Wenn Männer nicht weinen dürfen...

    • (1) 08.11.13 - 09:18
      EmanzeHoch10

      weil weinen eine unverzeihliche Schwäche zeigt, dann sind Frauen schwach, weil weinen typisch weiblich ist. Und Schwäche ist nichts, was in userer Gesellschaft einen Menschen aufwertet. Im Gegenteil.

      Liebe Frauen,

      bitte beschwert euch nicht mehr, wenn eure Männer fremdgehen, sich nicht um die Kinder kümmern, ihre ganze Freizeit beim Fussball verbrigen, zu viel Bier trinken und ständig Sex wollen und zwar ohne Vorspiel.

      Das sind alles männliche Attribute, sie zeigen körperliche Stärke im Wettkammpf mit anderen Männern, emotionale Unabhängigkeit und das ur-männliche Bestreben, die eigenen Gene so breit wie möglich zu verstreuen.

      Freut euch, so einen wolltet ihr doch immer haben, das ist der über-männliche Mann.

      Aber eigentlich ist es es ja auch egal, denn ihr seht ja selbst ein, dass ihr minderwertig seid. Kinder bekommen und dem Mann den Rücken stärken, das ist euere Aufgabe. Und bitte bleibt dabei.

      Denn wenn ihr mal mit der Faust auf den Tisch hauen würdet, Entscheidungen treffen und euch und eure Meinung in der Vordergrund stellen würden - dann seid ihr keine richtigen Frauen mehr und das wäre doch wirklich schade, denn Männer wollen solche femininen Frauen und wir wolles es ihnen ja Recht machen, oder?

      Überlasst das Denken und Entscheiden den Männern und guckt euch mit euren Freundinnen ein paar Schnulzen an. Taschentücher nicht vergessen!

      • hmm... Schade.

        In dem anderen Thread fand ich Deine Antwort richtig intelligent und clever.

        Das hier macht leider gerade alles wieder zunichte.

        Zur Gleichberechtigung gehört auch, dass man akzeptiert, wenn sich Geschlechtsgenossinnen in ein anderes Rollenbild fügen.
        Denn die Toleranz, die einem bei Männern mit Tränen im Gesicht gut zu Gesicht steht sollte nicht halt machen, vor Frauen die eine vermeintliche Shcwäche zeigen...

        Von daher bin ich der Meinung, dass Du Dir mit der Eröffnung dieses Threads nicht wirklich einen Gefallen getan hast. :-(

        • (3) 08.11.13 - 09:36

          Hallo,

          intelligent und clever kommt später. Leider werden längere Beiträge, von den meisten nicht vollständig gelesen und es kommt ein Erklärungswirrwarr zustande.

          http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4323111-neuer-freund-weint-staendig/27876734

          <<Zur Gleichberechtigung gehört auch, dass man akzeptiert, wenn sich Geschlechtsgenossinnen in ein anderes Rollenbild fügen.>>

          Genau das ist der Punkt, an dem wir stehen. Wenn Frauen und Männer sich ihrem klassischen Rollenbild entsprechend verhalten, wird das problemlos akzeptiert.

          Die Akzeptanz der Gesellschaft hört aber auf, wenn sich Frauen oder Männer sich einem anderen oder sogar gegengeschlechtlichen Rollenbild entsprechend Verhalten.

          Ein Mann, der sich wie eine Frau benimmt oder eine Frau, die sich wie ein Mann benimmt - das ist kein akzeptiertes Verhalten und wertet die entsprechende Person dementsprechend ab.

          Der Punkt ist: Frauen können nicht einfordern, die gleichen Möglichkeiten wie Männer zu haben, wenn sie den Männern nicht zugestehen, gesellschaftlich weibliche Verhaltensmuster zu zeigen.

          Und auch i nder Männerwelt muss ein Umdenken stattfinden, wie soll man als Mann für die Emanzipation der Frau zu gewinnen sein, wenn man befürchten muss, dass die einzige Rolle, in der man selbst gesellschaftlich akzeptiert ist, dann komplett wegfällt?

          Bei solchen Posts erwarte ich keine Zustimmung, ich schreibe extra so, dass die Menschen das Gefühl haben, kritisieren zu müssen, damit sie anfangen nachzudenken.

          Gerne lasse ich mich im Anschluss auf Gespräche ein, die das Thema auf einer sachlichen Ebene vertiefen und analysieren.

