Hochzeit gute Freundin

    • (1) 21.01.14 - 05:36
      ...jain...

      Hallo ihr!

      Ich brauche mal eure Hilfe...ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll und mir geht's immer schlechter deswegen. Bin jetzt schon wieder lange vor dem Wecker wach und mach mir Gedanken.

      Eine sehr gute Freundin von mir heiratet diesen Sommer. Ich freue mich wirklich sehr für sie, ich mag auch ihren Verlobten und finde, die beiden sind ein tolles Paar. Als sie mir von dem Antrag erzählte, habe ich mich auch total gefreut und gönne ihr bzw ihnen von Herzen ihr Glück. Diese Hochzeit ist definitiv richtig und wird bestimmt ein tolles Fest!

      Trotzdem geht es mir bei dem Gedanken an diese Hochzeit bzw die Veranstaltung nicht gut. Das hat verschiedene Gründe, die ich jetzt ungerne aufzählen würde (habe Angst, deswegen angegriffen zu werden oder ein "stell dich nicht so an" zu hören). Wenn ich daran denke, bekomme ich Herzrasen und Schweißausbrüche. Ich diskutiere immer wieder mit mir selber, aber ich kann an meinen Gefühlen nichts ändern, alles in mir sträubt sich dagegen.
      Sie ist nicht irgendeine Bekannte, sondern eine sehr gute und langjährige Freundin und natürlich müsste ich auf ihrer Hochzeit anwesend sein. Bzw eigentlich ist meine Anwesenheit nicht wichtig, ich habe keine Aufgabe oder so, und sie hat so viele Gäste, da würde sie mich auch nicht vermissen. Wenn ich nicht da bin, fällt das aber natürlich auf. Sie wäre sicherlich enttäuscht und viele Leute würden sich wundern, wieso ich fehle.

      Ich weiß jetzt einfach nicht, was ich machen soll...mich überwinden und den ganzen Tag mit Kloß im Hals irgendwie überstehen? Ich werd mich total unwohl fühlen und mir fallen zig Situationen ein, in denen ich vermutlich heulend rauslaufen würde. Diese Showeinlage will ich aber auf keinen Fall bringen. Vielleicht könnte ich mich zusammenreißen, aber muss ich mir das antun? Ich fange ja jetzt schon ständig an zu weinen, wenn ich mir das nur vorstelle.

      Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll! Ich bin hin und her gerissen. Die Wahrheit sagen, warum ich nicht kommen möchte, will ich eigentlich auch nicht; sie wäre traurig und enttäuscht, dass ich deswegen an ihrem so wichtigen Tag fehle. Außerdem würde daraus eine riesige Diskussion entstehen,die unsere eigentlich so gute Freundschaft sehr belasten würde. Ausrede erfinden? Sie weiß, dass ich mir extra Urlaub genommen habe. Und "krank sein" find ich auch blöd, sie kennt mich und weiß, dass ich mich von einer simplen Erkältung niemals von sowas abhalten lassen würde. Und eigentlich möchte ich diese Hochzeit auch gerne erleben. Eigentlich will ich da sein. Aber nicht unter diesen Umständen!

      Ich brauche einfach mal ein paar neutrale Meinungen. Was würdet ihr tun? Und wie würdet ihr euch fühlen, wenn eine gute Freundin nicht zu eurer Hochzeit kommt? Habt ihr vielleicht sogar Erfahrungen damit, seid selber nicht gegangen oder jemand war nicht bei eurer Hochzeit? Ist eine Freundschaft danach im Eimer? Müsste ich mich als gute Freundin zusammenreißen oder sollte die Braut als gute Freundin Verständnis haben? Was wären für euch nachvollziehbare Gründe um bei so einem wichtigen Termin zu fehlen?

      Ich danke euch schon mal für die Antworten.

      Liebe Grüße...

      • (2) 21.01.14 - 06:01
        frisch verheiratete

        Hallo, Bei mir haben ein paar Freundinnen nach vorheriger Zusage aus fadenscheinigen Gründen doch abgesagt, andere haben das Fest vorzeitig verlassen. Ich habe mich mit einer total zerstritten und von den anderen bin ich sehr enttäuscht und möchte nichts mehr mit ihnen zu tun haben bzw. lasse die Freundschaft auslaufen.
        Ich kann mir ungefähr vorstellen, was dich quält, ich kenne das auch. Da hilft nur eine Valium, ein Glas Sekt, Augen zu und durch. Du wirst es sonst bereuen und ob es die Freundschaft übersteht, wenn du nicht kommst, ist meiner Meinung nach unsicher. Eine Hochzeit ist echt wichtig für die Braut.

