Er stellt meinen Heiratswunsch als Teenie-Träume dar!

    • (1) 19.11.13 - 23:31

      Ich lese hier öfter und heute habe ich mich angemeldet, da ich mal Meinungen von anderen Menschen benötige. Ich brauche keine Meinungen von Außenstehenden um mein Leben daran zu orientieren, so ist es nicht. Aber in diesem Falle interessiert es mich einfach!

      So, und nun zu meiner Geschichte:

      Ich bin mit meinem Freund seit 14 Jahren zusammen. Das ist eine lange Zeit und ich war sehr jung als wir zusammengekommen sind. Wir haben inzwischen zwei Töchter (6 und 2). Er ist ein toller Vater und ich werde ihn auf eine bestimmte Weise immer lieben. Aber er macht es mir nicht leicht. Ich hatte mich mit Mitte Zwanzig dazu entschlossen ein Studium zu beginnen, dass ich demnächst abschließen werde und er befindet sich in seinem zweiten Studium (mit dem ersten hat er langfristig keine gute Stelle bekommen). Er hat lange Zeit gekifft und dadurch auch ziemlich gebummelt mit dem Studium. Es was ganz lange ein Streitthema zwischen uns. Als ich mit dem zweiten Kind schwanger wurde, habe ich von ihm verlangt damit aufzuhören. Familie erweitern und ständig Joints rauchen passt für mich nicht zusammen. Er hat es lange Zeit getan und ich hatte mir lange mitangeguckt, wie es ihn negativ beeinflusst hat. Unter Anderem hatte er auch mal seinen Führerschein verloren deswegen und es hat einen Arsch voll Geld gekostet den wiederzubekommen. Ganz zu schweigen davon, dass in der Zeit natürlich alles an mir hängengeblieben ist. Am Ende habe ich ihm ein Ultimatum gestellt: entweder Aufhören oder Trennung. Er hat daraufhin tatsächlich aufgehört und jetzt läuft es auch besser was die Uni angeht. ABER: es war ein kräfteraubender Kampf der Jahre angedauert hat und es hat einen tiefen Keil in unsere Beziehung geschlagen. Er hat zwar aufgehört, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er es nur getan hat, weil er Angst hat seine Kinder zu verlieren. Eingesehen hat er die Problematik nämlich nicht. Generell ist er ein Mensch, der sich nichts sagen lässt (außer von seiner Mutter) und es lieber mag, wenn die Dinge so ein der Schwebe hängen. Er lebt gerne so in den Tag hinein. Er macht gerne sein Ding, versucht von Familientreffen fern zu bleiben und es kostet mich Mühe ihn dazu zu bringen, dass wir mal einen Familienausflug machen. Dementsprechend unternehmen wir kaum etwas gemeinsam. Er ist auch der Einzige in seinem Freundeskreis, der Kinder hat und eine langjährige Beziehung hat. Seine Kumpels sind alle Kiffer, die keinen Bock auf 'ne "stressige" Beziehung haben.
      So, nach 14 langen Jahren denke ich, es wäre an der Zeit zu heiraten. Ich bin weiß Gott nicht spießig und unterliege nicht irgendwelchen gesellschaftlichen Konventionen. Trotzdem ist dieser Wunsch da (da bin ich vielleicht zu sehr Mädchen). Es gibt sehr viele Gründe, die dafür sprechen: Ich wäre dann bei ihm krankenversichert, wir würden dadurch 150,- € Krankenversicherung sparen jeden Monat und ich könnte endlich mal eine Kur machen (habe ich dringend nötig, kann ich aber jetzt nicht weil ich privat versichert bin). Auch andere wirtschaftliche Vorteile sprächen dafür. Abgesehen davon fände ich es für unsere Kinder schön. Meine große Tochter fragt schon mal, warum wir denn nicht heiraten und ich weiß gar nicht, was ich dann antworten soll. Aber vor allen Dingen fände ich es einfach schön von "meinem Mann" zu sprechen. Ich habe es satt von "meinem Freund" zu sprechen, das klingt als würden wir gerade mal 1 Jahr vögeln. ABER ER HAT KEINE BOCK. Er sagt, er verbindet damit nichts, findet es spießig und sieht überhaupt keine Sinn darin. Ich empfinde sein Nein als eine enorme Ablehnung. Er möchte mich nicht als seine Frau an seiner Seite. Ich hingegen möchte unsere Beziehung endlich mal konkreter machen und auf einen Level bringen, auf dem wir auch Verantwortung füreinander übernehmen (auch nicht seine Stärke). Ich merke, dass der Wunsch mit den Jahren immer stärker wird. Inzwischen ist das ein richtig wunder Punkt bei mir. Meine Freundinnen heiraten jetzt so nach und nach und ich werde auch ständig drauf angesprochen, wann es denn bei uns soweit ist und ehrlich gesagt, kann ich dann die Tränen kaum aufhalten. Es verletzt mich so, dass unsere Beziehung und die Kids für ihn keine Gründe sind mir diesen Gefallen zu tun. Dabei gehöre ich nicht zu denen, die von einer Traumhochzeit in weiß träumen (da hat er glaube ich Schiss vor). Das kann meinetwegen auch ganz unspektakulär ablaufen. In seinen Augen ist mein Wunsch eine Art Teenie-Traum, er findet's lächerlich. Ich frage mich ständig, was falsch an mir ist, dass ich am Ende die bin, die mit 40 noch unverheiratet ist. So eine schlechte Partie bin ich eigentlich nicht. Ich bin tageslichttauglich und doof bin ich auch nicht.

