Eifersüchtig auf sein Kind

Hallo zusammen,

der Kleine (7) meines Freundes ist ein lieber und cleverer Kerl, der mich akzeptiert und mag.
Mein Freund ist ein sehr liebevoller und engagierter Vater, der sich beide Beine für seinen Jungen ausreissen würde.
Es ist toll zu sehen, wie Vater und Sohn miteinander umgehen.

Mir gegenüber ist mein Freund genauso liebevoll und aufmerksam.
Soll heissen, es gibt keine (oder kaum) Abstriche in irgendeiner Form.
Ich bin mir sicher, dass wir zwei - sein Junge und ich - die größten Lieben seines Lebens sind.
Die Mutter des Jungen ist ein eigenes Thema und gehört woanders hin.

Nun stelle ich seit geraumer Zeit fest, dass es immer wieder mal zu einem grummeligen Gefühl in mir kommt, wenn mein Freund mir z.B. sagt, dass er nun seinen Kleinen abholt.
Es kommt mir vor, als vergöttert er ihn.
Er hat z.B. ÜBERALL Fotos von ihm. Die gesamte Wand im Flur ist mit gerahmten Bildern seines Sohnes gepflastert.
In der Küche, im Wohnzimmer, sogar am Badezimmerspiegel klebt eine Foto von dem Kleinen.
Seinen Geldbeutel brauch ich wohl nicht zu erwähnen.
Mir kommt das alles übertrieben vor.
Es wird auch ständig was gekauft. Ich hab mir kürzlich echt überlegt, ob ich mal ne Liste führen soll, was der Junge über nur 1 Woche verteilt so alles bekommt.
Bei nahezu jedem Einkauf gibt es ein Matchbox, ein Ü-Ei, ein irgendwas.
Der Kleine muss noch dahin, weil er noch Munition braucht, dann hat er ja noch ein paar Euro von seinem Taschengeld, da müssen wir auch noch irgendwo hin.
Auf dem Weihnachtsmarkt gab es einen großen Adventskalender, ein Türchen öffnen kostet 1,50Euro.
Es blieb natürlich nicht nur bei einem Türchen. Es waren erstmal 2 oder 3 und auf dem Rückweg dann nochmal eins.
Der Junge wird (entschuldigung) zugeschissen mit Geschenken, Kosenamen, einer Affenliebe. So kommt es mir vor.

Der Kleine kommt auch gerne nachts in Papas Bett.
Dagegen habe ich nichts. Ich habe selbst zwei Kinder, die früher zu mir ins Bett kamen.
Doch haben wir ausgemacht, dass er in seinem Bett schläft und morgens ab 8.00h (er kann die Uhr lesen) zu uns ins Bett gekuschelt kommen darf.
Tja, ich finde, es gibt eine Zeit für Kinder (tagsüber) und die Nächte würde ich gerne mit meinem Freund alleine verbringen.

Ich mag den Kleinen und muss dazu sagen, dass die beiden vor meiner Zeit, immer zusammen klebten.
Mein Freund ist vor 3 Jahren bei der Mutter des Kindes ausgezogen.
Er holt den Kleinen jeden Tag nach der Arbeit ab, bastelt und spielt mit ihm, macht ihm Essen und liefert ihnn fast bettfertig Zuhause wieder ab.
Da wir eine Fernbeziehung haben, hat er den Kleinen auch nur noch jedes 2. Wochenende, da wir uns mit dem Fahren abwechseln.
Der Junge kommt nicht mehr mit zu mir, da er nicht so weit weg von seiner Mama sein möchte. Das ist eine eigene und schwierige Geschichte und hat nichts mit mir zu tun.

Ich bin nicht eifersüchtig, weil mein Freund so viel Zeit mit seinem Sohn verbringt.
Mich nervt eher diese (tut mir ehrlich leid) Affenliebe.
Einerseits finde ich diese Vater-Sohn-Beziehung großartig, andererseits nervt mich dieser Hype um sein Kind und das wie das Bett nachts nicht für uns haben.

Ich bin 38 Jahre alt, habe 2 größere Kinder und würde mir gerne selbst helfen, dass alles etwas entspannter zu betrachten.
Es gelingt mir leider nicht.
Im März ziehen wir zusammen (wir zu ihm), suchen uns dann gemeinsam ein Haus.
Wir haben schon besprochen, wie wir unsere Möbel kombinieren, welche Bilder wir aufhängen usw.
Dabei habe ich einfließen lassen, dass er 2-3 schöner Bilder von seinem Sohn aussuchen sollen die wir passend zu den anderen Bilder rahmen und aufhängen.
Ich möchte keine 30 Fotos von seinem Sohn in unserem Haus haben.
Einfach von jedem der wichtig ist ein paar Bilder schön gerahmt im Haus verteilt.

