Alkohol-eure Meinungen erwünscht!

    • (1) 02.11.13 - 18:55
      lieber.so

      Hallo,

      ich würde gerne wissen, wie ihr über folgendes denkt:

      Mein Mann trinkt unter der Woche eigentlich gar keinen Alkohol. Wenn überhaupt ein Feierabendbier, aber auch das auf keinen Fall regelmäßig.

      Sobald aber Familienfeiern, Stadtfeste, Konzerte stattfinden oder bei es einem Spieleabend mit der Familie Alkohol gibt, dann kennt er einfach keine Grenze.
      Auch wenn wir zu zweit rausgehen und er jemanden wieder trifft (als Beispiel), trinkt er sehr viel, manchmal bis zum Abwinken.

      Selbst auf meinem letzten Geburtstag (ich selber war/bin schwanger) hat er sich innerhalb von 2 Stunden abgeschossen.

      Mittlerweile bin ich ziemlich am Ende meiner Schwangerschaft und habe auch schon stärkere Wehen...bisher nur noch nicht regelmäßig genug und zurzeit muttermundunwirksam.

      Und trotzdem hat er sich gestern beim Pokerabend bei uns Zuhause betrunken, obwohl ich ihn gebeten habe dies nicht zu tun...nicht so, nicht in diesem Maße!

      Er hatte sich, wie so oft, vorgenommen nur gemütlich ein paar Bier zu trinken, aber dabei blieb es nicht.

      Ich weiß gar nicht, was ich jetzt schlimmer finde. Dass er sich schon oft vorgenommen hat, nicht so viel zu trinken oder dass er nicht mal JETZT einen guten Grund hat, es langsamer angehen zu lassen.

      Bin gerade irgendwie sehr enttäuscht.

      Nächste Woche ist wieder ein Fest und für gewöhnlich gibt es da immer die totale Eskalation. Er will hingehen, beteuert aber, nur ein oder zwei Bier zu trinken.

      Ich habe Angst. Auch davor, unseren Kleinen alleine zur Welt bringen zu müssen.

      Zumal Komplikationen von vorne rein zu erwarten sind.

      Noch als Hintergrundinfo: Sonst sind wir ein tolles Team und er leistet eine Menge. Anderweitig hat er mich in der SS z.B. immer sehr unterstützt.

      Ich frage mich nur, ob er ein Problem hat, weil er keine Grenzen in Sachen Alkohol kennt, selbst wenn er es sich fest vornimmt oder ob ich das Ganze zu eng sehe.

      LG

      • Es gibt nen schönen Spruch: "Die eigene Freiheit hört genau da auf, wo die des anderen beginnt." Und wenn er dich in deiner Freiheit so einschränkt mit seinem Alkoholkonsum, dann passt es einfach nicht. Wenn Alkohol ständig ein Thema ist, wenn du ständig Angst haben musst: "Säuft er wieder? Kommt er wieder betrunken heim?", dann ist es Zeit, zu handeln. Sprich mit ihm klar und deutlich. Bitte ihn, bis zur Entbindung GAR NICHTS zu trinken, wenn er sich schon nicht mäßigen kann. Wenn das ein Problem für ihn ist, dann hat er definitiv ein Alkoholproblem.

        Andererseits muss ich natürlich auch folgendes sagen: Du klingst schon irgendwie sehr ängstlich, was die SS/Entbindung betrifft. Dein Mann macht sich sicher auch Sorgen, wahrscheinlich viel mehr als du. Ich seh das oft bei meinen Freundinnen: Die Männer sind oft so hilflos, wenn die Frau jammert/sich Sorgen macht. Sie wissen ja überhaupt nicht, was los ist. Viele Männer wissen EXTREM wenig. Mit ihren Müttern wird das Thema meist nicht behandelt und somit ist die einzige Ansprechpartnerin oft die eigene Frau, um die man sich aber sowieso Sorgen macht. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum er sich so wegbeamt. Vielleicht hat er panische Angst vor der Geburt, davor, dass dir was passieren könnte. Könntest du es geschickt einfädeln, dass er mal mit der Hebamme oder dem FA allein spricht? Du könntest ihn ja mal wieder mit zum FA nehmen (vorher mit dem FA abklären, du musst ja nicht den Alkohol ansprechen) und dann aus irgendnem Grund gehst du raus (Blut abnehmen, ..), derweil spricht der Arzt oder die Hebamme mal mit ihm über die Geburt und mögliche Komplikationen - speziell bei euch, sachlich und informativ.