      • (6) 21.01.14 - 17:04

        Hallo!
        Ich habe weiter unten jemandem geantwortet, was die Gründe sind...hatte deine Glaskugel Recht? ;-)
        Ich danke dir für deine Antwort. Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Ich befürchte auch, dass die Braut sehr enttäuscht sein wird und die Freundschaft das nicht überleben kann...aber irgendwelche Medikamente werde ich auf keinen Fall nehmen.

        • Grund 1 passt ganz gut. Dann trinkst du halt einen Schnaps mehr. Du bist ganz sicher nicht der einzige Gast mit solchen Problemen. Als Trauzeugin habe ich übrigens auch die beste Organisatorin genommen, nicht meinen Bruder, weil der zum Organisieren einfach zu weit weg wohnt. Da habe ich bei meiner ersten Hochzeit einfach schlechte Erfahrungen gemacht.

          Du kannst dir doch jederzeit selber ein Spiel oder eine Überraschung ausdenken. Z. B. eine Sängerin für die Kirche engagieren, ein Fotoeck mit lustigen Hüten und Rahmen aufbauen und alle Gäste fotografieren, ein Gedicht schreiben und vortragen, ein Leintuch mit einem Herz vor der Location aufspannen zum Ausschneiden und Durchsteigen, Luftballons mit Wunschkarten kaufen und nach der Kirche fliegen lassen oder Tauben....

          Dann bist du beschäftigt und abgelenkt. Ich hoffe, du kannst deiner Freundin zuliebe über deinen Schatten springen.

    (8) 21.01.14 - 07:04

    Ich kann mir nicht vorstellen, was dein Problem sein könnte.

    Wenn sie aber eine wirklich gute Freundin ist, solltest du mit ihr über dein Problem reden und sie einweihen. Nur dann hat sie eine Chance, dich zu verstehen.

    Würde eine meiner besten Freundinnen mit fadenscheinigen Begründungen meiner Hochzeit fern bleiben, wäre ich wohl sehr enttäuscht.

    FG
    H. #klee

    (9) 21.01.14 - 07:17

    "Müsste ich mich als gute Freundin zusammenreißen oder sollte die Braut als gute Freundin Verständnis haben?"

    Ich finde es schwierig, was dazu zu sagen, wenn man deine Beweggründe nicht kennt.

    "Was wären für euch nachvollziehbare Gründe um bei so einem wichtigen Termin zu fehlen?"

    Spontan würde ich sagen: Keiner. Außer, du wärst wirklich krank.

    • (10) 21.01.14 - 17:56

      Danke für die Antwort.

      Da ich mich eben versehentlich enttarnt habe, kann ich jetzt auch so weiterschreiben.

      Ich habe jemandem weiter unten, stellvertretend für euch alle, die Problematik erklärt. Ich weiß, dass es schwierig ist, zu antworten, wenn man keine Gründe kennt. Ich weiß aber nicht, ob meine Gründe irgendwie nachvollziehbar sind. Ein "stell dich nicht so an" bringt mich nicht weiter, für MICH ist das schlimm und ich hab Angst davor. Ein "du bist ja nur eifersüchtig" hilft mir auch nicht. Selbst wenn's so ist (es ist sicherlich mit ein Grund, neben Enttäuschung, Verletzung und vielem mehr), nützt es mir ja nichts, wenn man mich deswegen angreift. Leider ist mir genau das in einem anderen Forum passiert, das tat sehr weh.

(11) 21.01.14 - 08:06

Ich würde Dir nur verzeihen, dass Du nicht kommen magst, wenn Du mir vorher die absolute Wahrheit sagst !!
Wenn sie wirklich so eine langjährige gute Freundin von Dir ist, sag Ihr doch, was und wo das Problem ist.

Lg

Ich finde auch du solltest ihr die Wahrheit sagen. Ich nehme an du hast gesundheitliche bzw. psychische Gründe für deine Bedenken bezüglich des großen Festes?
Das würde ich als gute Freundin verstehen, aber auch NUR das. Irgendwelche Zickigkeiten fände ich inakzeptabel an so einem wichtigen Tag und auch wenn du mich deswegen anlügen würdest wäre unsere Freundschaft gegessen.