Puh, wurde jetzt doch länger.
Kann mich jemand verstehen und/oder mir nen Tip geben?

Danke für´s lesen. #stern

Hallo,

es ist keine Affenliebe, sondern die schlichte Liebes eines Vaters zu seinem Kind.

Das musst Du akzeptieren.
Deinen Freund gibt es nur mit seinem Sohn.

Durch die Trennung leidet der Mann sehr, dass er seinen Sohn nicht dauernd sieht.
Und deswegen verwöhnt er ihn eben auch, das ist doch ok.

Und es wird auch die Zeit kommen, in der der Junge beginnt, seine eigenen Wege zu gehen (trifft sich mit Freunden, etc).
ich sehe dies bei einem Bekannten von mir. Als sein Sohn in dem Alter war wie der Kleine Deines Freundes, klebten die beiden nur zusammen, machten Disney-DVD-Abende, Kinder-Indoor-Spielplatz, und und und.

Inzwischen ist der "Kleine" ein junger Mann von 14 und geht in seiner Freizeit mit Freunden weg, Papa ist zwar noch cool - aber eher wenn es um Computer und iPad geht, aber das Kuscheln gibt es schon lange nicht mehr in dieser Form.

Auch das mit den Bildern finde ich nicht ok.
2-3 aufhängen wird für Deinen Freund schwer sein.
Lass ihm doch z.B. sein Arbeitszimmer, dass er mit den Pics von seinem Sohn gestalten kann. Und hier und da ein Foto mal, das stört doch nicht....?

Kopf hoch und mach Dich locker.

LG

Hi,

danke für deine Antwort.
Hat schonmal geholfen. :)
Nur das mit den Fotos finde ich schon richtig.

Wenn er ein eigenes Zimmer hat (für was auch immer), kann er sich da reinhängen, was er will.
Aber in unseren gemeinsamen Wohnräumen muss es nicht sein, dass 30 Bilder seines Sohnes dort hängen.
Nene, dass muss nicht sein. ;)

Nochmals, er sieht sein Kind jeden Tag!

Hallo nochmal,

versucht am besten die Lösung mit dem Arbeitszimmer für seine Fotos.

Badezimmerspiegel wäre auch mir too much, aber gegen vl 1-2 kleine gerahmte Bilder im Wohnzimmer spricht ja eigentlich nichts...du stellst ja vielleicht auch vl ein Bild von deinen Kindern hin.

Und ansonsten lass ihm das verwöhnen.

Die Trennung war für das Kind auch nicht einfach, er tut eben alles für sein Kind.

Das ist ok, wie schon jemand schrieb, solange er sich hier keinen kleinen Tyrann ranzieht.

Lg

Du hast ja mehrere Baustellen, die dich stören.

Zum einen die "Affenliebe" zu seinem Sohn. Ich finde es großartig, dass es noch Väter gibt, die sich so um ihre Kinder kümmern, Zeit sinnvoll mit ihnen verbringen und nicht ausschließlich den Kindesunterhalt abliefern. Das zeigt doch, was für eine liebevoller und verantwortungsvoller Mensch dein Freund ist. Ich würde mich darüber freuen, solange die Partnerschaft nicht darunter leidet, sprich..er Dich und eure Beziehung nicht vernachlässigt.

Wofür dein freund sein Geld ausgibt, geht dich schlichtweg nichts an. Ob er es ins Klo spült oder seinem Kind öfter als manche Eltern etwas kauft........halt dich raus, das gibt nur böses Blut und lässt dich missgünstig erscheinen. Vielleicht spielt ein wenig schlechtes Gewissen eine Rolle. Er ist von seiner Familie weggezogen und kompensiert es evtl. damit, dass er den Jungen mehr materiell verwöhnt. Solange der Junge sich dadurch nicht zum

Tyrannen und ewig fordernden, undankbaren Ekel entwickelt, ist doch nichts dabei.

Die Sache mit dem nachts ins Bett kommen sehe ich etwas differenzierter. Ich kann nicht beurteilen, wie es sich anfühlt, wenn ein " fremde" Kind nachts bei mir im Bett schlafen würde und ob man diesem Kind auch emotional so nah ist, dass man sich damit wohl fühlt. Auf den ersten Blick würde ich sagen: ja, damit hätte ich auch Probleme. Außerdem habe ich unsere Kinder auch nie bei uns schlafen lassen. Sie waren nachts immer so unruhig und ich bin ständig aufgewacht. Wenn sie krank waren oder Nähe brauchten, bin ich ins Kinderzimmer umgezogen und habe mich mit einer Matratze vor ihr Bett gelegt. So konnten wir alle ruhig schlafen.

