Ich finde und habe keine Freunde... Was mache ich falsch?

    • (1) 18.11.13 - 21:48
      MirfehltwasimLeben

      Hallo,

      ich möchte anonym bleiben und schreibe deswegen hier im Forum. Ich bin 30 Jahre jung, verheiratet und trotzdem irgendwie einsam. Es fiel mir schon immer schwer neue Kontakte zu knüpfen da ich bei Fremden erstmal eher verschlossen bin. Ich brauche dann meine Zeit um aufzutauen. Als Kind und Jugendliche hatte ich jeweils nur eine sehr gute Freundin. Beide Freundschaften zerbrachen dann aber nach diversen Umzügen und Wohnortwechseln aufgrund der großen Distanz. Seitdem habe ich niemand mehr den ich als Freund/Freundin bezeichnen könnte. Kollegen sind und bleiben Kollegen, es geht nie über den beruflichen Kontakt hinaus.

      Was mache ich nur falsch? Ich bin ein zuverlässiger Mensch und bin für mir nahe Menschen immer da wenn es brennt. Erwarte es aber umgekehrt auch. Eine Freundschaft darf keine einseitige Geschichte sein wo sich einer aufopfert aber vom anderen nichts erwarten kann.
      Ich habe das Gefühl in meinem Alter haben alle einen festen Freundeskreis und überhaupt keinen Bedarf mehr neue Menschen in diesen aufzunehmen...

      Ratschläge sind herzlich willkommen ;-)

      Tschüs!

      • Hat dein Freund denn keinen Freundeskreis in den er dich einführen könnte?

        • (3) 18.11.13 - 23:50
          MirfehltwasimLeben

          Doch mein Partner hat einige gute Freunde aber das ist nicht so meine Welt. Sie kennen sich alle über ein gemeinsames Hobby was eben nicht meins ist.

          • Aber man muss doch nicht unbedingt das Hobby teilen. Ich spiele Handball, meine Frau nicht. Sie ist dennoch mit den meisten Manschaftskollegen befreundet. Man läd sich doch auch gegenseitig mal nach Hause ein und dann kommt die Frau oder die Freundin dann mit. Meine Frau kommt sich auch immer die Spiele angucken. Danach wird noch ein Bierchen getrunken und gequatscht.

            Machen denn die Freunde deines Freundes nie was gemeinsam wo auch die Partnerinnen dabei sind?

            • (5) 19.11.13 - 08:50
              MirfehltwasimLeben

              Nur sehr selten machen die Jungs was mit den Partnerinnen. Dann mache ich auch mit bzw. bin dabei und es gefällt mir auch und wir haben Spaß. Allerdings reden wir da vielleicht von ein, zweimal im Jahr...

      Hallo,

      deine Erwartungshaltung , daß dir nahe Menschen auch immer für dich da sein müssen/sollen/können meinst du das wirklich so ?

      Ein bsp : ich fahre nachts um drei zu meiner Freundin wenn sie Liebeskummer hat
      Würde das aber nimals selber einfordern.
      Ich weigere mich konsequent bei Umzügen zu helfen , Freunde haben mir dennoch beim Umzug geholfen .

      Soll heißen das Freundschaftsdienste nicht aufzurechnen sind
      Ich bin mit jemanden befreundet weil ich diesen Menschen mag oder wie meine Freundin sehr liebe .
      Und da kann jeder auch mal richtig bockmist bauen , deswegen beende ich nicht die Freundschaft .

      Ich muss auch nicht permanent Kontakt haben
      Wenn man sich mal wochenlang nicht sieht oder hört ist es vollkommen in Ordnung

      Dann wird ne kurze Nachricht geschickt wie sieht's aus hast du zeit ?

      Und gut

      Ich hab das Gefühl du siehst das zu verkrampft .

      LG

      • Das ist eine sehr gesunde Einstellung!

        (9) 19.11.13 - 08:52
        MirfehltwasimLeben

        Das mag vielleicht daran liegen das ich da eher schlechte Erfahrungen gemacht habe und wenn man immer derjenige ist der sich kümmert, Zeit investiert und für den anderen da ist, aber wenn man dann selbst Hilfe braucht meldet sich keiner, dann hatte zumindest ich irgendwann den Kanal voll.

        • (10) 19.11.13 - 09:08

          Wieso wartest du, bis sich jemand meldet? Sollen Freunde hellsehen, wenn ein anderer Hilfe benötigt?

          Was für eine Hilfe brauchtest du denn ?

          Ist es vielleicht möglich , daß du denjenigen überfordert hast ?

          Man kann nicht erwarten immer Hilfe zu bekommen

          Ich denke eine Freundschaft muss fließen

          Da haben Investitionen nichts zu suchen , das ist viel zu verkopft .