Sag ihr was Sache ist.

  • (13) 21.01.14 - 17:09

    Auch dir danke für die Antwort.

    Generell gebe ich dir recht, es ist wichtig, die Wahrheit zu sagen. Ich befürchte aber, dass die Freundschaft dann erst recht kaputt ist. Weiter unten habe ich jemandem die Gründe genannt. Ich gehe davon aus, dass keiner das nachvollziehen kann, vielleicht ist es auch ein psychisches Problem, das mag sein. Aber sicherlich keins, das man mal eben therapieren kann. Ich komme mit den Umständen nicht klar und weiß, dass dieser Tag eine Qual für mich wird. Darüber sprechen würde nichts ändern! Ich muss entweder einfach durchhalten oder fernbleiben.

(14) 21.01.14 - 09:11

Wenn ich den Grund nicht wüsste, wäre ich als Braut schwer gekränkt. Irgendeine fadenscheinige Ausrede wäre noch schlimmer...

Ich weiß ja nicht, was deine Beweggründe sind. Mir fallen jetzt nur zwei Möglichkeiten ein, entweder du hast ein ernsthaftes psychisches Problem oder aber Angst einem Ex (oder jemand anderen) über dem Weg zu laufen.
Bei der ersten Möglichkeit würde ich ein offenes Gespräch mit deiner Freundin führen. Ich als Braut hätte dafür großes Verständnis und würde sogar deinen Mut bewundern. Vielleicht könntest du dann ja auch nur zur Kirche kommen, oder ihr am Morgen bei irgendwelchen Vorbereitungen helfen (und sei es, dass du nur einen Beruhigungssekt mit ihr trinkst).
Bei der zweiten Möglichkeit würde ich eventuell die Gelegenheit nutzen und Altlasten aufarbeiten. Manchmal muss man sich seinen Ängsten stellen. Wenn das unmöglich ist, würde ich wieder mit der Braut sprechen. Als Freundin kennt sie dich wohl recht gut und weiß, was los ist und hat vermutlich Verständnis. Aber auch dann könntest du zur Kirche kommen.

  • (15) 21.01.14 - 18:06

    (nach meinem unfreiwilligen Outing schreibe ich jetzt unter meinem nick weiter)

    Hallo!

    Ich habe meine Gründe eben jemandem erklärt, vielleicht liest du es dir durch und antwortest mir nochmal? Danke auf jeden Fall für deine Antwort. Eine Art Kompromiss, wie du es vorgeschlagen hast, habe ich für mich noch nicht finden können. Auch in der Kirche würde ich mich sehr unwohl fühlen. Vorher vorbeikommen halte ich für ausgeschlossen, wenn ihre Trauzeugin ihr die Haare macht und die Familie da rumwuselt, muss ich nicht noch mehr Unruhe da rein bringen.

    Sie bereitet alles minutiös und perfekt vor und fiebert diesem Tag entgegen wie ich es noch nie bei ihr erlebt habe. Sie will eine richtige Prinzessinnenhochzeit mit allem drum und dran und wird mir in dieser Phase immer fremder. Ich entdecke Züge an ihr, die ich vorher nie wahrgenommen habe (und die ich nicht mag). Wenn ich ihr in dieser Zeit mit meiner Problematik ankomme und da versuche, irgendwas zu klären, dann würde das nur scheitern und vermutlich sogar zu Streit führen, auf jeden Fall aber zur emotionalen Distanzierung. Ich rede mir immer wieder ein, dass das nur eine Phase ist und ich das jetzt ignoriere und nichts sage, damit dann nach der Hochzeit wieder alles ist, wie vorher...aber die Hochzeit an sich, die macht mir echt Probleme, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann, was ich machen und wie ich den Tag ohne kleinen Zusammenbruch überstehen soll.

(16) 21.01.14 - 09:17

Hallo,

sprich mit Deiner Freundin über Deine Ängste. Sie kennt Dich doch schon lange, somit wird sie doch Verständnis haben?

Besser, Du kommst nicht (oder später oder Du gehst früher), als Du sprengst ihr Fest - meine Meinung..