Allerdings würde ich das Zusammenziehen samt Hauskauf schwer überdenken. Du fühlst dich jetzt schon damit unwohl. Ich würde vorher abklären, wie das Zusammenleben mit dem Kind und deinem Partner im neuen Heim gestaltet werden soll. Darüber sollte schon Einigkeit bestehen sonst seid ihr gerade eingezogen und der Ärger nimmt seinen Lauf.

Hi,

aich danke an dich!

ich bin nicht missgünstig und es geht mir auch nicht ums Geld.
Mir geht´s um dieses hinten und vorne reingepuste.
Das der Junge überladen wird mit Kram und es noch nicht genug ist.
Aber du hast recht, es ist und bleibt nicht mein Problem.

Mit meinem Freund habe ich darüber nicht gesprochen und werde es auch nicht tun, da ich nichts kaputt machen möchte. Bzw. mich nicht einmischen möchte.
Daher wende ich mich ja an euch.
Nur das mit dem schlafen, dass habe ich ihm (schon öfter) gesagt.

Mein Anliegen ist es, mit dieser Situation klar umzugehen und mich bissl locker zu machen.

Und das er ein toller Vater ist, habe ich ja mehrfach erwähnt.

Das empfinde ich wirklich so und sage ihm das auch.

#winke

ich bin nicht missgünstig und es geht mir auch nicht ums Geld.
-------

Das wollte ich dir auch nicht unterstellen :-D Wenn du es aber thematisierst, könnte es so falsch aufgefasst werden. Das wäre schade. Jeder hat eben ein anderes Verständnis von Zuwendung finanzieller Art und auch unterschiedliche Mittel dafür zur Verfügung.

Die Bilder würde ich in der Tat ansprechen. Eine gemeinsame Fotoecke mit Familienbildern von euch, von allen Kindern o. ä. wäre ja eine Option. Oder ein Zimmer für deinen Freund, das er dann gestalten kann, wie er mag. Die Liebe zu seinem Sohn ist ja nicht abhängig von der Menge an aufgehängten Fotos.

weitere 3 Kommentare laden

Abgesehen davon, daß ich Deine Eifersucht auf den Jungen total überzogen find, sag ich Dir: Finger weg von Männern mit so kleinen Kindern! Erst recht, wenn die eigenen Kinder schon recht groß oder gar erwachsen sind. Es ist schwer und oft problematisch. Ich erlebe das gerade selber. Dabei ist bei mir Null Eifersucht vorhanden. Trotzdem ist die Situation sehr prekär. Wenn ich vorher gewußt hätte, was auf mich zukommt, wäre ich mit dem Mann nie zusammengekommen.

Für Kinder ist tagsüber Zeit, aber bitte nicht in der Nacht? Finde ich eine ziemlich krasse Einstellung von Dir!!! Das Kind krabbelt sicher nicht in Euer Bett, um Euch zu ärgern, sondern weil es vielleicht Verlustängste hat, Nähe braucht, die Trennung vom Vater zu verkraften hat?!?

Meine Stieftochter kam mit 8/9 noch regelmäßig in unser Bett gekrochen. Heute ist sie 13 und macht es nicht mehr! Sie und auch unsere gemeinsamen Kinder werden mit "Affenliebe" "verwöhnt" und ich finde da gar nichts Schlimmes dran, so lange man den Kindern auch Grenzen aufzeigt.

Hallo,

ich wollte keine Verurteilung oder Belehrung sondern vielmehr einen Tip oder Hinweis zur Hilfestellung, da ich meine Gedanken und Gefühle diesbezüglich ins positive wandeln möchte.

Dann versetze Dich doch einfach mal in das Kind hinein anstatt Deine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Du bist die Erwachsene und musst Dich zurücknehmen. Wenn Du das nicht kannst, bist Du als Partnerin für einen Mann mit Kind(ern) fehl am Platz. Das ist keine Belehrung, sondern Tatsache.

Ich kenne viele Stiefmütter und ausnahmslos alle müssen Abstriche in Kauf nehmen. Das ist oft hart, aber man weiß, wofür.

Ich fand es auch nicht immer angenehm und manchmal fand ich es auch lästig, wie meine Stieftochter insbesondere an mir geklammert hat.

Ich konnte manchmal nicht mal aufs Klo gehen!

Als unsere Kleinste geboren war, hatte ich auch mal eine Phase der Abneigung.
Wie ich das wieder ins Positive gewandelt hab?

Ich habe es akzeptiert und meine Stieftochter mit ihren guten Seiten und Macken angenommen. Ich habe viele Gespräche mit meinem Mann geführt.
Ich habe meine Stieftochter als "vollwertiges" Mitglied meiner/ unserer Familie akzeptiert.