          Geh raus in die Welt

          Mach einen Kurs an der VHS
          Geh ins fitnessstudio , Schließ dich einer Gruppe an

          Und lass mal alle fünfe gerade sein

          Alles liebe

    Was tust du denn, um neue Menschen kennenzulernen?

    Welche Hobbies pflegst du, bei denen man unter Leute kommt?

    Such dir doch eine Community - vielleicht sogar hier - wo du über dein Hobby fachsimpeln kannst. Dann machst du ein Chattertreffen und lernst gleich mehrere kennen. Vielleicht ergibt sich ja dann der ein oder andere engere Kontakt.

    Oder du belegst in deinem Ort einen Malkurs, Strickkurs, Töpferkurs (was auch immer) und schaust, das du dort Menschen kennenlernst.

    Oder: wenn es bei deinen Kollegen welche gibt, die dich interessieren würden, warum fragst du dort nicht einfach mal, ob er/sie mal Lust hat, gemeinsam ein Bier trinken zu gehen, oder mit Partner mal zu dir zum Essen zu kommen?

    Ich vermute mal, daß aufgrund deiner Verschlossenheit niemand wirklich den Eindruck gewinnt, daß du an näherem Kontakt interessiert wärest. Also musst du da wohl den Schritt nach vorn wagen...vielleicht würden eben auch neue Eindrücke, neue Menschen helfen, das du eine Auswahl bekommst, um zu gucken, wo es passen könnte.

    Es muß ja für den Anfang nicht unbedingt DIE Freundin sein, vielleicht reicht es ja auch erstmal, zwei, drei Frauen oder auch Männer zu kennen, mit denen du Spaß haben kannst und das Gefühl bekommst, nicht allein auf der Welt zu sein.

    Alles Gute.

    Hezna #klee

    Ich weiß ja nicht in welcher Lebensphase du steckst: viele Kontake ergeben sich später über die Kinder. Und ich kenne fast nur Menschen, bei denen einige davon auch zu richtig guten Freundschaften wurden. Das liegt daran, dass es leichter ist mit Menschen in Kontakt zu kommen, die gerade ähnliches erleben: Also entweder Arbeitskollegen, (wenn man sich mit der Arbeit identifizieren kann), oder eben ähnlich alte Kinder. Meine Schwiegermutter ist mit 73 in eine Wohnanlage für jung und alt gezogen, kleine Wohnungen mit einer sehr aktiven Nachbarschaft und hat total schnell und einfach Kontakt gefunden, darunter auch mehrere Frauen, die sie als echte Freundinnen empfindet.
    Was ich sagen will: gute Rahmenbedingungen erleichtern neue Freundschaften. Und man muss raus vor seine Tür, wie heisst es so schön "damit das Glück einen finden kann".

    Und den Anspruch, dass ein Freund perfekt in allem üereinstimmen muss würde ich noch mal überdenken: einen Freund muss man als Person wertschätzen und mit ihm im Austausch sein. Aber er darf durchaus anders handeln als man selbst und auch andere Meinungen haben.

    Ich glaube im Alltag finden sich eher Freudschaften als in Vereinen oder VHS-Kursen. Aber Natürlich ist es notwendig erst mal Menschen kennenzulernen, und dafür muss man raus aus den eigenen vier Wänden.
    LG doremi

    Vielleicht hilft es, mit weniger Erwartungshaltung an Kontakte/Freundschaften heranzugehen? Einfach mal locker hinnehmen und mit den Menschen Spass haben und schauen, wie sich die Dinge entwickeln?

    Gruss
    aggi

    ich finde auch, du gehst da viel zu verkrampft und mit dem Kopf dran. lerne doch durch Hobbies neue Leute kennen und schau dann mal wie es sich entwickelt. Alles kann, nicht MUSS. Es ist wie bei der Suche nach dem perfekten Mann, wenn man auf Biegen und Brechen einen kennelernen will, dann klappt es eh nicht.
    Und hab keine Erwartungen an die Menschen. Klar gibt es immer welche die immer nur nehmen nehmen nehmen, aber du wirst sicher auch welche treffen die dir immer zur Seite stehen.
    Du musst aber rausgehen und offen auf die Leute zugehen, denn sie werden nicht an deine Haustüre klopfen.

    Hallo,

    in der Tat wird es im "Alter" schwieriger gute Freunde zu finden. Ich habe eine Freundin aus Kindheitstagen, auf dich ich mich heute noch verlassen kann und das obwohl wir so wenig Kontakt haben.