      Ich weiß nicht, ob es Sinn macht diese Beziehung weiterzuführen unter solch miserablen Voraussetzungen. Ich werde immer unglücklicher. Ständig bin ich bemüht, dass hier ein Gefühl von Familienleben entsteht, das ist so unglaublich kräfteraubend. Und immer öfter erwische ich mich bei dem Gedanken: Da muss es doch irgendwo noch einen Mann geben, der Bock hat mich zu heiraten...

      Mensch, jetzt hab ich Euch ganz schön zugeschwafelt! Aber das musste echt mal raus! Und nun die alles entscheidende Frage: Ist mein Heiratswunsch denn wirklich so abwegig? Erwarte ich zuviel von einer Beziehung? Bin ich spießig? Das ist zumindest das, was mir immer eingeredet wird von meinem... Freund.

      Ich bin für jede Meinung dankbar!

      • hallo,

        kann es sein, dass das siegel 'ehe' für dich ein symbol darstellt? nämlich: die beziehung, die du gerne hättest, aber aus diversen gründen mit deinem mann nicht führst.

        du schreibst, du liebst deinen mann (ich finde durchaus dass man in eienr langjöhrigen partnerschaft von mann udn frau sprechen kann), aber im grunde klingst du auf vielen ebenen unzufrieden.
        du bist mit ihm und seiner einstellung zu euch als familie und zu dir als seiner oartnerin unzufrieden. und ich werde das gefühl nicht los, dasss du dir einredest, dass eine heirat das ändert.
        aber im grunde ist dir bewusst, dass es das nicht tun würde.

        und seine ablehnung der ehe ist für dich gleichermaßen ablehnung der art der beziehung, die du gerne hättest.

        wäre die beziehung und euer familienleben zufriedenstellend, wie du es gerne hättest, ich glaube, dann würdest du gar nicht so unglücklich püber das ausbleibende eheversprechen sein. denn dann wäre dies gar nicht so wichtig.

        ich deke du solltest mal grundlegend darüber nachdenken, was du dir für die zukunft wünscht und ob es dir wichtiger ist, als die art der partnerschaft udn die art des familienlebens das du jetzt führst. oder ist dir der jetztzustand genug, bzw,. so wichtig, dass du eben auf bestimmte dinge verzichten kannst.

        wenn du das für dich rausgefunden hast, kannst du auch die probleme in eurer partnerschaft/familie angehen. und eben ggf. das gespräch suchen, ihm darlegen, was du dir wünscht, was du brauchst und erwartest. udn schauen, was er möchte udn erwartet. und dann beide, ob sich das gemeinsam dauerhaft verwirklichen lässt.

        lg

      (4) 19.11.13 - 23:53

      ich glaube der steigt nicht auf ein höheres level ein..

      heirat = nicht mehr Verantwortung...mach dir keine Illusionen

      er hat nie verantwortung getragen, hat nicht wirklich familiensinn..das ändert auch die ehe nicht..

      ob es sinn macht die beziehung weiter zu führen, da würde ich ansetzen und mit ihm darüber sprechen...

      und nein heiraten ist absolut nicht spiessig....

      warum willst du um jeden preis heiraten?
      dann am besten den, der bock darauf hat..na dann prost..

      alles gute dir...

