Neuer Partner - scheiden lassen?

    • (1) 27.11.13 - 14:10
      malinschwarz

      Hallo zusammen,

      mein Mann und ich haben uns nach 11 Beziehungs- und 4 Ehejahren vor anderthalb Jahren freundschaftlich getrennt. Kein böses Blut, keine schlimmen Verletzungen, kaum Uneinigkeiten - vielleicht liegt es daran, dass wir trotz unserer Trennung nie über Scheidung gesprochen haben. Seit kurzem habe ich einen neuen Mann an meiner Seite - und plötzlich habe ich ein merkwürdiges Gefühl dabei, nicht geschieden zu sein. Dabei bin ich vom Kopf her schon frei gewesen, bevor wir uns getrennt haben. Mein Kopf sagt: Bleib Du mal schön verheiratet - wegen Deiner Tochter kannst Du nur Teilzeit arbeiten gehen, so erwirbst Du ohne Scheidung noch Rentenansprüche. Und die Versicherungen etc., die wir noch zusammen laufen lassen können als Verheiratete, wie z.B. Rechtsschutz, ADAC, Haftpflicht.... das spart aufs Jahr gerechnet schon einiges an Geld.

      Wie seht Ihr das bzw. welche Erfahrungen habt Ihr da gemacht? Scheiden lassen, ja oder nein? Muss jeder für sich entscheiden, weiss ich - aber: Wie habt Ihr in der Vergangenheit da ggf. entschieden und weshalb?

      Viele Grüße
      malinschwarz

      • Mein Ex-Mann und ich wir haben uns auch erst fünf Jahre nach der Trennung scheiden lassen. Für mich persönlich war es nicht wichtig und im Gegenteil ähnlich wie bei Dir, was hatte ich zu verlieren? nix. Ich hatte aber auch in der ganzen Zeit keinen festen neuen Partner.

        Letztendlich haben wir - hat er - die Scheidung eingereicht, weil er sich mit seiner neuen Freundin einen neue Zukunft aufbauen wollte, inkl. Hausbau. Das war dann der Anlass.

        an meinen Gefühlen bzw. nicht Gefühlen hat Scheidung oder nicht Scheidung nichts geändert.

        Lichtchen

        (3) 27.11.13 - 15:56

        Ich habe mich damals getrennt, aber nie scheiden lassen. Stand am Anfang nie zur Diskussion und später auch nicht. Wie heißt es so schön, man soll jeden Fehler nur einmal machen. Ich habe einmal geheiratet, nocheinmal heiraten will ich nicht, mein jetziger Partner wollte eh nie heiraten. Zwischenzeitlich ist mein Ex verstorben, ich bekomme Witwenrente, die ich als "Schmerzensgeld" gerne nehme.

        Ich möcht einmal die montäre Seite der nicht geschiedenen Ehe, hier die Zeit der Trennung beleuchten. Wenn keine Gütertrennung oder ein Ehevertrag abgeschlossen wurde, befindet ihr euch immer noch in einer ehlichen Zugewinngemeinschaft, d.h. jeder Cent der in feste Werte gesteckt wird oder auf Bankkonten landet, wird im Falle einer Scheidung gwürdigt und in die aufzuteilende Masse eingebracht, egal wer den Wert geschaffen hat.

        • (5) 27.11.13 - 21:12

          Wenn er nun ne neue findet, wie oben eine Userin und die bauen zusammen, würde ihr 1/3 vom Haus gehören?

          • (6) 27.11.13 - 21:57

            25 %.

            Je 50 % für den Ex und seine Neue.

            Die 50 % vom Ex werden zu je 25 % auf ihn und seine Noch-Frau aufgeteilt.

      mit Erfahrung kann ich dir leider nicht dienen, ein punkt den ihr aber langfristig bedenken solltet ist das erbrecht. also zb ex jeweils per Testament aufs Pflichtteil setzen (ausser es ist anders gewünscht)

      LG

      Meine ex-Frau und ich haben uns getrennt und zügig scheiden lassen weil ich für klare Verhältnisse bin.

      Wozu soll ich verheiratet sein auf dem Papier wenn ich weiß dass die Beziehung definitiv und unwiderruflich am Ende ist?

      Ohne dass wir im Bösen auseinander gegangen wären.

      (10) 28.11.13 - 01:44

      Hallo

      ich hätte mich damals sehr gerne zügig scheiden lassen.Mein Ex hat das zu verhindern gewusst-die ganze Misere hat vier lange Jahre gedauert und mehrere Anwälte haben sehr gut verdient.Schrecklich war das.
      Wenn keine Notwendigkeit besteht und sonst keine Nachteile entstehen, kann man es auch bleiben lassen.Ich denke aber die neuen Partner finden das nicht so prickelnd auf Dauer?!?

      L.G.

      Und dazu ist dein Ex bereit?

      Meiner würde mir etwas husten. Also, ich meine, wegen der Rentenansprüche. Die würde mein Ex mir nicht schenken wollen.

      Ich persönlich wollte einen klaren Schnitt. Ich wollte alles, nur nicht von meinem Ex abhängig sein. Ich wollte ganz klar und deutlich von ihm getrennt sein, daher auch und relativ zügig die Einleitung des Scheidungsverfahrens.
      Das das nun dennoch dauert, liegt allein am Gericht vor Ort, welches ständig Anfragen wegen des Versorgungsausgleichs in ihre Wiedervorlage legt und das ziiiiiieht sich. #augen

      Ich kann mein Leben nicht befreit weiterleben, wenn ich als verheiratet gelte mit einem Mann, den ich nie wieder werde lieben können (und wollen).

      (12) 28.11.13 - 10:34

      Ich bin auch eher für einen klaren Schnitt. Zumal du mit Lohnsteuerklasse II mehr netto bekommst als in V (ich gehe mal davon aus, dass du V hast, wenn du Teilzeit arbeitest).
      Da ihr das natürlich schon ein paar Jährchen praktiziert, kann es natürlich die Gewöhnung sein, dass es dich nicht stört. In diesem Fall finde ich einen neuen Partner auch nicht als wichtiges Argument für eine Scheidung.
      Was sagt denn dein Freund dazu? Stört er sich daran? Oder möchtet ihr u.U. mal heiraten? Gemeinsame Kinder? Dann wäre das selbsterständlich ein Punkt der für Scheidung spricht...
      Und zudem befürchte ich, dass so ein paar Rentenpünktchen auch nicht dazu beitragen, dass du von deiner gesetzlichen Rente mal gut leben kannst. Da musst du eh noch zusätzlich vorsorgen (und das ist natürlich das Hauptproblem fast aller Alleinerziehenden).

      Hör auf deinen Bauch, damit wirst du am besten leben können, glaube ich.

      LG Trina

      • (13) 28.11.13 - 10:50
        auch-in-schwarz

        Getrennt lebend = getrennte steuerliche Veranlagung und entsprechende Steuerklassen, das ist kein Unterschied zum geschiedensein.

Top Diskussionen anzeigen