Unterschiedliche soziale Herkunft und Bildung bei Partnern - eure Erfahrungen?

    • (1) 15.11.13 - 12:58
      keine Luxusbarbie

      Hallo liebe Urbianer,

      ich habe eine Frage bezüglich eurer Erfahrungen in Partnerschaften, wo es ein Gefälle in Bildung, sozialer Herkunft und finanzieller Ausstattung gibt.

      Während dieses Thema ja in Bindungen, wo der Mann "etwas darstellt" gesellschaftlich unproblematisch ist (Arzt - Krankenschwester, Pilot - Stewardess,...), scheint es umgekehrt ein echtes Problem zu sein. Jedenfalls für die anderen ausserhalb der Paarbeziehung.

      Meine Situation:
      ich, 36, ein Kind, alleinerziehend, studiert, aus "gutem Hause", wohne in eigener Wohnung, Eltern beide studiert, wohlhabend (Immobilien, ..), Vater diverse öffentl. Positionen

      er, 28, Realschule + Lehre, aufgrund von gesundheitl. Problemen (Bandscheiben) kann er nicht mehr in seinem alten Job arbeiten, sucht nach Umschulung, wohnt zur Zeit bei seinen Eltern, Mutter arbeitet noch als Helferin, Vater frühpensioniert nach gesundheitl. Problemen (kaputte Gelenke durch harte körperl. Arbeit), wohnen in Mietswohnung im öffentl. Wohnungsbau

      Wir haben uns verliebt, es ist erst wenige Wochen alt, aber es hat sowas von "Kawumm" gemacht #verliebt . Wir sind sehr sehr glücklich gerade miteinander. Er ist so liebevoll, aufmerksam, ehrlich, zuvorkommend und beschützend zu mir. Er tut mir so wahnsinnig gut!

      Er ist ein ganz feiner und sehr cleverer Kerl, kann viel, ist ein super Handwerker (hat einem Freund den ganzen Laden renoviert), ist technisch ein richtiger Nerd, er sieht süss aus und ist ein wahnsinnstoller Liebhaber.

      So, und meine Eltern laufen Amok #augen Die erste Reaktion meiner Mutter: "Naja, wenn du ihn durchfüttern willst.." Sie meint, dass mit der Zeit seine niedrigere Bildung, seine niedrigere soziale Herkunft, ein niedrigerer Lebensstandard etc. ein Problem werden früher oder später.

      Meine Frage; ist das so? Hebt sich mit dem Ende der ersten heftigen Verliebtheit ein Vorhang und ich werde denken: "ooops, das passt aber garnicht bei uns?" Klar fallen mir manche Dinge auf, sprachlich bin ich schon etwas eloquenter, aber dafür sehe ich was Technik und Handwerk angeht alt aus. Das ist doch auch eine Form von Bildung und Können, oder??

      Gebt mir bitte ein paar positive Berichte von Paaren, wo das hinhaut! Ich bin keine Luxusbarbie, sehr bodenständig, verdiene selber Geld und finde die Vorstellung auch überhaupt nicht schlimm einen Mann zu haben, der nicht studiert hat.

      Mein Freundeskreis ist was das angeht aufgeschlossen, sie freuen sich über einen Mann, der mich aufblühen lässt. Alles andere finden sie egal. Trotzdem muss ich zugeben, dass sich sein und mein Freundeskreis schon seeehr unterscheiden.

      Am Samstag war ich alleine mit ein paar Freunden weg, und als wir da zusammen saßen war ich mir nicht sicher, ob mein Liebster da so reingepasst und überhaupt Spaß daran gehabt hätte..

      Freue mich über Antworten

      • Schwierig. Bei euch ist ja "nicht nur" die unterschiedliche soziale Herkunft und der Bildungsstand "da" sondern auch noch ein relativ großer Altersunterschied.

        Ich könnte mir vorstellen (spreche hier aber nicht aus Erfahrung), dass die Gefahr besteht, dass du auf Dauer auf ihn herab schaust und er zu dir hinaufschaut. Das ist dann nicht mehr auf Augenhöhe.