          Dieser post ist vergleichbar mit dem Bild einer Raucherlunge auf Zigarettenpackungen - er generiert Aufmerksamkeit.

          Erst wenn man die hat, kann man anfangen mit Fakten und These zu argumentieren.

      Mein Freund ist auch sensibel und lehnt körperliche Gewalt ab, ich liebe ihn so wie er ist und weil er so ist. Mein Freund - mein Ein und Alles.

      Und ich stehe dazu #verliebt

      (6) 08.11.13 - 09:27

      ich bin 47 und somit vermutlich älter und vor allem reifer als du.
      ich kenne nicht einen einzigen mann der das möchte was du da schreibst und auch nicht deine angeblichen ansichten teilt.

      ich glaube du willst sowieso nur provozieren und wenn nicht...oh man(n)...wie peinlich von dir #winke

      • (7) 08.11.13 - 09:45

        Das ist auch so ein Thema; ein Mensch hat nicht automatisch Recht, nur weil er oder sie ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat.

        <<ich kenne nicht einen einzigen mann der das möchte was du da schreibst und auch nicht deine angeblichen ansichten teilt.>>

        Natürlich ist der von mir beschriebene männliche Mann eine Verallgemeinerung - ein Klischeebild, in dem die Thematik komprimiert dargestellt wird.

        Genau diese beschriebene Attribute sind aber die, die auch hier im Forum an Männern sehr häufig kritisiert werden - und gerade in typisch männlich / typisch weiblich Diskussionen, in denen zu gerne das Verhalten unserer steinzeitlichen Vofahren zur Erklärung hinzugezogen werden, direkt auf ebendieses Verhalten bezogen erklärt werden.

        Um meinen Post richtig zu verstehen, muss man ihn abstrahieren und eine mental transferieren.

        Aber es kann anscheinen hier anscheinend nicht platt genug sein.

        Und nein, ich möchte nicht nur provozieren.

        Für mich ist die Emanzipation ein wichtiges Thema.

        • (8) 11.11.13 - 09:48

          na, dann mache ich es doch mal richtig platt....ich kenne dieses gelaber bzw. die diskussionen über emanzipation ohne ende und nehme gerne daran teil, nur nicht auf diese art wie du sie betreibst, das ist mir zu affig hinterfragend und das liegt nicht an deinen kleinen süßen fremdwörtern ;-)
          ich mag es generell nicht wenn menschen sich so geben, denen fehlt etwas wesentliches...hmm...was war das nur......?plattheit?...grins...neiiiin #schein ...die kompatibilität zwischen hirn und herz ohne passive aggressivität #kuss

          aber wem interessierst ;-) #winke

    ich habe dir gestern schon geschrieben, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Das hast du aber wohl nicht verstanden. #augen

    • (10) 08.11.13 - 09:48

      Hallo,

      es geht nicht darum, was es für mich gibt.

      Es geht mir darum, Extrembeispiele zu bringen, sodass erst einmal alle Optionen richtig identifiziert werden können.

      Du hast völlig Recht, es gibt nicht nur schwarz und weiß - Mir geht es darum, dass Grautöne, Neonfarben und Farbwechsel akzeptiert werden müssen, um am Bild zu bleiben.

      (Das ist eine Metahpher)

      • Also was wünscht du dir genau? Um es mal überspitzt auszudrücken? Völlige Gleichheit?

        Wenn man zwei menschen nebeneinanderstellen würde, einen Mann und eine Frau, sollen sie völlig gleich sein? Vom Aussehen, von den Fähigkeiten, vom Verhalten? Also eine androgyne Rasse?

        So dass man garnicht mehr erkennt ob ich einen Mann oder eine Frau vor mir habe? Weder vom Aussehen noch vom Verhalten?

        Ich finde es erschreckend. Nenn mich konservativ, aber ich möchte nicht androgyn sein. Ich finde es gut, dass es Unterscheide gibt, die Natur wollte zwei Geschlechter, sonst hätte sie alle geschlechterlos gemacht, wie es auch einige Lebewesen auf der Welt gibt. Das ist sooo langweilig.

        Ich für mich bin gerne Frau, ich möchte nicht alles machen und können was ein Mann macht. Klar, ich kenne auch Frauen die Männerberufe haben, aber die sind sowas von weiblich, das sind keine "Mannweiber".
        Klar soll jeder die Möglichkeit haben zu leben wie er möchte, aber warum verteufelst du die Frauen, die z.B sehr weiblich sind, vom Aussehen und vom Verhalten? Was ist so schlimm daran typisch Frau zu sein, weiblicher Körper, weibliches Aussehen, Verhalten?

