommen dann wisse ich mal wie das ist:-[:-[
        Und das beste: ich sei ja ihre Schwiegertochter ich hätte ihr zu helfen, für sie zu putzen oder bügeln zu kommen#schock#schock#schock#schock

        Sorry, gehts noch? Als Dank für ihre Undankbarkeit??? Nie im Leben!!!
        Und ihr Lieblingssatz immer: Ich sei ein so schlechter Mensch, aber irgendwann bekäme ich das was ich verdiene
        Meine persönliche Lösung: ich tu mir die irre Kuh erst garnicht an, Nummer ist gesperrt sie hat hier Hausverbot und durch ihre Vollplatsche hat sie es geschafft das wir als Familie mit ihr kein Wort wechseln, das Kind hat sie bis heute nicht gesehen.
        Und ihr Lieblingssatz hat sich bewahrheitet, SIE bekam was sie verdiente,in nem ganz großen Umfang

      • Oh je. :-(
        So im Ansatz kann ich verstehen wovon du redest.

        Die Ausgangssituation ist bei meinem Mann ähnlich gewesen ... sein Papa ist verstorben als er 9 Jahre alt war, beide älteren Schwestern waren schon sehr eigenständig.
        Er war als Kind sehr krank und eben deswegen ihr Schatz, ihr Mann "im Haus" (weil raus und spielen ja nicht ging).
        Er war ihr Augenstern.

        Als er 32 war wollte sie ihn dazu bringen dass er wieder mit ihr in eine gemeinsame Wohnung zieht - und er, ganz der vorbildliche Sohn, willigte ein.
        Ziemlich zeitgleich ist (nach Jahren der Demütigungen gegen mich) etwas vorgefallen, nach dem ich ihm mitteilte dass er tun kann was er möchte, aber dass wir uns wenn er mit ihr zusammen wohnt nur noch bei mir sehen. Ich habe ihm außerdem klar gesagt aus welchen Gründen ich ein erneutes Zusammenleben mit seiner Mutter mehr als schädlich für ihn finde.

        Er war stinksauer auf mich. ;-)
        Vier Tage Funkstille später rief er mich an und fragte ob ich kommen könne, er wolle mit mir reden.
        Nach unserem Gespräch hatte er sich Gedanken gemacht ... und seiner Mutter gesagt dass er NICHT mit ihr zusammenziehen wollte (ich war BAFF nachdem er Jahre lang schweigend daneben gesessen hatte wenn sie mich fertig machte).
        Danach war ich natürlich noch mehr Todfeind Nr. I ;-)
        Bis zu ihrem Tod 5 Jahre später war unser Verhältnis unterkühlt, ich habe sie bis zuletzt gesiezt.
        Ganz gegen Ende - unser Sohn war gerade auf der Welt und ihr Zustand ging rapide bergab - hatte ich den Eindruck, dass sie froh war dass er "untergekommen" ist, seine eigene Familie hat, sein Netz das ihn auffängt, Menschen die ihn lieben und an denen auch sein Herz hängt.
        Ihr Stolz und alte Gewohnheiten ließen eine Aussprache zwar nicht zu aber diesen Eindruck hatte ich einfach.

        Ich glaube, die Wende damals, sein Einstehen zu mir, kam daher dass ich in unserem Gespräch völlig wertfrei ihr gegenüber war.
        Hätte ich auch nur den leisesten Hauch Kritik am ihr geübt wären wir heute nicht verheiratet und hätten zwei Kinder.

        Leider kann ich dir nicht helfen. :-(

        Ich wünsche dir aber alles Gute, von ganzem Herzen.#herzlich

        Er liebt dich und euch sicher ... aber eine lebenslange Rolle aufgeben ist wohl mit eine der schwierigsten Aufgaben, denen man sich stellen kann ...

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