Kind kriegen-ihm zuliebe?

    • (1) 15.12.13 - 15:06
      schwarzundweiss

      Hallo, bin ungewollt schwanger,38 und habe schon 3 Kinder.
      Mein Freund möchte es behalten aber für mich ist klar, dass ich kein Kind mehr will.
      Soll ich es trotzdem ihm zuliebe austragen.
      Es steht außer Frage,dass ich mich nicht einbringen möchte. Er wäre allein mit dem Kind.

      Aber kann das funktionieren?
      Es ist ja für das Kind auch schwierig in so einer Lage aufzuwachsen mit dem Wissen, dass die eigene Mutter einen nicht will.

      Was tun?

      • (2) 15.12.13 - 15:47

        Ich würde es nicht austragen nur ihm zuliebe.

        Ich denke hier aber eher an das Kind...es gibt nichts schlimmeres für Kinder als zu wissen oder zu hören "Deine Mama wollte Dich nicht"

        Hier sollte das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen...Du willst es nicht, dann bekomme es nicht!

            • Wie schön das du das recht leben auszulöschen so gut kennst. Wenn du dich in kleinster weise um diesem Wurm kümmern wirst, und der Vater will es bekommen, ist wenigstens einer da, der sein leben lebenswert macht.schäm dich. Um mit ihm Spaß zu haben biste dir nicht zu schade....

      • sehe ich auch so.
        den studien zu folge spürt der embryo bei der aptreibung keinen scherz.
        die hirn synapsen sind noch nicht ausreichend miteinander verknüpft.
        und die reaktion die wenige embryos kurz vor der abtreibung zeigen.
        ist ein reiner selbst erhaltungs rexlex.
        nicht in ferntesten zu vergleichen mit den schmerz wenn das kind erfährt-deine mutter liebte dich nie.
        abtreibungs gegner schön und gut aber manchmal macht ihr es euch SEHR einfach.
        ein baby ist keine suppe die man sich einborgt,und für die man dan sorgen muss.
        die mutter formt carakter,und stützt die seele.
        ist man nicht in der lage richtig für sein kind da zu sein,zerstört man dessen leben und vieleicht auch das seiner zukünftigen familie.

        p.s irgendwie erinneren mich die abtreibungs gegener immer mehr an die braunen-ziel ereichen egal wie

    >>Er wäre allein mit dem Kind.<<
    >>Es ist ja für das Kind auch schwierig in so einer Lage aufzuwachsen mit dem Wissen, dass die eigene Mutter einen nicht will.<<

    Ich frage mich, was ist das bloß für eine Frau, eine bereits dreifache Mutter, die solche Sätze von sich gibt? Herzlos. Eiskalt. Da graust es mich, ehrlich. #zitter

    Wie war das denn bei den anderen dreien? Ziehst du die mit Ach und Krach groß, ärgerst dich jeden Tag über ihre Existenz, verfluchst den Tag ihrer Empfängnis? Liebst du sie überhaupt?

    Ich bin wahrlich kein Abtreibungsbefürworter, aber in deinem Fall plädiere ich dafür. Du solltest lieber keine weiteren Kinder bekommen.

    Und danach lässt du dich bitte sterilisieren, zum Wohle aller.

    • Hallo, es geht ganz einfach um eine Frau, die nach drei Kindern erst mal mit dem Kinderwunsch abgeschlossen zu haben scheint und nun die ganz normale Frage stellt, wie sie mit der ungewollten Schwangerschaft umgehen kann. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie herzlos oder ähnlich ist. Wenn man sich nicht mehr vorstellen kann, ein weiteres Kind zu bekommen, dann gehen einem alle möglichen Dinge durch den Kopf und es ist durchaus möglich, da verständnisvoll mit umzugehen. Klar, dass nicht jeder in der Lage ist, Verständnis zu entwickeln, aber eine Verurteilung ist nun absolut nicht hilfreich und der Sache bestimmt nicht angemessen.

