Baby abgeben = schlechte Mutter

    • (1) 22.01.14 - 12:52
      schlechtesGewissen12399

      Hallo,

      Zurzeit bin ich richtig in der Zwickmühle und weiß schon gar nicht mehr was ich noch tun soll.

      Mein Mann und ich haben 3 Kinder. Nun ist es so das wir uns getrennt haben seit fast 7 Monaten schon, weil es einfach nichts mehr gebracht hat.
      Die beiden ältesten Kinder 3 und 2 Jahre leben bei meinen Mann.
      Ich lebe derzeit in ein mutterkindheim mit meiner 7 Monate alten Tochter.

      Eigentlich möchte ich ja das alle 3 Kinder in einen Haushalt groß werden, bei meinen Mann, auch weil es etwas Konsequenter in der Erziehung wäre bei den Kindern und er den Rückhalt sei er Mutter sowie seine Geschwister hätte. Ich selbst habe keine Familie mehr die mich unterstützten könnte. Allerdings wäre er mit 3 Kindern völlig überfordert. So dass ich mit dem Baby in einen Mutterkindheim lebe.

      Mein Problem ist ich möchte hier nicht ewig leben, die Entlassung hier wäre für mich in weit entfernter Zukunft und ich weiß nicht ob ich es wirklich so lange durch ziehen kann.

      Ich leide unter Schüchternheit mit Kommunikationsstörung, ich kann nicht mit meinen Baby sprechen auch wenn ich es gern möchte, aber es klappt nicht. Meine beiden ältesten Kinder sind auch sprachlich verzögert.

      Oft habe ich auch das Gefühl sie ist nicht gut aufgehoben bei mir. Bei den Gedanken fühl ich mich auch etwas schlecht.
      Ich habe auch schon überlegt das sie nicht bei der Oma großwerden kann, also meiner Schwiegermutter, so können die Geschwister trotz alle dem zusammen bleiben. Ich kann meine Kinder auch jeden Tag sehen. Dies muss aber alles noch mit dem Jugendamt abgesprochen werden.

      Hinzu kommt ich habe auch noch Verträge zu laufen die bezahlt werden müssen so lange wie ich Elterngeld kriege funktioniert es auch, aber danach sieht es eng aus da ich hier Jugendhilfe beziehe und das ist nicht gerade viel was ich kriege, davon kann ich auch nicht alles zahlen. Und es bingt mir nichts wenn ich am Ende meine Rechnungen nicht zahle und am ende der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht mit ein Haftbefehl oder so. In Privatinsolvenz möchte ich aber auch nicht gehen.

      Mein Mann kann diese Rechnungen auch nicht mit zahlen da er selbst noch welche hat und unsere 2 Kinder und sich selbst auch noch verpflegen muss.

      Ich liebe meine Kinder bin aber echt ratlos weil ich nicht weiß was ich machen soll? Ich fühl mich auch mies dabei, weil ich das Gefühl habe das ich meine Kinder in Stich lasse dabei will ich doch nur das beste für die

      • Erst mal - dass Du Dir so viele Gedanken machst und verschiedene Möglichkeiten durchgehst, spricht ja dafür, dass Du eine gute Mutter bist. Ob Du momentan in der Lage bist, ein oder mehrere Kinder großzuziehen, steht ja auf einem anderen Blatt. Und im Stich lassen würdest Du sie ja nicht, wenn Du sie regelmäßig siehst.

        Was sagen denn Deine Betreuerinnen im Mutter-Kind-Heim? Oder kannst Du mit denen auch nicht reden?

        • (3) 22.01.14 - 14:11
          schlechtesGewissen12399

          Na ich hatte schon mit einer therapeutin gesprochen. Wenn ich meine Tochter behalten möchte muss ich es nur sagen und dann wird geschaut wo man die Hilfe ansetzen kann. Wahrscheinlich sowas wie betreutes Wohnen.

