Respekt verloren seit Baby

    • (1) 17.11.13 - 09:30
      Enttäuscht

      Mein Mann und ich sind seit 4,5 Jahren zusammen, seit 3 Jahren verheiratet. Seit knapp 5 Monaten haben wir ein wundervolles Baby. Allerdings ist es ein Schreikind. Ich bin in Elternzeit und kümmer mich um dem Zwerg. Jetzt ist es so, dass ich mehr und mehr an Respekt verliere meinem Mann gegenüber. Seit der Geburt war ich schon 5 mal krank. Einmal hatte ich Magen-Darm. 3 Tage lang habe ich nichts zu mir nehmen können, hab nur gekotzt und dabei auch noch gestillt. In dösen drei Tagen war mein Mann auf Geschäftsreise. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft mein Schreibaby zu versorgen. Zwei mal hatte ich eine Angina mit 39 Fieber und Schüttelfrost. Mein Mann hat es nicht eingesehen sich mal einen Tag frei zu nehmen um mir zu helfen. Nur abends hat er mir das Baby mal für ne Stunde angenommen. Und zwei mal hatte ich "normale" Erkältung. Auch da keine Unterstützung außer der Stunde abends. Auch während der Entbindung hatte ich wenig Unterstützung von ihm. Er hat im Sessel geschlafen, während ich unter minütlichen Wehen gelitten habe. Und dann hat er sich auch noch beschwert, dass er schlecht und zu wenig geschlafen hat.

      Heute ist er krank. Schnupfen, Ohrenschmerzen und ein wenig Übelkeit. Hat aber bis 4 Uhr morgens vor dem PC gehockt und gezockt. (Mit fast 40 Jahren) das heißt also, ich habe heute wieder keine Unterstützung mit dem Baby. Und er erwartet tatsächlich auch noch Mitleid von mir. Jetzt hat er sich einfach wortlis ins Bett gelegt und schläft. Klar ist er müde, wenn er die ganze Nacht gezockt hat.
      Bevor das Baby da war, war er nie so ein rücksichtsloses Arschloch und Weichei. Er war immer sehr zuvorkommend und hat mich unterstützt. Aber es war halt immer was anderes als ein Baby... Und es ist nicht so, dass ich ihm nichts zutraue mit dem Kind. Ich lasse sie am WE immer zusammen baden. Ich lasse die immer allein, beim spielen, baden, anziehen, etc. damit er nicht das Gefühl hat ich würde ihm über die Schulter schauen. Ich sage ihm auch immer wieder wie toll er alles macht mit dem Baby um ihn zu motivieren.

      Aber wenn es schwierig wird, bin ich wieder allein.

      Und so kam es in den letzten Monaten, dass ich mehr und mehr an Respekt verloren habe meinem Mann gegenüber. Ich schaffe das alles allein mit dem Zwerg, auch wenns anstrengend ist. Aber je mehr er mich allein lässt, umso weniger brauche ich ihn. Und wozu soll ich dann noch mit ihn zusammen bleiben?

      Klar, er geht arbeiten. Im Büro. Anstrengend ist das nicht wirklich. Das Baby ist auch jeden Abend gegen 7 im Bett. Und er kann durchschlafen, während ich nachts fast stündlich stillen muss. Er kann also nicht behaupten, dass er es sehr schwer hat.

      Wie soll ich da den Respekt wahren vor ihm? Ich schaffe es nicht. Und ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust ein Baby und ein Riesenbaby zu betreuen. Dann muss eins gehen, und das wird bestimmt nicht mein Kind sein.

      Ich habe ihn schon mehrfach drauf angesprochen. Aber im seinen Augen reißt er sich den Arsch auf. Leider ist er der einzige der das so sieht. Wir hatten einige Male verschiedene Freunde übers WE zu Besuch. Jedes mal haben mich die Leute zur Seite genommen und gefragt wie ich das schaffe. Und dass es sehr auffällig ist wie sich mein Mann vor allem drückt.

