Mann mit Bindungsangst - Hoffnung?

    • (1) 01.12.13 - 10:21
      frager

      Angenommen es stellt sich nach vielen Jahren heraus - und ein Therapeut, der diesen Mann kennt bestätigt diese "Diagnose" - dass der Mann Angst vor zu viele Nähe bzw. Bindung hat. Man liebt ihn immer noch, obwohl schlimme Sachen passiert sind. Es stehen 2 Kinder dazwischen und man ist bereit das ganze mit einem Psychotherapeutischen Prozess aufzuarbeiten...
      Klingt das alles zu viel, ist das schiffbar, hat jemand Erfahrungen damit?

      Danke

      • Ganz ehrlich?

        Das klingt nach einer Riesenbaustelle die viel Kraft, Zeit und Tränen kosten kann und wird und man sollte sich wirklich überlegen ob eine andere Basis des Umganges, vielleicht sogar des gemeinsamen Lebens für alle Beteiligten weniger aufreibend wäre.

        Vor allem wenn noch Zeit und Kraft für die Kinder übrig bleiben will.

        Letztendlich sind meine Ex und ich auch nicht auseinander weil wir uns nur noch gestritten haben sondern weil meine psychischen Probleme für uns als gemeinsame Familie in dem Umfang nicht mehr tragbar waren. Und es kann auch Ausdruck von Liebe sein, den anderen gehen zu lassen damit jeder auf seine Weise versucht einen Weg im leben zu finden, nicht bis zum letzten den Partner nach den eigenen Wünschen formen wollen.

        Wer ist da "man"? Du oder er oder ihr beide?

        Wenn beide konstruktiv arbeiten wollen, wobei der Mann mit den Ängsten da den größeren Berg vor sich hat, dann kann das etwas werden.

        Oder aber es wird klar, dass getrennte Wege in Zukunft besser sind. Das ist aber auch ein Ergebnis und man hat es dann wenigstens versucht.

        (4) 01.12.13 - 20:50

        Huhu,

        drei Schritte zurückgehen, sich etwas Luft verschaffen und dann wieder nach vorne gehen.

        Wird es euch nach einer Trennung allen besser oder schlechter gehen?

        LG

      • Huhu...

        Also mit meinem ex hat es nicht geklappt. .

        Er hatte sowas durch eine psychische Erkrankungen. ..

        Nach mehreren Monaten haben wir aber jetzt Freundschaftlichen Kontakt aufgebaut!

        Schließlich spielt bei uns in den nächsten Tagen ein kleines Baby eine Rolle! :)

        (6) 02.12.13 - 07:35

        "Angenommen es stellt sich nach vielen Jahren heraus - und ein Therapeut, der diesen Mann kennt bestätigt diese "Diagnose" - dass der Mann Angst vor zu viele Nähe bzw. Bindung hat."

        also erstmal sollte diese "Bindungsangst" professionell untersucht werden, nicht von einem Bekannten im Vorbeigehen diagnostiziert werden. Das ist fahrlaessig

        Dann frage ich mich, inwieweit es sich bei "Bindungsangst" es sich um eine psychische Krankheit handelt, die therapierbar ist, bzw. sein sollte. Zumal ihr ja bereits viele Jahre in einer Beziehung seit, da kann die "Bindungsangst" nicht sooo stark sein, sonst waert ihr ja nicht so lange zusammen.

        Nicht boese sein, ich glaube du suchst nach Gruenden fuer eure Beziehungsprobleme, seine "Bindungsangst" dient dazu, ihm den schwarzen Peter zuzuschieben. Akzeptiere deinen Mann so wie er ist, versuche ihn nicht zu veraendern, gib ihm Freiraum und enge ihn nicht allzusehr ein. Reflektiere deine eigene Rolle in der Beziehung und sieh, wie du selbst besser einbringen kannst.

        lg und einen schoenen Start in die Woche.

      • (7) 02.12.13 - 14:11

        Lass ihn mal so sein wie er ist und stelle Dir vor, ob Du ihn so nehmen kannst wie er ist?

        Ob Du, wenn er sich zurückziehen will, ihn gehen lassen kannst, obwohl Du in dem Moment vllt. gerade selber Zuneigung und Nähe brauchst?

        Meines Erachtens ist das möglich, wenn ihr in Partnerschaft à la Wohngemeinschaft lebt, in der jeder seine Freiräume hat und auch einen Rückzugsort, setzt jedoch voraus, daß es auch das ist was Du willst oder ständig im Hintergrund dieses Gefühl sitzt (eigentlich hätte ich es gern anders), dann bist Du anfällig für Streit.

        Evtl. könnt ihr das auch mal auf Probe machen, bswp. 6 Monate und dann sehen wie es sich anfühlt, wie Du damit klarkommst?

        Einen Versuch der Kinder zuliebe würde ich wagen - sicher wird euch der Therapeut etwas ähnliches vorschlagen, vorausgesetzt ihr seid beide an einer Fortführung der Partnerschaft intressiert.

        Nur wenn Du denkst, er müsste sich oder sollte sich so oder so verhalten, so wie es jetzt ist, ist es falsch - macht es wenig Sinn - dann erzeugst Du Druck, welcher genau das Gegenteil bewirkt und schiebst ihn quasi weg von Dir.

        • (8) 06.12.13 - 17:57

          @ dhyan: Danke dir! In der Tat hat der Therapeut genau das gesagt, einfach mal eine Weile zusammen wohnen bleiben, ohne Forderungen, ohne Druck, schauen was passiert. Für die Kinder ist es gut, das sehe ich (wobei die dennoch mitkriegen dass ich elend bin). Ich sehe meinem Mann gerade beim Austoben zu, wobei er bisher eigentlich auch gemacht hat was er wollte. Ich würde mich SEHR wundern, wenn er nicht irgendwann Sehnsucht nach Familie / Beziehung kriegt (muss ja nicht mit mir sein), alle unsere Freunde sind Paare / Familien. Die andere Frau scheint auch nach wie vor keine Rolle zu spielen, da versuche ich ihm zu glauben. Dennoch ist dieses Ausharren sehr, sehr anstrengend für mich. Aber evtl. auch für mich gut, um zu wissen, ob ich mir das überhaupt noch vorstellen kann. Evtl. ist der Mann wirklich zu sehr abgedriftet in den letzten Monaten. Ich habe die Gewissheit, dass ich mit meinen Töchtern und meinem Lebensplan auch so zufrieden werden kann, mir dann nicht immer vorwerfen muss, dass ich die Familie leichtfertig auf's Spiel gesetzt habe ...

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