Trennung wegen Suchtproblem?

    • (1) 31.12.13 - 00:47
      traurigemama00

      Hey ihr Lieben. Ich bin gerade endlos traurig und würde gerne eure Meinung hören.
      Ich lebe mit meinem Lebensgefährten und unseren beiden Kindern zusammen. Mein "Mann" kifft seit 15 Jahren, bevor wir zusammengezogen sind und Kinder bekommen haben, habe ich ihm das Versprechen abgenommen, dass das Zeug nie zu uns ins Haus wandert. Inzwischen ist seine Raucherei zu einem echten Problem für mich geworden, und er praktiziert das mindestens einmal täglich unter dem Dach unter dem auch unsere Kinder wohnen. Ich habe schon viele Gespräche mit ihm geführt, versucht mit ihm zu einer Beratung zu gehen aber er zeigt null Einsicht. Mittlerweile habe ich ihn vor die Wahl gestellt, dass er aufhören oder ausziehen muss. Er meint er wird nie aufhören, findet es schlimm dass ich ihm solchen Druck mache weil er ja keinem was tut etc..
      Er ist ein wirklich wirklich toller Vater, ich liebe ihn, die Kinder lieben ihn. Ich kann mir nicht vorstellen was es für eine Katastrophe für sie wäre wenn er gehen würde...
      Ich weiß echt nicht was ich machen soll...

      • Hallo traurigemama,

        dein Lebensgefährte ist süchtig und du hast versucht mit ihm zu reden und ihn gebeten etwas gegen seine Sucht zu unternehmen. Ich gehe auch davon aus, das du ihn dabei deine volle Unterstützung angeboten hast. Er wiederum sieht es nicht ein an seinem Suchtverhalten etwas zu ändern. Als letzten Ausweg hast du ihm ein Ultimatum gestellt.
        Dieser Schritt ist in meinen Augen wichtig und hätte schon längst passieren müssen. Damit machst du ihm klar das es so nicht weiter gehen kann. Du solltest deine Forderung auf jeden Fall durchsetzen. Machst du es nicht hast du verloren und er sitzt auf dem hohen Roß.

        Ist er wirklich ein sehr guter Vater? Stimmt es wirklich? Seine Vorbildwirkung für eure Kinder kann nicht groß sein. Für eure Kinder dürfte Kiffen zum normalen Alltag gehören da es ja Papa so vorlebt.
        Vielleicht fährt er sogar Auto. Ich denke in dem Fall dürfte er sich schon im Straftatbereich bewegen und gefährdet sich und andere und somit auch dich und eure Kinder.

        Freundliche Grüße blaue-rose

        • (3) 31.12.13 - 01:09

          Also die Kinder sehen ihn ja nicht kiffen. Und er fährt nicht Auto.

          Für mich ist er ein guter Vater weil er sich sehr viel Zeit für die Kinder nimmt und eine tolle Beziehung zu ihnen hat.
          Mit der Vorbildfunktion hast du natürlich recht. Die Kinder werden auch älter und sind ja nicht blöd... Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das ewig verstecken kann.

          Ich würde mir so sehr wünschen, dass er einsieht dass er ein Problem hat und wir ihm helfen wollen aber momentan sieht es nicht danach aus.

          • (5) 31.12.13 - 08:24

            Hallo,

            mein Mann hat, als ich ihn kennenlernte, auch täglich gekifft, obwohl er da bereits Kinder hatte (und ich Kinder hatte). Die Kinder waren noch klein und er hat, so wie Dein Mann, nur gekifft, wenn sie es nicht mitbekommen haben, nachts, auf dem Dachboden.

            Er war und ist ein Super-Vater und sehr, sehr liebevoller Mann. Er ist auch beruflich gefestigt und erfolgreich.

            ich selber habe zu dieser Zeit an Wochenenden gekifft, wenn meine Kinder bei ihrem Vater waren.

            Jetzt kommt das große ABER: uns beiden war klar, dass wir damit aufhören, sobald die Kinder älter werden. Denn ältere Kinder bekommen das ja mit, sie sind länger auf, sie riechen das, etc. - und so haben wir es auch gemacht. (sind jetzt seit 8 Jahren komplett beide clean).

