Zusammenziehen wegen schwangerschaft

    • (1) 30.01.14 - 15:46
      Tabaluga33

      Hallo,

      Ich führe seit etwa einem jahr eine fernbeziehung mit einem Mann der ca. Eine Autostunde entfernt wohnt. Er ist selbstständig und hat in seinem Elternhaus welche gleichzeitig ein Hotel und Restaurant ist ein Apartment und Büro. Jetzt bin ich schwanger( ja, geplant, 2. Versuch, 1. endetet in FG). , 12. ssw, habe auch schon zwei Kinder die bei mir leben, bin Teilzeit berufstätig. Dass wir zusammenziehen früher oder später war sowieso geplant, aufgrund seiner Firma würde ich wenn zu ihm ziehen. Gestern hat mir mein freund eröffnet dass er insolvenz anmelden muss - das macht m. Erachtens die Wohnungssuche ohne Bürgen eigentlich ohne Erfolgsaussichten. Ich allein habe auch keine guten Chancen auf dem Wohnungsmarkt. Wahrscheinlich wäre unsere einzige Chance zusammenzuleben über der Gaststätte seiner Familie, sein Apartment plus drei benachbarte Zimmer und Flur, welche zur Zeit noch von einer Küchenhilfe bewohnt werden. Ich fühl mich beim Gedanken daran dort zu wohnen ziemlich unwohl. Ich werde ja den Alltag mit den Kindern so ziemlich komplett allein bewältigen müssen und das stell ich mir da nicht gerade angenehm vor, alles und alle in den dritten Stock hochbekommen, Parkplatz ist auch je nach gästeandrang mehr oder weniger fern, wo der Kinderwagen hinsollte weiß ich auch nicht, Müll sollte ich möglichst diskret d. H. In einem großen Bögen uns Haus zu möglichst ruhigen Zeiten in die Container schmeißen, wir hätten keinen Balkon od. Terrasse, es gibt nur einen riesenparkplatz und die Straße vorm Haus, wir hätten keine Klingel, unsere Post landet in der Wirtschaft - die von meinem freund wird bei interesse auch schon mal von seiner Mutter geöffnet, ich hätte immer das Gefühl dass wir sowas wie ewig in der Schuld seiner Familie stehen weil wir da wohnen dürfen. Dass mein freund Gewehr bei Fuß steht wenn zu jeder Uhrzeit das Telefon klingelt und etwas im Restaurant kaputt geht stört ihn nicht weiter, ich denke es ist auch irgendwie seine Pflicht runterzurennen solange er da - ziemlich kostengünstig - wohnt. Aber ich möchte nicht allzeit bereitzustehen wenn zB eine spülkraft ausfällt oder die Verwandtschaft besucht wird und spontan jemand zum Empfang hüten gebraucht wird.. Sorry, ist ein bisschen lang geworden, versteht jemand in etwa wies mir geht? Mein freund meint das müsse ja nicht für die Ewigkeit sein, aber ich stelle mir da mind. 6-8 Jahre vor - das ist für mich schon eine ziemliche Ewigkeit. Jetzt hab ich ihm gesagt dass es dann wohl darauf hinauslaufen wird dass wir weiter getrennt wohnen, auch wenn wir das beide nicht möchten. Das wiederum wird dann evtl. Das aus für unsere Beziehung bedeuten...aber ich kann mir einfach nicht vorstellen irgendwohinzuziehen wo mir beim Gedanken daran schon die tränen kommen wenn ich an den Alltag dort denke, ich weiß auch nicht wie ich das meinen Kindern als positive Veränderung verkaufen soll wenn ich das selber schon nicht so sehen kann... Bin ich jetzt unmöglich und sollte einfach beide Zähne zusammenbeißen und umziehen oder eben erst wenn ein zukünftiges Zuhause gefunden ist mit dem ich mich anfreunden kann?

      • Hallo,

        Ich würde mit so einem Gefühl auch nicht dahin ziehen sondern bis etwas passendes gefunden ist in der jetzigen Wohnung verbleiben.
        Ist ja für eure beziehung genauso schädigend wenn du für ihn dort hin ziehst.

        Hör auf dein Gefühl!

