Ich will mein Kind nicht mehr :(

    • (1) 04.01.14 - 15:40
      _gefühlskalt_

      Hallo, Vorne weg ich weiß,dass gehört hier nicht her. Ich versuche mich kurz zu fassen.

      Ich bin 21 Jahre alt und habe einen 3-jährigen Sohn.Von dem Vater des Kindes habe ich vor 3/4 Monaten nach 6 Jahren Beziehung getrennt,er hatte ein Jahr lang was mit seiner Arbeitskollegin.
      Seit einiger Zeit merke ich wie ich mich emotional von meinem Sohn distanziere. Ich meckere oft mit ihm und bin genervt von ihm.Das tut mir wahnsinnig leid.Ich will das er glücklich ist,aber bei mir wird er das nicht.Ich muss in zwei Wochen eine Therapie anfangen,stationär für 12 Wochen.Das hat mit meiner Kindheit zutun,möchte nicht näher drauf eingehen.Ich ertappe mich immer wieder wie ich mich freue in der Zeit ohne ihn zu sein und stelle mir oft vor auch die Zeit danach ohne ihn zu sein.
      Ich hasse mich für diese Gedanken,aber abstellen kann ich sie auch nicht.
      Ich habe noch keine Ausbildung das lag größtenteils daran,dass bei uns hier im Ort keiner mich einstellen wollte wegen dem Kind.meine Familie wohnt weiter weg und mein ex wollte sich damals nicht ständig um den kleinen kümmern, dass hat sich mittlerweile geändert. Ich habe niemanden mit dem ich darüber reden kann,meine Familie würde es nicht verstehen. Ich weiß einfach nicht weiter

      • (2) 04.01.14 - 16:01

        Du Arme, fühl dich erst mal gedrückt.
        Die Frage ist, warum du diese Gefühle hast und seit wann. Bist du vielleicht momentan einfach nur überfordert? Erinnert dein Sohn dich zu sehr an deinen Ex und du spürst deswegen diese Abneigung? Wo ist dein Sohn in den 12 Wochen untergebracht? Vielleicht brauchst du einfach etwas Zeit für dich um mit dir ins Reine zu kommen und kannst dann auch deinen Sohn wieder lieben. Wenn es irgendwie passt solltest du das auch in der Therapie ansprechen.
        Wenn das alles nichts bringt, kannst du immer noch nach Lösungen suchen, wie es mit deinem Sohn weiter geht. Wenn du ihn woanders aufwachsen lässt, ist das nicht unbedingt schlecht! Manchmal ist es sehr stark, wenn man erkennt, was man nicht kann!

        Ich wünsche dir alles Gute!

        • (3) 04.01.14 - 16:06
          _gefühlskalt_

          Danke für deine Antwort.

          Ich hab das ganze schon seit 2 Jahren dieses überforderte. Ich hab immer die starke gespielt,aber seit ein paar Monaten gehts nicht mehr. ich bin dauermüde und für jede minute ohne ihn dankbar.
          Ich versuche es anzusprechen. Für die Zeit der Therapie ist er bei meine mama,aber das wäre keine dauerlösung denn mit ihr verstehe ich mich nicht immer gut.
          Ich versuche in den nächsten tagen mal mit meinem ex zusprechen vielleicht kann er ihn auch erstmal nehmen damit ich in Ruhe nachdenken kann was ich will.

          • Ob DU Dich mit Deiner Mutter immer gut verstehst, ist im Moment nicht ganz so wichtig. Hauptsache, Dein Kind versteht sich mit der Oma gut, wenn sie ihn längere Zeit versorgen soll. Bitte reiß das Kind nicht zwischen Deinem Ex und der Oma hin und her !!
            Wenn die beiden gemeinsam miteinander können, soll er sich gerne mal kümmern - am Wochenende abholen, Ausflug machen oder ähnliches. Aber mal da und mal da tut dem Kind definitiv nicht gut.
            Ich weiß, wovon ich rede, weil ich vor vielen Jahren mal ein richtiges Betreuungsproblem mit meinen beiden Kindern hatte (damals 2 und 6) und ihnen wechselnde Aufsichtspersonen definitiv nicht gutgetan haben. Es dauerte lange, bis sie wieder "in der Spur" waren.
            Dir alles Gute, damit Du wieder gesund wirst. Dann kannst Du immer noch entscheiden, wie es weitergehen soll.
            LG Moni