            Was ich damit sagen will:

            Kiffen und "guter - Vater - sein" muss sich nichct unbedingt ausschließen. Ich kann mir nach wie vor keinen besseren Vater vorstellen als meinen Mann, der auch heute, wo die Kinder Teenager sind, immer für sie da ist, sich Zeit nimmt, ein offenes Ohr hat, sie von Herzen liebt.
            Dennoch muss

            a) klar sein, wo die Grenze ist - und die ist da, wo die Kinder etwas mitbekommen/beeinträchtigt werden/man zu bekifft ist, um sich zu kümmern

            b) Schluss sein, wenn der Partner ein Problem damit hat. Du hast ein Problem, also muss das angegangen werden.

            Deine Zwickmühle tut mir leid, denn es klingt zwischen Deinen Zeilen heraus, dass Du ihn ansonsten sehr gerne als Partner behalten würdest.

            Viel Glück

        (6) 31.12.13 - 01:15

        Aber danke, dass du mich bei der Durchsetzung meines Ultimatums unterstützt. Mir fällt es so schwer, weil ich ihn mit großer Wahrscheinlichkeit dadurch verlieren werde. Manchmal wünschte man sich man könnte die Augen schließen und alles wäre wieder gut.

        • Die Gefahr besteht leider. Wie lange würdest du es aber noch aushalten wenn du es einfach hinnimmst?

          Informiere dich mal über Co-Abhängigkeit und oder such selbst eine Beratungsstelle auf.

          • (8) 31.12.13 - 01:57

            Ich halte es eigentlich garnicht mehr aus. Jeden Abend liege ich im Bett und kann vor lauter Sorge nicht schlafen.
            Ich war selbst schon bei einer Beratung, die mir auch gesagt haben, dass ich ihn unter Druck setzen muss damit er sieht, dass er damit nicht durchkommt.

            Co-Abhängig? Muss ich mal recherchieren

            • Hallo traurige Mama,

              ich kann verstehen das dich die Situation fertig macht. Ich stimme dir auch zu das ihn nicht nur seine Suchterkrankung ausmacht und du dich nicht gern trennen möchtest.

              Eure Situation zieht dich aber immer mehr runter und du musst etwas unternehmen.

              Ich denke du solltest dir auch Hilfe und Unterstützung suchen um nicht noch tiefer zu rutschen.

              Vorwürfe wie sie hier zum Teil kommen helfen dir jedenfalls nicht weiter. Die Probleme sind klar und du weißt auch wie du dich verhalten musst.

              FG

    (10) 31.12.13 - 02:03

    "Er meint er wird nie aufhören,"
    Damit ist der Fisch doch gegessen, oder?

    Willst du dich mit diesem Thema noch jahrelang belasten?
    Was sagst du deinen Kindern, wenn sie mit Kiffen anfangen sollten und als Antwort kommt "Papa macht das doch auch und du findest das nicht schlimm."

    Ich verstehe nicht, wie man von einem Kiffer überhaupt nur EIN Kind bekommt. Du wolltest dich einlullen lassen in der Hoffnung, wenn das Kind erst mal da ist, wird er sich ändern.

    Menschen ändern sich nicht so einfach, schon gar nicht, wenn es nicht aus ihnen selbst heraus kommt, sondern aufgrund äußerer Umstände erwartet wird.
    Du hast dir da eine heftige Suppe eingebrockt, löffel sie aus und versuche, dein Leben und das der Kinder ohne diesen Suchtbolzen zu leben.

    "Mittlerweile habe ich ihn vor die Wahl gestellt, dass er aufhören oder ausziehen muss."
    Man sollte keine Ultimaten stellen, wenn man nicht fähig ist, es auch durchzuziehen. Er sagt, er wird nie aufhören, ergo muss er gehen.
    ODER?
    Oder du musst lernen, mit seiner Sucht zu leben, weil ihr ihn alle liebt und er ja so ein toller Vater ist.#augen

    • (11) 31.12.13 - 02:31

      Ich war mit Sicherheit naiv zu glauben, dass er wirklich Schluss macht mit dem Zeug wenn wir zusammenziehen. Das streite ich nicht ab. Aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen.

      Wie du sagst, die Suppe muss ich jetzt auslöffeln, werde ich auch. Auch wenn es mir schwer fällt.

      Ein Menschen macht nämlich wesentlich mehr aus als nur seine Suchterkrankung, und auch so jemand kann durchaus liebenswerte Seiten an sich haben...

