Ich glaube er kann uns nicht ernähren

    • (1) 16.01.14 - 23:49
      ernährer

      Hallo,

      wie fange ich an ohne gleich böse Worte zu ernten?

      Wir haben 2 Kinder fast 3J und fast 1 Jahr. Ich habe Elterngeld bekommen für das erste Kind, bin dann zwischen rein arbeiten weil ich wieder schwanger war und bekomme jetzt aktuell wieder Elterngeld. Ich habe also zum Lebensunterhalt meinen Beitrag geleistet.

      jetzt ist es der Wunsch von uns beiden, dass ich erst wieder arbeiten gehe, wenn Nr. 2 in den Kiga kommt. Allerdings habe ich Angst, dass uns ein Gehalt nicht reicht. Mein Mann verdient nicht sonderlich gut und wir hätten mit Kindergeld gerade mal 2000 Euro zum Leben. Wir wohnen zur Miete, haben Auto, Versicherungen, etc.. Zuhause bin ich für die Finanzen zuständig, ich kümmere mich um alles. Ich versuche zwar immer meinen Mann mit einzubinden, aber er interessiert sich nicht sonderlich. Ihm ist es am liebsten wenn ich sage, ich brauche Geld und das gibt er mir dann bzw. wenn ich einen Dauerauftrag für etwas einrichte und er nur unterschreiben braucht.

      Was soll ich denn daher zu ihm sagen? Schatz, du kannst deine Familie nicht ernähren? Ich möchte ihn ja auch nicht kränken und verletzen.

      Wenn ich sage ich gehe wieder auf Arbeit versteht es mein Mann nicht. Ich hätte kein Problem wieder zu arbeiten aber er fragt immer warum ich denn will und ob ich nicht lieber bei den Kindern sein möchte, gerade die ersten Jahre ist es doch wichtig dass ein Elternteil da ist (sehe ich ja auch so). Das ich mal "raus" muss und im Job weiterkommen will brauch ich nicht sagen, da wüsste er auch gleich dass es geschwindelt ist.

      Das mit den Finanzen war nicht immer so, er war viel auf Montage und da hatten wir mehr Geld, er hat dann aber der Familie zu liebe darauf verzichtet und daher fallen nun eben die Zuschläge weg.

      Er ist so ein toller Mann, er hat sich beruflich verändert um mehr bei seiner Familie sein zu können, will seine Kinder nicht fremdbetreuen lassen die ersten Jahre und ich soll sagen er kann uns nicht ernähren? Ich fühle mich so schlecht aber ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Klar können wir uns einschränken, aber ich habe auch etwas Angst dass wir an unsere Ersparnisse müssen bzw. keine Rücklagen mehr bilden können.

      Und ich möchte den Pfennig nicht fünfmal rumdrehen müssen für eine Kugel Eis. wenn ich wieder TZ arbeiten würde, dann wäre alles viel entspannter.

      Was meint ihr? Soll ich es ihm sagen?

            • (5) 17.01.14 - 00:30

              Da hast du grundsätzlich natürlich Recht, aber es ist nicht schön jemanden das Gefühl zu geben er hat versagt, vorallem wenn er sich sehr bemüht für seine Familie da zu sein. Und mein Mann ist ein guter und es tut mir weh ihn evtl. damit zu verletzen. Kannst du nicht verstehen, dass ich das am liebsten umgehen würde?

              Und warum schreibst du das dann nicht gleich als Antwort sondern gibst einfach einen blöden und unnützen Kommentar ab, noch dazu in schwarz? Da rollen sich MIR die Fußnägel hoch

              • (6) 17.01.14 - 00:45

                Du moserst mich an, weil ich in schwarz schreibe? Nicht dein Ernst, oder doch? #rofl

                So ein Gespräch zu führen, hat nichts mit verletzen wollen zu tun, es ist einfach notwendig. Oder lebt dein Mann im Wolkenkuckucksheim und kennt die Preise für Wohnen und Leben nicht?
                Immerhin kannst du ihm ja signalisieren, dass er jetzt weniger verdient, weil er mehr Zeit für seine Familie haben wollte, dass du das schön findest und anerkennst und du das gerne durch deine Berufstätigkeit auffangen möchtest.

                Mein Kommentar war weder blöde noch unnütz, ich kann es eben nicht verstehen, wenn Paare rumeiern, statt miteinander über die wichtigen Sachen zu reden.

                • (7) 17.01.14 - 02:08

                  "ich kann es eben nicht verstehen, wenn Paare rumeiern, statt miteinander über die wichtigen Sachen zu reden"

                  DAS ist eine Aussage von Dir mit der ich was anfangen kann und darüber nachdenken.

                  Dein erster Kommentar kann erstens alles bedeuten und man kann alles rein interpretieren:.das du es seltsam findest das Menschen wenig verdienen, das ich Geldgeil bin, warum einem soviel Geld nicht reicht, etc. Mit dieser Aussage ist eben nichts ausgesagt.

                  ...daher sind mir sachliche Argumente lieber und nicht so Kommentare...die finde ich unsachlich und verletzend. Es ist ja schließlich trotzdem etwas was mich belastet und ich mir Gedanken darüber mache. Bekanntlich macht ja der Ton die Musik

                  Und ja, manchmal sind einem Gespräche eben unangenehm, auch wenn es der Partner ist. Jedenfalls mir und anscheinend bin ich da anders wie die liebe Urbiagemeinde die IMMER alles und offen bespricht uns sich NIE vor unangenehmen Gesprächen scheut.

                  Außerdem noch als Nachtrag..., irgendwie war es eine rhetorische Frage ob ich was sagen muss, es ist mir natürlich bewusst dass es sein muss ich scheue mich einfach nur...