      • Hey,
        laso ich will nicht um jeden Preis heiraten. Es ist vielmehr so, dass ich mich frage, was nach so langer Zeit und zwei Kindern eigentlich dagegen spricht. Wie gesagt, ich würde ihn gerne als meinen Mann betiteln. Aber vielleicht ist das wirklich nur ein Symbol für eine Beziehung, die ich nie haben werde.

    (6) 20.11.13 - 01:04

    "So, nach 14 langen Jahren denke ich, es wäre an der Zeit zu heiraten."

    Warum? Was du beschreibst, lässt mich eher an Trennung als an Heirat denken.

    Du hast das Pferd von hinten aufgezäumt. Ein Kind bekommen, während der zweiten Schwangerschaft massiv das Kiffen deines Freundes angegangen, jahrelanger, kräftezehrender Kampf, im Grunde ist er ein Tagträumer. "Er lebt gerne so in den Tag hinein." Er hat kaum Familiensinn auf die erweitere Familie betrachtet, ihr unternehmt kaum gemeinsam etwas, wo ist da Familie? Liebst du ihn überhaupt? Deine Gründe für eine Heirat hören sich nicht danach an, du möchtest bei ihm familienversichert sein, die Freundinnen heiraten nach und nach.

    "Es verletzt mich so, dass unsere Beziehung und die Kids für ihn keine Gründe sind mir diesen Gefallen zu tun."
    Eine Heirat sollte nie ein Gefallen sein, sondern der Wunsch von beiden und doch finde ich es traurig, dass er deinen Traum als lächerlich abtut.

    Dein ganzer Beitrag liest sich sehr lieblos, nicht, dass du lieblos geschrieben hast, ich meine die Beschreibung deiner "Partnerschaft".

  • Kann es sein, dass Du die Erste unter Deinen Freundinnen warst, die eine langjährige Beziehung hatte, die Erste, die Kinder hatte.? Sozusagen das Thema unter Dach und Fach, während andere noch gesucht haben? Klingt so, als hättest Du nicht erwartet, das andere vor Dir heiraten . Bei Dir klingt auch Neid mit.Mach Dich frei davon.

    Du wolltest Meinungen: Ist ein Partner, der Deine Träume so respektlos abtut es wert, sich an ihn zu klammern? Den wollte ich persönlich nicht in meiner Nähe haben, ob nun Kinder oder nicht.

    Frag Dich mal ob er es überhaupt verdient hat, nach allem was er sich leistet, Dich heiraten zu dürfen. Zeig ihm das auch mit Selbstbewußtsein.
    Er ist sich Deiner vielleicht auch viel zu sicher. Das kann man aber so nicht beurteilen.

    Alles Gute.

    • Ja, ich war die erste mit einer langen Beziehung und die erste, die ein Kind bekommen hat. Ich dachte immer, dass ich alles richtig gemacht habe, aber am Ende bin ich diejenige, die in die Röhre guckt.

      • Na in die Röhre guckst jetzt auch nicht gleich... oder bist Du schon alt und grau ? :-p

        An Deiner Stelle würde ich mich auf das Studium konzentrieren und dann weiterschauen was ich will und wie Dein Partner da mitzieht oder eben nicht.

        Die goldene Hochzeit wird jetzt zwar immer schwieriger, aber silberne ist ja noch drin. #schein

Morgen.