      Wenn ich doch eh auf mich allein gestellt bin, brauche ich auch nicht so einen faulen Sack hier der mir nur die ganze Wohnung vollmüllt.

      Ich weiß jetzt auch gar nicht was ich hören will... Musste mich mal auskotzen. Meine Entscheidung steht ja schon fast fest...

      • (2) 17.11.13 - 09:44

        PS: natürlich hat jeder das recht krank zu sein und sich auszuruhen. Allerdings scheint dieses recht in unserer ehe nur meinem Mann zuzustehen. Wenn ich krank bin bekomme ich keinerlei Unterstützung.

        Allerdings ist es erst so, seitdem der Zwerg da ist.

        (3) 17.11.13 - 09:47

        dein kind, deine wohnung, du bist das maß aller dinge.
        er ist ein "fauler sack", ein "riesenbaby", ein "rücksichtsloses Arschloch" und ein "Weichei".
        Aber sonntags darf er sogar mal sein kind baden. Da hat er doch echt glück!

        Du weisst nicht was du hören willst? ich auch nicht. aber deine einstellung würde wohl jeden resignieren oder (in die arbeit oder aus deinem leben) flüchten lassen...

        • (4) 18.11.13 - 03:24

          Man kann auch alles schönreden, was die Herren der Schöpfung so machen, oder? ;)
          Klar, er muss flüchten, der arme Kerl. Hat es sicher sooo schwer. Wahnsinn.

          Manchmal frag ich mich, wieso so viele Frauen noch im Mittelalter steckengeblieben sind.

          • (5) 18.11.13 - 13:07

            Und ich frage mich immer warum so viele Menschen vieeel lieber jammern und die Schuld immer bei den anderen suchen, statt selbst Lösungen zu finden, wie es wieder gut werden kann ?!? Ist ja so viel einfacher als selber was zu verändern. Mit Mittelalter hat das gar nichts zu tun, stattdessen mit Eigenverantwortung.

            Wobei: ob diese Ehe noch zu retten ist bezweifle ich auch. Es spricht so viel blanker Hass aus dem Beitrag der TE. Ich finde es einfach traurig eine Ehe und noch dazu mit Kind so leichtfertig hinzuschmeißen. Bei schon relativ kleinen Problemen wird einfach alles in Frage gestellt, ohne Rücksicht auf Verluste. Wechselseitige Verständnis und Dialog könnten -rechtzeitig damit begonnen - so viel ändern.

      Auch Arbeit im Büro kann anstrengend sein.

      Ich habe das Gefühl, du verkennst ihn. Wenn euer Baby im Bettchen liegt, wenn er von der Arbeit kommt, was soll er dann noch machen? Er nimmt es ja eine Stunde und dann ist euer Kleines müde.

      Ich bin oft wochenlang alleine mit den Kindern, weil mein Freund im Ausland arbeitet und verlange nicht, dass er sich freinehmen soll, nur weil ich krank bin. Aber du verlangst es. Ich wusste nicht, dass man frei bekommt, wenn der Partner erkrankt ist.

      Hättest du nicht deine Eltern, Schwiegereltern oder Freundinnen mit einspannen können, die das Kleine ein bisschen betreuen, damit du dich ausruhen kannst?

      Kann es sein, dass du zu viel von ihm verlangst?

      Wenn er dir nicht gerecht wird und du dich trennen möchtest, können wir dich nicht daran hindern. Es ist dein Leben.

Lerne daraus und mach nicht den Fehler ein 2.Kind mit so einer Niete zu kriegen.
Wenn du krank bist sollte es selbstverständlich sein ,dass er sich um das Kind kümmert. .es ist auch sein Kind mit allen Konsequenzen. Ihm scheint es ja egal zu sein ob es dir schlecht geht und vor allem würde ich mir auch Sorgen machen ob jemand ,der krank ist, ein Kind noch gut versorgen und beaufsichtigen kann.
Wenn du mal umkippst was dann?
Und nachts austehen wird geteilt zumindest am Wochenende.