        • (3) 02.11.13 - 19:25

          Vielen Dank schon einmal für deine Antwort.

          Also, sein Konsumverhalten war vor der SS nicht unbedingt anders.

          Ich habe nur gedacht, dass ich vielleicht auch zu streng mit ihm bin, weil es in meiner eigenen Familie jemanden gab, der ein fragwürdiges Konsumverhalten an den Tag gelegt hat. Ist eine andere Geschichte, die aber mit viel Leid verbunden war.

          Ich will ihm ja auch nicht seinen Spaß verderben.

          So gehe ich ziemlich gelassen an die Geburt ran, ich habe nur Angst, sie alleine durchstehen zu müssen.

          Leider müssen wir trotzdem aus verschiedenen Gründen mit Komplikationen rechnen.

          Über die Schwangerschaft und die Geburt ist er sehr gut aufgeklärt, er war bei fast jeder Vorsorgeuntersuchung dabei. Hat den GB-Vorbereitungskurs mitgemacht und zeigt sich auch sonst interessiert. Er wollte das auch von sich aus. Habe es nie von ihm "erwarten" müssen. Das meinte ich mit: Anderweitig hat er mich immer sehr unterstützt.

          Eine Trennung kommt auf keinen Fall in Frage, nur möchte ich beim nächsten Gespräch ein paar objektive Meinungen berücksichtigen, denn im Moment bin ich hin und her gerissen.

      Hallo,

      ich gehe davon aus das dein Mann ein Alkohol-Problem hat. Wenn er sich innerhalb kurzer Zeit regelrecht abschießt obwohl er sich vorgenommen hat sich zu mäßigen kommt es in meinen Augen Suchtverhalten gleich.

      Für dich besteht die Gefahr das du in eine Co-Abhängigkeit rutschst.

      Der Zustand muss doch für dich unerträglich sei. Ich denke du hast vor jedem Abend an dem ein bis zwei Bier getrunken werden sollen große Angst da du weißt wie diese Abende enden.

      Fg blaue-rose

    • Hi,
      ja. Es hört sich so an, als ob er ein Problem hat, seine Grenze beim Alkoholtrinken zu kennen und einzuhalten.

      Ich fürchte aber, dass du da nicht viel wirst machen können. Wenn er das selber nicht erkennt bzw. wahrhaben will, dann wirst du ihn nicht daran hindern können, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit "abzuschießen".

      Ich persönlich finde es bedenklich, dass er sich immer wieder SO SEHR betrinkt. Selbst dann, wenn er dir versprochen hat, dies nicht zu tun. Ich würde mir darüber, genau wie du, große Sorgen machen.

      Du kannst nur versuchen, an seine Vernunft zu appellieren und ihn anhalten, sich Hilfe zu holen. Oder zumindest eine Beratung.

      LG
      Suse

      (6) 02.11.13 - 19:45

      Ich war 13 Jahre lang Alkolholmißbräuchlerin bis zu dem Tag, an dem ich schwanger wurde.
      Mein Trinkverhalten glich dem Deines Mannes, nur das es bei mir noch exzessiver war.

      Im Schnitt bin ich ein mal am Wochenende weggegangen, beispielsweise Freitag abend und bin dann Samstag um 11 sturzbetrunkend aus einer Tag / Nacht Kneipe getaumelt.
      Ich habe mir immer vorgenommen, heute trinkst Du ein oder zwei Gläschen und gehst anschließend nach Hause. Nach 13 Jahren war mir immer noch nicht bewußt, dass das bei mir nie funktionieren wird.

      Ich habe dann seit der Schwangerschaft viele Jahre gar keinen Alkohol getrunken und heutzutage kann ich tatsächlich mal auf einer Feier o.ä. ein "Genuss"gläschen trinken. Mach ich nicht immer, aber hin und wieder.