                  • Ich verstehe gar nicht, warum Ihr beide offenbar davon ausgeht, dass "Mann" seine Familie ernähren muß.
                    Du musst ihm nicht sagen, dass SEIN Einkommen nicht reicht, sondern, dass EIN Einkommen nicht genügt oder würdest Du soviel mehr verdienen als er, dass es locker reichen würde? In dem Fall würde ich über einen Rollentausch nachdenken.

                    LG

              wieso sollte er das gefühl haben versagt zu haben???

              du sagst doch nicht .... "toll, ich muss wieder arbeiten weil du zu wenig kohle nach hause bringst...."

              er wird doch wohl selber wissen was er verdient und das es für eine 4 köpfige familie nicht sooo viel ist. rede doch mit ihm, alles andere finde ich unfair!

              (10) 17.01.14 - 13:57
              Hier immer so...

              Wieso hat ER versagt?

              Man sollte, bevor man eine Familie gründet, oder das zweite Kund bekommt, darüber reden wie es mit dem finanziellen weitergeht.

              Es ist ja wirklich löblich, dass er für euch, für die Familie, nicht mehr auf Montage geht, aber jedem (auch euch beiden) sollte da jawohl klar gewesen sein, wenn dann plötzlich (sagen wir mal) 1.000€ wegfallen, dass es dann knapp wird?

              Wenn er von euern Finanzen keine Ahnung hat, weil du das alles in die Hand nimmst/nehmen müsst, dann hättest du schon mit ihm sprechen müssen, als er vor hatte nicht mehr auf Montage zu gehen.

              Wie lange bekommst du denn noch das Erziehungsgeld?

      Aha #gruebel

(12) 17.01.14 - 00:05

Hallo,

Situationen ändern sich, familiär, beruflich, finanziell. Was macht man, wenn sich etwas ändert? Sich umstellen, sich anpassen.

Erstmal schaut zusammen Eure Unterlagen durch, die Fixkosten, Versicherungen usw. Einige Versicherungen, wie Unfallversicherungen, kann man für ein Jahr lang beitragsfrei stellen bzw. die Beiträge verringern. Vergleicht, ob für die Auto-, Haftplicht-, Hausratversicherungen usw. günstigere Angebote bekommt. Führt ein Haushaltsbuch. Bei Lebensmitteln ist fast immer Einsparpotential, wenn man auf Hausmarken umsteigt, saisonale Ware kauft und die Preise vergleicht.
Auch mit zwei Kindern kann man günstige Unternehmungen machen. Manche Museen haben an bestimmten Tagen kostenlosen Eintritt, mit einem Familienpass oder der ADAC-Clubkarte kann man sparen.
Weitere Spartipps findest Du im Internet, das brauche ich nicht alles aufzuschreiben.

Aber Dein Mann muß auch die Verantwortung tragen. Vereinbare mit ihm einen festen Termin, wo die Kinder nicht da sind. Überlege Dir schon Lösungen. "Schatz, du kannst uns nicht ernähren" ist kein richtiger Einstieg, eher "Es hat sich einiges verändert und wir müssen damit umgehen. Ich möchte mir dir gemeinsam nach Lösungen suchen." - so ungefähr.
Außerdem wäre es ratsam, daß Du früher mit Arbeit wieder anfängst. Ein Jahr Elternzeit schaffen die meisten finanziell, aber 2 oder 3 Jahre sind schwieriger, wenn man zwei Einkommen benötigt.
Übrigens gibt es den Kindergeldzuschlag von der Arbeitsagentur. Da sind bis zu 140 € drin.

LG
Silke

  • (13) 17.01.14 - 00:14

    Danke für deine Tipps schonmal. Ich bin auch dafür einfach wieder früher beruflich einzusteigen.

    "Schatz, du kannst uns nicht ernähren" ist kein richtiger Einstieg,"

    natürlich hätte ich es nicht so formuliert, aber auch freundlich gesagt läuft es dennoch auf die Aussage hinaus.

(15) 17.01.14 - 00:56
geht uns genauso

Hi,
bei uns wissen wir beide, daß das Geld nicht reicht, wenn nur er Vollzeit ginge.

Bei dem letzten Arbeitgeber ja, da hatte er alleine soviel, wie wir jetzt mit meiner Teilzeit und 2x Kindergeld haben + Firmenwagen.

Als ich mit Nr. 2 schwanger war, da war er bei dem "guten AG", sagte ich schon, daß ich wieder 2 ganze Tage arbeiten werde, um auch mal im Herbst ne Woche wegfahren zu können.

Kaum hatte ich angefangen, war alles wieder a.A.

Ich hatte von 18 Std. nachher auf 26 erhöht, und es ist sehr viel, wenn man Haus, Hof, Garten, Katzen, 2 Jungs einer davon Schulkind der sehr ungern Hausaufgaben macht. Mann nicht so die Hausarbeit sieht und und und

Beim 1. Kind haben wir die Sparbücher fast geräumt, damit ich 2 Jahre daheimbleiben kann, 300 Euro Elterngeld. Beim 2. wars nicht mehr möglich. 2x Arbeitslos, da ist jetzt noch nichts bei uns zu holen.

Hättest Du den Kiga Platz und Job in Aussicht??

Dann verkaufe es ihm doch als "Gehirn-Training" für Dich, die Kids sind froh unter anderen Kindern zu sein und das zusätzliche Geld beißt ja auch nicht.

Selbst wenn alles bezahlt ist, erdreist sich ein Kind zu wachsen und schon ist wieder alles a.A.

Gruß

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