Und ja, es ist nie leicht, vor allem weil die Kindsmutter IMMER für Stress und Ärger sorgt. Aber ich weiß, dass mein Mann seine Tochter liebt, dass unsere Kinder ihre Schwester lieben, dass wir eine tolle Familie sind und allein dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Ich habe gerade gezählt , 27 Bilder auf den mein Stiefsohn ist und ein paar auf denen er mit uns oder anderen drauf ist, sind in unserer kleinen Wohnung. Und ich habe vor unserem zusammenzug auch gedacht, ich will hier kein Museum von seinem Sohn.
Ich selber habe auch eine Tochter... Von ihr sind wesentlich weniger Bilder an den Wänden, mein Mann meint, ich würde sie ja auch immer sehen, da müsste eigentlich kein Bild von ihr an der Wand hängen.

Ich konnte mich nicht durchsetzen und ich wollte deswegen auch keinen Streit. Das einzige, was für mich nicht in Frage kam, war ein Ultraschallbild. Ich will doch nicht die Gebärmutter einer anderen (oder von überhaupt jemanden) an der Wand hängen haben :-p

In der zwischenzeit stören mich die Bilder auch nicht mehr so. Ich finde sie zwar nicht alle Traumhaft schön, aber ihm sind die Bilder an den Wänden halt wichtig. Dafür lohnt es sich nicht zu Streiten.

Bevor wir zusammen gezogen sind, hat mein Mann sich manchmal mit seinem Sohn ins Bett gelegt und war bei ihm, bis er geschlafen hat. Da war er 8 Jahre alt. Ich fand das übertrieben, aber auch das hat irgendwann nachgelassen. Ich denke mir, irgendwann ist er groß, irgendwann gehen die Kinder ihre eigenen Wege und dann sind diese Dinge Schnee von gestern.

Was das schenken angeht, es wird immer wieder Dinge geben, die Dich stören. Vielleicht solltest Du dafür sorgen, dass Du in eurem späteren Haus einen Rückzugsort hast....

Das wäre mir an deiner stelle auch peinlich .
Du wärst bei mir schon längst rausgeflogen und wenn dein Freund von deinen Gedanken wüsste, dann bestimmt auch bei ihm.

Werd erwachsen.

Deine Antwort finde ich übertrieben.

Zumal die TE hier m.E. schon versucht, sich mit der Sache zu arangieren und für sich eine Lösung zu finden.

Ich glaube ganz ehrlich, dass es vielen Zweitfrauen so ergeht und die sich mit diesen oder ähnlichen Gedanken (die weder verboten noch verwerflich sind !!) beschäftigen.
Deshalb sind die noch lange keine schlechten Menschen, die man "rauswerfen" sollte.

Mein Exmann hat sich eine Zeit nach der Trennung bei unserem gemeinsamen Sohn auch so verhalten (für mich verständlich) und die Neue hatte damit auch zunächst Probleme. Deshalb hab ich sie nicht verteufelt.
Heute hat sich alles eingespielt-so wie es flamingoduck auch in ihrem Post geschrieben hat.

Man sollte versuchen beide Seite zu verstehen, oder ?

Borstie

Mir ist soviel durch den Kopf geschossen , als ich das gelesen hab ..

Da bin ich wenig tolerant

Sie will mit ihm zusammen ziehen und ihm dann verbieten Bilder vom Sohn aufzuhängen ???
Wo ist bitte das Problem ???

Da läuft doch was ganz doll schief !

Das er sich nur Tagsüber um ihm kümmern soll , also da fehlen mir die Worte .

Für mich hört es sich auch so an , als ob sie sich dann erst offenbaren wird , wenn die zwei zusammen gezogen sind und das nenn ich mal total hinterlistig.

Das kann so nichts werden . Tut mir leid

weitere 4 Kommentare laden

Du hast ja teilweise reichlich Wind von vorne bekommen.

>>>und würde mir gerne selbst helfen, dass alles etwas entspannter zu betrachten.<<<

Ich könnte das auch nicht so entspannt sehen. Er liebt sein Kind, er kümmert sich täglich, schön und gut, aber was du so beschreibst, halte ich auch für maßlos übertrieben.

Beim ersten Lesen heute Nachmittag dachte ich, ich würde nicht mit ihm zusammenziehen. Meinst du, du kannst diesen Hype täglich ertragen?