        Ich selber hatte meine Partner immer aus ähnlichen sozialen Gefügen. Ich hatte einmal einen Ausreißer "nach unten": ich selber steckte mitten im Abi und er war Hauptschulabsolvent mit abgebrochener Ausbildung und arbeitete als Hilfsarbeiter. Das ging vier Jahre lang gut. Als ich dann mitten im Berufsleben stand, hat es nicht mehr funktioniert. Ich war ihm einfach in vielen Bereichen überlegen und war damit so gar nicht glücklich.

        Mein jetziger Freund ist etwas jünger als ich und hat studiert (ich selber habe nach dem Abi eine Ausbildung gemacht). Das passt ganz gut, wir kommen aber auch aus dem selben Berufsfeld und wissen, wovon der andere redet ;-)

        Versucht es, mein Gott. Klappen kann es genauso gut wie es schiefgehen kann. Ich drücke euch die Daumen #pro

        • Ich verstehe nicht so ganz, warum hier mehrere Frauen den Altersunterschied als gproblematisch ansehen. Ich finde nicht, dass 8 Jahre Altersunterschied zu viel sind. Ich kenne etliche Paare, bei denen der Altersunterschied 10 Jahre beträgt und deren Ehen trotzdem funktionieren. Mein Mann hat einen Kumpel, der sogar 20 Jahre älter als seine Freundin ist (sie ist 22, er 42). Da bin ich allerdings auch skeptisch, ob diese Beziehung hält, da die beiden völlig unterschiedliche Lebensziele haben.

      (4) 15.11.13 - 13:22

      Hallo,

      die Anfangsvorraussetzungen waren bei uns (beide 25) ähnlich.

      Ich Studentin aus 'gutem Hause', mit erfolgreichem BA Abschluss und gutem Nebenjob, Auslandssemester, mit vielen kulturellen Angebioten aufgewachsen und Allgemeinbildung als höchstes Gut mitbekommen. Meine Eltern beide erfolgreich im Job, politisch aktiv und kulturell interessiert.

      Er eher aus einfacheren Verhältnissen, mit Realschulabschluss und Ausbildung, arbeitete als Facharbeiter im Schichtdienst. Seine Eltern haben beide einen Hauptschulabschluss, wohnen sehr einfach und bescheiden in einer Platte, seine Mutter ist Hausfrau, sein Vater ebenfalls Schichtarbeiter. Zumindest wenn er arbeitet, denn er kündigt regelmäßig, wenn ihm jemand dumm kommt und sucht sich dann was Neues.

      Als ich ihn kennengelernt habe, dachte ich auch nie, das es was ernstes wird. Eher ein bisschen Abwechslung, ein Abenteuer für zwischendurch.

      Ich muss auch zugeben, dass mich einige Dinge gestört haben; Ihm mangelte es ein bisschen an korrektem Benehmen und (Ess-) Manieren, vor allem zu gesellschaftlichen Anlässen, sein Kleidungsstil war nicht immer vorteilhaft und manchmal sind im Stammtischsprüche herausgerutsch, während es mir wichtig ist, auf gleichem Niveau mit dem Partner diskutieren zu können.

      Trotzdem -und es gibt keinen rationalen Grund dafür- hat sich die Beziehung dann gefestigt. Ich hatte immer mehr das Gefühl, dass er mehr im Kopf hat als die meisten anderen die ich kenne und einfach nicht damit aufgewachsen ist, seinen Kopf wirklich zu benutzen und Entscheidungen außerhalb des sozialen Rahmens zu treffen, in dem er aufgewachsen ist.

      Meine Freunde haben mich gefragt, was ich 'mit so einem' will, meine Eltern waren eher skeptisch und seine Familie hat mich komplett abgelehnt - die Tussi, Tochter reicher Eltern, lässt sich in der Uni bespaßen weil sie zu faul ist zum Geldverdienen und überhaupt, so alngsam sollte man doch mal an Kinder denken.

      Mein Freund hat sich dann langsam aber drastisch verändert. Ich möchte dazu sagen, dass ich nei auf etwas bestanden oder ihn zu etwas gedrängt habe, aber ich denke, ich habe ihm Alternativen aufgezeigt.

      Er hat sich nach ca, 1,5 Jahren Beziehung dazu entschlossen, seinen Job aufzugeben und das Abitur nachzuholen- und es mir Bravour (1,2 im Schnitt) bestanden und sich an der Uni in einen Ingeniuersstudiengang eingeschrieben.