      Hallo,

      Du musst Dich für diese "Leere" in Dir nicht schuldig fühlen. Und dass Du Dich auf die Zeit ohne Kind freust, kann ich in Deiner Situation auch nachfühlen (zumal es mir genauso ging wie Dir!) Nutze die Therapie für Dich und versuche, Dir jetzt erstmal keinen Kopf um die Zeit danach zu machen.

      Liebe Grüße und alles Gute!

      (6) 04.01.14 - 16:03

      Jetzt verurteile Dich nicht für Deine Gedanken oder Deine Gefühle.
      Wenn Du selbst eine große therapeutische Baustelle zu bewältigen hast, ist es klar, dass Dir die Verantwortung für einen anderen Menschen, also Dein Kind zuviel wird und Du Dich nicht mehr unte Kontrolle hast.
      Geh in Deine Therapie und finde Dich selbst und sprich dort auch an, wie Du bei Deinem Sohn fühlst und denkst...aber eventuell wird sich Dein Problem durch die Therapie von alleine lösen.

      Nochmal Du darfst solche Gedanken haben, verurteile Dich nicht dafür!

      Nach der Therapie solltest Du grundsätzlich Dein Leben neu anfangen...vielleicht umziehen und mit Deinem Sohn neu starten...Alles Gute für Dich!!!

    • Hallo!

      Die Therapie ist für Dich derzeit wichtiger, denn es geht um DICH. Und man kann nur eine gute Mutter sein, wenn es einem einigermaßen gut geht und man seine eigenen Baustellen bearbeitet (hat).

      Daher: es ist gut, dass Du dann ohne ihn bist, das hat rein gar nichts mit Gefühlskälte zu tun! Das zeigt, dass Du am Limit bist und für Dich Kraft tanken musst, denn es ist ihm nicht geholfen, wenn die Mama auf dem Zahnfleisch geht.

      Ich war monatelang in der Psychiatrie, als die Kinder klein waren, daher sind sie auch bei meinem Exmann dann gewesen (bis heute)...ich habe sie sogar monatelang gar nicht sehen können.
      Es ging mir damals so schlecht, dass es auch gut war, dass sie ihre Mutter so nicht erlebt haben (mit geschlossener Abteilung, selbstverletztendem Verhalten, Suizidversuch). Sie waren gut aufgehoben bei ihrem Vater.

      Aber ich habe immer noch, nach 9 Jahren, Schuldgefühle, nicht dagewesen zu sein, auch wenn es Quatsch ist, da es eben nicht anders ging.

      Bitte setz Dich nicht so unter Druck, gehe erstmal in die Klinik, Du hast noch soviel Zeit zum Mama-sein, Dein Sohn wird Dich noch viele Jahre brauchen und ich bin mir sicher, je stabiler Du wirst, desto mehr freust Du Dich auch wieder Zeit mit ihm zu verbringen.

      Liebe Grüße!
      #liebdrueck

      Ein Kind alleine grosszuziehen ist verdammt schwierig, alleine schon weil es uns nicht in den Genen liegt Früher hat meistens der ganze Familienclan dabei geholfen, das Kind grosszuziehen. In deinem Fall liegt die komplette Verantwortung und Belastung ganz alleine bei dir...dass dich das überfordert, ist ganz normal und geht mit Sicherheit nicht nur dir so. Wenn man dann noch psychisch auf der Kippe steht, kann es leicht zur Katastrophe kommen, Du musst dich absolut nicht schämen, im Gegenteil, das du dir Gedanken machst zeigt ja wie wichtig dir dein Kind eigentlich ist.

      Ich nehme keiner Mutter, die ihr Kind alleine grossziehen muss ab, dass sie nicht manchmal die Schnauze voll hat...... Bei vielen geht das sogar noch viel weiter, bis hin zu Gewalttätigkeiten gegen das Kind, dagegen sind deine Gedanken noch harmlos.