Meine Mutter war vor 12 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann, Vater von 2 Kindern, die bei der Mutter lebten.
Die Verhältnisse waren wie bei euch. Ständig bekamen seine Kinder "Zucker in den Arsch geblasen" und er sprang für jeden Pups.
Die Kinder wohnten 10km von seinem Wohnort entfernt, meine Mutter 200km. Es kam extrem häufig vor das er Freitags die 200km zu meiner Mutter fuhr, die Kinder riefen an und er fuhr zu ihnen, holte sie ab und fuhr wieder zu uns. 600km an einem Tag. Dann nahm er sie Sonntags wieder mit.
Wir verstanden uns sehr gut, waren alle in einem Alter (10,11,11,12) und wurden gute Freunde. Das Problem waren auch nicht die Kinder, im Gegenteil meine Mutter mochte sie.
Das Problem war der Kampf zwischen dem vater und der Mutter der Kinder, die es mit Absicht machte immer dann anzurufen wenn der KV bei meiner Mutter war und er halt immer sprang.
Aber das konnte man nicht an den Kindern auslassen, im Gegenteil, aus dem Grund WEIL es die Kinder von ihm waren. Daher holte er sie ab und wir unternahmen zu 6. sehr viel. Die Beziehung lief gut, wir zogen zu ihm und wir sahen uns noch öfter.
Aber die Ex schoss quer wo sie nur konnte, brachte die Kinder um Ausflüge ect zu sabotieren. Es wurde ein Urlaub geplant, für uns 4. da die Mutter der Kinder nicht einwilligte das die Kinder mit dürfen. So wurde eine Ferienwohnung gemietet für 4 Personen, wir wären auch zu 6. gefahren wenn dies vorher abgesprochen wurde.
Und dann der morgen der Abreise, geplant war 8 Uhr. Kurz vor 8 klingelte es, die Kinder standen weinend vor der Tür und erzählen die Mutter habe sie ins Dorf gefahren und von da aus laufen lassen zum Vater und fuhr weg, nicht mehr erreichbar. Einfach nur um den Urlaub zu versauen, denn sie wusste das er nur für 4 gebucht war.
Meine Mutter versuchte noch eine Umbuchung für 2 weitere Betten, nicht möglich also fuhren wir zu dritt. Meine Mutter suchte sich von dort aus eine neue Wohnung und fuhr nurnoch ihre Sachen holen und zog einen Schlussstrich. Nicht wegen der Kinder, sondern IHM weil er nicht in der Lage war ein Machtwort zu sprechen.
Die Kinder sind mittlerweile erwachsen, das gute Verhältnis zwischen uns Kindern und ihr Verhältnis zu meiner Mutter auch seit eigenen Jahren wieder, die Kinder zogen mit 17/18 aus und meldeten sich erst wie Wkw, dann kamen sie vorbei.

Was ich damit sagen will. Schieb die Schuld nicht auf den Jungen, denn er erfährt was ihm zusteht. Die Liebe seines Vaters.

"Zugeschissen mit Geschenken" - wegen ein paar Euro Adventskalender und nem ü-Ei pro Einkauf?
"Mit Geschenken zuscheißen" wär für mich jede Woche ein Computer, ein Tablet, ein Handy, eine Playstation usw. Das sind doch nur kleine Aufmerksamkeiten, um jemandem eine Freude zu machen.

Ich hab auch überall Fotos von meinen Kindern. Wieso sollte ich mir Blumenbilder oder Fotos von Katzenbabys hier hinhängen, wenn ich schöne Fotos von meinen Kindern habe, auf die ich stolz bin? Auf die Kinder UND auf die Fotos. ;)

"Affenliebe" nennst du die bedingungslose Liebe einem Elternteil seinem Kind gegenüber. Na, vielleicht will ich dann im nächsten Leben lieber Affe sein - scheinen ja nicht so abgebrüht und emotionslos wie viele Menschen zu sein.

Dein Freund ist ein toller Vater und sein Sohn ein lieber kleiner Kerl, wie Du schreibst. Bestimmt auch, weil er von seinem Vater so geliebt wird. Gönne ihm das bitte, es gibt doch nichts Schöneres für ein Kind - und auch für den Papa.

Die beiden haben nun mal eine enge Bindung, und wie andere schon schreiben, wird der Kleine auch immer mehr seine eigenen Wege gehen. Aber die Liebe, die er in seinen jungen Jahren erleben durfte, kann ihm keiner nehmen.

Du wirst da von Deinem Freund bestimmt keine Kompromisse erwarten dürfen, der Schuß geht eher nach hinten los. Wenn Dein Freund das Gefühl bekommt, er müsse zwischen Dir und seinem Sohn entscheiden, wird die Entscheidung immer FÜR seinen Sohn sein.

Und das ist gut so.