      Seine Benehmen hat sich verändert, seine Interessen, sein Auftreten und auch seine Werte ein bisschen, außerdem hat er sich emazipiert und von seinen Eltern wegbewegt.

      Ich habe mich natürlich auch verändert, habe Vorurteile abgebaut und, auf gut Deutsch, nicht mehr so einen Stock im Arsch, mein Freundeskreis hat sich durch seine Freunde erweitert und wir haben wahrscheinlich beide eine neue Welt gesehen.

      Meine Freunde haben ihn auch recht schnell akzeptiert und meine Eltern lieben ihn mittlerweile. Seine Eltern mögen mich allerdings nicht, da ich den bodenständigen Jugen zum Bonzen gemacht habe. Also, es ist natürlich möglich, so eine Beziehung zu führen.

      Man muss sich nur ein bisschen locker machen, aufeinander zugehen, verstehen wo die Konflikte entstehen und auch manche Dinge einfach akzeptieren.

      Bei uns ist es heute immer noch so, dass ich ihm manchmal auf den Fuß trete, wenn mir sein Verhalten peinlich ist oder ihn überzeugen muss, dann man zu Hochzeiten nicht in Jeans und T-Shirt geht.

      Alles in allem läuft es aber und ist auf jeden Fall eine Bereicherung ;-)

      Alles Gute!

    • Das ist eine schwierige Frage. Meine persönliche Erfahrung zuerst: noch während meines Studiums, in diversen Ferialpraxisjobs hatte ich immer wieder kleine Affären, Flirts etc. mit netten Männern aus dem jeweiligen Betrieb. Und da stellte sich schon immer sehr schnell heraus, dass ich es zu unsexy und langweilig fand, mit einem Mann zusammen zu sein, der bei meinem Interesse für Kultur, Bildung, Gesellschaftspolitik, Literatur etc. nicht mithalten konnte. Klar kann man argumentieren, dass nicht jeder Akademiker automatisch an diesen Themen interessiert ist, aber es gibt wohl eine statistische Wahrscheinlichkeit.

      Zweitens kommt bei euch auch noch der Altersunterschied auch noch hinzu - für mich persönlich wäre das nichts. Wobei es mir nicht um irgendein Image oder einen gesellschaftlichen Status ginge, sondern wie du eben sagst; Gemeinsamkeiten, Freundeskreis, etc.

      Hallo, natürlich kann das klappen. Wenn ihr euch liebt, dann ist alles andere egal. Trotzdem müsst ihr euch ein dickes Fell zulegen. Denn wenn deine Familie jetzt schon solche Sprüche bringt, dann wird es nicht einfach.

      Bei uns ist es auch so. Mein Freund ist..naja, wie soll ich es sagen, aus sehr sehr sehr gehobenem Hause. Die Familie verkehrt in den höchsten Kreisen, dazu gehören Politiker, Großunternehmer usw. Sie haben jede menge Geld und großen Einfluss.

      Meine Familie ist nicht aus der gleichen Liga. Wir nagen auch nicht am Hungertuch, ich würde uns schon als eher wohlhabend bezeichnen, aber im Vergleich zu seiner Familie ist es natürlich eher "normal".

      Wir schweben in ganz anderen Sphären, das lassen mich seine Eltern auch immer wieder spüren.

      Trotzdem hält er zu mir. Er pfeift auf die Meinung seiner Eltern, sagt, wir gehören zusammen, aber es nervt trotzdem total. Ich merke jeden Blick seiner Mutter, jede Bemerkung, es ist ziemlich frustrierend. Aber trotzdem muss sie sich damit abfinden.

      Ich liebe ihn dafür, dass er so zu mir steht, auch wenn er sehr viel Druck bekommt. Ich dachte sie gewöhnen sich irgendwann mal dran. Aber bisher merke ich nichts davon.

      Aber ihr müsst euch eben einig sein, dass ihr das durchziehen wollt. Wenn dein Freundekreis allerdings so ist, dass er nicht reinpasst, dann wird es schon schwieriger. Wenn die Bildung wirklich so krass unterscheidlich ist, dass man sich nicht über die gleichen Themen unterhalten kann, wird es auch schwierig. Es sollte schon eine gemeinsame Ebene geben. Eingermaßen ähnliche Interessen, Weltanschauungen, Wertvorstellungen. Damit ihr da eine Basis habt.