<<<Ist mein Heiratswunsch denn wirklich so abwegig? >>>

In diesm Falle würde ich sogar sagen JA. Er will doch gar keine richtige Beziehung. Er liebt sein Singleleben und du stehst mit allem alleine da. Meinst du, das wird besser, wenn ihr verheiratet seid. Was liebst du denn an ihm. Ich lese eigentlich immer nur das, was dich stört an ihm und das du selbst die Beziehung in Frage stellst. Also überleg mal, ob es wirklich sinnvoll wäre, zu heiraten. Er hat ja noch nicht mal eine berufliche Perspektive. Will er denn mal arbeiten oder will er Langzeitstudent bleiben. Das kann ich nicht aus deinem Text erkennen.

Alles Gute.

LG

Vielleicht ist es nach so vielen Jahren einfach zu spät um zu heiraten.

Ich kann deinen Wunsch wirklich verstehen. Du willst, dass er ein deutliches Zeichen für Euch als Paar und Familie setzt. Aber selbst wenn Ihr jetzt heiraten würdet hättest du ja doch das Gefühl es erzwungen zu haben. Dabei wünschst Du Dir, dass er es von innen heraus will.

Da das Thema bei Euch so vorbelastet ist, glaube ich nicht an die heilsame Wirkung einer Hochzeit. Aber vielleicht könnt Ihr Euer 15-Jähriges im nächsten Jahr als Anlass nehmen ein richtig großes Fest zu feiern, mit ganz vielen Freunden. Das wäre doch auch ein Signal, dass Ihr zusammengehört und würde Dir und Euch guttun: Eine Lösung, die respektiert, dass er nicht heiraten möchte aber Dir zeigt, dass er sehr wohl zu Euerer Partnerschaft steht.

Alles Gute für Euch,
doremi

P.S. Und ich kenne einige Paare in "wilder Ehe", die sich durch aus als "mein Mann" oder "meine Frau" bezeichnen.

Dadurch, dass er Dich heiratet, wird er sich auch nicht ändern. Er wird deswegen nicht mehr zum "Familienmenschen" als er jetzt ist, er wird sich nicht mehr zusammen reißen, und er wird Dich weiterhin eher als Klotz am Bein wahrnehmen, als die Frau die ihn dran hindert das zu machen was er will.

Ich bin mir echt nicht sicher, ob da überhaupt irgendwo Liebe da ist - übrigens auch von Deiner Seite aus, so wirklich Liebevoll klingt das alles nicht.

Ich fürchte, Du willst so sehr unbedingt eine perfekte kleine Familie, dass Du gar nicht merkst dass Du damit ziemlich alleine da stehst...

Ich finde es interessant, dass ihr schon 14 Jahre zusammen seid und sogar Kinder habt, obwohl ihr so unterschiedlich seid.
Ich finde es wichtig, dass man in einer Beziehung eine gemeinsame Basis hat, aber das habt ihr scheinbar nicht. Du bist die Verantwortungsvolle und träumst von einem geregelten Leben, in dem Heiraten auch dazu gehört. Völlig in Ordnung.Er lebt gerne in den Tag hinein, will frei sein und Spaß haben. Auch in Ordnung.

Einer wird bei euch langfristig immer leiden, denn man kann sich selbst nur schwer ändern. Momentan leidest du, weil du dir dein Leben anders vorstellst. Wenn er nachgibt, dich heiratet usw. leidet er, weil das einfach nicht seinem Wesen entspricht.

Was also tun? Du kannst nicht davon ausgehen, dass dein Freund sich ändert (er kann ja auch nicht davon ausgehen, dass du dich änderst). Also musst du überlegen, ob du mit deinem Freund für immer zusammen sein willst, SO WIE ER JETZT IST, oder ob du nur noch mit ihm zusammen bist, weil du die Hoffnung hast, dass er sich irgendwann ändert. Im Falle des Letzteren würde ich über eine Trennung nachdenken, damit ihr beide noch die Chance habt glücklich zu werden.

  • Wir waren nicht immer so unterschiedlich. Früher war ich auch so drauf. Ich habe mich aber mit Geburt des ersten Kindes verändert bzw. meine Entwicklung hat einfach einen (für mich normalen) Verlauf genommen, während er immernoch so leben will wie mit Anfang 20. Gemeinsamkeinten haben wir trotzdem. Ich liebe seinen Humor und wir mögen die gleiche Musik, die gleichen Filme, haben eine ähnliche politische Einstellung usw.

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