      Dein Mann muss in die Abstinenz gehen, sonst wird das nichts.

    • Dein Mann ist höchstwahrscheinlich (m.M.n.) Alkoholiker. Und zwar der Epsilon-Typ (oder auch Quartalstrinker). Kannst Du Dir anhand der Begrifflichkeiten also jetzt googlen und schauen, ob das auf ihn zutrifft.

      Da er die Kontrolle verlieren wird, wenn er auf dem Fest ist, solltest Du Dir an diesem Tag einen Plan B überlegen und jemanden informieren, der Dir im Notfall bei der Entbindung beisteht. Gibt es da jemanden? Die Person sollte für Dich erreichbar sein, falls Du Hilfe brauchst und Dich im Zweifelsfall über ein Auto verfügen, um Dich ins KKH zu fahren.

      Und schäm Dich nicht, zu erklären, warum Du diese Unterstützung brauchst. Vertuschung des Alkoholproblems Deines Mannes wird nur dazu führen, dass er sich beruhigt in die Sucht fallen lassen kann. Kommuniziere auch ihm, dass Du Dir einen Plan B zurecht legst, wenn Du viel Glück hast (daran glaube ich allerdings erst einmal nicht) wird er doch vernünftig sein.

      • (8) 02.11.13 - 20:18
        Meine Vermutung

        Nach der Beschreibung hätte ich den Mann eher als Beta-Trinker eingeordnet.

        *Beta-Trinker (Gelegenheitstrinker) trinken unter der Übernahme gesellschaftlicher Konsummuster (z.B. auf Feiern jeglicher Art). Obwohl Beta-Trinker weder psychisch noch physisch süchtig sind, sind sie leicht zum Konsum zu verleiten und schädigen durch unverantwortliches Handeln ihre Gesundheit. Beta-Trinker sind suchtgefährdet.*

        • Ja, das hätte gut sein können. Der springende Punkt für mich ist aber, dass der Mann der TE wohl bereits stark abhängig ist und kein Maßhalten kennt, wenn er einmal angefangen hat. Der Beta-Trinker kann ohne Weiteres nach zwei Bier aufhören, setzt nur stärker nach, wenn er sich gehen lassen kann.

          Der Mann der TE scheint sich da nicht im Geringsten mehr im Griff zu haben, er kann eben NICHT nach einem Bier aufhören, sondern trinkt exzessiv bis zum Rauschzustand.
          Könnte dann eher noch der Gamma-Typ sein.

          Wobei es echt wurscht ist, welchem Typ er jetzt genau entspricht, das Problem für die TE besteht ja darin, dass er kein zuverlässiger Entbindungspartner mehr ist, da sie damit rechnen muss, dass er im entscheidenden Moment sturzbetrunken ist.

    (10) 02.11.13 - 20:31

    Kenne ich von meinem Mann leider auch, allerdings zum Glück nicht mehr! Das war in der Vergangenheit so oft der fall:( war ne üble zeit die ich nicht mehr erleben möchte! Er muss eine Therapie machen und einsehen das er ein Problem mit dem Alk hat!

    (11) 02.11.13 - 20:35

    Erstmal Danke für die schnellen Antworten.

    Ich muss sagen, dass ich nicht erwartet habe, dass die Antworten so ähnlich und so eindeutig ausfallen.
    Ich fühle mich gerade so unendlich leer und mir laufen einfach nur die Tränen, weil es so unwirklich ist....einerseits ist er mein Traummann und andererseits steht da sowas Riesiges zwischen uns.

    Das tut unendlich weh.

    Alkohol macht so viel kaputt, ich weiß nicht, wie oft ich das noch im Leben erfahren muss.

    Will mit ihm reden, aber gerade bin ich wie gelähmt...er liegt nur ein paar Meter weiter im Wohnzimmer, er hat sich den ganzen Tag nicht von der Couch wegbewegt. Und er hat kaum ein Wort gesagt. Er kann mich kaum ansehen und ich kann ihn nicht anschauen.

    Ich glaube, er weiß, dass ich enttäuscht bin. Ich habe auch oft das Gefühl, er ist es selbst, wenn wieder so etwas passiert ist.

