Tagebuch eines Rettungsversuches

    • (1) 11.11.13 - 07:14

      Hallo zusammen,

      vor längerer Zeit habe ich hier euren Rat gesucht und auch gefunden (http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4316578-betrogen-worden-will-es-nochmal-mit-ihr-versuchen-dreh-grad-durch/27814660).

      Kurz zusammengefasst meine Situation:

      Ich habe meine Freundin mit 19 kennengelernt, vor ihr gab es keine ersthaften Beziehungen. Sie hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, im positiven Sinne. Spontan, abenteuerlustig - das komplette Gegenteil von mir. Meine Traumfrau.

      Wir leben seit 19 Jahren zusammen, die Hälfte meines Lebens, haben nach mehreren gemeinsamen beruflichen Umzügen ein Haus und ein wunderbares Kind. Sie war immer für mich da und ich hätte mir nie träumen lassen dass es einmal anders sein könnte.

      Vor 3 Jahren dann der Schicksalsschlag: Sie wurde chronisch krank. Klinik, Reha, immer die Angst, wie es weitergeht. Ob es weiter geht.

      Ich bin beruflich oft unterwegs - Haushalt, Kind, Beruf hat sie auf eine Weise in den Griff bekommen, die ich immer bewundert habe. Und es ihr nie wirklich gesagt habe...

      Ich war nie ein Mann vieler Worte. In meiner Familie wurde nie viel über Gefühle geredet, man funktionierte. Und es kam wie es kommen musste: Das Reden und Zuhören schlief ein in unserer Beziehung. Es funktionierte ja weiterhin. Sie hat es immer wieder versucht, zu mir durchzudringen, aber zu Bequemlichkeit kam dann auch noch Sturheit bei mir. Und ein Job, in den ich mich immer wieder zurückgezogen hab, wenn es um Erfolgserlebnisse ging. Nach x Versuchen hat sie dann resigniert. Sich Freundinnen zum Reden gesucht, ja und dann...

      Vor 3 Jahren gab es da jemanden während ihrer Reha. Jemanden der zuhörte. Für sie da war. Der Zuhörer, der ich hätte sein sollen. Verheiratet und viel älter. Aus der lockeren Beziehung wurde mehr. Und mehr.
      Was habe ich getan? Weiter so gelebt wie vorher. Wenn sie mal für ein Wochenende zu einer Freundin reiste, habe ich mir eingeredet, dass sie einfach mal raus muss aus dieser ganzen Tretmühle aus Job, Haus und Kind. Ich war so blind!

      Er hat sich von seiner Frau scheiden lassen und ist bei seinen Eltern ausgezogen. Hat seine Hobbies aufgegeben für sie. Er will, dass sie zusammenziehen. 600 Kilometer weit weg. Das ist gefühlt bis zum Mond.

      Woher ich das weiß? Wir haben endlich miteinander geredet. Der große Knall, bei dem ich endlich aufgewacht bin. Alles was sich in 19 Jahren an Ungesagtem aufgestaut hat, liegt jetzt auf dem Tisch. Schmerzen, die mit nichts zu vergleichen sind was ich je erlebt habe. So als würde sich der ganze Müll aus 19 Jahren zu einer endlosen Mauer auftürmen, die einen erdrückt.

      Ihre Besuche bei ihm, dass sie miteinander geschlafen haben. So viel Schmerz. Wir sind uns auch körperlich fremd geworden.
      Ich weiß, dass sie aktuell vor der Entscheidung steht, mit wem sie ihr Leben weiter verbringen will, mit wem sie das Glück finden möchte, dass sie bei uns zu suchen aufgegeben hat.

      Hoffnungslos das Ganze also?

      Wir sind noch zusammen, leben immer noch in unserem gemeinsamen Haus. Sie ist ehrlich zu mir und leidet wie ich.

      Warum schreibe ich das Alles?

      Ich will und kann sie nicht aufgeben. Ich habe mich entschlossen um sie zu kämpfen, jeden Tag. Aber ich werde das nicht allein schaffen, so sehr ich es auch will. Da sind Tage so voller Verzweiflung und Leere...

      In diesem Forum finde ich täglich ähnliche Geschichten. Von tollen Frauen, die an ihren Männern verzweifeln, Herz und Kopf in Beziehungen stecken und sich daran aufreiben. Und natürlich auch umgekehrt...
      Vielleicht kann ich auf diese Weise denen Mut machen, die in einer ähnlichen Lage stecken und allein keinen Ausweg mehr sehen. Ich möchte dieses Forum gern als eine Art Tagebuch sehen, in dem ich meine Gedanken festhalten kann. Und sie mit denen teilen kann, die von ferne, mit dem Abstand, der mir fehlt, auf mein Leben schauen und bereit sind, Hilfe und Rat zu geben und anzunehmen.