Ich erinnere mich an eine Bekannte meines Bruders, die während seiner Hochzeitszeremonie laut Rotz und Wasser geheult hat, weil ihre Beziehung mit dem Trauzeugen kurz vorher zerbrochen war. Das war sehr befremdlich für alle Anwesenden, v.a. weil sie doch hätte rausgehen können.

Ich kenne Deine Beweggründe nicht, allerdings gebe ich zu bedenken, dass bis zur Hochzeit noch ein paar Monate verstreichen. A la "die Zeit heilt alle Wunden" und so?

LG
Karin

(17) 21.01.14 - 10:03

Hallo, kurz und knapp: Hintern zusammenkneifen und hingehen. Keiner zwingt dich als Letzte das Fest zu verlassen.
Du schreibst nicht was dein Problem ist. Ich selber habe große Probleme mit "schicken" Veranstaltungen. Während Andere wochenlang ihr Outfit planen, kriege ich Schweißausbrüche weil ich solche Kleidung einfach hasse. Meine Freunde wissen darum Bescheid. Und bisher habe ich es immer geschafft schick aber nicht verkleidet zu solchen Anläsen aufzulaufen. Ich hasse auch Kirchen, aber was muß das muß.

Und ganz ehrlich, die Feiern vor denen es mir am Meisten gegraust hat, waren die schönsten Feste und am Ende war ich glücklich das man mich dabei haben wollte.
An dem Tag geht es nicht um dich.....also Augen zu und durch.
LG

  • (18) 21.01.14 - 17:13

    Ich weiß genau, was du meinst und ein Teil von mir sagt immer "stell dich nicht so an, reiß dich zusammen, das wird bestimmt ein toller Tag!", aber ein anderer Teil sagt immer nur "nein,nein,nein". Ich habe weiter unten die vielseitigen Gründe aufgezählt. Wäre es so ein krasser, eindeutig nachvollziehbarer Grund, hätte ich es der Braut schon lange gesagt. Wäre es nichts schlimmes (für mich) würde ich mich einfach zusammenreißen. Leider ist es irgendwas dazwischen und deswegen bin ich so unentschlossen. Mittlerweile habe ich richtig Angst vor dem Termin...

(19) 21.01.14 - 10:45

Hallo

meine ehemals beste Freundin ( seit 1979 ) kam nicht zu meiner ersten Hochzeit.
Ihre Begründung ,sie habe keinen Urlaub bekommen, fand nicht nur ich fadenscheinig.
Ich hätte ihren mir sehr gut bekannten Chef anrufen können, habe dies aber nicht gemacht.Sie sollte meine Trauzeugin sein, das war seit Jahren so vereinbart.
Ich war auch ( wenige Jahre vorher ) ihre Trauzeugin gewesen.Zurück blieb ein kleiner Stachel, der sich noch auswachsen sollte.
Als ich viele Jahre später zum 2. Mal heiratete kam sie ( mit).Ihr Verhalten im Vorfeld und auf der über zwei Tage stattfindenden Feier wurde allgemein als sehr seltsam und auffällig empfunden.Ins Detail gehen möchte ich nicht.
Danach war für 5 Jahre absolute Funkstille.Mir hatte es endgültig gereicht.
Natürlich spielten dabei noch andere Sachen eine Rolle, die ich lange nicht sehen wollte.
Seit dem vergangen Sommer haben wir wieder Kontakt.Manche jahrzehntelangen Verbindungen endgültig zu lösen, fühlt sich nicht richtig an.
Diese Vorkommnisse haben natürlich ihre Spuren hinterlassen, meine beste Freundin ist sie nicht mehr.
Überlege dir genau ob du fern bleibst.
Wenn man an diesen normalen sozialen Veranstaltungen generell nicht teilnehmen kann, hat man sowieso ein Problem, das bearbeitet gehört.

L.G.

(20) 21.01.14 - 11:05

ich finde es auch schwer, jemandem was zu raten oder was zu sagen, wenn man die gründe nicht kennt.

mehr anonym geht doch nicht mehr hier #kratz

dass andere vielleicht blöde bemerkungen machen werden, kann vorkommen, aber steh doch drüber, solche leute gibt es immer. nur ohne was genaues zu wissen ist es echt blöd zu helfen bzw. was zu raten.

nur mut #blume

  • Ich habe jetzt weiter unten jemandem die Gründe aufgezählt, vielleicht magst du da mal nachlesen.