    (12) 02.11.13 - 20:43

    Hi,

    naja, es kommt auch wohl drauf an, was er trinkt, um sich in zwei Stunden abzuschießen....ich kenne Männer, die sind nach 4 Bierchen fertig, andere trinken extrem viel harte Sachen.

    war dass schon immer? warum hat es dich bis dato nicht gestört?
    Und die wenigsten Frauen gebähren im Taxi.

    Dann vermeidet halt Feste etc. und somit wird er keine Gelegenheit haben zu trinken....kannst ja Wehwechen antäuschen.

    Schon mal daran gedacht, das er Probleme ertränken will.

    lisa

    • (13) 02.11.13 - 20:52

      Hallo,

      er verträgt schon sehr viel.
      Meistens sind es einfach zu viele Schnäpse in zu kurzer Zeit.

      Es hat mich gestört, aber ich war mir einfach unsicher, ob ich nicht vielleicht zu streng bin. Alkohol ist nämlich allgemein nicht mein Lieblingsthema.

      Die guten Dinge überwiegten.

      Aber nun sehe ich, dass er mich im Ernstfall allein gelassen hätte, denn so wäre er garantiert nicht mit in den Kreissaal gekommen.

      Das verschlimmert für mich noch einmal die Situation.

      Und ja, habe ihn schon oft gefragt, ob es etwas gibt, was ihn belastet. Aber das hat er mehrfach verneint. Unsere Beziehung läuft so auch sehr gut. Wir helfen einander und wirklich große Probleme haben wir zurzeit nicht. Bis auf dieses.

      Generell wirkt er zufrieden und glücklich.

      LG

Ja ich denke auch, dass Dein Mann ein Alkoholproblem hat. Er schafft es nicht, mal eine Zeitlang darauf zu verzichten und das ist auf jeden Fall höchstbedenklich.

Ich finde es nicht normal, sich im Zustand der letzten Phase der Schwangerschaft der Frau zu betrinken und kann Deine Sorgen gut nachvollziehen.

Ich würde ihm Deine Sorgen nochmal mitteilen und ihn bitten, doch mal einen Selbsttest zu machen. Schafft er es, 1 Monat gar nichts zu trinken?! Auch mit einem kleinen Säugling zu Hause und vielleicht noch Familienbett geht es sowieso nicht mehr, dass er trinkt...

Gutes Durchhalten!
Steffi

(15) 02.11.13 - 22:53

Also,

meine Mutter war hochgradige Alkoholikerin und ist letztendlich daran sehr früh gestorben, daher gehe ich schon sehr sorgfältig mit dem Thema um.

Allerdings bin ich vorsichtig damit jeden, der "mal" nicht Maß halten kann direkt als Alkoholiker abzustempeln.

Seine Grenzen nicht zu kennen, ist bedenklich, also ist er wohl sicher "alkoholgefährdet",
aber noch kein Alkoholiker.

Es kommt auch darauf an, wie alt ihr seid. Wenn ihr noch jung seid, und er mit seinen Kumpels um die Häuser zieht, wird er wohl zu deiner Beruhigung meinen, dass er nur ein paar Bierchen trinken möchte... und dann zieht er mit.... ich denke, jeder hat sowas schon mal mitgemacht.

Was ich auch schon mitbekommen habe ist, dass Männer auch eine Art Torschlusspanik durchlaufen. Gerade kurz vor der Geburt. Und dann erst recht Gas geben, weil ihnen eben auch bewusst ist, dass nach der Geburt alles anders ist.

Also gebe ich dir nur den Rat, ihn nicht direkt als Alkoholiker (Säufer) abzustempeln oder gar an den Pranger zu stellen sondern nur zu sagen, dass er sich bewusst werden muss, dass er zur Geburt und auch danach für das Baby klar sein muss.

Sprich ihn direkt auf deine Ängste an, dass du Angst hast, dass er im entscheidenden Moment nicht für dich da ist. Aber mach ihn nicht sofort zum Alkoholiker.....