      Ignoriert es einfach, wenn ihr es albern findet. Aber ich denke, es wird mir helfen und Kraft geben, mir die Dinge einfach von der Seele zu schreiben. Und ich hoffe auf euren Rat!

      Bis bald!

      • Hallo ,

        Wie möchtest du denn um deine Frau kämpfen ?

        Es wird ja nicht nur das miteinander REDEN gewesen sein was fehlte.

        Meine Erfahrung aus den letzten 16 Monaten

        Reden nutzt gar nichts , es ist definitiv ein Anfang

        Aber es muss sich auch etwas ändern , beide müssen diese Veränderung wollen .

        Der Alltagstrott ist nicht wirklich der Grund für eine Krise .

        Warum leider Deine Frau ?

        Welche Veränderung möchte sie ?

        Ich wünsch euch viel Glück

        Hallo!

        Nachdem sich viele Jahre Frust aufgestaut hat kann das sehr sehr schwer werden.

        Die erste Frage ist, ob Du wirklich bereit bist Dich und Dein Verhalten in eurer Beziehung dauerhaft zu ändern.

        Die zweite Frage: reicht das, um bei euch beiden halb vergessene Gefühle wieder aufleben zu lassen oder ist es zu spät?

        Kann und will ich mich ändern?

        Ich bin 38 Jahre alt. Oder jung? Das ich mich ändern muss, ist mir nur allzu klar. Und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich mit der aktuellen Situation, die mir den Boden unter den Füßen weggerissen hat, ein Schalter umgelegt hat.
        Ich war immer der "Schweiger", habe alles in mich hineingefressen. Plötzlich kann ich auf andere Leute zugehen. Ich bin offen und wieder neugierig auf das Leben. Als wenn man lange wie in Watte gepackt durch das Leben läuft.
        Und ich merke endlich, wie wichtig sie mir ist. Dass nichts im Leben selbstverständlich ist und man auch für die Liebe etwas tun muss. Ich schenke ihr Blumen, bombardiere sie auch mal mit SMS, versuche ihr die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdient.

        Sie sagt, das alles hätte ich früher nie getan und hat einfach Angst, dass es nach einer Weile wieder in den alten Trott zurückfällt. Dass jede Chance, jedes Einlassen auf mich irgendwann wieder in Enttäuschung mündet. Und dass das Leben letztendlich zu kurz ist für Gefühle, die nur wieder neue Schmerzen bedeuten.

        Ich will mich nicht verbiegen, bestimmte Charaktereigenschaften sind nun mal das, was mich ausmacht. Ich bin immer ausgleichend, suche Kompromisse. Sie hat ein Ziel und will es erreichen - oft unsachlich und stur. Wenn ich dann nicht mitziehe, unterstütze ich sie dann nicht? Ich kann da nicht aus meiner Haut.

        Manche Dinge zu verändern braucht Zeit. Ich fühle mich gerade, als hätte ich einen Vorschlaghammer zwischen die Hörner gekriegt. Der Spruch "Ich habe keine Tränen mehr" klingt platt, aber ich kann tatsächlich nach all den Schmerzen nicht mehr weinen.

        Ich bin gerade dabei mich zu verändern - Denn sie ist es wert.

        • Dann stellt sich nur noch die Frage, ob es bereits zu spät ist.

          Mein Exmann war dir nicht unähnlich. Ich habe geredet, er hat sich zurückgelehnt. Lief ja alles.
          Als bei mir dann alles zu spät war, dachte er, er könne mal anfangen, zu kämpfen.

          Nur, ICH war bereits viel weiter und hatte mich endgültig von ihm entfernt.
          Ich wünsche dir, dass euer Zug noch nicht abgefahren ist, aber die Möglichkeit besteht durchaus.

          "Ich bin gerade dabei mich zu verändern - Denn sie ist es wert."

          Deine Veränderung war sie auch schon vor langer Zeit wert, nur da hast du das nicht bemerkt - warum nicht?

          L G

          White

          • >>>Deine Veränderung war sie auch schon vor langer Zeit wert, nur da hast du das nicht bemerkt - warum nicht?<<<

            Es ist bequemer, Signale nicht ernst zu nehmen oder zu verdrängen, solange alles "gut läuft".
            Dann muss man sich mit nichts auseinandersetzen.

            Manche Vorgänge sind irreversibel, wenn das Ei einmal hatgekocht ist, kann man es stundenlang in kaltes Wasser legen, es wird nicht mehr weich.
            An dieser Stelle scheint der TE zu stehen.