      Das musst du aber wissen. Wegen der Herkunft und dem Geld würde ich aber nie etwas ausschließen.

      Liebe Grüße
      Ariane

    • (7) 15.11.13 - 13:58

      Als Liebelei und Affäre: Ja
      Als etwas langfristiges, ernstes, "für den Rest des Lebens": Nein.

      Es mag in ganz wenigen Ausnahmen funktionieren.
      Grundsätzlich halte ich es aber für eine romantische Phantasie à la http://www.amazon.de/Salz-unserer-Haut-Beno%C3%AEte-Groult/dp/3426627086/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1384519897&sr=1-1&keywords=salz+auf+unserer+haut

      Bei deinem Freund kommt ja eine Menge zusammen. Dem fehlt ja nicht nur das gesellschaftliche Standing, sondern er hat mehrere Baustellen. Ich würde mich im Leben nicht so nach unten orientieren.
      Wenn Du deinen Eltern eigentlich sehr nahe stehst, sitzt du ab jetzt zwischen den Stühlen. Und das wird dich außerdem noch mürbe machen. Blut ist nun mal dicker als Wasser.

      Meine Schwester und ich kommen auch aus gutem Hause und haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

      Meine Schwester war mal einige Zeit mit einem Auslieferungsfahrer zusammen und hat gemerkt, dass es überhaupt nicht passt. Jetzt ist sie schon seit etwa 15 Jahren mit einem Mathematiker zusammen und das funktioniert viel besser, weil sie eben auf Augenhöhe sind.

      Ich selbst war immer mit Handwerkern zusammen und bin auch mit einem Handwerker verheiratet. Ich könnte mir nicht vorstellen beispielsweise mit einem Banker o.ä. zusamen sein.
      Ich mag die bodenständige Art und ich habe nie Probleme mit der Herkunft oder dem Beruf gehabt.

      Meine Mutter hat auch immer die Hände über den Kopf zusammen geschlagen und mir dringend geraten, mich "nach oben" zu orientieren. #augen

      Ich würde sagen, freue Dich über diesen tollen Mann, gerade in den 30gern wachsen die nicht auf Bäumen und probier es aus!

      Ich denke, dass solche Beziehungen in der Realität sehr wohl funktionieren können. Wichtig ist meines Erachtens, dass beide Partner eine gemeinsame Ebene finden können. Das heißt für mich in erster Linie, dass man mit dem anderen Partner über alles reden kann, was einen bewegt. Auch gemeinsame Interessen und Hobbies spielen in diesem Zusammenhang für mich eine große Rolle. Schwierig wird es allerdings, wenn ein Partner Worte benutzt, die der andere nicht kennt und daher auch nicht versteht.

      Ich selbst kenne zwei Paare mit unterschiedlicher sozialer Herkunft und Bildung. Bei dem einen Paar handelt es sich um eine Studienfreundin (Diplom-Verwaltungswirtin), die einen Bäcker geheiratet hat. Anfangs war ich auch skeptisch, ob das funktioniert, aber mittlerweile haben sie zwei Kinder und führen eine glückliche Ehe. Bei dem anderen Paar handelt es sich um meinen Schwager und seine Frau. Er hat studiert und verdient ganz gut, während sie eher aus ärmlichen Verhältnissen kommt (stammt aus Rumänien) und als Hilfsarbeiterin beschäftigt ist. Die beiden sind schon seit 14 Jahren verheiratet und die Ehe funktioniert ganz gut.

      Hallo,

      was hast du mit ihm vor? Möchte er Kinder? Frauen sind wählerischer als Männer und es bestimmt gut so.

      Mein Freund hat letztlich auch nur einen Hauptschulabschluss, ich zwei abgeschlossene Studien. (Das letzte berufsbegleitend). Weder er noch ich sind auch wohlhabenem Elternhaus.