Hallo!

Du kannst ihn leider nicht bewegen, clean zu werden, da er ganz klar sagt, er wird nie aufhören. Egal, ob Du Dich trennst oder bleibst oder schimpfst oder jammerst.

Als Partner eines Suchtkranken bist Du immer die Nr.2, auch die Kinder sind es. Denn Nr. 1 ist in seinem Fall der Joint.

Warum soll er sich helfen lassen, wo er gar keine Hilfe braucht in seinen Augen?

Daher gibt es für Dich nur 2 Wege:

gehen oder bleiben, und sein Gekiffe hinnehmen. Die Frage ist, kannst Du das für die nächsten Jahre?? Jeden Tag aufs Neue? Wer geht kaputt in so einer Konstellation? Nicht der Süchtige, sondern der Co-Abhängige, nämlich Du. Er hat ja keinen Leidensdruck, den hast Du.

Daher würde ich mich trennen in Deiner Situation.

Und ob die Kinder eher einen Knacks bekommen, weil Du Dich trennst oder weil sie mit einem suchtkranken Elternteil großwerden, kann hier niemand beurteilen. Nur wie heisst es so schön:

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Denn mit einer unglücklichen Mutter ist einem Kind auf Dauer nicht geholfen!

Liebe Grüße!
#liebdrueck

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen: er hat keinen Grund etwas zu ändern.

Du bist da, die Kinder sind da und sein geliebter Stoff ist da. Ich habe nicht gekifft, aber womit man sich wegbeamt ist auch egal.

Wichtig ist, ohne Druck hört so gut wie kein Süchtiger auf.

Der Druck muss von außen kommen. Solange man immer wieder aufgefangen wird und um das Netz weiß das einen hält ändert man nichts.

Denk an deine Kinder und tu' ihnen den Gefallen, nicht mit einem Süchtigen der nichts ändern will unter einem Dach aufwachsen zu müssen.

Du hast Verantwortung für deine Kinder. Ein toller Vater kann er auch sein wenn er sie sieht und ihr nicht zusammen lebt wobei Sucht, an der Sucht bewusst ncihts ändern wollen und guter Vater sein sich meines Erachtens ausschließen.

ich denke solange er keinen Grund hat sich zu ändern wird er es auch nicht tun. Ich sehe am Kiffen nichts Dramatisches solange es ab und zu passiert, nur wenn du sagst er braucht es jeden Tag...das fände ich schon besorgniserregend. Vor allem wegen der Kinder... also das wäre auch für mich to much. Ich würde ihm sagen er soll es zumindest sehr sehr einschränken und auswärts rauchen, sonst bist du weg.

  • Also wenn Kinder mit im Spiel sind finde ich ein einziges mal schon bedenklich und ich hätte das auch kein einziges mal mitgemacht !!!!

    Bei sowas verstehe ich keinen Spaß, wäre auf der Stelle vorbei gewesen bzw wäre ich mit so jemanden garnicht erst zusammen gekommen.

"Ein toller Vater" komsumiert nicht jeden Tag im Haus, in dem seine Kinder leben, Drogen. "Ein toller Vater" macht das eigentlich an genau gar keinem Tag.

In diesem Sinne freu ich mich jetzt auf unsere selbstverständlich wie immer alkoholfreie Silvesterparty - und morgen auf die ganzen Halbtoten, die noch in den Betten liegen, während wir schon im Wald unseren Neujahrslauf machen.

Würdest Du auch so reagieren, wenn es nur um "normale" Zigaretten gehen würde, die er heimlich auf dem Klo raucht?

Jemand der sein Leben im Griff hat, nicht ausfällig oder auffällig wird, ein toller Mensch ist....bei dem alles stimmt......oh...halt.....er kifft....verdammt.....dann ist natürlich alles hinfällig !

?????????????

<<<Inzwischen ist seine Raucherei zu einem echten Problem für mich geworden>>>

Was genau ist denn Dein Problem?

Er wird ja nun nicht gerade direkt vor den Kindern rauchen, und wenn er dazu in einen separaten Raum- oder raus geht....genauso als würde ein "normaler Raucher" mal eben vor die Türe gehen um eine zu quarzen.....meine Güte.....das ist nicht wild....und da verstehe ich die (z.T.) Moralapostelposting der anderen über mir auch nicht.