            • Das sehe ich ganz ähnlich.

              Und wenn er das nicht erkennt, ist er immer noch genau so blind und stur wie zuvor.

              Aber: Ich kenne seine Beziehung nicht, ich kenne die Sichtweise der Frau nicht.

              Wenn der TE jedoch zuversichtlich davon ausgeht, dass nun doch noch alles gut wird, weil er sich ja jetzt anstrengt, kann er gehörig falsch liegen.
              Das ist bitter für jeden einzelnen Fall einer verlorenen Liebe, aber eben oftmals auch Tatsache.

              Manche Dinge werden zu spät erkannt und sind dann nicht mehr zu retten.

              • (8) 11.11.13 - 12:29

                Wenn es ganz schlimm läuft dann passiert ihm, dass er, weil er es gut meint und sich ändern will, seine Frau einengt, bedrängt und somit letztlich endgültig verscheucht.

          Willkommen im Club. Hier wird es einige davon geben.

      Nein verbiegen musst du dich nicht

      Das wäre nicht richtig

      Wenn ihr beide an der Beziehung arbeiten wollt wäre eine paarberatung sinnvoll.

      Was erwartet sie von dir ?
      Sie hat dich mit diesen Charaktereigenschaften geheiratet und ich nehme mal an aus liebe

      Wenn du sie noch nie mit liebe und Aufmerksamkeit überschüttet hast warum fehlt es ihr jetzt?

      Wenn sie dich mit einem anderen vergleicht und das als Ausgangspunkt für einen Neuanfang nimmt habt ihr schon verloren .

      Macht euch klar was euch in eurer Beziehung fehlt .
      Macht euch bewusst was eure Beziehung ausmacht .

      macht euch bewusst das zu einer funktionierenden Beziehung mindestens zwei gehören
      Wenn nur einer daran arbeitet und der andere einfach nur auf Input wartet wird das nix .

      Aber das sind meine Erfahrung ...

      LG

      Hallo.

      Was ich nur raten kann, konzentriere dich auf dich. Dir wird jetzt erst bewusst, was du mit deiner "Gleichgültigkeit" alles zerstört hast. Lass sie ziehen, sie wird ihren Entschluss gefasst haben. Sie hat Signale gesetzt, die du ignoriert hast. Warum sollte sie jetzt zurück, wo sie doch jetzt den Stein ins Rollen gebracht hat. Ich spreche als Frau in ihrer Situation (18 Jahre habe ich es mitgemacht). Ich würde nicht wieder zurück wollen, denn die schlechten Erinnerungen bleiben und sobald man einen Schritt zur Seite macht, ist die Angst da, wieder ins alte Muster zu fallen. Warum jetzt erst diese Aufmerksamkeit, weil man fallen gelassen wird. Steh alleine wieder auf und gehe deinen Weg. Damit könnte sich für dich auch wieder eine neue Tür öffnen.

      Alles Gute.

      LG

Guten Morgen!

Ich schreibe dir mal aus der Sicht einer Frau, die in einer (emotional) ähnlichen Situation ist wie deine Frau.

Seit einiger Zeit bin ich zunehmend immer unglücklicher, fühle mich alleine (gelassen) und habe so das Gefühl, dass wir uns sehr voneinader entfernen.

Mein Mann arbeitet viel und hat ne Menge Stress, daher ist er abends zu nichts "zu gebrauchen". Immer wieder versuche ich mit ihm zu reden - ihm klar zu machen, wie es um uns steht! Doch er hört nicht zu... Aus diesen Gesprächen werden recht schnell Monologe und er surft dann nebenbei auch noch oder sieht fern! Gestern Abend dann der Kracher: Während ich geredet habe (noch keine drei Minuten) ist er einfach eingeschlafen! Und heute morgen tut er wieder so, als ob alles bestens ist!

Für ihn ist alles toll - er ist glücklich und zufrieden und hat daher keinen Bedarf an Gesprächen! MIR geht es aber nicht gut und er will davon leider nichts hören.

Mittlerweile bin ich emotional schon so weit von ihm weg, dass ich keine Rettung mehr für uns sehe. Ich empfinde eingentlich kaum noch etwas für ihn. ALL DAS weiß er (also gesagt habe ich es, ob es angekommen ist weiß ich nicht!) und er ist trotzdem nicht dazu bereit, sich mal ein wenig zu bewegen! ER ist ja glücklich...

Mir fehlt nurnoch der Mut, den letzten Schritt zu gehen, denn es hängt so viel daran...

LG und alles Gute!