      Ich finde uns in vielen Situationen nicht passend, Ich hätte hin und wieder schon gern andere Gesprächsthemen. Dafür hat er einen guten Humor und ich kann bei jedem Telefonat lachen. (Fernbeziehung). Es gibt viele Themen, die er besser weiß. Lustiger weise sinds dann auch die technischen Sachen. Er kennt hier in der Nähe irgendwelche technischen Zubehörläden, die ich, seit ich hier wohne, noch nie bemerkte. Und ich finds schon toll, wenn ein Mann Teile am Auto selbst reparieren kann. Er interessiert sich für Politik, ich mich nur am Rande. Es sind ganz normale Unterschiede. Und es permanent ein Annähern da. Ich weiß, was ihm wichtig ist und umgedreht. Ich brauche seine Meinung, auch wenns Kleinigkeiten sind.

      Aber es hält nun schon 10 Jahre ;-)

      Zudem fühle ich mich von Frauen sowieso besser verstanden und verstehe auch Frauen besser.

      LG

      • Bin Lehrerin und seit über 10 Jahren glücklich mit einem Handwerker verheiratet. Wir ergänzen uns, es passt einfach. Was andere davon halten, geht mir hinten links vorbei. Aber die kritischen Stimmen sind auch zwischenzeitlich verstummt.

    Mein Mann kommt aus einer Arbeiterfamilie, hat Hauptschulabschluss und sich 'hochgearbeitet'. Ich komme aus einer Akademikerfamilie und habe studiert. Na und? Wir verdienen mittlerweile annähernd das Gleiche.

    Das einzige, woran man die unterschiedlichen 'Herkünfte' merkt, ist bei Diskussionen über die zukünftige Schullaufbahn unserer Kinder. Irgendwie ist für mich Abitur / Studium die normalste aller Optionen, für meinen Mann ist es die aussergewöhnlichste.

    Grüsse
    BiDi

    Ehrlich gesagt habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass das innerhalb der Beziehung zum Problem wird, weniger außerhalb. Es ist beileibe nicht jede Beziehung deswegen auseinander gegangen, aber in meinem Umkreis war das nie völlig unproblematisch, wenn sie den (weitaus) höheren Abschluss hatte als er. Wobei da die Männer das Problem hatten, nicht die Frauen. Das reichte von Minderwertigkeitsgefühlen, die dann auf anderen Ebenen ausgetragen wurden, über "rede mal nicht so geschwollen daher" bis zum Versuch, die Frau vom Verfolgen der beruflichen Ziele (Abschluss) abzuhalten
    Aber klar, es kann funktionieren. Sag deiner Mutter, dass das deine Entscheidung ist, nicht ihre. Standesdünkel haben ja viele Leute, ob "gegen die Bonzen da oben" oder "gegen die Prolls da unten". Da würd ich ganz ruhig und deutlich Kante zeigen, und ansonsten die Zeit ihr Werk tun lassen. Irgendwann haben sie sich dran gewöhnt.

    Mehr Geld zu haben, egal von welcher Seite, ist nicht das Problem.

    Unterscheiden sich Bildung, Interessen, Manieren, soziales Umfeld - mit anderen Worten: das soziale - dann führt das meiner Erfahrung nach zu Problemen.

    Gruß

    Manavgat

    Hallo,
    ich habe einen ähnlichen Fall im engsten Freundeskreis, und es funktioniert prima!
    Auch beide Familien sind mittlerweile überzeugt, dass ihre Kinder den richtigen Partner gefunden haben.

    Meiner Meinung nach liegt es gar nicht am Geld/Vermögen/Stellung...wer Menschen darauf reduziert, ist selbst dumm, sorry.
    Und Intelligenz hat nichts mit Schulabschluss zu tun.
    Wichtig finde ich Gemeinsamkeiten, eine gemeinsame Ebene, dass man sich annähert, Interessen teilt, sich für die Interessen des anderen interressiert, ein gemeinsames Leben hat. Und das kann durchaus funktionieren,auch wenn die "Ausgangspositionen" sehr unterschiedlich sind.
    Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Kombination aus Altersunterschied und "Ausgangsposition" euch Probleme machen könnte, aber da ich deinen Freund nicht kenne, ist das auch nicht zu beurteilen.
    Bestimmt müsst ihr stärker sein als andere Paare, um Vorurteilen entgegenzustehen, aber was solls? Probier es aus, anders wirst du nicht herausfinden, ob es mit euch beiden funktioniert. Es soll auch schon Akademikerehen gegeben haben, die nicht funktioniert haben, weil die Partner auch nicht passen:-p

    Alles Gute
    maja

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