        Wenn das eine Frau für sich entscheidet ist es doch auch toll, oder sprichst du ihr das Recht ab? Muss sie dann akzeptieren als Püppchen behandelt zu werden und als Heimchen am Herd zu enden? Warum? Warum muss sie dann akzeptieren, dass ihr Mann sie betrügt? Nur weil sie einfach weiblich ist und sich wohl fühlt?

        Genauso wie Frauen die in Männerdomänen vordringen wollen akzeptiert werden wollen, müssen sie auch Frauen akzeptieren, die das nicht wollen.

        • (12) 08.11.13 - 10:15

          Hallo,

          ich habe das gerade schon einmal skizzier und kopiere es einfach ma:

          <<Worauf willst Du hinaus? >>

          Das ist eine seht gute Frage. #danke

          Ich möchte in erster Linie erreichen, dass sich mehr Menschen Gedanken darum machen, wie und wodurch Rollenbilder in der Gesellschaft konstruiert werden und wie sehr wir alle diesen entsprechen.

          Damit meine ich sowohl traditionelle Überlieferungen, als auch das mediale Bild von Rollenklischees und das ewige Streitthema der im Erbgut festgelegten Informationen.

          Erst, wenn man Alternativen kennt und Möglichkeiten durchgespielt hat, kann man sich wirklich aufgeklärt entscheiden, was man möchte und es muss aufhören, dass Menschen als minderwertig betrachtet werden, die sich nicht in dieses Rollenbild fügen.

          Dabei muss man ganz klar sehen, dass eine Frau, die den typisch femininen Attibuten nicht entspricht, mit GLück noch als eine Art Amazone gesehen werden kann, während ein Mann, der nicht den typischen männlichen Attributen entspricht oder sich vielleicht sogar gesellschaftlich femininen Attributen zugehörig fühlt, schlicht als Looser angesehen wird, als kein richtiger Mann und damit als minderwertiger Mensch.

          Außerdem geht es mir darum, und hier mal ich schwarz weiß, um die krassen Extremwerte aufzuzeigen, das Muster "männlich = stark und rational = Anführer" und "weiblich = schwach und emotional = Untergeordnet" aufzubrechen.

          Bei Ausführungen dazu muss ich mich generell entscheiden - gehe ich ins Detail und versuche ich langwierig und anhand von Beispielen aus der Wiklichkeit zu argumentieren, oder konstruiere ich ein überspitzes Rollenbild, dass alle Eventualitäten in sich vereint?

          Jede Vorgehensweise hat ihre Vor- und Nachteile; ich entscheide mich tendenziell in Foren aber für die letztere, da sich eine Identifikation der Leser mit dem Thema so leichter ist und ein Beitrag der in einem Forum gängigen Länge angepasst sein kann.

          Bei Fachvorträgen oder Artikeln entscheide ich mich selbstverständlich für die erste Variante, allerdings kann ich da auch ein Vorwissen der Leser und ein generelles Interesse an der Thematik vorraussetzen.

          Mir geht es hier nicht darum, gemocht zu werden oder Sternchen zu bekommen, sondern darum Aufmerksamkeit für das Thema 'aktueller Stand der Emazipation' zu generieren und den einen oder anderen (ich nutze übrigens das generische Maskulinum) dazu zu bringen, das eigene Verhalten und vor allem die Faktoren, die dieses Verhalten bedingen, zu reflektieren.

          Es geht mir nicht darum, dass Frauen und Männer die klassischen Rollen tauschen, sondern darum, dass die Rollenvorstellungen an sich aufgebrochen werden und der Mensch wirklich frei ist, seine eigene Rolle finden zu können, ohne Angst vor Diskriminierung oder Abwertung haben zu müssen.

          • Aber du diskriminierst doch auch. Nämlich alle, die sich für ein traditionelles Bild der Geschlechter entscheiden.

            Wenn ich nämlich sage, ich will eine weibliche Frau sein, vom Aussehen, vom Verhalten, vom Fühlen. Und ich will einen männlichen Mann, der nunmal nicht weint bei jeder Kleinigkeit, dann darf ich mir doch von dir anhören, dass ich dann auch damit leben muss als Heimchen am Herd zu enden und betrogen zu werden weil er ganz archaisch seinen Samen überall verteilen will #augen
            Das ist doch auch diskriminierrend.