  • Ich kenne das. Man redet und redet und redet. Ja ich ändere mich. Haha, bis der gleiche Trott wieder da ist. So bequem ist es nirgends. Ich habe auch oft über Trennung geredet. Ja ja, lass sie reden, sie macht es nicht. Dann der Tag, an dem ich dieses umsetzte. Plötzlich Einsicht, Verständnis und natürlich war doch bis jetzt alles gut. Ja für ihn. Aber nicht mehr für mich. Ich habe den Schritt gewagt, mit drei Kindern. Ich kann nur sagen, dass ist das Beste, was ich machen konnte, für mich natürlich. Für ihn brach eine Welt zusammen, seine heile Welt. Nun muss(te) er sich neu orientieren. Es hat lange gebraucht und ich glaube, er hat jetzt noch zu tun damit (inzwischen sind sieben Jahre vergangen). Mir geht es super gut, den Kindern geht es super gut und nur das zählt noch für mich.

    Vielleicht hilft dir ja jetzt meine Erfahrung, oder auch nicht. Aber ich kann nur sagen, so muss keiner leben. Klar hängt viel dran, aber alles ist machbar.

    Alles Gute.

    "Für ihn ist alles toll - er ist glücklich und zufrieden und hat daher keinen Bedarf an Gesprächen! MIR geht es aber nicht gut und er will davon leider nichts hören."

    Schlimm, dass das bei vielen Männern so zu laufen scheint. Frau könnte meinen, da bestünde ein Kommunikationsproblem zwischen den Geschlechtern.

    • Männer können wahrscheinlich Unbequemes eher ausblenden. Das habe ich zumindest lange getan. Und die dadurch geschaffene bequeme Situation dann mit Glück verwechselt. Wenn der große Knall mich nicht wachgerüttelt hätte, würde ich wahrscheinlich auch noch in meiner kleinen Welt hocken und mir einreden, es wäre doch alles super.

      • Ja.
        Die Frage ist dann wiederum, warum der eine das Unbequeme ausblendet und später vor einem Scherbenhaufen steht und der andere sich weiter und weg entwickelt. Hat sie dir Zeichen gegeben? Hast du die ausgeblendet? Wenn ja, warum?

        Das ist keine Schuldzuweisung, ich versuche nur aus gutem Grund, dieses Verhaltensmuster, das ja scheinbar viele Paare entzweit, zu verstehen, damit zumindest ich es nicht wiederhole, sondern aus meinen eigenen Fehlern lerne.
        Hast du eine Idee der Erklärung?

Hallo,

das ist das typische Beispiel von: Hinterher ist das Gejaule groß!

Das Theater habe ich bisher bei allen Exmännern und ExFreunden gehabt....alle haben sie rumgeheult und gejammert und teilweise gebettelt.

Und dann immer die gleichen Worte: Es war doch alles gut?!

Man man man...wann lernt ihr Männer es endlich? Wir Frauen haben das alles nicht nötig. Wer nicht zu hört, hat Pech gehabt und fertig. Warum glauben Männer eigentlich sie können sich ihr Leben lang wie ein Arschloch verhalten und es hat keine Konsequenzen?

Deine Frau ist deine zukünftige Ex Frau. Finde dich damit ab! Es ist vorbei-du hast es verkackt!

Such dir eine andere Dumme!

Gruß
mamme

  • (18) 11.11.13 - 11:27

    Ich denke nicht, daß Deine scheinbaren Erfahrungen sich mit denen des TE`s decken. Wahrheitsgemäße Schilderung seinerseits angenommen, sehe ich jedenfalls nicht das Verhalten eines "Archloches". Bestimmte Verhaltensweisen sind - auch wenn nicht immer konstruktiv für eine Beziehung - durchaus menschlich oder wenigstens teilweise nachvollziehbar.

    Deine Fage "wann lernt ihr Männer es endlich?" oder "wir Frauen haben das alles nicht nötig" läßt bei Weitem nicht auf reflektiertes Nachdenken, sondern auf eine eindimensionale, sehr zornige Reaktion schließen, die hier alles anders als hilffreich ist.

    Kotz Dich woanders aus.

    In der Regel "verkackt" nicht nur einer eine Beziehung.... - auch wenn der andere es mal gerne so hätte.

    GzG
    Irmi

    • (19) 20.11.13 - 09:13

      na, du hast ihm ja jetzt auch sehr geholfen mit deinem Thread. #bla

      Es nützt nichts, wenn man bzw frau in einer Welt voller Blumen und Elfen steckt. Die Augen müssen schon offen stehen, auch in einem gesetzterem Alter. Das kann für Frauen gleichermaßen sein.