      Mögest du nie in so einen Konflikt kommen...

      Gruß

      Katja

      Liebe mondscheinsonate77,

      Ich kenne sehr wohl diese Situation, daher kann ich durchaus mitreden. Auch mein Kind kam ungeplant zu mir, und die Schwangerschaft wurde von mir, eher den problematischen Umständen zu Grunde liegend, nicht mit allergrößter Begeisterung aufgenommen. Und doch habe ich mich mit Haut und Haar für mein Kind entschieden, und ich war schon in der Schwangerschaft alleinerziehend!

      Und ich habe trotz der schwierigen Situation niemals so abwertend und lieblos über mein Ungeborenes gesprochen wie die TE.

      Der Konflikt der TE kann durchaus mit Verständnis akzeptiert werden, ihr Umgang damit und ihre Begründung hingegen nicht. Dazu gibt sie uns aber auch zu wenig Informationen.

      Wie sieht den beispielsweise ihre finanzielle Situation aus? Der Kindsvater steht zu ihr, das ist eine große Hilfe und könnte hier durchaus den Ausschlag geben. Dazu stehe ich auf dem Standpunkt, wo drei satt werden, wird es auch ein viertes...

      Einfach nur zu sagen, ich will das Kind nicht, halte ich für zu wenig, wenn man die weitreichenden Folgen jeder Entscheidung betrachtet. Tendenziell hat man als ungewollt Schwangere ja eher nur die Wahl zwischen Not und Elend :-p vielleicht stellt sich de TE eine Abtreibung auch leichter vor, als sie ist. Nicht zwangsläufig ist das die vermeintlich "leichtere" Alternative..

      Eine Frau, die gerne und glücklich Mutter ist, würde sich nicht so ablehnend und respektlos über das Kind in ihrem Bauch äußern. Sondern mit Bedauern eine Entscheidung treffen, die auch ihr weh tut, aber eben nun mal anders nicht geht.

      Oder ist ihr distanziertes Verhalten dem Kind gegenüber am Ende nur reiner Selbstschutz?

      • Danke für deine ausführliche Antwort. Dein letzter Satz hat mich nachdenklich gemacht. Ich glaube, dass man ohne eine gewisse Härte nicht auskommt, ich könnte das jedenfalls nicht in dieser Situation.
        Ich hab die Ausgangsproblematik eher sachlich aufgefasst und nicht gefühlsmäßig interpretiert, das hilft meiner Auffassung nach an der Stelle nicht weiter. Ich konnte Gott sei Dank auch alle Kinder, die zu uns wollten, gut annehmen, sie sind fröhliche kleine Wesen und auch das Dritte wird nun freudig erwartet. Aber die Anfangszeit ging es mir ebenso wie der Threaderöffnerin und ich habe alle Spielarten durchdacht, allerdings alles mit mir alleine ausgemacht und nicht mal meine Gedanken "zur Ver-bzw. Beurteilung freigegeben", um es mal so zu formulieren.

        Jeder hat halt auch erst mal "nur" sein Repertoire an Handlungsmöglichkeiten und was in einer Mutter wie der TE vorgeht, kann man nur erahnen.

        Und leider ist nicht jede Mutter glücklich... Manche nur zeitweise, andere langfristig. Das ist immer zutiefst bedauerlich, vor allem für die unglückliche Mutter selber.

        Ich verstehe die hier diskutierte Situation durchaus so, dass es äußerlich gehen würde, aber von innen heraus nicht gewollt ist, und dazu zu stehen ist viel schwerer als es den äußeren Umständen zuschreiben zu können.

        Wo drei satt werden, wird es auch ein viertes, dem Stimme ich auch zu. Ob aber die Mutter die Belastung aushält, ist nochmal eine andere Frage. Ich zum Beispiel weiß, das mich dieses dritte Kind so an meine Grenzen kräftemäßig bringt, dass ich für das Wohlergehen meiner Familie dafür sorgen muss, dass ich nicht nochmal schwanger werde. Ich liebe Kinder sehr und wenn ich nicht energiemäßig so limitiert wäre, bekäme ich noch eine Menge...