Da gehen bei vielen Menschen nur noch die Scheuklappen vor....Kiffen=Drogen=böse=kriminell=asozial=geht gar nicht.

Differenziert, oder wirklich nachgedacht wird dann nicht mehr, und es hagelt die 08/15 Antworten "Ab zur Suchtberatung" "ohne Druck wird er da nichts ändern" blablabla.......

Ohne zu verurteilen: Hätte ich wohl auch geraten, wenn es darum gegangen wäre, dass sich der Charakter der betreffenden Person negativ verändert hätte, und so das komplette Umfeld darunter leiden müsste, aber doch nicht hier.

Und vorweg: Nein...ich kiffe selbst nicht......trinke nicht mal sehr oft Alkohol...und konsumiere ausser Tabak, und Kaffee keine anderen Drogen ... und das härteste Mittel im Arzneischrank zu Hause ist Aspirin !

  • Hi,
    Nikotin mit einer Droge wie THC in einen Topf zu werfen, zeigt, dass Du von der Materie keine Ahnung hast.

    Nikotinsucht ist eine sehr starke körperliche Sucht, aber beim Konsum von normalen tabakhaltigen Zigaretten verändert sich nicht die Persönlichkeit, man kann damit im Straßenverkehr teilnehmen, schläft nicht am Steuer ein oder bekommt unkontrollierte Lachflashs.

    Für mich gibt es auch problematischere Drogen als THC, - Alkohol finde ich zB gefährlicher - aber nichts destotrotz ist es eine dämpfende Droge, die eben das Verhalten ändert.

    Du kennst sicher den Spruch "Hasch macht lasch".

    Und zum anderen : ich finde es einfach unschön, Kindern vorzuleben , dass man a) Drogen täglich konsumiert und b) der andere es toleriert..

    Viele Grüße!

    • Schön, dass es noch Menschen gibt, die den allgegenwärtigen Drogenkonsum kritisch sehen. Kiffen ist weit verbreitetet, Alkohol ist allgegenwärtig, allein vor dem, was sich da heute wieder in unserem Land abspielen wird, graut es mir. Wir gehen nicht ohne Grund Silvester nicht mehr vor die Tür, meine Frau, mein Sohn, ich und meine beste Freundin ertragen die Sauferei und die in der Luft liegende Aggressivität (aber auch die alkoholinduzierte Persiflage auf Fröhlichkeit) gar nicht mehr.

    <<<Nikotin mit einer Droge wie THC in einen Topf zu werfen, zeigt, dass Du von der Materie keine Ahnung hast.>>>

    Liebes Banänchen.....ich hatte Dich bei einem anderen Thema schon mal gebeten, nicht immer solchen Mist zu schreiben.

    Schade dass Du immer anderen unterstellst, keine Ahnung zu haben, wenn dies bei Dir selbst gerade in einem Ausmaß der zum Himmel schreit der Fall ist....und sei es nur, weil Du nur die Schlagworte gelesen hast, und dann sofort irgendwelche gespeicherten Mechanismen abspulst....ob es passt oder nicht.

    Lass es doch einfach sein, und geh anderen mit Deinem Halbwissen auf den Keks....vielleicht ist ja irgendein geistig zartes Pflänzchen beeindruckt.

    Wie bei jeder auch medizinisch genutzten Droge, kommt es auf die konsumierte Menge und die Begleitumstände an, sowie auf auf die betreffende Person selbst.

    Zudem habe ich nicht beides "verglichen", sondern wollte einfach wissen, ob sich die TE schon mal Gedanken darum gemacht hat, worauf ihre ....nennen wir es mal Abneigung dagegen basiert. Was Du Dir nun zurechtspinnst, ist Deine Sache.

    <<<Und zum anderen : ich finde es einfach unschön, Kindern vorzuleben , dass man a) Drogen täglich konsumiert und b) der andere es toleriert.>>>

    Verdammt....Du hast recht.....das gilt aber schon für das Glas Sekt, Wein oder Bier, das ab und an getrunken wird.....und hoppala.....ab und an ist sogar gesund....na sowas.

    Aber das ist Gesellschaftsfähig.....ich vergaß...

    So....

    Guten Rutsch.....guten Start ins neue Jahr......aber ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du in eine mir sehr entfernt liegende Region startest....und das umgehend und dauerhaft !

    LG
    TJ

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