(16) 03.11.13 - 01:56

Hi,
ggf. schau mal unter dem Stichwort "Willenskraft" oder "Stärkung der Willenskraft" nach, vielleicht trifft ja das zu.
LG
ficus

(17) 03.11.13 - 02:28

Hallo,

ich glaube du wirst hier ziemlich bekloppt gemacht.
Er trinkt nicht unter der Woche und wenn man feiern geht warum nicht?
Hat er dich schon mal verprügelt? Betrogen? Wird er generell aggressiv?

Sind den bei Euch jedes Wochenenden Feiern wo er was trinkt oder ehr ab und zu mal?
Weiss nicht, würde da echt den Ball flach halten.
Kann verstehen das du dir wegen der Geburt Sorgen machst, aber wie hier schon genannt überlege dir ein Plan B: Ich finde den sollte man so oder so haben...

Mein Vater unterstützt die Guttempl
er Gemeinschaft( Verein für alkohofreies Leben) und arbeitet dort
als Suchthelfer.Dein Mann hat ganz klar ein Suchtproblem, nachdem ich ihm die Situation geschildert habe.Rede ganz deutlich mit deinem Mann, dass er Hilfe braucht.Sollte er nochmal betrunken nach Hause kommen, lässt du ihn nicht rein und auch sonst fährst du ab sofort die harte Schiene.Er muss spüren, dass jetzt Schluss ist! Du machst dich

sonst zur Co-Alkoholiker!Ab zur Beratungsstelle!

(19) 03.11.13 - 09:00

Rede mit ihm und versuche herauszufinden, ob die Hemmschwelle bei ihm zwischen (vorgenommen) 1-2 Bier trinken und sich am Ende wiederholt abschießen darin begründet ist, dass er es GENERELL nicht im Griff hat an so einem Abend oder ob es daran liegt, dass die Hemmschwelle nach den 1-2 Bier sinkt und er es DANN nicht mehr abstellen kann.

Wenn letzteres der Fall ist, würde ich von ihm klipp und klar verlangen, bis zur Geburt des Kindes auch auf seine 1-2 Bier bei Feiern etc. zu verzichten und wirklich NICHTS zu trinken. Frag ihn, ob er gern die Geburt seines Kindes im Rausch verschlafen möchte und dass du dann einen Taxifahrer im Kreißsaal an deiner Seite hast statt des eigenen Mannes, wie er das dann später seinem Kind erklären möchte, wenn es fragt, wo ER bei der Geburt war (und das fragen die irgendwann!) Vielleicht weckt ihn das ja mal auf.

Ansonsten weiß nicht nicht, wie ist er denn drauf, wenn er angetrunken ist, würde er sich von dir gefallen lassen in dem Moment, dass DU dann sagst "Jetzt reicht es, bitte trink nichts mehr!", oder lässt er sich dann da nicht reinreden und säuft einfach weiter, womöglich noch stänkerisch, wenn du was sagst? Mein Mann trinkt auch gern was bei Feiern etc., er merkt dann auch manchmal nicht, wenn er schon genug hat, aber er ist mir dann auch immer dankbar, wenn ICH was sage, BEVOR er sich komplett abschießt, und hört dann auch auf mich. Wir haben das mal abgemacht, dass ich ihm dann ein kleines Signal gebe, dass außer ihm und mir keiner der Anwesenden versteht, und dass er dann weiß, OK, jetzt reicht es scheinbar, und erst Mal auf Antialkoholisches umschwenkt dann. Aber das lässt sich nicht jeder Mann "gefallen", mein Ex war z.B. auch ein Alki, und der ging regelmäßig an die Decke, wenn ich über seine Trinkerei meckerte (was ein untrügerliches Zeichen für Sucht ist, denn die wollen das nicht hören, dass genug ist und ihnen jemand das verbieten will).

Rede einfach mit ihm, wenn er nüchtern ist und bitte ihn um Solidarität dem Kind zuliebe, immerhin darfst du momentan auch null und nichts trinken, und er hat auch eine Verantwortung, fahrbereit zu sein, wenn was ist! Vielleicht kapiert er es ja, wenn er sich der Verantwortung bewusst ist, die er trägt gerade für dich und das Kind.

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