    Bei mir sind in den letzten 15 Jahren sehr viele Freundschaften in die Brüche gegangen, die meisten auch aufgrund der Entfernung und dadurch, dass man einfach zu wenig Gemeinsamkeiten hatte. Z.B. hatten die meisten meiner Freundinnen noch keine Kinder als ich schon ein Kind hatte. Mein Sohn ist jetzt 11 und meine Freundinnen von früher haben Babys.

    Die Ansprüche werden höher und heute nenne ich längst nicht mehr jeden Freund, mit dem ich etwas unternehme. Es sind für mich alles eher Bekannte. Jemanden kennenzulernen, der auf genau der gleichen Wellenlänge surft, ist nicht so einfach. Hinzu kommt, dass mein Mann für mich schon der perfekte "Freund" ist. Wir haben uns sozusagen gesucht und gefunden. Ich vermisse deshalb im Moment nichts. Ich habe auch noch Familie mit der ich in Kontakt stehe. Überhaupt dreht sich bei mir im Moment alles um meine Familie. Ich denke, dass ich später wieder mehr Offenheit haben werde, neue Leute kennenzulernen.

    Ich glaube, dass es vielen so geht wie mir. Bei vielen spielt sich das Leben innerhalb der Familie ab. Das solltest Du nicht auf Dich beziehen. Wenn Du nette Leute kennenlernen möchtest, dann musst Du aktiv werden. Das heißt aber nicht, dass jede neue Bekanntschaft auch das Potenzial für eine Freundschaft hat und das sollte man auch nicht erwarten. Lieber die Erwartungen etwas runterschrauben, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Du wirkliche Freunde triffst.

    LG

    Carola

    (17) 19.11.13 - 14:49

    Hallo,
    ich verstehe dich.Mir geht es genauso.Seit Ende der Schulzeit habe ich niemand mehr( bin jetzt 33),und merke das ich zwar beliebt bin ,aber engere Kontakte oder mal ein Treffen entstehen nicht.Ich gehe in Kurse ,unternehme auch etwas mit meinem kleinen Sohn.
    Die anderen verabreden sich,ich schaffe es nicht neue Kontakte zu Knöpfen.
    Vor drei Wochen habe ich mich dann endlich mal getraut auch jemand einzuladen,
    einen Tag vorher kam die Absage.Ich hörte dann ,das sie noch eine andere Einladung hatte und da hin ging.Es ist ein Gefühl das dann entsteht ,das andere nicht nachvollziehen können.Und ja, man verkopft und verkrampft weil man sich so sehr auch Kontakte wünscht.
    Ratschläge sind lieb gemeint,helfen einem aber nicht wirklich,da man sich meistens so sehr schämt einsam zu sein,das der Weg aus dieser Einsamkeit raus nicht einfach ist.
    Ich wünsche mir auch ,das ich mich nur mal mit einer Freundin treffen könnte.
    Es fällt schwer sich einzugestehen das es aber niemanden gibt.Ich versuche es daher ,es mir und meinem Sohn schön zu machen.
    Alles Liebe

    • Hallo
      Ich kann deine Schwierigkeiten nachvollziehen, schade dass du anonym geschrieben hast.
      Wir sind vor ein paar Jahren umgezogen und ich gehe seit der Zeit mit meinem Kind zum Kinderturnen und habe es vermutlich als einzige Mutter geschafft, dort keine Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen. Klar, man unterhält sich, aber den Bogen zu spannen von einer Unterhaltung bei einer gemeinsamen Sportstunde zu einem privaten Treffen ist mir auch bis jetzt nicht gelungen.
      Ebenso im Kindergarten.
      Es ist nicht so, dass ich keine Freunde habe, nur sind die bestehenden Freundschaften schon uralt. Ich hätte gerne neue dazu, aber genau das schaffe ich nicht mehr. Auch die neuen Nachbarn sind Bekannte geblieben und keine Freunde geworden, was ja auch ok ist, aber hin und wieder frage ich mich, wie ich meinen Freundeskreis jemals erweitern kann?
      Ich weiß, irgendwie liegt es an mir, aber man kann ja nicht raus aus seiner Haut und wenn wir dann mal neue Leute kennenlernen, zum Beispiel im Urlaub, dann wohnen sie gleich am anderen Ende Deutschlands, also bleibt es bei mir schon seit Jahren bei einer Minimalbesetzung...

Hallo,

ja das kenne ich. #schmoll
Ich habe zwar Freunde, aber der Kreis wird immer kleiner und kleiner. Die einen ziehen weg, die anderen bekommen Babys und unternehmen dann gar nichts mehr. Jeder bleibt lieber in seiner Familie. Man kann nicht mal mehr zusammen ins Kino gehen.
Sehr traurig finde ich das.
Ich würde auch gern meinen Freundeskreis wieder erweitern. Auch mal weggehen mit Mädels oder sowas. Aber ich kann auch ganz schlecht Kontakte knüpfen.