Es ist nicht okay dass er meint er arbeitet und das reicht.
Ich arbeite auch den ganzen Tag und kuemmer mich genau wie mein arbeitender Gatte um die Kinder wenn ich zu hause bin...oder stehe nachts auf wenn ein Kind schlecht schläft oder krank ist...genauso wie mein Mann..und meine Kinder lasse ich sicher nicht alleine mit meinem Mann wenn er über der Schüssel hängt. ..vor allem nicht als die Kinder noch so klein waren wie deine. Dann wurden andere Betreuungsmoeglichkeiten gefunden oder ich bin selber daheim geblieben.

(13) 17.11.13 - 10:38

Einmal bin ich sogar wirklich umgekippt... Bin mit dem Zwerg aber glücklicherweise auf der Couch gelandet.

Ein zweites Kind wird es sicherlich nicht geben!

(14) 17.11.13 - 10:26

Ich kann dich verstehen....

LG

(15) 17.11.13 - 11:10

"Klar, er geht arbeiten. Im Büro. Anstrengend ist das nicht wirklich."
Tausch mit ihm. Wenn es so easy ist, das Geld ranzuschaffen, geh du arbeiten und er kümmert sich um Haushalt und Kind.

  • Was denkt ihr eigentlich immer alle?!
    SIE muss 24std arbeiten und er seine paar std im Büro, er ist krank, lässt sich krank schreiben und ist ausm Schneider, SIE muss auch arbeiten wenn sie krank ist...das ist nicht GERECHT!!

    Lg

    (17) 17.11.13 - 11:45

    Bevor ich entbunden habe, habe ich Vollzeit gearbeitet. Bin täglich 4 Stunden gependelt, habe 11 Stunden gearbeitet und trotzdem noch den Haushalt geschafft. Sogar in der Schwangerschaft. Mein Mann hat 20 Minuten Fahrweg und arbeitet nie mehr als 8-9 Stunden.

    Also ganz ehrlich: er HAT es einfach!

    • (18) 17.11.13 - 11:49

      Dein Mann es nicht anders. 4 Stunden Pendeln, 11 Stunden arbeiten und trotzdem hast du alles geschafft. Jetzt bist du den ganzen Tag zu Hause, da geht er davon aus, dass du erst recht alles schaffst.
      So ganz verstehe ich nicht, was du mir mit dem Beitrag sagen willst.
      Wenn er es immer so einfach hatte, warum hast du ihm den Haushalt nicht überlassen?

Hä?#kratz

aber sie arbeitet doch?!?! ...

Verstehe ich jetzt nicht ganz ...

  • (21) 17.11.13 - 21:00

    Sie ist in Elternzeit.

    • ah ... in Elternzeit.

      Zu hause mit Kind und dem ganzen Drumherum ... DAS ist natürlich keine Arbeit ...

      Du bist ja drauf, echt#rofl

      • (23) 18.11.13 - 09:05

        Du stellst dich wirklich affig an. "Arbeiten" ist hier im Sinn von erwerbstätig sein, Geld verdienen, die Familie ernähren gemeint. #winke

        • Tja, schade das man für die ARBEIT zu Hause so gut wie gar nichts bekommt ...

          Nein, ich stelle mich nicht affig an, finde es nicht weit gedacht wenn dann immer Sprüche kommen wie "geh du mal arbeiten", wenn man zu Hause mit Kind und Kegel genug Arbeit hat ... das scheint bei einigen noch nicht so wirklich angekommen zu sein.
          5 Tage Woche von 8 - 16? ... ein TRAUM ... und nicht halb so stressig wie ein Job 7 Tage Woche, von 6 - 20.00 (pi mal Daumen)

Anscheinend hast du noch nicht beides gemacht, sonst wüsstest du, dass ein 8 Stunden Job (selbst einer, der körperlich fordernd ist, von Büro ganz zu schweigen) Kindergeburtstag sind im Vergleich zu einem anstrengenden Baby. ;)

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