    So leicht ist das nicht...wenn man eh schon zweifelt und sich schlecht fühlt, tut es wirklich weh, wenn man dann angegriffen wird. Ich habe die Frage vor ein paar Wochen schon mal in einem anderen Forum gestellt, da wurde mir dann Egozentrik, Neid und sowas unterstellt, das ist es aber nicht. Sie ist die Prinzessin an dem Tag und ich gönne ihr von Herzen das schönste Fest und bin auch keineswegs neidisch auf ihr Glück. Es sind die äußeren Umstände, die mir alle sagen "du bist hier nicht erwünscht, du gehörst hier nicht hin, geh weg!" und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll...

(23) 21.01.14 - 11:43

Hallo,

ich kann mir keinen Grund vorstellen, der Hochzeit der besten Freundin fern zu bleiben, es sei denn, du hast größere psychische Probleme (aber dann bräuchtest du wohl eine Therapie und könntest mit deiner Freundin darüber reden).

Meine langjährigste und gute Freundin ist - ohne Begründung und Absage - nicht zu meiner Hochzeit erschienen. Ihre Eltern haben sich sogar für dieses Verhalten geschämt. Im Nachhinein kam eine fadenscheinige und an den Haaren herbei gezogene Erklärung. Ich war extrem verletzt und sauer - die Freundschaft lag lange auf Eis. Ich wusste und weiß, dass sie Probleme damit hat, wenn sie nicht viele Leute auf einer Veranstaltung kennt, aber sie ist ansonsten auch nicht schüchtern und hätte da - meiner Meinung nach - über ihren Schatten springen können/müssen bzw. mir vorher Bescheid sagen sollen.

Heute sind wir wieder befreundet, aber es ist nicht mehr das gleiche wie früher. Irgendwie nehme ich ihr das noch immer übel - und habe sie auch nicht zu meiner großen runden Geburtstagsfeier, die demnächst stattfindet, eingeladen.

Gruß, Lena

(24) 21.01.14 - 12:52

Hallo Jain,
wie soll Dir jemand einen neutralen Rat geben, wenn er die Hintergründe nicht kennt.
Natürlich ist es möglich, der Hochzeit fern zu bleiben, wenn der Grund wichtig ist.

Wenn Du Angst hast, wegen dem Grund angegriffen zu werden, weist du eigentlich schon selbst, dass es kein richtiger Grund ist bzw. falsch ist, nicht hinzugehen.

Dass Du nicht zur Hochzeit gehen willst zeigt, dass Du die Hochzeit für nicht gut / falsch hältst.
Spontan fallen mir folgende Möglichkeiten ein:

1.) Es gibt einen Grund außerhalb Deiner Person, der aus Deiner Sicht absolut gegen die Hochzeit spricht.
-> Du musst unbedingt mit Deiner Freundin sprechen und sie "warnen"

2.) Du bist eifersüchtig, entweder, weil du in Ihn oder sie verliebt bist.
-> Dann hättest Du in der Tat ein großes Problem und du musst deine Chancen abwägen, und dann entscheiden, ob Deine Liebe so groß ist, dass Du für sie kämpfst, denn dieser Kampf wird nicht nur Gewinner hervorbringen sondern auch für große Verluste sorgen, entweder wird die Beziehung Deiner Freundin zerstört oder Deine Freundschaft zu ihr und im schlimmsten Fall stehst Du hinterher mit nichts da.