            Ich möchte nunmal keinen Kurzhaar Schnitt haben und so lange in die Muckibude gehen, bis ich mein Sofa alleine in die 5 Etage hochschleppen kann.

            Trotzdem habe ich nichts dagegen wenn das eine Frau macht. Aber die Toleranz soll eben auch in die andere Richtung gehen und nicht jemanden wie mich als Püppchen bezeichnen oder als völlig veraltetes Rollenmodell #aerger
            Aber wenn du nur mal zum Nachdenken anregen willst, finde ich es ok #cool

            • (14) 08.11.13 - 10:48

              <<Aber du diskriminierst doch auch. Nämlich alle, die sich für ein traditionelles Bild der Geschlechter entscheiden.>>

              Nein. Das verstehst du falsch und es geht vordergründig nicht um Diskriminiernung einzelner Personen, sondern um das Überdenken und Aufbrechen abstrakter Rollenbilder.

              <<Wenn ich nämlich sage, ich will eine weibliche Frau sein, vom Aussehen, vom Verhalten, vom Fühlen.>>

              <<Ich möchte nunmal keinen Kurzhaar Schnitt haben und so lange in die Muckibude gehen, bis ich mein Sofa alleine in die 5 Etage hochschleppen kann.>>

              Und das ist völlig ok, solange du diese Entscheidung frei treffen konntest und dich nicht nur so verhältst, weil das von dir erwartet wird. Solange du diese Entscheidung reflektiert getroffen hast und dir darüber im Klaren bist, dass es auch andere Möglichkeiten gibt und andere Entscheidungen tolerierst.

              Alerdings stört mich der Terminus "eine weibliche Frau" in diesem Zusammenhang. "Eine Frau, die sich dem traditionell weiblichen Rollebild entsprechend verhält" wäre richtiger.

              Andernfalls ist wieder genau das impliziert, wogegen ich mich ausspreche, nämlich das eine Frau nicht weiblich ist, wenn sie sich anders verhält.

              Genauso auch in Bezug auf Männer; So lange ich als Mann Angst haben muss, eine ein Verhalten, dass traditionell als weiblich angesehen wird, mich zu einem minderwertigen Mann in der Gesellschaft macht, werde ich mich nicht so verhalten und zwar aus Angst vor den Konsequenzen und nicht aus freiem Willen.

              Und genauso lange ist eine emanzipierte Frau, die für sich beansprucht, sowohl traditionell männliche als auch traditionell weibliche Attribute in ihrem Verhalten vereinen zu dürfen, mein klares Feindbild ; denn sie nimmt mir als Mann meine Daseinsberechtigung.

              <<Und ich will einen männlichen Mann, der nunmal nicht weint bei jeder Kleinigkeit, dann darf ich mir doch von dir anhören, dass ich dann auch damit leben muss als Heimchen am Herd zu enden und betrogen zu werden weil er ganz archaisch seinen Samen überall verteilen will >>

              Das ist ein interessanter Punkt und ich möchte dazu kurz etwas erläutern.

              Im Laufe der Menschheitsgeschichte sind Rollenbilder klar definiert worden, sowohl für die Frau als auch für den Mann. Gerne wird damit argumentiert, dass diese Rollenbilder das natürlichen, genetisch festgelegte Verhalten des Menschen wiederspiegeln, da sie in der Steinzeit Vorteile in der natürlichen Selektion gebracht haben. Dabei wird leider außer Acht gelassen, dass wir eine gesellschaftliche Evolution durchgemacht haben, in der diese Rollenverteilungen nicht mehr zum Überleben der Menschheit notwendig sind, sondern, im Gegenteil, eine Weiterentwicklung blockieren.

              Weiterhin möchte ich auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass es mir um abstrakte Rollenbilder geht und nicht um die einzelne Person (auf die diese Überlegungen natürlichz runterbebrochen werden können, aber noch nicht hier).

              Es geht nicht darum, was du für einen Mann möchtest, sondern darum, dass jeder Mann egal ob er "bei jeder Kleinigkeit weint" oder nicht, einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft haben können muss.