        Mal sehen, was andere noch so schreiben...

        Viele Grüße

        Katja

        Wollte dein Ex das Kind?

        Hier ist es andersrum, er kann das Kind nicht austragen würde es aber zu sich nehmen und großziehen, wieso sollte er nicht dem Kind viel Liebe geben können? Wieviele Kinder sind von Ihren Vätern nicht gewollt und müssen damit Leben das ein Elternteil es nicht wollte, hätte man diese nicht dann auch abtreiben sollen?

Hallo, das ist eine der schwierigsten Fragen, denen ich hier je begegnet bin! Ich kann dich aber total gut verstehen, denn egal, was dein Partner sich wünscht, bekommst DU das Kind.

Hat dein Freund irgendwie bewiesen, dass er weiß, was das bedeutet und was er alles tun muss, wenn ihr quasi die Rollen tauscht und ER das Kind bekommt? Willst du ihn nach der Geburt verlassen oder würde es darum gehen, dass er in eurer Partnerschaft die Rolle der Mutter übernimmt, sprich Die ganze Versorgung des Babys, Elternzeit etc.?
Du hast die dreimalige Erfahrung gemacht, weißt, um was es geht.

Mein Mann und ich bekommen das dritte Kind und wenn ich wollte, würde er den Rollentausch mitmachen. Könnte ich das Gleiche wie er verdienen, würde ich das diesmal tatsächlich gerne so machen. Bei Freunden von uns klappt das auch. Verantwortlich fühlen sich aber immer alle Partner. Allerdings kann ich mir keinesfalls vorstellen, dass ich nach durchgemachter SS und Geburt das Baby abgebe...

Vielleicht gibt es ja Frauen, die das gemacht haben und erzählen können, was die Konsequenzen sind. Ich würde keinesfalls sagen, dass es für das Kind ausschließlich schädlich wäre, wenn der Vater das Kind großzieht. Wäre die Mutter nicht mehr am Leben, wäre es ja auch so.

Die Frage bleibt aber tatsächlich, wie ein Kind mit dem Wissen groß wird, dass seine Mutter sich nicht so um es kümmern will/kann, wie es üblich ist. Ich Frage mich, ob es nicht in Wirklichkeit genauso so ist, als wenn der Vater das Kind verlässt. Wir gehen ja per se davon aus, dass das Kind in jedem Fall die Mutter mehr braucht und die geringeren Schäden fürs Leben davon trägt würde der Vater gehen, als würde die Mutter es sitzen lassen.

Egal, wie, für das Kind würde es sicherlich viel Schmerz und Kummer bedeuten.

Wenn ICH das Kind wirklich nicht wollte, dann würde ich es nicht bekommen, wird mir hier beim Schreiben klar. Als ich überraschend zum dritten Mal schwanger wurde, wollte ich es zuerst auch nicht, es war schrecklich und ich habe alles zum Abbruch vorbereitet und mich darauf eingestellt. Ich konnte es aber nicht durchziehen, ich wollte es nicht genug nicht. Ich weiß bis heute nicht zu hundert Prozent, ob es so richtig war... Aber weil mein Mann gesagt hat, dass er meine Rolle übernehmen würde, kann ich das Kind bekommen. Ich müsste ja auch mit dem Abbruch leben, würde mein Mann noch Kinder wollen, könnte er sich auch jemand anderen suchen, mit dem er sich den Wunsch erfüllt. Ich stünde aber trotzdem alleine da.

Keine Ahnung, ob dir das hilft, was ich schreibe, wahrscheinlich helfen Beiträge von Frauen, die sich anders entschieden haben, weiter!

Eine gute Entscheidung FÜR DICH wünsche ich dir!

Katja

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