Ich denke ich kann dich schon ein bisschen verstehen... Ich lebe selber in einer Patchworksituation, mein Mann und ich haben oft und viel diskutiert, denn auch bei ihm war es am Anfang ähnlich wie bei dir (er hatte allerdings nicht so viele Fotos). Du hast doch bestimmt auch Fotos von deiner Familie oder von euch die du gerne aufhängen möchtest? Ihr könnt ja schauen wie viele Fotos Platz haben und den Platz dann gerecht verteilen, die Hälfte für Fotos die er möchte und die andere Hälfte suchst du aus. Wenn dein Freund einen eigenen Bereich hat kann er diesen ja noch zupflastern wie er will.

Das Problem mit dem schenken kenne ich sehr gut, ich denke man sollte kleine Kinder nicht mit Spielzeug überhäufen. Das Zimmer meines Stiefsohnes war voll mit "Kruscht", Kleinscheiß mit dem er nie mehr gespielt hat usw. Dass Papa ihm etwas kauft war irgendwann selbstverständlich. Meinen Mann hat das dann aber von selbst gestört, er fühlte sich irgendwie reduziert, denn trotz vieler Unternehmungen die die beiden machten meinte der Kleine, der Papa hätte ihm noch was zu schenken. Nach dieser Erkenntnis hat das grundlose Schenken stark nachgelassen, ab und zu bekommt er immer noch einfach so etwas (ich bringe ihm aber selber auch mal was mit z. B. wenn ich auf Geschäftsreise war) und siehe da: er freut sich auf einmal wirklich darüber! So macht das dann auch Spaß! Vllt hat dein Freund diese Erkenntnis auch irgendwann, wenn nicht würde ich ihn machen lassen denn das ist das Streiten echt nicht wert. Dein Freund wird selbst zu spüren bekommen, wie sich das entwickelt, sei es am Verhalten seines Kindes oder an seinem Geldbeutel.

In unserem Bett schlafen, das haben wir nie gemacht. Wenn er wollte hat sich der Papa zu ihm gelegt zum Einschlafen (da ist er mittlerweile aber doch zu groß für ;-)) aber ich mochte das nicht und konnte auch nicht einschlafen, es war mir einfach zu unruhig und Schlafen ist für mich etwas intimes bei dem ich mich wohlfühlen möchte. Mein Mann hatte hierfür Verständnis. Wenn ihr hier sogar schon Regeln aufgestellt habt, sollte sich auch daran gehalten werden denke ich. Ihr habt ja wirklich nicht viel Zeit füreinander, da sind auch die ungestörten Stunden im Bett wichtig, auch wenn man dabei schläft.

In einer Patchworksituation muss sich jeder wohl fühlen, auch die Grenzen der hier so toll als "Next" betitelten Frauen müssen beachtet werden. Man weiß vorher nie, wohin die Patchworkreise führt, aber man ist bereit dafür Zeit, Liebe und Verständnis aufzubringen und in vielen Dingen zurückzustecken, den man tut es aus Liebe. Allerdings meinen manche, man sollte sich genauso selbstlos verhalten wie eine "richtige" Mutter - das finde ich zu viel verlangt, auch Stiefmütter sind nur Menschen. Darum lass dich hier nicht runtermachen! #liebdrueck

- Im März ziehen wir zusammen (wir zu ihm), suchen uns dann gemeinsam ein Haus.-

Unter diesen Voraussetzungen würde ich das mit dem zusammenziehen sein lassen, solange du eine solche Einstellung dem Kind gegenüber hast.

Ich sehe keine Affenliebe sondern eine tolle Vater-Sohn-Beziehung. Einem Kind kann man nie zuviel Liebe geben. Und dass es dich stört wenn der Kleine nachts zum Vater ins Bett kriecht, da kann ich dir nur mal einen Satz wiedergeben, den mein damals 4jähriger Sohn zu mir gesagt hat.

"Du hast in der Nacht Papa zum kuscheln und Papa hat dich zum kuscheln, und warum muss ich alleine schlafen?"

" Einem Kind kann man nie zuviel Liebe geben"

Das kann so richtig sein. Die Frage ist nun aber: Ist das Liebe? Ist es Liebe, seinem Kind andauernd etwas zu schenken? Ist es Liebe, zu springen, wenn das Kind pieps macht? Ist es Liebe, wenn man alle Wände mit den Bildern des Kindes tapeziert?

Wenn es um das Bett geht, das kann diskutiert werden, wobei ich finde, irgendwann sollte man ein Kind damit anfreunden, dass Eltern unter sich sein wollen. Das Kind will ja auch nciht, dass Papa immer dabei ist, wenn der beste Spielfreund zu Besuch ist, die wollen auch mal allein sein und das müssen die Eltern dann akzeptieren.

Ich kenne Kinder, die schlafen noch mit 10 Jahren bei ihrer Mutter. Lassen sich anziehen, sich die Schnürsenkel binden, wenn möglich noch füttern.