              Und weiterhin geht es darum, wenn ich die traditionellen Rollenbilder nicht aufbrechen möchte, dann muss ich sie gänzlich hinnehmen. Dann muss ich akzeptieren, dass ein gesellschaftlich akzeptieres männliches Verhalten auch Muster einschließt, die für mich, als traditionelle Frau, nachteilig sind.

              • <<Und genauso lange ist eine emanzipierte Frau, die für sich beansprucht, sowohl traditionell männliche als auch traditionell weibliche Attribute in ihrem Verhalten vereinen zu dürfen, mein klares Feindbild ; denn sie nimmt mir als Mann meine Daseinsberechtigung.>>

                Nenne doch ein Beispiel bitte, damit ich weiß, wie Du das meinst.

                • (16) 08.11.13 - 11:07

                  Hallo,

                  es muss "ein klares Feindbild" heißen. Ich bin auch kein Mann.

                  Wie ich bereits erwähnt habe, geht es darum, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen. Und Männer werden logischerweise nur dann mitziehen, wenn sie ihre Rolle selbst definieren dürfen, ohne gesellschaftlich als Verlierer dazustehen.

            >>>Wenn ich nämlich sage, ich will eine weibliche Frau sein, vom Aussehen, vom Verhalten, vom Fühlen. Und ich will einen männlichen Mann, der nunmal nicht weint bei jeder Kleinigkeit, dann darf ich mir doch von dir anhören, dass ich dann auch damit leben muss als Heimchen am Herd zu enden und betrogen zu werden weil er ganz archaisch seinen Samen überall verteilen will #augen
            Das ist doch auch diskriminierrend.

            Ich möchte nunmal keinen Kurzhaar Schnitt haben und so lange in die Muckibude gehen, bis ich mein Sofa alleine in die 5 Etage hochschleppen kann.<<<

            Ich bin auch nicht ganz glücklich mit der Wortwahl "weibliche Frau" und "männlicher Mann". Eine Frau ist per definitionem weiblich, ein Mann männlich. Egal, ob sie einen Kurzhaarschnitt hat oder er bei "Grüne Tomaten" weint.
            Die Sache ist: Wenn du einen "dem klischeehaften Bild von Männlichkeit entsprechenden Partner" haben willst, dann bedeutet das auch, dass du die dementsprechende Rollenverteilung übernimmst. Die Bilder haben sich ja nicht im luftleeren Raum entwickelt. Der Mann ist "hart, aggressiv, zäh", weil er "draußen" zurechtkommen muss. Heißt, "draußen" ist für dich als "traditionelle Frau" nicht dein Aufgabenbereich, dafür bist du nämlich nicht geschaffen. Dein Bereich ist drinnen. Wo du das eigene Heim mit Deko, Nahrung und weiblich-mütterlicher Zärtlichkeit erhellst. In dem Moment, wo du sagst, dass du ganz gut "draußen" zurecht kommst, gibt du dir selbst "männliche" Attribute: Unabhängigkeit, Selbständigkeit. In dem Moment, wo dein Freund mal kocht, nimmt er sich "weibliche" Attribute: mit Nahrung versorgen, pflegen, häusliche Tätigkeiten. Also das, was du doch eigentlich ablehnst.

            Die Sache ist: Die allermeisten Menschen bewegen sich zwischen diesen Attributen, die weder männlich noch weiblich, sondern schlicht menschlich sind. Aber offenbar gibt es immer noch Tabuzonen, wie das Weinen für Männer - obgleich das ihnen ebenso inhärent ist wie jeder Frau. Wir alle werden mit Tränendrüsen geboren.

            Nur, weil du für dich selber sorgen kannst, heißt das nicht, dass du äußerlich vermännlichst. In den wichtigsten Alltagsdigen NICHT auf Hilfe angewiesen zu sein, finde ich für Männer und Frauen gleichermaßen wichtig. Das Sofa 5 Etagen hochzuschleppen, wird auch für die meisten Männer ein Problem sein. Zusammen ein Sofa 2 Etagen hochzuschleppen, können aber Männer wie Frauen. Genauso wie 'nen Reifen wechseln. Dafür braucht man keinen Kurzhaarschnitt, sondern nur 2 gesunde Hände (und eventuell eine Anleitung). Das fällt unter "lebenspraktische Kompetenzen". Und für solche (=die allermeisten) Dinge besitzen auch Frauen genug Körperkraft.