      Bei Kind NR. 1 war ich auch relativ jung und "alleine". Ich hatte zwar meine Eltern, Freunde und Schwiegereltern die mir den Kleinen oft abgenommen haben und trotzdem war ich psychisch manchmal am Ende. Trennungsschmerz, Existenz - und Zukunftsängste, keine Zeit oder Ruhe um mit mir selbst klarzukommen....hin und wieder wollte ich einfach meine Koffer packen und gehen, egal wohin.

      Damit dir gehoflen werden kann, musst du aber zumindest mit deinem Therapeuten darüber reden. 12 Wochen für dich alleine, hört sich ja schon mal nicht schlecht, aber dein Kind danach sofort wieder zu dir geben, stell ich mir schwierig vor. Es gibt so viele Möglichkeiten, Therapien bei denen das Kind mit kommen oder nachkommen kann, Wohngruppen, bei denen man sich gegenseitig unterstützen kann etc....Aber dazu musst du deine Gedanken und Gefühle offen legen...

      Und nicht so viel bei Urbia oder in anderen Foren lesen, wo die ganzen Übermütter unterwegs sind...auch wenn sie es nieeee zugeben würden sind sie mit Sicherheit auch hin und wieder absolut genervt von ihren Kleinen...

      Alles gute, wird schon wieder, der kleine wird ja auch grösser...vielleich bist du später sogar etwas stolz darauf, das du so eine Situation gemeistert hast... so geht es zumindest mir :-) Bei mir hat sich übrigens alles zum positiven gewandelt, bin jetzt glücklich verheiratet, habe ein kleines Häuschen mit tollem Garten und Kinder die ich nie mehr missen möchte.....

      (9) 04.01.14 - 17:11

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      • Was wäre wenn? wird der TE nicht weiter helfen und es klingt für mich sehr anmaßend sie mit derartigen Fragen zu belasten.

        Ich weiß auch nicht warum nicht den Mut besitzt zu seiner Antwort zu stehen.

        Fg blaue-rose

        Man kann auch als 35 jähriger Akademiker mit seinem Kind überfordert sein....kommt sogar oft vor, weil eben jene Leute denken, sie haben ihr Leben perfekt geplant und schon so viel geschafft und dann kommt so ein kleiner Wurm dazu der alles durcheinander bringt...zugeben würden sie das aber nie...seh ich jetzt in meinem Bekanntenkreis sehr oft...ich kann dann nur müde lächlen, denn genau von solchen Leuten kamen früher solche Sprüche wie von dir...

        Du wist widerlich!

        Dafür den blauen Stift von mir.

        Du hilfst der TE keinen Schritt weiter und das noch in grau

        PFUI!

        #contra

        Nach unten treten ist ja so viel einfacher...ätzend so was

        Ist das Absicht, dass du der TE so an den Karren machst? Tut dir das gut, dass du ihr so vor den Kopf stösst?
        Wenn ja, brauchst du auch eine Therapie, ich bitte dich darum.
        Wenn nein, dann bist du einfach nur zu blöd zum Nachdenken.

        Ich gebe dir auch den blauen Stift. Ganz gleich, ob das Dummheit, Hinterfotzigkeit oder Stänkerei gewesen ist von dir.

    Hallo gefühlskalt,

    gefühlskalt bist du nicht. Ich denke mehr du bist mit der ganzen Situation überfordert. Dir fehlt Unterstützung und auch Zeit für dich. Du hast durch Erlebnisse in deiner Kindheit etwas zu verarbeiten was bestimmt nicht einfach ist. Du bist bereit Hilfe anzunehmen und möchtest eine Therapie beginnen. Das ist ein sehr großer Schritt für dich. Viele schieben ihre Probleme vor sich her und haben Angst eine Therapie zu beginnen. Du hast aber den Mut und stellst dich deinen Problemen.