Langsam würde mir das dann zu bunt/eng/ungesund.
Irgendwann sollte auch eine Loslösung von den Eltern stattfinden. Und nicht immer kann das Kind das allein beginnen, sondern braucht einen Anstoss.

DAS macht dann in meinen Augen auch die Liebe aus: Wenn man als Eltern erkennt, dass Zeit ist, sich ein wenig zu lösen, damit das Kind auch erkennen kann, dass es nicht ewig klein bleibt, sondern heranwächst und sich die Umstände ändern.

Wie auch immer,

L G

White

Hallo,

auch wir (ich w,45, mein Freund m,43, und meine Tochter, 10, leben ein Patchwork-Dasein.

Zum erweiterten Ensemble gehören auch noch die 2 Töchter aus der ersten Ehe meines Freundes, die bei ihrer Mutter in einer anderen Stadt leben.

Wir waren ca. 1,5 Jahre zusammen, bevor wir "offiziell" zusammen gezogen sind. Zuvor hatte mein Freund seine Wohnung noch behalten.

Zu Deinen Baustellen kann ich Dir folgendes sagen:

1. Das Verwöhnen, der "Hype"
Dagegen wirst Du wenig machen können und solltest es auch tunlichst lassen. Dies ist nicht Deine Baustelle.

2. Die Fotos
Mein Freund unterhielt in seiner alten Wohnung auch ein "Museum" seiner Töchter. Als wir zusammenzogen (in eine neue Wohnung), hat er die wichtigsten und schönsten Erinnerungen (seine und die der Kinder) in einen Karton gepackt und diesen mitgenommen. Alles andere wurde entsorgt. Die Auswahl, "wichtig" und "unwichtig" hat er selbstverständlich selbst getroffen. In unserer neuen Wohnung gibt es eine Photoecke, in welcher unsere gemeinsamen Fotos, Fotos seiner Töchter und Fotos meiner Tochter zwanglos und gleichberechtigt nebeneinander hängen.

3. Das Schlafen
Auch meine Tochter durfte nachts nicht mehr kommen (es sei denn, sie hatte ein ernsthaftes Problem). Auch am Wochenende morgens darf sie das Zimmer nur nach vorherigem Anklopfen betreten. Wir kuscheln immer noch ausgiebig miteinander (alle 3), aber mein Intimleben mit meinem Freund ist mir wichtig. Dies wurde ohne Probleme von meiner Tochter akzeptiert.

Ich finde es gut, dass Du zu Deinen Gefühlen stehst. Auch ich bin manchmal ambivalent, was die Töchter meines Freundes angehst. Gestehe Dir Dein Genervtsein ruhig ein. Besinne Dich in diesen Momenten auf Dich, Deine Interessen, Deine Kinder, dann gehen diese Anflüge auch vorbei.

Viel Glück und lass mal hören, wie es bei Euch läuft!

Claudia

Danke an alle, die ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen konnten.
Wie schon geschrieben, halte ich meine Gefühle und Gedanken hinterm Berg und beobachte weiter bzw. versuche mich damit zu arrangieren.
Was das Materielle betrifft, habe ich bislang meinen Mund gehalten und werde das auch weiterhin tun.

Ich finde nicht, dass ich vor Eifersucht triefe (#rofl) sondern versuche vielmehr, klar zu kommen mit allen Beteiligten und der Situation.

Die Entscheidung ob Kind oder Partner ist völlig induskutabel und steht in keinster Weise zur Debatte.
Da ich selbst 2 Kinder habe, weiss ich, wie Eltern so in der Regel ticken. ;-)

Außerdem "verbiete" ich ihm keine Fotos sondern versuche elegant und vorsichtig, diesen (in meinen Augen) Überfluß etwas zu minimieren und das alles etwas "sämtliche-Personen-betreffend" zu halten.

Das Drama ist bei weitem nicht so groß, wie hier von manchen dargestellt oder aufgefasst. Aber nett, mit welchem Eifer ihr euch ereifert. :-p

Mir hat schon geholfen, dass es hier Menschen gibt, die nachvollziehen können, was ich meine.
Danke für nette und aufbauende Worte.