        >>Mir geht es hier nicht darum, gemocht zu werden oder Sternchen zu bekommen<<

        Pech, von mir bekommste eins. Schwester. ;-)

Thema verfehlt. Schade drum.

  • (21) 08.11.13 - 09:48

    Ich habe das Thema eröffnet, wie kann ich es verfehlt haben?

    • Aufgrund Deines schwarzen nicks, den Du in einem anderen Thread schon verwendet hast, meinte ich, Du beziehst Dich auf den Post. Ok, falsch gedacht.

      Mir geht's um Deine schwarz-weiß Argumentation.
      Mir ist schon klar, dass Du damit provozieren willst.

      Worauf willst Du hinaus?

      • (23) 08.11.13 - 10:13

        <<Worauf willst Du hinaus? >>

        Das ist eine seht gute Frage. #danke

        Ich möchte in erster Linie erreichen, dass sich mehr Menschen Gedanken darum machen, wie und wodurch Rollenbilder in der Gesellschaft konstruiert werden und wie sehr wir alle diesen entsprechen.

        Damit meine ich sowohl traditionelle Überlieferungen, als auch das mediale Bild von Rollenklischees und das ewige Streitthema der im Erbgut festgelegten Informationen.

        Erst, wenn man Alternativen kennt und Möglichkeiten durchgespielt hat, kann man sich wirklich aufgeklärt entscheiden, was man möchte und es muss aufhören, dass Menschen als minderwertig betrachtet werden, die sich nicht in dieses Rollenbild fügen.

        Dabei muss man ganz klar sehen, dass eine Frau, die den typisch femininen Attibuten nicht entspricht, mit GLück noch als eine Art Amazone gesehen werden kann, während ein Mann, der nicht den typischen männlichen Attributen entspricht oder sich vielleicht sogar gesellschaftlich femininen Attributen zugehörig fühlt, schlicht als Looser angesehen wird, als kein richtiger Mann und damit als minderwertiger Mensch.

        Außerdem geht es mir darum, und hier mal ich schwarz weiß, um die krassen Extremwerte aufzuzeigen, das Muster "männlich = stark und rational = Anführer" und "weiblich = schwach und emotional = Untergeordnet" aufzubrechen.

        Bei Ausführungen dazu muss ich mich generell entscheiden - gehe ich ins Detail und versuche ich langwierig und anhand von Beispielen aus der Wiklichkeit zu argumentieren, oder konstruiere ich ein überspitzes Rollenbild, dass alle Eventualitäten in sich vereint?

        Jede Vorgehensweise hat ihre Vor- und Nachteile; ich entscheide mich tendenziell in Foren aber für die letztere, da sich eine Identifikation der Leser mit dem Thema so leichter ist und ein Beitrag der in einem Forum gängigen Länge angepasst sein kann.

        Bei Fachvorträgen oder Artikeln entscheide ich mich selbstverständlich für die erste Variante, allerdings kann ich da auch ein Vorwissen der Leser und ein generelles Interesse an der Thematik vorraussetzen.

        Mir geht es hier nicht darum, gemocht zu werden oder Sternchen zu bekommen, sondern darum Aufmerksamkeit für das Thema 'aktueller Stand der Emazipation' zu generieren und den einen oder anderen (ich nutze übrigens das generische Maskulinum) dazu zu bringen, das eigene Verhalten und vor allem die Faktoren, die dieses Verhalten bedingen, zu reflektieren.

        Es geht mir nicht darum, dass Frauen und Männer die klassischen Rollen tauschen, sondern darum, dass die Rollenvorstellungen an sich aufgebrochen werden und der Mensch wirklich frei ist, seine eigene Rolle finden zu können, ohne Angst vor Diskriminierunf oder Abwertung haben zu müssen.

        • Dieses Thema ist derartig breit gefächert, und man kann es aus so vielen Blickwinkeln betrachten, dass der Zeitrahmen, den ich hier zur Verfügung habe, schlichtweg gesprengt werden würde.

          Wo fängt man an, wo hört man auf?

          • (25) 08.11.13 - 11:23

            Wo man aufhören muss, wen man überhaupt aufhören sollte, kann ich nicht sagen.

            Anfangen kann man damit, seine eigene Position im gesellschaftlich konstruierten Rollenmuster zu orten und zu reflektieren und sich die Frage zu stellen: Verhalte ich mich so, wie ich bin oder so, wie andere es erwarten.

            Ja, das wäre schön, wenn jeder das mal tun würde.

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