        Lg

        Dein Bauchgefühl gibt Dir doch schon die Antwort...Du willst da nicht hin, also lass es bleiben. Jetzt hast Du eine Wohnung und wenn er Dich deswegen verlässt, kann es mit der Liebe nicht weit her sein.

        (4) 30.01.14 - 16:31

        jemand in etwa wies mir geht? Mein freund meint das müsse ja nicht für die Ewigkeit sein, aber ich stelle mir da mind. 6-8 Jahre vor - das ist für mich schon eine ziemliche Ewigkeit
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        Wie kommst du auf die Zeiten von 6 - 8 Jahre? Selbst wenn dein Freund nicht mehr selbständig ist, wird er doch wohl vor Ablauf mehrerer Jahre eine Anstellung finden damit ihr finanziell wieder besser gestellt seid und eine Wohnung mieten könnt.

        Hat sich die Insolvenz nicht angekündigt? Sowas fällt normalerweise nicht innerhalb weniger Wochen vom Himmel. Ihr arbeitet an einem Kind obwohl die Lage seines Unternehmens mehr als schlecht aussieht. Das finde ich komplett unverständlich.

        Wenn es dir so große Sorgen macht, dann warte bis er eine Stelle gefunden hat und wo er unterkommt. Vielleicht findet er etwas ganz außerhalb der Umgebung seines Elternhauses. Und dann ziehst du mit Kind und Kegel hinterher.

        • (5) 30.01.14 - 17:06

          Es gibt einen gläubiger, Lieferanten der überraschend quasi für meinen freund insolvenz angemeldet hat. Mein freund wartet seit Monaten vergebens auf die Bezahlung höherer Rechnungsbeträge von bisher zuverlässig zahlenden Kunden - er musste aber weiter material kaufen um weiter Aufträge ausführen zu können. Noch vor drei Wochen hatte er mir seine Unterlagen gezeigt und von seinem letzten Gespräch mit seinem Steuerberater erzählt, dass sowohl er als auch der Steuerberater die unternehmenszukunft als durchaus rosig einschätzt, genug Arbeit war ja da, verdienen tut mein freund nicht wenig, vorausgesetzt die Kunden zahlen. Jetzt ist er erst mal 6 Jahre in insolvenz, seine Fa. Existiert weiterhin und er arbeitet normal weiter. Leute in insolvenz sind keine erste Wahl bei der Vergabe einer Wohnung um das mal milde auszudrücken, deswegen rechne ich damit dass wir da auf Gedeih und Verderb werden bleiben müssen solange das insolvenzverffahren läuft und dann irgendwann mal die negative Schufa gelöscht sein wird.

          • (6) 30.01.14 - 17:44

            Läuft es denn auf eine Regelinsolvenz heraus? Bzw. ist die Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens denn überhaupt schon getroffen?. Oder gibt es eine Möglichkeit, das Unternehmen zu sanieren? Wird für ein Insolvenzplanverfahren entschieden, ist er soweit ich weiß schneller damit durch. Oft ist das Verfahren auch nach bis zu einem Jahr abgeschlossen und er müsst wieder auf soliden finanziellen Beinen stehen und ihr seht, wohin die Reise gehen kann. Ich glaube kaum, dass man euch nicht als Mieter akzeptiert. Dann dürfte kein Vermieter jemanden in seine .Wohnung nehmen,der selbständig ist.

            • (7) 30.01.14 - 17:56

              Ja, genau läuft auf regelinsolvenz rAus. Da sind 6 Jahre normal, unter ganz besonders optimalen umständen könnte es auf 3 Jahre verkürzt werden, aber von 6 Jahren ist auszugehen. Wie kommst du auf ein Jahr? Soweit ich weiß ist er gerade dabei die insolvenz zu beAntragen, die Konten sind ca. Für 3 Wochen eingefroren. Durch die insolvenz ist die komplette restliche Summe des existentgründerdahrlens fällig, das ist unmöglich auf einmal aufzubringen, ist gut das hundertfache seiner normalen monatlich. Rate.

      Ganz ehrlich, ich würde niemals dort hinziehen. 3. Stock, bei den Schwiegereltern, ohne eigene Klingel, eigenen Briefkasten, etc.

      Never ever. Lieber noch eine längere Zeit nach einer geeigneten Wohung suchen. Und wenn man irgendwo etwas Abstriche machen muss, egal.

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