Die meisten denken am Anfang, ich wäre komisch, eingebildet oder so.
Die mich näher kennen lernen, mit denen verstehe ich mich dann meist ziemlich gut. Aber dazu muss es erstmal kommen.

LG

Hallo,

bei uns ist das so, dass wir beide, also mein Mann und ich einige Freunde in früherer Zeit hatten, aber meist durch einen Wohnungswechsel sind diese kaputt gegangen.

Wir haben einige neue Freunde gefunden. Mal waren es Nachbarn unserer Freunde und einige kennen wir durch unsere Hobbys.

Auch lernte ich in der Zeit, als unsere Tochter noch zur Schule und den Kindergarten gebracht wurde, nette Eltern kennen. Man quatschte mal vor dem Eingang und verabredete sich später. Ich lade gerne ein. Das macht zwar Arbeit in der Vorbereitung, aber wir haben schon so viele lustige Tage und Abende verlebt. Dann ist es meistens wechselseitig.

Leg deine Scheu ab und sei offener , ohne große Vorurteile. Du kannst auch Einladungen aussprechen, wenn du meinst, jemand liegt auf deiner Wellenlänge.

LG Lotta

Hallo,

ich habe gerade überlegt, wie ich meine Freunde kennengelernt habe - seit ich 30 bin geht es da nicht mehr so spontan, eher schleichend :D

Viele Leute habe ich über meine Kinder kennengelernt, andere über meine Gemeinde, wieder andere über gemeinsame Hobbies. Ich glaube auch, dass du einfach raus musst - und dich nicht zu interessiert zeigen.

Also natürlich schon interessiert, aber ich habe z.B. eine Nachbarin, die sehr alleine ist. Sie tut mir auch total Leid, aber ich wüsste schon, wenn wir uns näher anfreunden würden (was ihr total Recht wäre), dann müsste ich sie jeden Tag abwimmeln, weil sie nun schon klammert. Weißt du, was ich meine?

GLG
Miss Mary

Huhu,

ich habe genau das Problem wie du.
Früher als Kind hatte ich viele beste Freundinne und heute habe ich keine.
Ich leide eher mehr nur darunter wenn wir ausgehen und unter Kumpels von meinem Freund sind. Wenn wir auf der Party bin, bin ich entweder nur mit essen und trinken beschäftigt oder laufe meinem Freund hinterher bzw. bin bei ihm.
Mitreden kann ich nicht, fühle mich dann total angespannt.
Wenn ich dann rede, dann kommt es meist gar nicht gut an oder ich bereue es danach, was ich gesagt habe.

Die Freundinnen seiner Kumpels kann ich entweder damit nicht anfangen oder sie sind mir zu arrogant.

Bei Familien bin ich genau das Gegenteil, ich bin lockerer und unterhaltsam.

Deshalb habe ich mich beschlossen, selten mit meinem Freund auf Partys zu gehen.
Ich gammel lieber zuhause herum und genieße die Freiheit.

(23) 19.11.13 - 19:32

Huch, da habe ich ein paar Stunden nicht reingeschaut und schon haben mir so viele geantwortet #danke

Ich sehe ein, dass ich eventuell zu verkopft an die Sache gehe und zu verkrampft. Das sollte ich ändern. Auch scheue ich mich wohl die Initiative zu ergreifen wohl einfach aus Angst vor Enttäuschungen und davor verletzt zu werden. Dieses Verhalten abzulegen fällt mir sehr schwer und ist tief in mir verankert. Wenn ich mich z. B. mit einer mir noch nicht so bekannten Person verabrede dann habe ich immer grundsätzlich Sorge versetzt zu werden. Ich stehe dann am Treffpunkt wie bestellt und nicht abgeholt und komme mir einfach nur dämlich vor.
Nun, ich fürchte ich weiß was ich falsch mache wenn ich so darüber nachdenke ;-)

Danke euch!

  • (24) 20.11.13 - 14:19

    Hallo,
    ich habe auch niemanden,seit Jahren schon.
    Ich kann keine Kontakte knüpfen,verheimliche aber auch das ich niemand habe.Es ist mir peinlich.
    Ich merke ich bin ab und zu unzufrieden und traurig darüber,
    habe aber angefangen es mir so schön wie möglich zu machen.
    Kerzenschein,Tee,Kekse,Cd's,schöne Bücher,Basteln,Yoga ,Spazieren gehen usw.,
    Dinge die mir guttun.Vielleicht finde ich irgendwann jemanden der mich gern hat und mit mir befreundet sein möchte.Dann freue ich mich darüber.
    Das gleiche wünsche ich dir auch,aber wie gesagt mach dir dein Leben so schön wie möglich.
    Viele Grüße

Top Diskussionen anzeigen