3.) Du bist eifersüchtig, weil Du Sorge hast, Deine Freundin zu verlieren.
Auch dann hast Du ein Problem, denn du solltest wissen, dass das Quatsch ist und solche Ängste zwischen besten Freundinnen eigentlich in der Pubertät beim ersten Freund auftreten. Aber jetzt? Sie ist doch schon lange in einer Beziehung, was soll sich ändern, weniger Zeit? Wohl kaum, nach dem Hochzeitsstress wird sie eher mehr Zeit haben. Zieht sie weg? Okay, Freundschaften sollten auch das überstehen!
Hast Du Sorge, dass die Familiengründung anfängt und kein Platz mehr für Dich da ist?
Sorry, aber ich will jetzt nicht sagen, dass das kindisch wäre, aber das ist der Lauf der Zeit! Was ist mit Deiner Beziehung oder Beziehungen während Eurer Freundschaft? Was ist mit Deinen Zukunftsplänen, kommen da Begriffe wie Hochzeit und Familie nicht drin vor?
Es ist eine sehr gute (oder doch Deine beste Freundin?) und sie wird Deine Freundin bleiben. Wenn eure Lebenswege bisher dieselbe Richtung hatten und sie nun durch die Hochzeit von Deinem abweicht (falls du nicht eh schon verheiratet bist oder Pläne hast), dann ist das so. Eine Freundschaft überlebt das. Natürlich gibt es die Gefahr, dass die Freundschaft leidet, dass sie abflaut, weil ihr unterschiedliche Lebensziele (oder -Abschnitte) habt, aber in welchem Umfang hängt von Euch ab.
Freundschaften können sich auch ändern, können auch erlischen. Es können auch neue Freundschaften entstehen und auch Freundschaften, die abkühlen, können wieder intensiviert werden.
Das sind so viele könnte/können, das kann keiner Vorhersehen.
Deine Freundin, die du im Moment als sehr gute bezeichnest, im Stich zu lassen, weil so viele Sachen passieren könnten oder aber auch nicht, wird wahrscheinlich viel eher das Ende Eurer Freundschaft einleiten.
Freue Dich für Sie und mit Ihr, geb Eurer Freundschaft eine Chance, und wenn es sich auseinanderlebt, rede mit ihr, versuche dagegen zu kämpfen, und wenn das alles nichts hilft, ist es halt so.

Aber genieße den Tag mit Ihr!

Wieso glaubst du, dass Du nicht wichtig bist für Sie an diesem Tag bzw. keine Aufgabe bei der Hochzeit hast?
Selbst wenn Du keine Trauzeugin sein solltest, keine Tips zum Brautkleid, keine Hilfe bei der Feier, keine Aktionen mit dem Freundeskreis?

Ist ein bißchen länger geworden als es sollte, aber vielleicht ist ja ein Denkanstoß für Dich dabei und wenn nicht - dann sorry.

  • (25) 21.01.14 - 16:58

    Danke dir für die lange Antwort. Ich antworte dir jetzt stellvertretend für alle anderen, die sich die Mühe gemacht haben. Weswegen ich bisher die Gründe nicht nennen wollte : 1.ja, natürlich bin ich mir unsicher, ob diese Gründe zählen, sonst hätte ich ihr schon lange abgesagt und 2.habe ich die Frage schon mal in einem Forum gestellt und wurde übel angegriffen, was mich sehr verletzt hat.

    Zuerst : die Beziehung der beiden ist für mich richtig, ich gönne den beiden und wünsche ihnen auch alles Glück der Welt. Ich habe überhaupt nichts gegen diese Ehe! Es geht einzig und allein um die Feierlichkeiten, die bei mir negative Gefühle hervorruft. Dafür gibt es mehrere Gründe, ich versuche mal, sie zu erläutern, auch wenn es schwierig ist und sie vielleicht keiner nachvollziehen kann.

    1.der Klassiker : Single, schmerzhafte Trennung hinter mir. Ja, die Zeit heilt alle Wunden und bis dahin vergeht noch was Zeit. Dies ist nur ein Grund.

    2.ich war auch mal verlobt, ich habe ihn sehr geliebt. Die Beziehung ist schon lange vorbei und ich habe drei Jahre gebraucht, um damit abzuschließen. Er ist auch auf der Hochzeit, da er ein Kumpel vom Bräutigam ist. Wir waren damals auf der Hochzeit seines Cousins, die in genau der selben Location stattgefunden hat, alle riefen "Ihr seid die nächsten!" Waren wir nicht. Heute bin ich froh darüber, weil ich sein wahres Ich erkannt habe, aber ihn da zu sehen mit seiner Frau (mit der er mich damals betrogen hat) und deren Kind, das wird weh tun. Ich hab sie schon öfters gesehen, es geht um die Kombination aus dem Ort, dem Anlass und ihnen. Auch das nur ein Grund von vielen.