      Fehlverhalten hat nun mal Konsequenzen-bei dem einen früher und bei dem anderen später.

      Lies dir mal die ganzen Beiträge durch:
      Wieviele Frauen schrieben hier, dass sie reden und reden und reden und der Mann nicht zuhört und nicht richtig hinhört? Und vor allem was die Frauen schon über Jahre alles mitgemacht haben und über sich ergehen lassen haben. Warum? Wofür? Um dann von einem Mann ignoriert zu werden? Ist das der Dank?

      Leider haben zu wenige Frauen, den Mut und den Stolz frühzeitig aus so einer Beziehung oder Ehe zu gehen.

      Leider ist es jetzt zu spät für den TE, egal wie er sich dreht und wendet. Irgendwann ist das Maß voll und das ist auch gut so. Ende ist Ende.

      Ein schlauer Mann lernt daraus und macht sowas nie wieder.

      Tut mir leid, das ist hart aber ehrlich.

      mamme

      (20) 20.11.13 - 09:20

      Ja, wenn, dann verkacken beide die Beziehung. Der eine, weil er nicht zuhört und der andere, weil er nicht rechtzeitig und mit aller Kraft darauf besteht, ernst genommen zu werden.

In dem anderen Thread habe ich es ja bereits angedeutet. Ich war in einer ganz ähnlichen Situation, nur dass es bei uns "nur" 17 Jahre waren.

1,5 Jahre hatte meine Ex zwei Parallel Beziehungen und sie wusste auch nicht was sie wollte, oder zumindest wollte ich das so sehen. Und das war der knackpunkt...

Sie war emotional bereits so weit von mir weg, dass sämtliche Aufmerksamkeit ins Leere laufen musste. Aus heutiger Sicht weiss ich, dass dies nicht unbedingt zu meinem Unglück geschehen ist.

Was Du tust ist das einzig richtige. Du änderst DICH, denn das ist das einzige, worauf Du tatsächlich Einfluss hast. Und meiner Einschätzung nach, wird es eine andere Frau sein, die dann die Früchte Deiner Bemühungen erntet. Und das ist nicht mal schlecht, denn das Risiko in den alten Trott zu fallen ist bei der jetzigen Partnerin dauerpräsent. Sie sieht die Gefahr ja selbst...

Mach Dich nicht abhängig, sondern arbeite an Dir, um Deiner selbst willen...

Danke für eure Ratschläge und den einen oder anderen Tritt in den Hintern. Wie ich angedeutet habe, ist Sturheit ein Wesenszug von mir. Bequemlichkeit zählt dagegen zu den Eigenschaften, die ich zu lange hatte und definitiv nicht wieder will. Ich werde so lange weiter um unsere Beziehung kämpfen, wie ich auch nur den kleinsten Hauch einer Chance sehe.

Ich habe IHN heute angerufen. Eine Stunde wurde daraus. Sympatisch, in einem anderen Leben hätten wir beste Kumpels werden können. ich verstehe mich selbst nicht - Da ist keine Wut. Wahrscheinlich weil ich ihn nur zu gut verstehe. Wir haben über alles, wirklich alles geredet. Manches war neu, das meiste wusste ich schon aus seinen Briefen, Fotos.

Wir wissen beide: Sie ist es wert, alles aufzugeben, jedes Leben umzukrempeln. Das tun wir gerade - beide. Auch er wird sie nicht aufgeben. Und keiner will, dass der Andere im Dreck versinkt.

Sie hat sich noch nicht entschieden. Habt ihr schon mal das Gefühl gehabt, von einer Wolke auf euch draufzuschauen und euch gefragt: Warum tut der/die das? Und was passiert als Nächstes?

Liebe ist schon seltsam und - wenn sie die Richtige ist -, manchmal so verdammt irrational...

(23) 11.11.13 - 13:35

Ich sags dir ganz kurz und knapp. Das Ding ist gelaufen. Du hast dich zu lange in deiner Bequemlichkeit ausgeruht.Du hättest schon vor Jahren etwas ändern sollen. Es geht ganz vielen Männern wie dir, sie schalten erst wenn es zu spät ist. Der Zug ist mit Tempo 180 abgefahren. Egal wie du jetzt kämpfst, sie ist gefühlsmäßig schon Meilen weit von dir entfernt, und wird auch nicht zurück kommen.

Lerne aus der ganzen Geschichte, und setze es in deiner eines Tages neuen Beziehung um.

Klingt hart, aber von dieser kannst du dich verabschieden!

Eine Frau, die auch ihren Mann aus gleichen Gründen verlassen hat!

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