      Hallo, also wenn du meinst das dein ex mit allen drei Kindern überfordert wäre das macht es doch wenig Sinn das dritte auch dort zu lassen. Wenn ihr einen sehr regelmäßigen Umgang pflegt sehen sich die kinder doch auch oft.
      Was die finanzielle sorge angeht, wieso suchst du dir nach dem Jahr elterngeldbezug nicht einen Job und gibst dein Kind dann in Betreuung oder auch zu der erwähnten Oma über Tag, so sehen sich die kinder dann auch doch wieder öfter.

      • (5) 22.01.14 - 14:14
        schlechtesGewissen12399

        Dadurch das ich im mutterkindheim bin muss einen Teil des Geldes abgegeben vom Eltergeld kann ich auch nur soviel behalten das ich die Rechnungen bezahlen kann den rest muss ich überweisen ans jugendamt so wie das kindergeld auch.

    Gibt es denn bei Dir niemanden, mit dem Du darüber reden kannst? Wenn Du wirklich Dein Kind bzw. Deine Kinder bei Dir haben möchtest, gibt es Mittel und Wege. Sicher, Du brauchst Hilfe; aber das ist machbar.

    Was genau muß ich mir denn unter "Schüchternheit mit Kommunikationsstörung" vorstellen? Ich selbst habe Erfahrung mit sozialer Phobie - falls es so etwas ist: Wie wäre es mit einer Therapie? Hat mir sehr gut geholfen.

    LG wartemama

    • (7) 22.01.14 - 14:21
      schlechtesGewissen12399

      Ich rede nur wenn ich gefragt werde und das nur so viel wie nötig.

      Dies hat ein Psychologe festgestellt allerdings kann er nichts mehr machen weil das schon seit kindergartenalter ist und man die Ursachen nicht kennt.

      • Anderen Psychologen suchen, wenn Du etwas daran ändern willst. Wenn nicht, bringt natürlich auch kein Psychologe was.
        Aber das ist definitif therapierbar, wenn auch nicht leicht zu überwinden für Dich, das verstehe ich auf jeden Fall.

        Man muss, um ein Verhalten zu ändern, nicht den Grund dafür kennen, und dass es schon lange besteht heisst nicht, dass es immer bestehen muss.

        Aber lohnt es sich nicht zu kämpfen, für Deine Kinder, wenn nicht für Dich selbst (wobei für mich das wichtigste wäre, dass Du für Dich selbst kämpfst, aber vielleicht hilft Dir ja der Gedanke an die Kinder).
        Wünsche Dir alles Gute und die für Dich richtige Entscheidung, das kann Dir niemand abnehmen und keiner kann über Dich urteilen, der nicht in Deiner Haut steckt.

        "Dies hat ein Psychologe festgestellt allerdings kann er nichts mehr machen weil das schon seit kindergartenalter ist und man die Ursachen nicht kennt."

        Das ist in meinen Augen totaler Blödsinn - vor allem: Wie oft hat der Psychologe denn mit Dir gesprochen? Es kann manchmal ewig dauern, die Ursache für so ein Problem herauszufinden.

        Wenn Du Deine Kinder behalten möchtest, würde ich Dir raten, einen anderen Therapeuten zu suchen.

        Ich habe jahrelang mit meiner sozialen Phobie gekämpft. Es ging in der Pubertät los und ich habe mich erst mit 30 Jahren in Therapie begeben.

        LG wartemama

Na ja,

sooo schüchtern kann man ja nun auch nicht sein wenn man drei Kinder in die Welt setzt!

Und nun? Zwei Kinder beim KV, eins bei der Oma. Du kannst sie sehen wenn Du möchtest,hast aber keine Pflichten,wie toll für Dich!

Du hast mit dem Mutter- Kind- Heim eine Chance für Dich und ein Kind bekommen, aber nutzt sie nicht, weil es Dir zu anstrengend ist?! Ok,gib auch dieses Kind ab und fühle die Freiheit, aber lasse Dich sterilisieren.