    3.und jetzt wird es schwer, das ganze für Außenstehende zu erklären...es sind viele Menschen da, die mich nicht mögen, die über mich lästern, entweder vornerum freundlich und hinter meinem Rücken über mich herziehen, oder mich offensichtlich ablehnen. Diese Menschen sind entweder Partnerinnen der Freunde meines Ex, die sich mit seiner Frau solidarisiert haben, oder -und das ist schlimmer- "die Mädels" meiner guten Freundin, also der Braut. Sie selber weiß, dass wir nicht kompatibel sind, normalerweise ist das auch kein Problem. Wenn man sich beim feiern trifft, sind auch noch genug andere Menschen da, da gibt es keinen Konflikt für mich - ich gehe ihnen aus dem Weg und ignoriere die abschätzigen Blicke. Auf dieser Hochzeit wäre ich aber alleine und da fällt es mir schon schwerer. Weshalb es Differenzen gibt? Auch schwer zu erklären. Das sind zwei verschiedene Welten. Sie, der Schützenverein, die Tanzgruppe, die mit Trinksprüchen und konservativen Werten feiern und leben...ich...bin anders. Ich will auch nicht so sein. Ich mag sie nicht, sie mögen mich nicht, das war schon immer so.

    4. Die Sitzordnung. "ich weiß gar nicht, wo ich dich hinsetzen soll!" Ja, schwierig! Denn es gibt den Familientisch, den Schützenzug-Tisch vom Bräutigam (an dem ein paar Freunde/nette Bekannte von mir sitzen, aber auch der eben erwähnter Exverlobter und die Partnerinnen), den Schützenzug-Tisch der Braut (mit "den Mädels") und den Tisch mit Arbeitskollegen, da sitze ich. Tatsächlich ist dies auch der beste Platz für mich, da ich einige der Kollegen kenne und mich sehr gut mit ihnen verstehe, sie mögen mich auch und finden "die Mädels" auch sehr komisch, wir haben den gleichen Humor, etc. Das passt also, aber es tut mir schon weh, dort zu sitzen, weil es mir zeigt, wie wenig ich in ihre Welt passe.

    5. Ich habe keine Aufgabe. Trauzeugin wird eine aus dem Schützenverein. Das war, muss ich zugeben, erstmal eine Enttäuschung für mich, aber es ist ihre Entscheidung, ihr großer Tag, ich habe nichts dazu gesagt (sie hat es mir übrigens auch nicht direkt gesagt, es war nur irgendwann offensichtlich). Ich wurde von mehreren Leuten gefragt, warum ich denn nicht Trauzeugin wäre, da habe man fest mit gerechnet, da ich doch ihre beste Freundin sei. Nun, das bin ich wohl nicht, jedenfalls nicht auf dem gesellschaftlichen Parkett. Aber wie gesagt, ich habe mein gekränktes Ego runtergeschluckt und nichts dazu gesagt. Wenn ich allerdings mitbekomme, wie sie jeden mit einbezieht und Aufgaben verteilt, während ich außen vor bin, tut das wirklich weh. Überraschenderweise hat sie mich jetzt mit zum Brautkleidaussuchen mitgenommen, was mich wirklich gefreut hat. Aber an dem Tag selber...was vorlesen? Oder singen (bin Sängerin in einer Hobbyband)? Irgendetwas vorbereiten?Machen alles die Mädels.

    Ich befürchte, man hält mir jetzt Eifersucht vor oder ähnliches. Mag sein. Im Alltag habe ich kein Problem mit all diesen Dingen, es geht um diesen Tag. An dem ich alleine in der Kirche sitze und heulen muss, wenn der Chor singt. An dem ich verloren rumstehen werde. An dem ich in einer Gesellschaft bin, wo unheimlich viele Menschen mich überhaupt nicht leiden können und mir böse Blicke zu werfen und mich beobachten, ob ich nicht drei Sekunden zu lange mit einem vergebenen Mann gesprochen habe (Nein, dafür gibt es eigentlich keinen Grund, ich hatte mit keinem der Freunde etwas). Ich werde mich nicht trauen, zu tanzen, ich werde mich unwohl fühlen, ich werde mir wünschen, wo anders zu sein.

    Ja, all diese Sachen tun mir generell weh und teilweise stelle ich die ganze Freundschaft in Frage. Ich hoffe, dass diese Freundschaft weiterhin besteht, sie ist sehr wichtig für mich. Deswegen habe ich so viel Angst, mit ihr darüber zu sprechen. Ändern wird sich ja nichts an der Situation, ich weiß nur nicht, wie ich damit umgehen soll.

    Vielleicht verstehst du mein Problem...aber wahrscheinlich kommen jetzt die selben Kommentare wie bei meinem ersten Versuhc in einem anderen Forum, dass ich wohl egozentrisch bin und neidisch und so...

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