    Es tut dir Leid das du nicht so für deinen Sohn da sein kannst wie du gern möchtest. Das hat nichts mit Gefühlskälte zu tun.
    Auch wenn du mit deiner Mutter nicht das beste Verhältnis hast denke ich wird dein Sohn dort gut aufgehoben sein. Versuche die Zeit in der Klinik zu nutzen. Sprich dort auch deine Sorgen wegen deinem Sohn an. Ich denke die Klinik wird dir helfen für die Zeit nach der Klinik Unterstützung zu finden. Dein Sohn wird auch von einem erfolgreichen Klinikbesuch profitieren und ich denke ihr werdet danach wieder zueinander finden.
    Versuch jemand zu finden dem du dich anvertrauen kannst, den du deine Sorgen und Gefühle mitteilen kannst. Reden oder auch schreiben kann sehr hilfreich sein.

    Freundliche Grüße und viel Kraft blaue-rose

    Hey _gefühlskalt_

    wenn du möchtest, schreib mir eine PN

    VlG

    P.S.: Ich kann dich verstehn.

    (17) 04.01.14 - 18:47

    Hallo.
    Es tut mir leid für dich, dass du zur Zeit so angeknackst bist. Jedoch habe ich aber auch großes Mitgefühl für deinen Sohn. Er muss tot unglücklich sein mit einer Mutter die Ihn abweißt.
    Du musst ihm unbedingt sagen und zeigen, dass du Ihn liebst und dass dein Gemütszustand nichts mit ihm zu tun hat.
    Dann gibst du ihn zu einer person, die ER am liebsten um sich hat, ob Oma oder Vater oder wie auch immer.
    Dann gehst du in Behandlung und ich hoffe für euch dass du dort aufgebauut werden kannst.
    Viele Grüße Issi mit Lotta 7 Monate.

    huhu,

    3 ist ein wahnsinnig schwieriges alter! und du bist sehr jung! ich habe jetzt den 3. kameraden hier in diesem alter und meine gedanken sind oftmals auch nicht wirklich nett #schein
    dazu kommt wahrscheinlich die wut auf den kv, der auf den jungen übertragen wird.
    mein tipp--mach dir nicht zu viele gedanken und mache erstmal die therapie! du loebst deinen sohn bestimmt--aber manchmal muss man erst ganze felsbrocken beiseite schaffen, um das zu erkennen! alles gute.

    lg

    #sonne

    dein Post hat mich berührt...zu deiner Situation kann ich nichts sagen...ich möchte dir Mut zu sprechen...mach erst mal deine Therapie... die Gefühle für deinen Sohn kommen mit Sicherheit wieder zu dir zurück...Ich wünsche dir viel Kraft, Ausdauer für dich und dein Sohn.

    vg Sabrina

    Wenn du in Therapie gehst, sprich das Gefühl dort an, ziemlich bald am besten. Dann kann das mit aufgenommen werden in euren Therapieplan, dass da ein Problem für dich besteht.
    Es kann durchaus sein, dass sich dein Blickwinkel in den Wochen der Behandlung wieder ändert.

    Nur Mut. Und Zuversicht.

    Alles Gute und viel Kraft für die Zukunft,

    White

    Hallo wo wohnst du denn? Schreib mich mal an wenn du Lust hast.

    Also jeder Mutter wird es auch mal zu viel mit ihrem Kind und alle Eltern meckern auch mal mit ihrem Kind. Von daher ist es gar nicht so ungewöhnlich wenn Du Dich mal auf eine Zeit ohne ihn freust ;-) Außerdem sind 3 jährige Kinder teilweise echt anstrengend und wenn Du von der Familie keine Hilfe hast, keine Arbeit zum Ausgleich und Dich die Trennung und Dein anderes Problem belastet, fehlt Dir auch sicher mal Zeit für Dich alleine.

    Du wirst in der Therapie auch die Möglichkeit haben solche Dinge zu besprechen. Freu Dich, dass Du Deine Probleme angehst. Es wird Dir helfen auch im Alltag besser klar zu kommen. Sicher hilft es langfristig eine Arbeit zu finden. Wenn der Knirps im Kindergarten ist, sollte es kein Problem sein einen Job bzw. Eine Ausbildungsstelle zu finden.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg für Deine Therapie #herzlich

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