  • Hi!
    Ich denke, das nützt jetzt nichts mit Vorwürfen...das Kind ist ja sozusagen in den Brunnen gefallen.

    Die Kinder sind da, sind geboren und man muss das Beste machen, damit sie gut großwerden.

    Eine Mutter, die ihr Kind weggibt, weil sie selbst nicht in der Lage ist, das zu gewährleisten, ist in meinen Augen die bessere Mutter als die, die auf Krampf das Kind bei sich hat und es durch ihr verantwortungsloses Schaden schwer traumatisiert wird.

    Ich bin selbst abgegeben worden, wurde adoptiert und hatte so überhaupt eine Chance, denn auch meine Mutter war mit 17 Jahren, einer schon vorhandenen Tochter und mit mir als Baby und einem sehr labilem Umfeld total überfordert. Und ich bin froh, dass sie mir die Möglichkeit gab, in einem besseren Umfeld großzuwerden (auch wenn da auch nicht alles rosig war..aber 100 % wird es wohl nirgends geben).

    Ich glaube, dass einige Kinder es besser hätten, wenn ihre Mütter nicht als "schlechte Mutter" abgestempelt würden, hätten sie den Mut zu sagen, dass sie ihrem Kind nicht das geben können, was eine Mutter geben sollte.

    Viele Grüße!

    • Ok,

      da hast Du schon recht,dass Kind ist in den Brunnen gefallen. Aber meine Hoffnung ist immer,dass die Mutterliebe siegt,und die Mutter um sich und das Kind kämpft.Die Chance hat sie noch.

      Ich wurde auch abgegeben damals, und die Pflegeeltern haben Ihre leiblichen Kinder uns Heimkindern vorgezogen.
      Klar, hat es im intellektuellen Bereich, und erlernbarem sozialen Bereich sehr geholfen dort zu sein, aber der emotionale Bereich wurde durch die Benachteiligung noch mehr geschädigt als er ohnehin schon war.

      Deshalb denke ich,nichts ist so wichtig wie Mutterliebe und eine Mutter die um ihr Kind kämpft!

      • Mutterliebe kann aber auch bedeuten, sein Kind eben wegzugeben.Es geht ja nicht darum, für das Kind primär zu kämpfen, sondern erstmal für sich selbst! Nur dann ist man doch erst in der Lage, auch für das Kind zu sorgen. Ich finde, ein Kind braucht Struktur und Sicherheit, kein Hin.- und Hergezerre, Geschwister sollten auch zusammen aufwachsen, nicht dort eins und hier zwei. Aber das ist meine persönliche Ansicht. Es muss ja nicht zur Adoption sein, so dass der Kontakt weiter besteht und auch die Chance da ist, dass bei einer erreichten Stabilität das Kind zu einem kommt.

        Es ist schade, dass Du so negative Erfahrungen in Deiner Pflegefamilie gemacht hast. Mein Bruder, der leiblich ist, wurde auch bevorzugt, ich kenne das Gefühl also, denke aber, in meiner Herkunftsfamilie wäre es noch viel schlimmer gewesen.

        Liebe Grüße!

      Was genau würdest du denn vorschlagen? Ich bin bei solchen Fällen ein äußerer Betrachter, da ich nicht über derartige persönliche Erfahrungen verfüge, aber beruflich manchmal damit konfrontiert werde. Wäre es nicht vielleicht eine bessere Möglichkeit, daß sie sich selbst erst mal" sortiert", ein stabiles Umfeld schafft, Schulden abträgt und sich Arbeit sucht als sich mit dem Kind " durchzuwurschteln"? Bei den älteren Kindern gibt es doch schon Entwicklungsverzögerungen- auf was will sie warten? Scheinbar handelt es sich nicht um ein vorübergehendes Problem. Und ich finde, daß es ein Zeichen von Stärke ist, wenn man sich Hilfe sucht sobald man erkannt hat, daß man ein Problem nicht alleine lösen kann.

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