Wir werden das Kind schon schaukeln. #winke

hallo,

würde mein sohn bei einer trennung nicht bei mir leben, würde ich wahrscheinlioch so sein, wie dein freund.
ich vergöttere mein kind. und das heißt nicht, dass ich ihn nicht erziehen würde, aber ja, er ist das größte für mich.
und mir würde es sehr schwer fallen da gut gemeinte andeutungen anzunehmen, die gegen so etwas sprechen würden.

was das materielle angeht ist das sicher einfach auch nur ein zeichen dafür, dass dein mann das kind nicht bei sich hat. bekommt man ja doch oft mit. aber da würde ich mich an deiner stelle gar nicht reinhängen, weil es dich schlicht nichts angeht. die eventuellen folgen dieses 'verziehens' in materieller hinsicht wird er tragen müssen. sollte er jedoch ratsuchend zu dir kommen steht es dir frei deine meinung zu äußern.

zur 'affenliebe' selber kann ich nur sagen: sei ganz vorsichtig.
es ist gut und richtig, dass du in eurem dann gemeinsamen heim kompromisse anstrebst. aber ich würde vorsichtig sein nicht zu viel zu schnell durchzusetzen.

im zweifel würde ich mich immer gegen den partner und fürs kind entscheiden.

lg

"Im März ziehen wir zusammen (wir zu ihm), suchen uns dann gemeinsam ein Haus."

Ich finde, das solltet ihr euch noch mal sehr gut durch den Kopf gehen lassen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, seht ihr euch zur Zeit nur an den WE? Wenn dich da der Hype um seinen Sohn schon stört, wird das im gemeinsamen zu Hause sicher nicht besser - im Gegenteil.

Hallo,
Leider kann ich dir nicht privat schreiben, hoffe du liest es trotzdem. Der wichtigste Tip, behalte deine eigene Wohung. Da kannst du dich zurückziehen, dass wirst du leider noch oft brauchen. Und es wird dir ungemein helfen! Hätte ich es bloß getan, trotz aller Liebe, kommt man an einen nicht "verhandelbaren" Punkt. (Stifesohn lebt auch bei uns, Zucker in den Popo ist untertrieben! Meine Kinder sollten nie so aufwachsen!) bei Differenzen. Könnte man sich zurückziehen. Würde ich momentan mir wünschen!

Wie alt sind denn deine Kinder?

Ich finde es auch bedenklich, dass ihr zusammenzieht, ohne das genauer besprochen zu haben. Willst du damit hinter den Berg halten, bis ihr ein gemeinsames Haus habt?
Grundsätzlich solltest du mit dem Thema vorsichtig sein. Es ist schwierig in eine existente Vater-Sohn-Beziehung mit schon eingefahrenen Beziehungsmustern zu kommen und daran Änderungen vornehmen zu wollen. Sofern es aber eure eigene Beziehung angeht (wie im Falle der gemeinsamen Paar- und Bettzeit), solltest du keine Scheu haben, deine Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Ich habe selbst ein Kind und finde es praktikabel, dass es eine Mama (Frau) - Papa - Zeit gibt und das Kind erst morgens ins Bett kommt, sofern es keine ernsthaften Gründe gibt, warum der Junge das nicht so lange schafft. Macht ihm die Trennung noch zu schaffen, dass er tatsächlich Verlustängste haben könnte? Das ist schon ein Punkt, an dem man sensibel bleiben sollte.

Ich versteh den Begriff "Affenliebe" nicht ganz. Geht es auch darum, dass der Vater sich deiner Meinung nach zu viel um den Sohn kümmert, oder allein darum, dass er deiner Meinung nach zu viel kauft, was der Junge gern hätte? Zu viel kümmern gibt es meiner Meinung nach nicht. Es ist toll, wenn sich Eltern um ihre Kinder bemühen, gerade wenn die familiäre Situation nicht mehr so einfach ist. Zum Thema kaufen gibt es mit Sicherheit verschiedene Sichtweisen. Vielleicht kompensiert dein Partner wirklich mit diesen Dingen die Trennung, weil er meint, dass es sein Sohn dadurch schwerer hat, und er ihn besonders glücklich machen will?

Ich denke aber insgesamt, dass es hier keine wirklich legitimen bzw. illegitimen Sichtweisen gibt. Du hast deinen Erziehungsstil, dein Partner seinen. Sicher könnt ihr (behutsam) darüber sprechen, aber ich würde nicht an die Sache mit der Idee herangehen, dass du deinen Erziehungsstil durchdrücken willst.
Es wäre natürlich schön für euch, wenn ihr vor dem Umzug die wichtigsten Themen, die euch als Paar ganz konkret tangieren, wie gemeinsame Paar-/Bettzeit, klären könntet. Mit allem anderen wäre ich gaaanz vorsichtig... Stell dir das mal umgekehrt vor. Dein Partner schreibt dir die Art des Umgangs mit deinen Kindern vor... nach so vielen Jahren sollst du es nicht mehr so halten, wie du es für richtig hältst. Versuch so tolerant zu bleiben, wie du es dir von deinem Partner wünschst. Ihr habt beide eure Erfahrungen, euren Erziehungsstil, was nicht heißen muss, dass ihr euch beide darin nur ganz großartig findet. Arrangieren müsst ihr euch, wenn ihr ein gemeinsames Leben wollt.